4. Kind stillen??!!

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von curlysue9497 12.05.11 - 07:58 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich bekomm im September mein 4. Kind und möchte es gerne stillen.

Meine erste Tochter hab ich nur 3 Wochen gestillt. Ich war damals jung und unerfahren und hatte niemanden an meiner Seite der mir geholfen hat. Ich war der Meinung das meine Milch nicht nahrhaft genug ist, weil sie fast stündlich trinken wollte, also hab ich nach 3 Wochen abgestillt.

Bei meinen Zwillingen, muss ich ganz ehrlich sagen, hatte ich nicht den Mut zu stillen. Ein Schulkind und 2 Säuglinge, alleinerziehend.... hatte Angst das ich das nicht hinbekomme und hab mir gleich nach der Geburt ne Pille geben lassen zum abstillen.

Jetzt beim 4. Kind habe ich das Bedürfniss zu stillen und hab aber Angst das es nicht klappt....

War eine von euch in einer ähnlichen Situation und kann mir berichten??!!

LG
Kathrin mit Alina (14) Ben & Luca (5) + #ei (24.ssw)

Beitrag von simse1975 12.05.11 - 08:48 Uhr

Schönen guten Morgen,

Nur Mut! Das wird klappen! Versuch so früh wie möglich nach der Geburt anzulegen und am Anfang so oft, wie dein Kleines möchte trinken lassen. Das kann zu Beginn auch schonmal alle halbe Stunde sein.
Aber du musst dir mal vor Augen halten, dass Flasche machen doch viel mehr Arbeit ist, als Stillen.
Ich habe außerdem die Erfahrung gemacht, dass auch das Durchschlafen nichts mit Stillen oder Flasche geben zu tun hat.
Habe drei Kinder. Zwei habe ich nicht lange gestillt, aus den gleichen Gründen, die du bei deinem ersten Baby hattest.

Jetzt unseren Kleinsten (jetzt 6 Monate alt) stille ich noch immer voll. Es gibt nichts einfacheres für mama und Kind. Bei meinem ersten habe ich auch schon nach 2 Monaten abgestillt bin dann umgestiegen, weil er ständig zum STillen kam. Dachte, mit Flasche wird es besser - Pustekuchen!!! Die Abstände blieben kurz und nun musste ich ständig FLäschchen machen - abkochen - Milchnahrung kaufen und, und, und.....war viel zeitraubender, als wenn ich weiterhin einfach so oft gestillt hätte. Die Abstände wurden bei ihm erst viel später länger. Es brachte übrigens auch nichts auf 1er Milch umzustellen. Und durchgeschlafen hatte er auch erst, als er über ein Jahr alt war!

Meine Mittlere (jetzt 11 Jahre alt) wurde bis nach 4. Monat gestillt. Dann dachte ich auch, es reicht nicht mehr und es gab Fläschchen. Sie kam trotzallem auch wieder weiterhin so oft, das gleiche Spiel. Sie allerdings hatte schon mit STillen mit 6 Wochen bis zu 10 Stunden durchgeschlafen!

Unser Kleinster - wie gesagt - wird jetzt noch vollgestillt und schläft bis zu 8 STunden durch. Kommt aber heute noch tagsüber meist alle 2 Stunden.
Er hatte Phasen, als er noch kleiner war, da hing er mir fast durchgehend an der Brust. Manchmal dachte ich da auch dran, Flaschen zu geben, weil ich wieder das Gefühl hatte, damit würde sich das legen. Dann dachte ich aber wieder an die beiden Großen, und dass das gar nichts gebracht hat (außer mehr ARbeit und mehr Kosten!) und dann habe ich durchgehalten. Und es hat sich definitiv gelohnt. Denke noch lange nicht ans Abstillen, weil es so praktisch und so schön ist.
Wenn sich erstmal alles eingespielt hat, gibt es nichts Besseres. Klar hatte ich auch am Anfang Probleme wie Milchstau usw., aber das geht vorbei und dann läuft es reibungslos.

Such dir eine gute Hebamme, die dir Tipps geben kann zu Beginn und dich am Anfang begleitet.

Viel Erfolg und Durchhaltevermögen!

Achja, lass dir von niemandem reinreden. Bei mir in der Familie haben alle immer alles besser gewusst und immer gemeint, er würde nicht satt werden und ich solle doch mal Fläschchen machen, weil er doch dauernd an der Brust hängen würde #bla........nicht darauf hören! Verlass dich auf dein Gefühl!

LG
Simone

Beitrag von meleke 12.05.11 - 09:16 Uhr

hallo,

bei meiner ersten tochter hab ich genauso gedacht und gehandelt wie du. ich war auch jung und unerfahren.

meinen sohn hab ich dann 9 monate voll gestillt und mit erstaunen festgestellt wie easy das alles ist. du hast die nahrung quasi immer in der richtigen dosierung parat.... einfacher gehts nicht. Und du hast so auch mehr zeit für dich und die anderen kids... z.b. flaschen spülen und milchnahrung einkaufen fällt weg.;-)

das spüre ich jetzt beim dritten kind ganz besonders. hab nur mut, wenn du gleich nach der geburt anlegst klappt das alles bestimmt ohne probleme. sonst lass dir von einer hebamme helfen oder im kh gleich alles erklären.

lg susi


p.s. sorry für klein und großschreibung.... eine hand ist belegt ;-)

Beitrag von zweiunddreissig-32 12.05.11 - 09:49 Uhr

Für dich wäre eine gute Stillberaterin sehr hilfreich!

