Länger Krankheit im Lebenslauf schreiben? Wie 5 Jahre im LL überspiele

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von lassmichclonen 13.05.11 - 08:23 Uhr

Hallo,

ich war viele Jahre krank, befinde mich nach einer AGH (1 Euro Job) und erfolgreicher Bewerbung- damals wollte der AG keinen Lebenslauf sehen, wieder in einer festen Anstellung.

Zur Zeit möchte ich mich aber neu bewerben und stolpere natürlich über 5 Jahr krankheitsbedingtem Ausfall.

Wie kann ich das "beschönigen" oder soll ich es doch angeben? Was ist wenn dann noch fragen kommen- was hatten sie bzw. haben Sie?

Grundsätzlich würde ich jedem raten, nichts anzugeben, aber ist es richtig? Schließlich handelt es sich hier um Jahre nicht um Monate die man als Auszeit oder beruflicher Neuorientierung deklarieren könnte.

Vielen Dank für eure Antworten.

Beitrag von maischnuppe 13.05.11 - 08:29 Uhr

Ehrlichkeit kann nie schaden#aha
Es ist wie es ist und es war wie es war. Punkt. Du bist genesen (hoffe ich!!) und wieder einsatzbereit- das allein zählt!
Alles Gute!#klee

Beitrag von lassmichclonen 13.05.11 - 09:24 Uhr

Hallo und danke für deine schnelle Antwort.

Ich bin nicht genesen, was ich habe ist nicht operabel, aber das steht auf einem anderen Blatt, ich bin aber wieder Einsatzfähig, arbeite ja wieder seit ner Weile.

Ich habe aber immer Angst, einen Arbeitgeber schon beim durchlesen meines Lebenslaufes abzuschrecken. Einer hat sich mal über meine "häufigen Wechselnden" Einsätze ausgelassen- das ich zwischen Arbeiten, Ausbildung und Kindern lücken hatte hat er nicht verstanden- Erziehungzeiten, was ist das noch mal? Ach so ja, wenn die Frau FAUL zuhause rumhockt und ihre Kinder bespielt! Na ja, auf so nen Arbeitgeber kann ich zwar im Duett Pfeifen aber trotzdem.

5 Jahr Lücke- ich weis nicht. Ich war Krank, dann in der Reha, dann Arbeitslos weil mich nach so langer Zeit dann auch keiner mehr wollte... ein typisches Schicksal eben- 6 Monate aus dem Job reichen ja schon um als Langzeitarbeitslose zu gelten.

Ich schau mal ob sich vielleicht jemand aus der Personalbranche meldet- die Seite würde ich gerne hören!!!

Aber vielen Dank- und dir auch alles gute!!

Beitrag von manavgat 13.05.11 - 09:57 Uhr

Unfug.

Jeder AG überlegt, ob er sich einen MA leisten kann, der schon mal so lange krank war.

Gruß

Manavgat

Beitrag von lassmichclonen 13.05.11 - 18:33 Uhr

Vielen Dank für euer zahlreichen und so unterschiedlichen Antworten.

Ich denke, dass ich in diesem Fall einmal nicht so ehrlich sein werde und werde meine Bewerbung ein bisschen beschönigen!

Es stimmt schon, auf eine Stelle kommen X Bewerbungen und warum sollten die mich nehmen wenn ich sage, das ich lange krank war? Das währe sicher genauso tödlich wie die Aussage, dass man eigentlich noch 3 Kinder plant- adios Amigos!!

Ja, ich bastle mir meinen Lebenslauf zusammen und sorry- selber Schuld. Ich habe im letzten Jahr, in dem ich ja auch wieder gearbeitet habe bewiesen, dass ich es noch kann.

Vielen Dank und ein schönes Wochenende

Beitrag von musterli70 13.05.11 - 19:06 Uhr

Aber nur für den Bewerber, der Personaler siehts in der Regel anders.

Beitrag von bruchetta 13.05.11 - 09:21 Uhr

Ich bin chronisch krank und auch ein paar Jahre ausgefallen.
Allerdings konnte ich das noch mit Kinderbetreuung bzw. Familienzeit begründen.
Ich würde nicht die Wahrheit sagen.
Selbst wenn Du jetzt gesund bist und das auch vermittelst, läuft es im Unterbewußtsein des Gegenüber anders ab.
Gerade heutzutage, wo 20-50 Bewerbungen auf eine Stelle kommen, wird mit Sicherheit jemand eingestellt, der keine längere Krankengeschichte hinter sich hat.

Beitrag von vwpassat 13.05.11 - 09:38 Uhr

Mit Ehrlichkeit kommt man nicht (immer) zum Ziel.

Jeder Arbeitgeber will den/die perfekten Arbeitnehmer(in). Deine Bewerbung würde mit 5 Jahren Krankenpause sicher bei 90% auf Ablehnung stoßen.

Ich würde da eine Selbständigkeit etc. für diese Zeit einfügen. Ist zwar nicht die feine Art, aber was solls.

Beitrag von manavgat 13.05.11 - 09:56 Uhr

Auslandsaufenthalt oder Familienarbeit (Pflege von Angehörigen).

Denk Dir aber etwas aus, was Du konsequent lügen kannst, wenn jemand nachfragt.

D. h. Ausland: die Sprache müsstest Du nach so einem langen Zeitraum sehr gut können und Du müsstest über die Region etwas wissen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von sohnemann_max 13.05.11 - 14:44 Uhr

Hi,

ich würde da jetzt nichts beschönigen. Wenn Du richtig krank gewesen bist, ist das keine Schande.

Im Gegenteil, Du möchtest ja jetzt wieder arbeiten und Dich nicht länger bemitleiden lassen - was auch gerne angenommen wird.

Es ist so wie es ist. Hast Du Dich in der Krankheitsphase evtl. irgendwie fortgebildet?!? Keine Ahnung wie, aber durchaus möglich. Das evtl. noch dazu angeben.

LG
Caro