2. Klasse / Schreibschrift (S.-H.)

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von musikerin 12.05.11 - 11:29 Uhr

Hallo an Euch,

mein Sohn ist jetzt in der 2. Klasse und geht in Schleswig-Holstein zur Schule.

Wie ist dies bei Euch?

In der ersten Klasse haben die Kinder anhand der Druckschrift das Schreiben erlernt, dies beherrscht er auch recht gut. Nun läuft zusätzlich und leider nur noch noch die Schreibschrift und er blockiert sich selber...

Ich weiß nicht wie ich ihn motivieren kann, dass er auch den Spass am schreiben mit der Schreibschrift findet, denn in Zukunft dürfen die Kinder nicht mehr in Druckschrift schreiben. Selbst die Aussicht auf den Füller lockt ihn in keinster Weise. Vielleicht werde ich versuchen, ein interessantes Buch für ihn in Schreibschrift zu kaufen? Gibt es so etwas?

Was ich nicht verstehen ist dies, dass die Kinder zunächst die Druckschrift lernen, dort sicherer werden und dann aufeinmal quasi wieder "schwimmen", weil nun nur noch die Schreibschrift verlangt wird. Da ist es meines Erachtens keine Wunder, wenn ein Kind (leider) blockt... Wie haben wir denn damals gelernt? Haben wir die Buchstaben sowohl in der Schreibschrift als auch gleichzeitig in Druckschrift schreiben gelernt?

Wer hat Tipps für mich?

Vielen Dank..

Gruß Claudia

Beitrag von h-m 12.05.11 - 11:42 Uhr

Also ich habe damals zuerst die Schreibschift gelernt (Lateinische Ausgangsschrift). In Druckschrift zu schreiben, haben wir gar nicht gelernt. Die Fibel und auch Erstlesebücher wurden extra in Schreibschrift gedruckt. Nachdem wir die Schreibschrift lesen und schreiben konnten, wurde die Druckschrift dazu genommen - aber halt nur zum Lesen.

Heute lernen die Kinder zuerst Druckschrift, weil sie dadurch sehr schnell "alles" lesen können. Es erleichtert das Lesenlernen, weil man beliebige Texte dazu verwenden kann. Auch ist es wohl vom feinmotorischen Gesichtspunkt her leichter. Wir mussten jedenfalls ganz am Anfang der 1. Klasse viel mehr malen und "Schwungübungen" machen, als meine Tochter muss.

Beitrag von bambolina 12.05.11 - 11:49 Uhr

Hallo Claudia

mein Sohn (9 Jahre, 4. Klasse) hat zuerst die Druckschrift und dann Schreibschrift gelernt. Die Umstellung auf Schreibschrift ist ihm auch schwer gefallen, aber als er dank Übung sicherer wurde, hat das auch besser geklappt.
Meine Tochter (6, 1.Klasselernt beides gleichzeitig, sie schreibt jedoch lieber in Druckschrift.

Inwiefern blockiert er sich selber? Weigert er sich?

lg bambolina

Beitrag von musikerin 12.05.11 - 12:12 Uhr


Hallo Bambolina,

er blockiert sich selber, indem der z.B. bei kleinen Diktatübungen im Unterricht einfach seine Sachen einpackt und die Arme verschrenkt (die Lehrerin hat mich am Abend zuhause angerufen, Ich habe mir ihr lange gesprochen und es ist klar, dass ein Druckaufbau gar nicht hilft. Zumindest hat er beim Test am Dienstag mitgeschrieben, aber eben 24 Fehler! kassiert. Somit ist er leider noch zusätzlich gefrustet, weil ihm bewusst ist, dass er der schlechteste in der Klasse bei diesem Test war. Da nützen auch meine "Ich bin stolz auf Dich, dass Du das Diktat komplett mitgeschrieben hast." überhaupt nicht.).

Er fängt in Schreibschrift an zu schreiben und es fällt ihm einfach schwer, ein Wort in einem Schwung (ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll) zu schreiben. Dann geht ein "Schwung" ein wenig quer und sofort ist er gefrustet und radiert alles weg. Seine Toleranzgrenze ist diesbezüglich einfach im Keller.

Beitrag von mel1983 12.05.11 - 12:35 Uhr

Hallo,

wir haben damals einfach nur Schreibschrift gelernt.
Die Druckschrift habe ich erst in der weiterführenden Schule entwickelt/abgeschaut. Wobei ich heute wieder Schreibschrift schreibe.

