kennt ihr das?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von ivonne80 12.05.11 - 10:11 Uhr

hallo mädels,

kennt ihr das wenn ihr euch in eurem leben nicht wohl fühlt? oder zumindest so unzufrieden das es euch traurig macht?
mir geht es zur zeit so. bin für meinen mann damals (vor 5 jahren) aus meiner heimat weg gezogen und nun bereue ich das.
ich hab hier keine freunde (nur "bekannte")
keine familie nur schwiegerfamilie in der es dauernd stress gibt
ich finde keinen job (kindergarten 7.30 Uhr - 12.30 Uhr wie soll man da was finden?)
es ist hier sehr ländlich und einsam.
ich vermisse meine freunde extrem. hab hier niemanden dem ich so blind vertraue und mit dem ich so spass haben kann wie mit meinen mädels daheim. und jedes mal wenn ich sie besuchen geh dann wird mir das alles bewusster.
dort sind im umkreis von 80 km 3 großstädte, reichlich job (sogar konkrete angebote für mich), infrastruktur eben, kindergärten mit besseren betreuungszeiten, günstigere wohnungen, bessere schulen für später. sogar meine schwiegervater lebt mit seiner neuen familie dort.
aber mein mann will einfach nicht umziehen. er will nichtmal drüber reden.
klar ist es schwer alles aufzugeben (wer weis das besser als ich). aber wenn es doch in vielerlei hinsicht besser dort ist als hier ...wieso nicht versuchen. ich weis nicht was ich machen soll. ich will hier weg, bin frustriert und einsam.
weis ned was ich noch machen soll um ihn mal zum nachdenken zu kriegen.

habt ihr vielleicht einen tip??? bin echt verzweifelt.

ihr könnt mich auch privat anschreiben.

lg ivi

Beitrag von bensu1 12.05.11 - 10:39 Uhr

hallo,

ich bin vor 12 jahren in die heimat meines mannes gezogen. 400 km (mehr noch) weit weg von meiner familie, meinem freundeskreis und meinem tollen job, der mir spaß gemacht hat und außerdem noch gut bezahlt war.

echte freunde habe ich immer noch nicht gefunden und den kontakt zum großteil meiner schwiegerfamilie habe ich abgebrochen. ich habe zwar einen haufen bekannte, aber wirkliche vertrautheit besteht nicht. die frauen hier gegen einander seit ihrer kindheit, und in diese freundeskreise zu gelangen, ist mir nicht wirklich gelungen.

anfangs war ich ziemlich verloren hier, hatte heimweh und vermisste das angebot meiner heimat, auch was kulturelle belange betrifft. früher musste ich nur 2 minuten zu fuß gehen und war im zentrum einer kleinstadt mit guter infrastruktur in der nähe von wien, arbeitete in wien, traf mich abends oft mit freundinnen...
jetzt geht ohne auto gar nichts, und speziell im winter kommt's schon vor, dass mir die decke auf den kopf fällt.

wenn's ganz schlimm wird, packe ich meine lieben ins auto und fahre ein wochenende zu meiner familie. dann geht's wieder. ;-)

liebe grüße und halt die ohren steif!
karin

Beitrag von kaminrot 12.05.11 - 10:39 Uhr

Hallo!

Wie weit ist deine Heimatstadt entfernt?

LG, k.

Beitrag von ivonne80 12.05.11 - 10:49 Uhr

alsi bei mir sind es nur 130 km aber eben zu weit um mal eben zum kaffee zu fahren. ich fahre ab und zu hin und bleibe auch mal über nacht aber jedes mal bekomme mehr heimweh.
mir gehts ja nicht nur darum das ich da einfach wieder hin will sondern das ich keine hoffnung haben das sich an unserer ganzen situation was ändert.
ich finde hier keine arbiet und hätte in der heim gleich 2 zusagen und auch sonst findet man dort immer was. ich hab mich hier schon überall beworben nachdem der erziehungsurlaub vorbei war. es tut sich einfach nix. bald läuft das arbeitslosengeld auch und dann sind wir echt arm dran. was kommt dann? hartz4 zum gehalt meines mannes dazu? das will ich einfach nicht.
ausserdem hält uns hier auch sonst nix. die schwiegerfamilie besucht uns fast nie, seine freunde auch nicht. da gibt es mehr streit als alles andere und somit sind wir fast nur alleine . vor allem ich und die kinder wenn mein mann arbeitet.
es ist jeden tag das gleiche. mir fällt die decke auf den kopf. ich möchte arbeiten und auch sozial mehr kontakte. dieses halbherzig nervt mich. ich kenne das nicht... und es gefällt mir auch echt nicht. ich kann mich nicht an der gedanken gewöhnen das es noch 10 20 jahre so weiter gehen soll. und das am existensminimum. ist doch keine lösung.
hauptsache die familie wird nicht bockig... das kann es doch nicht sein. oder?

lg ivi

Beitrag von lichtchen67 12.05.11 - 12:11 Uhr

Sorry, aber 130 km sind doch ein Witz, da würde ich öfter einfach mal rüberfahren und so die Kontakte halten.

was ist mit dem Job Deines Mannes, Du schreibst nur von Dir, Du hättest dort einen Job. soll er für 130 km umzug seinen Job, der sicher die Familie ernährt aufgeben?