Wende dich zu lalecheliga.de oder afs-stillen.de, die Frauen haben selber viel Erfahrung (nicht jede Hebamme hat gestillt) und arbeiten ehrenamtlich.

Es wird alles klappen, du musst dir das nur zutrauen#winke

Beitrag von anarchie 12.05.11 - 09:55 Uhr

Huhu!


ich habe 4 Kinder, alle langzeitgestillt/-stillend.

Natürlich kannst du stillen!!!!
Wenn du dein Kind anlegst, wann immer es mag, dann klappt das!Such dir jetzt schon eine gute Stillgruppe der AFS oder LLL, damit du im zweifelsfall kompetente Hilfe hast!

das wird!

lg

melanie und die 4 (8,7,3,1)

Beitrag von sarahjane 12.05.11 - 10:18 Uhr

Ob Du (ausreichend) lange oder kurz Brusternährung betreiben kannst, kann man Dir leider nicht im Vorwege versprechen.

Versuche es einfach.

Sollte es nicht klappen, brauchst Du Dich nicht zu grämen. Auch mit Säuglingsmilch aus dem Fläschchen gedeihen Babys prächtig und entwickeln eine sehr gute Elternkindbindung.

Nehme Kontakt zu einer besonders guten Nachsorgehebamme auf, mit welcher Du Dich schon jetzt beraten kannst.
Viele Hebammen haben adäquate Fort- und Weiterbildungen über Wochendseminare hinaus genossen und kennen sich bestens aus.


Alles Gute und nehme den Druck von Dir!

Beitrag von muehlie 12.05.11 - 10:36 Uhr

So, freundliche Säuglingsmilchernährungsberaterin, ich mache sowas ja normalerweise nicht, aber damit deine Tipps in Zukunft wenigstens grammatikalisch an Qualität gewinnen, wenn sie schon inhaltlich meistens völlig kontraproduktiv oder am Thema vorbei sind, hier mal ein Hinweis: es heißt "Nimm Kontakt ... auf" und "Nimm den Druck von dir".

Freundliche Grüße

Beitrag von schnecke150472 12.05.11 - 10:40 Uhr

Ja ich, hier;-)

Mir ging es beim ersten Kind wie Dir...original genauso....das 2.te lag direkt Intensivstation, ich hätte mit pumpen anfangen müßen....und hab mir auch direkt Tabletten geben lassen.....das 3.te, das ein Nachzügler war wollte ich unbedingt stillen, ging aber nicht 100%ig...er nahm nicht zu, war ein fauler Kerl an der Brust;-) und nach 4 Monaten wollte er sie garnicht mehr#schmoll....zugefüttert hab ich ihn ab der 6.Woche.

Nun das 4te;-) von der ersten Minuten total das Brustkind....am 3.Tag kam die Milch und seitdem ist sie der total Stillfreak;-) verweigert jegliche Flaschen (hab abgepumpte Milch dagelassen als ich beim Friseur war) und ist mit nun fast 4 Monaten komplett und 100%ig voll gestillt....obwohl hier ein 2-jähriger Trotzkopf rumrennt und ich nochmal 3 Teenager zu versorgen hab, Streß habich also genug und doch klaptt es diesmal toll, was aber auch an ihr liegt...ich finde, das Baby muß es auch wollen, dann klappt es toll!

Also, viel Erfolg!#pro

LG Marion

Beitrag von curlysue9497 12.05.11 - 13:18 Uhr

Ich danke euch für eure Antworten. Ich werde es auf jeden Fall versuchen. Fühle mich jetzt auch nicht irgendwie unter Druck oder so. Hab schon eine tolle Hebamme an meiner Seite, die mir in der Seite bestimmt sehr gut helfen wird.

LG
Kathrin & Kids

Beitrag von kailash78 12.05.11 - 14:20 Uhr

Hallo Kathrin,

ich bin Stillberaterin der AFS und kann Dir nur sehr zum Stillen raten.
Sei ganz entspannt, Du wirst sehen es klappt ganz wunderbar, wichtig ist, daß Du Dir und Deinem Baby vertraust, die Natur hat es so eingerichtet, das es klappt, auch wenn es natürlich manchmal am Anfang nicht immer einfach sein kann.
Gehst du in eine Klinik zum Entbinden? Sag im Vorfeld schon, das Du stillen möchtest und Du nach der Geburt die Zeit haben willst, das Dein Zwerg bei Dir tinken kann und zwar ohne Stress (wiegen, messen..., das Baby wiegt auch nach eine Stunde nicht mehr oder weniger).
Wichtig wäre auch 24 Std. Rooming in und stillen nach Bedarf, in der ersten Zeit keine Sauger oder Schnuller.
Such im Netz nach einer AFS Stillberaterin bei Dir vor Ort, sie wird Dich unterstützen und bei Bedarf helfend zur Seite stehen.
Wenn du noch Fragen hast, oder Zuspruch brauchst, kannst Du Dich auch gerne nochmal an mich wenden.
Vertrau Dir, dem Baby und der Natur, Ihr könnt das #huepf

Lg Steffi