Medizinstudium ohne Abi??

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von sweetelchen 12.05.11 - 18:12 Uhr

Ich arbeite sehr gerne im Medizin- Bereich und mich interessieren auch die verschiedenen Fachbereiche. Ich selber habe nach der Schule direkt eine Ausbildung zur MFA angefangen. Zuerst beim Neurologen aber da war mir die Arbeit zu einseitig. Danach bin ich gewechselt zum Gyn. Dort kann man sehr viel mehr mitlernen und auch assistieren. Ich bin mir ziemlich sicher das ich Medizin studieren möchte und dachte mir das ich nach der Elternzeit normal weiter arbeiten gehe (hatte im Dezember meine Lossprechung) und Abends zur Schule gehe um mein Abitur zu bekommen. Ich habe zwar ein Kind aber mit viel Biss und Planung kommen wir da durch.
Jetzt habe ich mit diesen Artikel angeschaut und weiß nicht so Recht ob ich Glauben soll was da steht
.
http://news.doccheck.com/de/article/190622-medizinstudium-ohne-abitur-fuer-arzthelferinnen/


Die Überschrift sagt es ja schon- ich könnte ohne Abi studieren!
Aber weiter unten steht ich zitiere:
"Derzeit dürfen nur Meister, Techniker, Betriebswirte oder besonders begabte Berufstätige ohne Abitur studieren, und zwar über Stipendien."

Also da steht ja nichts über Arzthelferinnen?
Was meint ihr dazu?

Beitrag von mel1983 12.05.11 - 18:21 Uhr

Hallo,

ich selbst habe mich ausgiebig über ein Studium ohne Abitur informiert.

An der Universität ist es so, dass du eine abiturähnliche Prüfung in 3 Hauptfächer und einem Fach deines gewählten Studienganges ablegen musst.

Dazu kommt, dass der Studiengang und die Universität fix ist. Das heißt, du kannst den (bei Antrag auf die Prüfung gewählten) Studiengang nicht mehr ändern und die Uni nicht wechseln.

An FH kannst du einen Gleichstellungsantrag stellen, dazu musst du nicht mal eine Prüfung ablegen.

Das eigentliche Problem beim Studium an der Uni mit Aufnahmeprüfung ist, dass du keine Wartesemester vorweisen kannst. Es kommt also drauf an, wie ausgelastet die Studiengänge sind, um einen Studienplatz nach bestandener Aufnahmeprüfung zu ergattern.

Wenn du nicht ortsgebunden bist, bietet sich eventuell an, eine Uni zu suchen, die in deinem Wunschgang nicht so voll ist.

--------------------

So, nun hab ich mal deinen Link gelesen.
Derzeit ist es in Hannover wohl so, dass ... kopierter Text von dir!
Die Novelle des Hochschulgesetzes wurde erst vorgelegt, noch nicht abgesegnet (so les ich es).

Dennoch sollte dir meine obige Ausführung auch etwas Aufschluss geben.

Grüße

Beitrag von sweetelchen 12.05.11 - 18:30 Uhr

Dankeschön#winke

Beitrag von farfalla.bionda 12.05.11 - 18:21 Uhr

Das kommt auch darauf an, aus welchem Bundesland du kommst ;-)
Kannst es mir ja per pN schreiben, sage dir dann was da evtl. in Frage kommt :-)

LG

Beitrag von sweetelchen 12.05.11 - 18:27 Uhr

Ich komme aus NRW :-)
Die RWTH würde für mich in Frage kommen.
Ich weiß wohl nicht wie beliebt diese Uni in Kreis Aachen ist

Beitrag von nijinsky 12.05.11 - 19:15 Uhr

Bedauerlicherweise gibt es eine Menge Leute, die z.B. an der RWTH Medizin studieren möchten.
Das führt dazu, dass die Studienplätze dem NC unterliegen. Heißt, es gibt wesentlich mehr Bewerber als Studenten.

Für Bewerber mit allgemeiner Hochschulreife führte das bspw. im WS 2010/11 dazu, dass man mit einer Durchschnittsnote von < 1,3 auf dem Abiturzeugnis einen Studienplatz erhalten hat.