Deswegen finde ich es absoluten Humbug erst mit Druckbuchstaben anzufangen. Hierzulande ist das weitläufig allerdings auch so!

Bei meiner Tochter in der Schule zum Glück nicht.
Von Anfang an ausschließlich Schreibschrift und Füller. Und ich bin heilfroh darüber.

Von Oxford gibt es ganz tolle Schreiblernhefte.

Ansonsten weiß ich auch nicht wirklich.
Alles Gute!

Grüße

Beitrag von soulcat1 12.05.11 - 12:44 Uhr

Also meine Tochter (noch 1. Klasse) hat erst angefangen Druckschrift zu lernen - was super geklappt hat - und seit Anfang Januar wird Schreibschrift gelernt.
Und damit sind wir schon spät! Die drei anderen ersten Klassen (bei uns gibt es 4) haben bereits nach den Herbstferien damit angefangen.

Ich finds schrecklich - sie tut sich sooo schwer damit - bricht sich fast die Finger (sieht zumindest so aus) und ich bin auch voller Sorge ob das mal alles so klappt... :-(

Meine Mum hat jetzt Linienhefte gekauft und will das mit ihr Buchstabe für Buchstabe nochmal üben. Ich hab da keine Geduld für... #schmoll

Finde überhaupt, warum in der 1. Klasse ERST dies, dann das?!
Können die nicht erst 1 Jahr das eine und dann im 2. Jahr das andere lernen? #kratz

Naja, ich wwerde mal abwarten was die Zeit jetzt bringt...

MEIN #bla dazu ;-)

#winke

Petra & Joelina 7 :-p

Beitrag von mel1983 12.05.11 - 12:59 Uhr

"Können die nicht erst 1 Jahr das eine und dann im 2. Jahr das andere lernen? "

Das kommt doch - und darum geht es der TE ja, Anfang 2. Klasse - aufs Gleiche raus.

Was ich euch beiden noch raten würde:

Geht mal in ein Schreibwarenfachgeschäft und lasst die Kinder Füller ausprobieren (falls ihr die schon nutzt), denn nicht jeder Füller passt zu jeder Kinderhand.

Ansonsten Strichübungen, Wellenlinienübungen, Schwungübungen und die Schreiblernhefte von Oxford.
In diesen Heften ist ein Blatt mit dickgedruckten Schreibschriftbuchstaben und dazu 1.Klasse-Zeilen in verschiedenen Größen.

Liebe Grüße
Mel

Beitrag von soulcat1 12.05.11 - 13:10 Uhr

Hallo! #winke

...Oxford - notiert ;-)

Wir haben in der Schule ein Schreibschriftlernheft vom Jandorf Verlag.

Das hab ich jetzt noch einmal für die Heimarbeit mit der Oma besorgt. #hicks

NOCH schreibt meine Tochter mit Bleistift (die dicken) . Hab aber auch einen Stiftaufsatz (aus Gummi) besorgt und diesen (Namen vergessen) Schreiblern-Bleistift von Pelikan.

Ich finds frustrierend. Sonst ist sie soooo gut in der Schule aber die Schreibschrift macht mich wahnsinnig... #schmoll

#danke (auch wenn das Posting garnicht von mir war #schein)

#winke

Petra & Joelina :-p

Beitrag von mel1983 12.05.11 - 15:14 Uhr

Naja, mich würde das auch frustrieren. Als Mutter, und auch als Kind.

Und wenn sie keine Lust zu üben hat, eben weil sie frustriert ist, kannst du auch mit Übungsheften nichts ausrichten. Egal ob Oxford oder Jandorf ;-)

Pelikan hat zu den Lernstiften auch Schreibübungshefte. Der Stufe angepasst. Da kommt ja erst Wachsstift, dann Bleistift, dann Fineliner und dann Füller. Für jede Stufe gibt es so Heftchen, da ist anfangs noch nicht viel mit Buchstaben als viel mehr Schwungübungen.

Ala "Fahre die Linie vom Hund zum Fressnapf nach" und so weiter.
Vielleicht wäre das noch etwas, was nicht so frustrierend ist, weils nicht nach Schule und "schnöööden" Buchstaben aussieht?!

Gibts bei uns bei Pfennigpfeiffer.

Grüße

Beitrag von sarahg0709 12.05.11 - 14:02 Uhr

Hallo Claudia,

die Druckschrift ist für die Kinder im Bezug auf Schreiben und Lesen lernen einfacher als die Schreibschrift. Und wenn es nach mir ginge, würden sie weiter in der Druckschrift schreiben.