Lichtchen

Beitrag von snaky18w 12.05.11 - 13:36 Uhr

Hallo!

"Sorry, aber 130 km sind doch ein Witz, da würde ich öfter einfach mal rüberfahren und so die Kontakte halten."

Ja das ist wirklich ein Witz, bei den Spritpreisen, so weit durch die Gegend zu fahren, vor allem "öfter einfach mal". #augen

Gruß Snaky

Beitrag von lichtchen67 12.05.11 - 14:08 Uhr

Glaub mir, ich hab das alles schon selber erlebt. Öfter mal ist relativ.... 130 km Entfernung auch. Der eine sieht es so, der andere so.

Es ist jedenfalls bei der Pipi-Entfernung sehr gut möglich, bestehende Kontakte oder Freundschaften zu pflegen, ebenso wie einfach mal, wenn man n Koller kriegt, zu fahren.

Alles Ansichtssache.. für manche sind jedoch schon 40 km Entfernung ein Unglück.

Lichtchen

Beitrag von espirino 12.05.11 - 14:13 Uhr

Für mich warens 19 km und so oft wie ich wollte konnte ich auch nicht fahren. Man muß ja bei nem Kind auch immer Zeiten planen. Ganz so einfach ist das nicht.

Beitrag von lichtchen67 12.05.11 - 14:52 Uhr

19 km? Echt? Wahnsinn.... ich kenne "solche Leute" auch und finde das immer erstaunlich. die fahre ich täglich zur Arbeit.

ich wohne jetzt 370 km von der Heimat weg, hier sprechen auch noch alle anders als ich es kenne und die Fahrt zu den Eltern ist echt Horror udn will immer gut geplant und terminiert sein, weil IMMER stau auf der Autobahn. Das empfinde ich auch als nervig.

Aber man muss sich im Alltag eben so seine Inseln schaffen.. und diese Inseln schafft man eigentlich noch ganz gut bei recht kleiner Entfernung und das sind 130 km nunmal für mich.

10 Flugstunden.... das ist doch da ganz was anderes.

Lichtchen

Beitrag von ivonne80 12.05.11 - 15:30 Uhr

es geht nicht allein um meine bedürfnisse. es geht einfahc um unsere finazielle zukunft. ich hab hier einfach keine chance

Beitrag von ivonne80 12.05.11 - 15:28 Uhr

natürlich muss sowas geplant sein und natürlich muss er nix einfach aufgeben. aber ich denke an die zukunft. ich hab hier keine berufliche zukunft. er hat überall eine. ich würde rst umziehen wenn das mit dem job klar ist. und nicht einfach nur kündigen und mal schauen was passiert...
und mal eben rüber fahren geht nicht. 1. kostet das zu viel (nur ein einkommen) und 2. hab ich familie... ich kann schlecht andauern weg fahren oder meine familie an den wochenenden mit sowas nerven weil ich mal mit ner freundin quatschen will...

ivi

Beitrag von finchen85 12.05.11 - 11:12 Uhr

Ich kenne das, weil esmir seit fast 5 Jahren genauso geht#schmoll

Beitrag von bambolina 12.05.11 - 11:37 Uhr

Hallo

hat dein Mann gesagt, warum er nicht wegziehen will??? Liegt es an der Arbeit, die er dort hat?
Oder liegt es nur an der Familie?
Nicht umziehen, damit die Familie nicht bockig wird? Wer würde den bockig werden?

Vielleicht gibt es einen Kompromiss, in die "Mitte" zu ziehen (sein Wunschort und deinen).
Ich meine es ist immer schwer in so einer Situation jedem gerecht zu werden, aber dass er noch nicht mal mit sich reden lässt, finde ich schon heftig.
Ich würde auf ein Gespräch bestehen.

lg bambolina

Beitrag von wintersun 12.05.11 - 11:42 Uhr

ich kenne es, ich bin vor fast 3 jahren in die heimat meines mannes gezogen, was bedeutet ich bin ueber 10 flugstunden von meiner familie und freunden entfernt....es geht mir aehnlich wie dir, aber meine eltern haben recht ich habe mich nie auf das leben hier einlassen wollen, da ich mich immer allein gefuehlt habe.
in deutschland hatte ich einen job, freunde und familie, ein leben.....
hier ist das alles anders, aber ich habe einen weg gefunden mich mit der momentanen situation zu arangieren, mein mann kann nicht wegziehen und ich will nicht ohne meinen mann, kind und hund leben, also habe ich die entscheidung getroffen hier zu bleiben.
am ende wird immer einer von euch nicht so gluecklich sein, das leben ist leider nicht perfekt, aber du kannst kompromisse eingehen, so das es euch beiden gut geht, auch wenn ihr auf manches verzichten muesst.