Ergo: Ohne Abi wird das nichts und dann auch nur mit einem ziemlich guten Abi :-)

Beitrag von farfalla.bionda 12.05.11 - 20:35 Uhr

Käme ein Umzug in ein anderes BL in Frage?
Das Medizinstudium unterliegt wohl generell einem NC (was aber auch klar ist, denn wer in Bio etc nicht wenigstens 13 Punkte hat, hat dort auch nichts verloren m.E.), jedoch gibt es die Möglichkeit einen gewissen Vorrang vor Abiturienten zu haben ;-)

Beitrag von valentina.wien 12.05.11 - 18:23 Uhr

In Österreich kann man eine Studienberechtigungsprüfung ablegen. Dann kann man ohne Matura studieren.

Wie das genau in Deutschland ist, weiß ich nicht. Aber anstatt hier zu fragen, wäre es klüger und sinnvoller dich an die Studentenvertretung der Stadt in der du studieren willst zu wenden.
Oder an den Infopoint der medizinischen Fakultät, an der du dich bewerben willst.

"Was meint ihr dazu?"
Ich meine, dass du dich unbedingt an der richtigen Stelle erkundigen und dein Ziel verfolgen solltest.
Und hier im Forum kannst du einen Beitrag verfassen mit dem Titel "Juhu!! Ich habe mich entschieden Medizin zu studieren!! Freut euch mit mir!! :-D #herzlich #blume #aha "

Beitrag von sweetelchen 12.05.11 - 18:32 Uhr

Oh, das klingt auch interessant!
Diese Studienberechtigungsprüfung ist sozusagen da um zu schauen ob man genug Grundwissen mitbringt um zu studieren?

Beitrag von valentina.wien 12.05.11 - 22:21 Uhr

Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, was bei einer Studienberechtigungsprüfunge abgefragt wird.
Ich habe maturiert und dann studiert.

http://studieren.univie.ac.at/index.php?id=692
Wenn man sich da weiterklickt, wird man genaueres erfahren.

Beitrag von sweetelchen 12.05.11 - 18:23 Uhr

http://bildung.germanblogs.de/archive/2010/07/16/medizin-studieren-ohne-abitur-traum-oder-moeglich.htm

Oder dieser Bericht.
Das heißt man muss etliche Weiterbildungen+ lange Berufserfahrung haben?
Dann wäre es ja doch besser zuerst Abitur zu machen, oder wie seht ihr das?

Beitrag von caracoleta 12.05.11 - 18:40 Uhr

Ja. In D ist es noch nicht durch, dass man ohne Abi Medizin studieren kann. Und ganz ehrlich würde ich es Dir auch nicht raten. Dir werden sehr viele Sachen des Lehrstoffes der Oberstufe, gerade in Bio und Physik fehlen.

Beitrag von sweetelchen 12.05.11 - 18:49 Uhr

Bei Physik hätte ich schon glaube ich etwas Schwierigkeiten. Aber Bio hatte ich mir auch schon in der Realschule als Schwerpunktfach festgelegt.
Ich Informiere mich nocheinmal gründlich und schaue einfach wie ich damit zurecht kommen würde. Wäre natürlich praktisch so einen Test zu machen um zu schauen was auf einen zukommt. Wird er mir sehr schwer fallen denke ich wäre zuerst das Abitur vom Vorteil- ohne Frage.

Danke für eure Antworten #winke

Beitrag von sue20 12.05.11 - 21:08 Uhr

du kannst dir auch über Amazon dieseshier kaufen undschon mal den sehr einfachen "Schnelltest" machen-sagt natürlich wenig aus, aber du bekommst ein kleines Gefühl dafür....

Vg Sue

http://www.amazon.de/Test-f%C3%BCr-medizinische-Studieng%C3%A4nge-Originalversion/dp/380172168X/ref=sr_1_4?ie=UTF8&qid=1305227210&sr=8-4

Beitrag von sweetelchen 12.05.11 - 21:48 Uhr

Das hört sich gut an, danke!