In der weiterführenden Schule schreiben die Kinder ja auch, wie sie wollen. Den Lehrern ist nur wichtig, dass man es lesen kann.

Ich hatte auch Probleme mit der Schreibschrift. Meine Klaue konnte kaum einer lesen. Schrift Note 4 während der ganzen Grundschulzeit. Im Gymnasium habe ich mir die Schreibschrift ganz schnell wieder abgewöhnt.

Besonders schlimm finde ich diese sinnlosen Kringel bei s oder ß. Da könnte man meinen, die Kinder lernen Sütterlin #klatsch

Bücher in Schreibschrift gibt es, ob es allerdings reicht, um ihn zu motivieren, weiß ich nicht. Meine Tochter kann Schreibschrift zwar langsam schreiben, aber lesen nicht #schock


LG

Beitrag von froehlich 12.05.11 - 20:44 Uhr

Du schreibst allen Ernstes auch heute noch NUR in Druckschrift?! Sei mir nicht böse, aber ich finde das irgendwie......infantil. Würde mir jedenfalls meinen Teil denken, wenn ich Schriftstücke eines Erwachsenen in Druckschrift geschrieben bekommen würde. Ausserdem schreibt man doch Druckschrift viel langsamer als Schreibschrift?! Hm. Hat schon seinen Grund, daß man erst das eine und dann das andere lernt, finde ich. Zum Thema Klaue: tja, mein Gott: das muß man eben ein bisschen üben! Was ist so schlimm daran?! Da müssen die Kids halt mal ran - aber nach dem ersten Frust klappt es doch bei vielen recht gut. Nur nicht gleich aufgeben. Ist doch ne Katastrophe, wenn Deine Tochter keine Schreibschrift lesen kann. Soll das etwa so bleiben? Andererseits ist das ja auch kein Wunder - bei Deiner Wahnsinnsabneigung gegen die Schreibschrift, was hat sie da für ein Vorbild? Gar keins.

Beitrag von sarahg0709 13.05.11 - 14:02 Uhr

Hallo,

meine Druckschrift sieht nicht so aus, wie das, was die Kinder schreiben.

Meine Tochter hat gerade erst mit der Schreibschrift angefangen. Und ich habe ihr nicht gesagt, dass ich die Schreibschrift nicht mag.

Und wie gesagt, wenn sie erst einmal in der 4./5. Klasse sind, dürfen sie eh schreiben, wie sie wollen.


LG

Beitrag von katjafloh 12.05.11 - 19:18 Uhr

Hallo,

wir kommen aus Sachsen, also Ostdeutschland. ;-) Bei uns ist es schon von eh und je üblich die Buchstaben in Druckschrift und Schreibschrift gleichzeitig ab der 1. Klasse zu lernen. Geschrieben wird in Schreibschrift also schon von Anfang an. Die Druckbuchstaben braucht man ja für das Lesen.

Ich finde es auch unmöglich, den Kindern erst die Druckschrift zu lehren und dann einfach auf die Schreibschrift umzuschwenken. #klatsch

LG Katja

Beitrag von froehlich 13.05.11 - 20:48 Uhr

Also das versteh ich jetzt nicht - was soll daran bitte sehr so unmöglich sein?! Warum kann man nicht erst das eine und dann das andere lernen? Hier in Bayern machen die Kinder das seit Generationen so, ich glaube nicht, daß irgendjemand Schaden dadurch gelitten hat.

Beitrag von katjafloh 13.05.11 - 22:58 Uhr

Hab ich ja auch nicht gesagt, daß jemand Schaden dadurch erleitet. ;o)

Ich habe nur gesagt, daß ICH es unmöglich finde, daß erst hüh und dann hott gerufen wird. Warum nicht gleich so, wie es sein muß? So kann man den Kids das für manche komplizierte umdenken ersparen.

LG Katja

Beitrag von froehlich 14.05.11 - 11:58 Uhr

Erst hüh und dann hott stimmt so natürlich nicht. Blockschrift ist Blockschrift und Schreibschrift ist Schreibschrift. Ich finde, die Kinder müssen beides können. Und da ist es für mich nur logisch, mit Blockschrift zu beginnen - weil die nun mal einfach leichter für einen Anfänger ist. Gleich mich Schwüngen zu beginnen stelle ich mir schwierig vor, aber auch hier gibt's ja Varianten wie man sieht. Verstehe nur einfach die ganze Aufregung nicht - also meinem Sohn fällt das Umdenken überhaupt nicht schwer und er ist sogar Linkshänder....ist alles eine Sache der Übung, behaupte ich.