Sorgerecht, weil noch verheiratet

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von newmami06 13.05.11 - 06:10 Uhr

Hallo zusammen,

ich habe hier ein echtes Problem und brauche mal einen Rat. Mein Noch-Ehemann und ich sind bereits seit Juli 2009 getrennt. Wir haben beide neue Partner, was auch ganz gut funktioniert. Nun habe ich am 4.5. meinen Sohn zur Welt gebracht, der natürlich von meinem neuen Freund ist. Mein Ex selbst wurde im Dezember Vater, aber das nur am Rande. Das Problem ist vielmehr, dass die Scheidung noch nicht durch ist und mein Noch-Ehemann somit als Vater des Kleinen eingetragen wurde. Zwar waren wir schon bei der Beistandschaft zur Aberkennung und Co., doch das interessiert das Gesetz ja mal überhaupt nicht. Viel mehr Gedanken mache ich mir jetzt darum, dass mein Ex auch das halbe Sorgerecht für meinen Sohn hat. Er würde es gerne abgeben und komplett an mich abtreten. Die Frage ist nun, ob das irgendwie geht oder ob man sich wirklich übers Gericht damit auseinandersetzen muss. Wenn es irgendwie möglich wäre, würde ich das Sorgerecht gerne komplett allein haben, um das halbe SR nach der Scheidung an den Vater des Kindes zu übergeben. Könnt ihr mir vielleicht etwas zu unseren Möglichkeiten sagen?

Liebe Grüße

newmami06

Beitrag von aume 13.05.11 - 13:48 Uhr

Hey,

an deiner Stelle würde ich mich von einem Anwalt beraten lassen um auf der sicheren Seite zu sein. Ich denke nicht, dass die Sache vor das Gericht gehen muss, vielleicht geht es auch mit einer Abtretungserklärung.

Wie gesagt, such dir Rechtsbeistand, der kann dir am meisten dazu sagen und alles in die richtigen Wege leiten.

Alles Gute #klee

Beitrag von angelcare-85 13.05.11 - 14:20 Uhr

Wir hatten das problem auch....
Du musst das sorgerecht einklagen und die Vaterschaft anfechten.
bei fragen Pn

Beitrag von silbermond65 13.05.11 - 17:28 Uhr

Viel mehr Gedanken mache ich mir jetzt darum, dass mein Ex auch das halbe Sorgerecht für meinen Sohn hat.

Wo ist das Problem? Will er irgendwelche Rechte? Anscheinend nicht.
Also wartet doch einfach die Scheidung ab und klärt das dann.
Deswegen würde ich nicht extra übers Gericht gehen.

Beitrag von newmami06 13.05.11 - 18:33 Uhr

Nein, Rechte will er nicht. Jetzt haben wir von einer Dame des Jugendamts gehört, dass mein Freund im Anschluss an die Scheidung auch noch sein eigen Fleisch und Blut adoptieren müsste. Weiß darüber jemand etwas? Es heißt, wenn wir heiraten würden, steht diese Adoption im Raum. Was macht das denn für einen Sinn? Wenn doch die Scheidung rechtskräftig ist, gilt mein Freund offiziell als Vater des Kindes. Das sagte wenigstens die Beistandschaft und auch das Standesamt, da wir bereits die An- und Aberkennung durchgezogen haben. Auch das halbe Sorgerecht kann ich mit dem rechtskräftig werden des Scheidungsurteils an meinen Freund übergeben. Warum also noch eine Adoption? Ich drehe hier langsam wirklich durch mit dem ganzen Hin und Her. Die machen es einem wirklich nicht leicht hierzulande. Normal ist wirklich etwas Anderes...

Beitrag von marionr1 14.05.11 - 08:59 Uhr

>Normal ist wirklich etwas Anderes... <

Das willst du wahrscheinlich nicht hören, aber zuerst lässt man sich scheiden und dann bekommt man mit einem anderen ein Kind. Das wäre normal. :-p

Beitrag von silbermond65 14.05.11 - 11:24 Uhr

Jetzt haben wir von einer Dame des Jugendamts gehört, dass mein Freund im Anschluss an die Scheidung auch noch sein eigen Fleisch und Blut adoptieren müsste.

Laß dir nicht so einen Scheiß erzählen. Wenn du geschieden bist,gehst du mit dem rechtskräftigen Scheidungsurteil zum Standesamt .Da ihr das mit der Vaterschaftsan - und -aberkennung schon gemacht habt,bekommst du eine neue Geburtsurkunde fürs Kind ausgestellt mit dem richtigen Vater drin.
Und damit ist er der Vater und muß sein Kind NICHT adoptieren.
Manchmal fragt man sich wirklich ,was für Deppen in den Ämtern hocken.

Beitrag von lena1309 14.05.11 - 00:48 Uhr

Hallo,

dein Noch-Mann kann bei Gericht die Vaterschaft anzweifeln, weil es ja nicht sein Kind ist. Innerhalb einer bestehenden Ehe ist jedes Kind der Mutter automatisch das Kid des Ehemannes Damit hat er jetzt auch noch das geteilte Sorgerecht.
Geht zum Jugendamt und zum Anwalt damit diese Bereiche geklärt werden können.
Im Zuge dieses Verfahrens kannst du den richtigen Vater angeben.
Dann muss er die Vaterschaft anerkennen, damit die Geburtsurkunde geändert werden kann.

LG
M.

Beitrag von silbermond65 14.05.11 - 11:26 Uhr

Das haben sie doch alles längst gemacht.
Die Geburtsurkunde wird trotzdem erst geändert ,wenn sie ein rechtskräftiges Scheidungsurteil vorlegen kann.

Beitrag von bald-mama81 14.05.11 - 00:57 Uhr

Hi,

Ich war auch noch verheiratet, als ich mit meinem Freund unseren Sohn bekommen hab. und zwar mussten wir vor Gericht wegen Vaterschaftsaberkennung. Mein Ex Mann musste nur wegem Pass unterschreiben. Da ich nicht in Deutschland wohne, brauchte ich den um nach D zu fahren wegen der Gerichtsverhandlung.
Lg

Beitrag von parzifal 22.05.11 - 01:25 Uhr

Habt ihr keine "beschleunigte" Scheidung beantragt um dieses Problem (dass der Ehemann als Vater gilt) zu vermeiden?

Gruß
parzifal