er schreit ohne Ende

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von nienicht 12.05.11 - 08:59 Uhr

Hallo ihr alle,

ich bin jetzt richtig verzweifelt, also ich habe 5 Kinder, aber mein Kleinster, 27 Monate alt, und seit anfang der Woche ist er nur noch am schreien, brüllen, umsichtreten u.s.w das kenne ich von den anderen garnicht #zitter er flippt total aus, trösten ist nicht, ignorieren bringt fast nichts, mit ihm reden nicht, ihn in den Arm nehmen schon garnicht da flippt er total aus.

WAS MACHE ICH BLOß????????????????

Gestern war er so wütetend da hat er seinen Kopf gegen den Kühlschrank gehauen #schock das habe ich noch nie gesehen.

Sonst ist er immer so ein kleiner Kuschelbär!

Gestern waren wir spatzieren, und die hälfte des weges mußte ich ihn über die Schulter hängen, er hat geschrien und umsichgetreten, danach habe ich fast geheult.

Ich hoffe ihr könnt mir irgendwelche Tipps geben, laufe schon am Rad.

Lieben Gruß
nienicht

Beitrag von tosse10 12.05.11 - 09:06 Uhr

Hallo,

wie kommen die Situationen denn zu Stande? Kannst du es mit irgendeiner Ursache in Zusammenhang bringen?

LG

Beitrag von nienicht 12.05.11 - 12:42 Uhr

Hallo,

also es ist meist dann wenn er seinen willen nicht bekommt, das ist eigentlich nicht oft, aber wenn er ein Eis hat, dann lässt er das halbe Eis liegen und WILL umbedingt ein neues so auch wie bei Brötchen einmal reinbeißen und dann ein neues, aber das geht ja nicht, ich kann ja nicht zig Eis, Brötche u.s.w wegschmeißen.

Oder beim Spatzierengehen, wir MÜSSEN in die eine Richtung, aber er will unbedingt in die andere, da schmeißt er sich auf den Boden und schreit und ich bekomme ihn nicht mit, ausser ich nehme ihn hoch, habe es schon mit warten versucht aber da kann ich warten bis es Nacht ist!

Oder bei seinen Brüdern, er will immer haben was sie haben, aber ich kann den anderen ja nicht alles wegnehmen, und da rastet er dann wieder aus, aber das alles erst seit ein paar Tagen.

Lieben Gruß
nienicht

Beitrag von amadeus08 12.05.11 - 14:17 Uhr

das ist einfach die ganz normale Trotzphase! Haben wir schon seit er 20 Monate alt ist......manchmal dreimal am Tag bis zu 50 Minuten Gebrüll, dann wieder ein paar Tage Ruhe.
Ist ganz normal und wenn Du "Trotzphase" mal in eine Suchmaschine eingibst, gibts da auch tolle kurze Literatur .

Lg

Beitrag von bonnie82 12.05.11 - 09:44 Uhr

Schreibst du von meinem Kind?

Ich habe hier gerade das gleiche Rumpelstilzchen zu Hause. Meiner ist im April 2 geworden. Bei uns geht das schon Wochen lang so.

Bei uns fängt das Geschrei und und Gebrüll schon morgens an.
Er möchte seinen Schlafsack nicht ausziehen, keine Zähne putzen, sich nicht anziehen lassen, nicht wickeln usw.

Wenn wir das dann alles überstanden haben, kehrt meist wieder Ruhe ein. Schlimm wird es dann wieder, wenn es auf Mittag zugeht und er müde wird. Dann wird wegen jeder Kleinigkeit die nicht funktioniert gebrüllt. Manchmal steigert er sich dann auch so rein, dass er es schafft über eine halbe Stunde am Stück zu schreien. Er lässt sich dann durch nichts mehr beruhigen. Angefasst möchte er dann schon gleich gar nicht werden, angesprochen noch viel weniger. Er spricht dann auch nicht mehr mit mir und teilt mit was er denn genau möchte - dazu ist er dann scheinbar nicht mehr fähig und ich weiß natürlich auch nicht was er will.
Nach dem Mittagsschlaf ist er dann auch meistens schlecht gelaunt und steigert sich ins Brüllen rein.