lg

Beitrag von espirino 12.05.11 - 12:50 Uhr

Hallo,

ich hab das auch durch. Von meiner Stadt weg zu meinem Freund ins Haus, in dem auch noch die Schwiegis gewohnt haben. Am Anfang gings. Da war ich noch flexibel, aber dann kamen die Zwillinge und ich war nur noch zuhause. Keine Freunde, keine Familie, keine Bekannten.
Zwischen meinen Freund und mir gabs damals sehr oft Krach. Er wollte und konnte es einfach nicht sehen, wie schlecht es mir damit ging. Zumal es sein Haus war und er nie in Erwägung gezogen hatten wegzuziehen. Er hatte seine tägliche Arbeit und wenn er heimkam wurde er gleich von seinem Vater abgefangen, ohne vorher mal in die Wohnung zu kommen.

Dann konnte ich endlich wieder auf Arbeit und er merkte, daß es doch ziemlich einsam ist trotz massig Verwandschaft im Haus. Dann haben wir uns einen Hund gekauft und seine Eltern haben uns für verrückt erklärt. Zwei Kinder und ein Hund - sowas haben nur Assis - ihre Meinung.

Dann kam eine wahnsinns Gelegenheit in meiner Stadt ein Einfamilienhaus zu ersteigern. Irgenwie konnte ich ihn breitschlagen. Wir für uns - ohne seine Eltern im Genick. Meine Stadt bot mehr für Kinder - er hatte hier mittlerweile mehr Bekanntschaften als bei sich etc pp.

Seit zwei Jahren wohnen wir nun schon bei mir zuhause. Er fühlt sich sehr wohl und bereut es nicht.
Hätten wir das damals nicht gemacht, wären wir heute nicht mehr zusammen.

Ich hab mir eine Plus/Minusliste gemacht und ihm vorgelegt. Stichpunkte wie Unternehmungen, Arbeitsplatz, Familie, Freunde, Spielmöglichkeiten aufgelistet und verglichen. Er hat eine Gegenliste aufgemacht, aber am Ende konnte ich überzeugen.

LG Jana

Beitrag von maischnuppe 12.05.11 - 15:24 Uhr

ER will nicht wegziehen, aber DU durftest es damals?
Toll#pro

Beitrag von ivonne80 12.05.11 - 15:32 Uhr

damals hat sich das so ergeben. es war kein muss.
ich hab es freiwillig gemacht. hab ja auch nicht gewusst worauf ich mich eingelassen hab. jetzt wo ich wieder arbeiten kann und auch muss sieht die sache eben anders aus

Beitrag von bianka33 12.05.11 - 22:21 Uhr

Hallo!

Wie sieht denn Dein Mann Eure finanzielle Situation? Die kann er doch nicht völlig ignorieren, oder? Es müßte für ihn doch auch eine Entlastung sein, wenn er nicht mehr Alleinverdiener wäre.

Im übrigen kann ich Deine Situation gut nachvollziehen, denn ich bin 2 mal jeweils zu meinem Partner gezogen - zum Glück ist meine Heimat etwas näher. Neue Freunde zu finden finde ich auch schwierig für mich - sowas dauert einfach - zudem hatte ich das Pech, daß ausgerechnet eine Mama aus der Krabbelgruppe, mit der ich mich gerade angefreundet hatte, wieder in Ihre alte Heimat am anderen Ende Deutschlands gezogen ist #schmoll. Die anderen Mamas sind hier meist schon ewig eingebunden und suchen keine privaten Kontakte mehr - oder aber sie passen halt nicht zu mir (bin vielleicht auch nicht die einfachste...?#gruebel).
Hab an meinen Kontakten hier gearbeitet und selber Initiative ergriffen - naja ne Freundschaft is noch nicht dabei, aber wenigstens sind die Kontakte nicht gleich wieder abgebrochen. Außerdem hab ich inzwischen akzeptiert, daß es halt nicht immer so läuft wie ich es mir wünsche - bin einfach zu oft umgezogen... Bin froh um meine alten Freundinnen - auch wenn die weiter weg sind und wir wenig Zeit miteinander haben... Ich hätte mir halt ne befreundete Mama gewünscht, mit der ich mich öfter mit und ohne kids hätte treffen können und wollen... naja, was nicht ist, kann ja noch wachsen..?

Liebe Grüße,
Bianka#blume