Verletzung des Schengener Abkommen?

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Beitrag von malwiederich 12.05.11 - 11:01 Uhr

Merkwürdig, ausgerechnet wenn ich nach Dänemark möchte, entschließen die sich, das Schengener Abkommen zu missachten. Egal, ich hab nen gültigen Ausweis, also werden sie mich schon rein lassen.
Die Begründung Dänemarks lautet: zunehmender Drogen-und Menschenhandel. Was meint ihr? Werden weitere Staaten folgen? Ist Reisefreiheit in Europa bald Geschichte?

VG,
Loli

Beitrag von musterli70 12.05.11 - 11:10 Uhr

Naja, ich kanns durchaus verstehen, grade in Anbetracht was für Drohungen aus Italien kommen und wieviel jetzt schon von Italien hierher kommt, weil dort eben nicht so streng an den Richtlinien festgehalten wird wie in anderen Ländern.
Im Osten sieht es auch nicht besser aus, seitr die Grenzen in Richtung der neuen EU-Länder geöffnet wurden, denke manch Anwohner und Bürgermeister kann ganz Liedchen drüber singen.

Als Einschränkung der Reisefreiheit würde ich das jetzt nicht werten wollen, es gibt eben nur wieder Grenzkontrollen, im Prinzip nur eine Änderung des Kontrollortes, denn jetzt werden die Kontrollen im Hinterland durchgeführt, dann eben wieder wie früher auch an festen Stellen.

Beitrag von malwiederich 12.05.11 - 11:23 Uhr

Hm, ja..im Grunde versteh ichs ja auch, nur trotzdem sehe ich mich persönlich in meiner Reisefreiheit eingeschränkt, sollten weitere Staaten folgen. Nämlich insofern, dass die Schlangen an diversen Grenzübergängen wieder Kilometerlänge annehmen. Prinzipiell bin ich natürlich dafür, dass Drogen-, Menschenhandel usw. unterbunden werden muss und ich weiß auch, dass man das wahrscheinlich nicht anders eindämmen kann.
Na gut, warten wir ab, wie sich die Geschichte weiterentwickelt.

Beitrag von adalgisa 12.05.11 - 11:19 Uhr

"Ist Reisefreiheit in Europa bald Geschichte?"

Die Reisefreiheit selbst wird ja nicht eingeschränkt. Da wird halt nur (wieder) kontrolliert. Ob dem andere Staaten folgen werden, glaube ich eher nicht. Die EU stemmt sich ja bereits gewaltig gegen den Vorstoß Dänemarks und hat das Vorgehen heftig kritisiert. Insofern vermute ich, dass Dänemark das nur vorübergehend durchhalten wird.

Beitrag von malwiederich 12.05.11 - 11:26 Uhr

*Insofern vermute ich, dass Dänemark das nur vorübergehend durchhalten wird.*
Vielleicht. Vielleicht ist es aber auch so, dass andere Länder solche Kontrollen in Erwägung ziehen?

Beitrag von adalgisa 12.05.11 - 11:30 Uhr

Das ist politisch nicht gewollt.
Wenn Du Dir Dänemark ansiehst, dann findest Du die Urheber der jetzigen Grenzkontrollen im rechten Lager. Einzig in Holland wäre es für mich noch entfernt vorstellbar, weil die auch eine starke Rechte haben. Und Frankreich vielleicht, aber dann ist auch wirklich der Papst schon gesegnet. ;-)

Beitrag von malwiederich 12.05.11 - 11:37 Uhr

Och #schmoll nun trittst du meine kleine heile Welt aber mit Füßen. Meinst du wirklich, dass das von Rechts kommt und die Geschichte mit Drogen-und Menschenhandel nur ein Deckmäntelchen für Ausländerfeindlichkeit ist?#heul

Beitrag von adalgisa 12.05.11 - 12:07 Uhr

"Meinst du wirklich, dass das von Rechts kommt und die Geschichte mit Drogen-und Menschenhandel nur ein Deckmäntelchen für Ausländerfeindlichkeit ist?"

Jepp.
Siehe auch .neos Beitrag oder hier: http://tinyurl.com/5wvvmol

Beitrag von malwiederich 12.05.11 - 12:14 Uhr

Na ja, nun habe ich auch mal ein gelesen. Hatte erst nur kurz im Radio etwas darüber gehört.#hicks
#danke für den Link, der geb ich mir jetzt.

Beitrag von adalgisa 12.05.11 - 14:46 Uhr

"#danke für den Link, der geb ich mir jetzt."

Und? Hat's was gebracht? #freu

Beitrag von malwiederich 12.05.11 - 14:53 Uhr

Inwiefern?
Hast du schon wieder seltsame Gedanken?

Beitrag von adalgisa 12.05.11 - 15:00 Uhr

:-(

Du denkst wirklich nur Mist von mir, stimmt's?
Ich hatte an bestimmte Erkenntnisse im Zusammenhang mit politischen Phänomenen in Europa gedacht...