Ich muss mich dann in solchen Momenten wirklich zusammenreißen, dass mir nicht die Hand ausrutscht. Seine Launen sind für mich wirklich schwer zu ertragen. Ich kenne das auch von meinem großen Sohn nicht.

Ich habe es auch schon probiert mit schimpfen - regt mich nur selber noch mehr auf. Mit Ignorieren - fällt mir aber manchmal schwer. Gut zureden und ablenken bringt in diesen Situationen leider auch nichts.

Trotzphase schön und gut ich frage mich nur wie lange das wohl noch andauert. Ich bin momentan mit meinem Latein auch am Ende. Momentan habe ich das Gefühl in seiner Erziehung alles falsch gemacht zu haben. Ich muss auch dazu sagen, dass er von Anfang an schon ein sehr schwieriges (launisches) Kind war und immer viel geweint hat. Da ist es nur tröstlich zu hören, dass es anderen Mamas auch so geht.

Kopf hoch! Es ist ja alles nur eine Phase!;-)

LG
Bonnie82

Beitrag von emilia5 12.05.11 - 10:10 Uhr

Nein, DU schreibst von MEINEM Kind!!! :-p
Dein Text hätte jetzt wirklich zu 100 % von mir sein können. Und es beruhigt so sehr, dass zu hören. Wir sind so verzweifelt und haben gerade gestern Abend wieder überlegt, ob wir alles falsch machen #schwitz. Emilia ist 26 Monate. Sie war ein Schreikind. Dann so ab 1 Jahr war alles besser. Von 1,5 bis 2 war es sogar richtig gut. Sie war zwar kein Sonnenschein und kein Kuschelkind, aber sie schien ganz zufrieden und hat nur noch geweint, wenn sie sich mal weh getan hat. Seit ca. 6 Wochen ist das aller vorbei und sie jammert und motzt schon bevor sie wach wird, dann geht es weiter und weiter und weiter. Eben genau so, wie Du es beschreibst, was soll ich das wiederholen... Für mich ist es schrecklich. Ich fühle mich noch immer erschöpft von dem ersten Jahr, arbeite, bin ständig krank, weil ich alles kriege, was sie aus der Kita anschleppt, bin von Natur aus nicht der geduldigste Mensch und habe mir immer vorgenommen, mein Kind mit Liebe und gesundem Menschenverstand zu einem "guten, glücklichen Menschen" zu erziehen. Momentan habe ich das Gefühl total zu versagen und einen frustrierten Tyrannen heranzuziehen, der mich und die Welt hasst #zitter. Ich kann einfach nicht glauben, dass es "nur" die "normale" Trotzphase ist! Dass man mit nichts, aber auch gar nichts zu ihr durchdringt und dass es alle 5 Minuten von vorne losgeht. Der gesunde Menschenverstand hilft da auch nicht mehr weiter. Manchmal habe ich Lust, den Konflikten einfach aus dem Weg zu gehen, indem ich sie eben nicht wickel, nicht zum Inhalieren zwinge, sie Salzstangen knabbern lasse, statt am Tisch zu essen, ihr nicht die Nase sauber mache oder die Haare bürste... Und manchmal bin ich auch kurz davor aus der Haut zu fahren und muss ganz schnell weggehen, damit mir nicht die Hand ausrutscht #schock#heul. Tja, das hilft Euch beiden jetzt zwar auch nicht wirklich, aber wir sind wohl zumindest nicht alleine mit unseren Monstern.
Liebe Grüße und viel Geduld und Kraft! Astrid