Beitrag von sweetelchen 12.05.11 - 22:46 Uhr

http://www.tms-info.org/content/files/informationsbroschuere_tms2011.pdf


Schaut mal so sieht ungefähr ein Vorbereitungstest aus.
Schon ganz kniffelig :-D

Beitrag von mel1983 12.05.11 - 23:44 Uhr

Dieser Test ein allgemeiner Test für alle Abiabgänger, die dort studieren wollen. An diesem Test kann man nur mit allgemeiner, fachgebundener oder besonderer Hochschulzugangsberechtigung (Abitur) teilnehmen.

Es hat nichts mit der Aufnahmeprüfung für fachgebundenes Studium ohne Abitur zu tun.

Was mir noch eingefallen ist.

Selbst wenn du irgendwann eine Aufnahmeprüfung machen und schaffen wirst für ein fachgebundenes Studium ohne Abitur musst du neben dem Studium die 2. Fremdsprache (oder gar 3. ich weiß nicht genau - ich brauchte 3, hab aber schon 2) erlernen.

Grüße

Beitrag von valentina.wien 13.05.11 - 06:34 Uhr

Man braucht eine dritte Fremdssprache für ein Medizinstudium in Deutschland?

Beitrag von mel1983 13.05.11 - 07:01 Uhr

Lies bitte nochmal richtig.

Danke :-)

Beitrag von altehippe 13.05.11 - 07:16 Uhr

die besondere hochschulzugangsberechtigung ist aber nicht das abitur ;-)

Beitrag von mel1983 13.05.11 - 07:24 Uhr

Ja, das weiß ich.

Also die allgemeine Hochschulzugangsberechtigung ist das Abitur.
Die fachgebundene HSZB ist das Fachabitur und die besondere dann sicher die Aufnahmeprüfung für ein fachgebundenes Studium ohne Abitur.

Also so lese ich das, aber ich weiß es nicht genau.

Dennoch ist da die Rede von einem Studierfähigkeitstest für Leute mit diversen ( ;-) ) Hochschulzugangsberechtigungen.

Es ist nicht die Aufnahmeprüfung und die TE hat keine dieser Hochschulzugangsberechtigungen.

Ich hoffe ich bin nun nicht vollkommen auf dem Holzweg!

Beitrag von mel1983 13.05.11 - 07:27 Uhr

Nein, ich lieg doch falsch in Bezug auf die diversen Hochschulzugangsberechtigungen.

allgemeine = Abi
fachgebundene = Aufnahmeprüfung
besondere = ? (ich nehme an was mit überdurchschnittlicher Begabung, Stipendien und sonst was)

Aber am Ende bezügl. der Te hab ich schon Recht ;-)

Beitrag von valentina.wien 13.05.11 - 06:33 Uhr

Den meisten fehlt dieses Wissen. Im ersten Jahr nach der Matura wird meistens der Großteil wieder vergessen.

Man braucht nicht so viel Erfurcht vor einer universitären Ausbildung zu haben. Es ist wirklich für fast jeden zu schaffen. Vor allem wenn man den Bereich findet, der einen interessiert.

Medizinstudenten müssen in erster Linie gut (auswendig) lernen können. Es braucht eine andere Art von Biss, als ein Philosophiestudent haben muss. Ich kenne einige Leute, die ihren Dr.med. gemacht haben, obwohl sie nicht gerade zur geistigen Elite zählen.

Beitrag von marshy 12.05.11 - 19:10 Uhr

Ich würde mich an einem abndgymnasium anmelden.
Dann lernst du wieder zu lernen, außerdem kannst du da naturwissentschaftliche Fächer belegen, die für ein Medizinstudium nicht ganz unerheblich sind.

Beitrag von marion2 12.05.11 - 20:07 Uhr

Hallo,

wende dich an die Universität, an der du studieren möchtest.

Für gewöhnlich kennt die Studienberatung die Zugangsvoraussetzungen und kann dir sagen und ob bzw. wann du diese erfüllst.

Gruß Marion

  • 1
  • 2