#heul

#schmoll

Beitrag von malwiederich 12.05.11 - 15:23 Uhr

*Du denkst wirklich nur Mist von mir, stimmt's?*
Mist? Nöö..hab ich nicht gesagt. Bisher mochte ich die Art, wie Sie denken!


Beitrag von adalgisa 12.05.11 - 15:30 Uhr

#augen

"Bisher mochte ich die Art, wie Sie denken!"

#augen


Schweinereien nur noch per PN. Sonst bekomme ich hier Lokalverbot... #gruebel

Und das wollen wir doch beide nicht, oder? #rofl

Beitrag von .doctor-avalanche. 12.05.11 - 12:25 Uhr

Da wäre ich mal nicht so sicher. Im Moment ist Rechtspopulismus, ob inhaltlich gegen Nicht-EU-Bürger, gegen den Euro, gegen den Stabilitätspakt, gegen Muslime usw. schwer im Kommen. Und nicht nur Dänemark, den Niederlanden oder Frankreich sondern auch in Italien, wo die Lega Nord seit Jahren in der Regierung ist aber auch in Finnland, die mit der letzten Wahl einen deutlichen Rechtsruck vollzogen haben.

Und auch in Deutschland ist rechtspopulistisches Herumgeeiere spätestens seit Sarrazin wieder angesagt und salonfähig:

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,762049,00.html

Beitrag von marion2 12.05.11 - 12:37 Uhr

aaaaaaaaach Quatsch!

Ich hab Sarrazins Buch gelesen. Da steht nichts drin, was Rechte gut fänden.

Gruß Marion

Beitrag von .doctor-avalanche. 12.05.11 - 12:44 Uhr

Meine Aussage war und ist, dass Europa insgesamt derzeit nach rechts rückt und auch Tendenzen dazu in Deutschland (parteiübergreifend) vorhanden sind. Mehr nicht.



Ich fang jetzt nicht die x-te Diskussion mit jemandem an, der immer noch meint, Sarrazin sei kein rechtspopulistischer Demagoge.

Beitrag von marion2 12.05.11 - 14:59 Uhr

Der Herr Sarrazin hat niemanden angegriffen und steht mit seinen Äußerungen ganz klar eher in der linken als in der rechten Ecke.

Beitrag von vorschlaghammer 12.05.11 - 15:22 Uhr

Auweia!

Beitrag von marion2 12.05.11 - 16:35 Uhr

Kein rechtspopulistischer Demagoge würde je bedauern, dass die Einwanderer in zu geringem Maße die Schon-vorher-Dagewesenen ehelichen.

Beitrag von adalgisa 12.05.11 - 14:04 Uhr

"Im Moment ist Rechtspopulismus, ob inhaltlich gegen Nicht-EU-Bürger, gegen den Euro, gegen den Stabilitätspakt, gegen Muslime usw. schwer im Kommen."

Rechtspopulismus ja, aber im Augenblick weicht die politische Mitte eher in Richtung linkes Lager auf. Die Grünen sind in meinen Augen weit mehr linksliberal als rechtsradikal und auch die Linken halten sich noch tapfer bei 8 oder 9 Prozent. Davon träumen die FDPler inzwischen selbst in schlaflosen Nächten.

Beitrag von malwiederich 12.05.11 - 14:20 Uhr

#freuJa bald isses soweit: FDP= Fast Drei Prozent
Aber das kann man von den Linken bei uns im Ländle auch sagen...schulternzuck.

Beitrag von adalgisa 12.05.11 - 14:23 Uhr

Ihr habt mit Grüne + SPD im Ländle genug Strafe erhalten.

Da braucht es keine Linken mehr #freu

#liebdrueck

Beitrag von malwiederich 12.05.11 - 14:34 Uhr

Nun ja, ich schätze nicht mal die Schwaben haben erwartet, dass ihr "Denkzettel" nach hinten losgeht.
Du solltest mal hier inner Kneipe reinschauen und zuhören, wie die ALLE schön jammern können. Auf einmal wills wieder keiner gewesen sein.

Beitrag von adalgisa 12.05.11 - 14:44 Uhr

Ich würde es nicht unbedingt als "nach hinten losgegangen" bezeichnen, denn wenn ich mir ansehe, dass die Grünen bislang als einzige Partei kontinuierlich für den Atomausstieg eingetreten sind, dann betrachte ich einen grünen Ministerpräsidenten durchaus als positives Signal (ich habe ja selber mal in der Nähe vom AKW Neckarwestheim gewohnt). Allerdings ist die SPD aus meiner Sicht gerade in BW den Grünen mehr ein Klotz am Bein als eine Hilfe, denn bei Stuttgart 21 ist man je recht kontrovers.

"Du solltest mal hier inner Kneipe reinschauen und zuhören, wie die ALLE schön jammern können."

Wenn ich mal wieder im Ländle bin, nehme ich diese Einladung gerne an.
Aber DU zahlst! #rofl