Beitrag von metapher77 12.05.11 - 10:59 Uhr

Huhu, diese Sorte Kind habe ich auch zu Hause! ;-) Also, im Großen und Ganzen können wir uns noch gar nicht beklagen, aber die Phase, wo er immer mehr "rumzickt" scheint unausweichlich auf uns zuzurollen. Unser Zwerg ist auch im April 2 gworden uns bis jetzt waren wir ziemlich froh, dass sich die sogenannte Trotzphase noch in Grenzen hielt. Meist haben wir ihn in solchen Situationen auch schnell mit anderen Dingen ablenken können, so dass so ein "Anfall" schnell wieder vorbei war. Aber seit ein paar Tagen... Gestern war wieder so ein Tag - von himmelhochjauchzend zu Tode betrübt, wenn irgendwas nicht so war, wie ER es gern hätte! Allein gestern Abend hat er 2x ein Mordstheater gemacht und ließ sich auch gar nicht mehr beruhigen. Ich geh dann einfach etwas aus der Schusslinie und lass ihn sich erstmal austoben, und wenn er sich dann langsam beruhigt, versuche ich mein Glück noch mal. Manchmal klappt es auf Anhieb, manchmal brauche ich auch 2-3 Anläufe, bis er sich schwer schluchzend an mich rankuschelt und sich dann zu Ende ausweint (Gott, wie süß das doch dann immer ist!) Ich geh an die Sache allerdings recht "gelassen" ran und versuche gerade in soclhen Situationen nun nicht wirklich auf alles zu bestehen. Ab und an "dealen" wir auch schon miteinander, gestern z.B. wollte ich ihn eigentlich schon ins Bett bringen, aber er wollte unbedingt noch draußen spielen. Es gab also Riesenzoff, und ich habe ihm dann erlaubt, noch ein paar Minuten zu spielen, und danach dann halt ins Bett zu gehen. Naja, das "danach" hat zwar in diesem Fall nicht geklappt, aber oftmals funktioniert das tatsächlich. Nicht Zähneputzen-dann ohne Gute-Nacht-Geschichte sofort ins Bett oder lieber doch Zähneputzen und dann noch Sandmännchen schauen. Ich denke, man sollte auf keinen Fall an sich oder seiner Erziehung verzweifeln, sondern diese Phase eher als weiteren Entwicklungsschritt ansehen. Wenn es mich total nervt, nehme ich mich aus der Situation auch einfach mal raus, diesen kurzen Moment ohne Mama verkraftet er schon, atme 3x tief durch und sage mit immer, es wäre viel schlimmer für seine Entwicklung, wenn er diese Phase auslassen würde. Ja, ich weiß, das fällt bei Dauergenörgel schwer ;-) Und natürlich werde ich irgendwann, wenn es mir zuviel wird, auch mal etwas energischer in meiner Stimmlage - aber auch das verkraftet er schon. Ich habe nur gemerkt,, dass es bei ihm wirklich am besten ist, ihn erstmal in Ruhe zu lassen und dann ab und an mal "nachzufragen" ob er sich jetzt von Mama trösten lassen möchte. Wichtig ist nur, dass die Kleinen das Gefühl bekommen, auch in diesen Phasen geliebt zu werden. Und das tun wir doch alle, oder?

Beitrag von emilia5 12.05.11 - 11:13 Uhr

#danke, das hast Du schön geschrieben und schon wieder geht es mir etwas besser... (bis heute Nachmittag beim nächsten Anfall #zitter). Allerdings ist bei Emilia wirklich schwierig, dass sie auch danach einfach keine Nähe will. Zu Ende ausheulen, kuscheln, u.ä. ist einfach nicht drin :-(. Das würde es bestimmt auch für mich leichter machen, das ganze zu ertragen.

Beitrag von metapher77 12.05.11 - 12:03 Uhr

Hm, stelle ich mir auch schwer vor, aber das wirst Du vielleicht auch einfach akzeptieren müssen. Und wenn Du sie wirklich einfach machen lässt, und zwar in ihrer Nähe bleibst, aber sie gar nicht weiter ansprichst? Vielleicht kommt sie dann ja tatsächlich auch von allein? So eine Phase hatten wir nämlich vor ein paar Monaten. Da brauchte ich auch überhaupt nicht versuchen, ihn zu trösten sondern musste immer warten, bis er von allein kam. Aber vielleicht ist Eure Maus ja auch tatsächlich nicht so eine Kuschelmaus? Wir haben im Freundeskreis auch ein Mädchen (3 Jahre), die Kleine war noch nie so anhänglich wie unser Kleiner es insgesamt ist. Kopf hoch - es kommen auch wieder bessere Zeiten! #liebdrueck

Beitrag von emilia5 12.05.11 - 12:19 Uhr

#liebdrueck