Mutter der besten Freundin schwerkrank

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von babyball2007 13.05.11 - 11:40 Uhr

Gestern habe ich etwas ganz fürchterliches erfahren.

Meine beste Freundin kenne ich schon seit der Grundschule. Ihre Mama, dementsprechend auch.

Gestern habe ich erfahren, dass ihre Mutter vonr einem Jahr die Diagnose Magenkrebs erhalten hat. Aber das schlimme daran kommt jetzt: sie lässt sich nicht behandeln.

Meine Freundin ist total hilflos und muss mitansehen wie es ihrer Mama von Tag zu Tag schlechter geht.

Sie meint, man kann einen erwachsenen Menschen höchstens entmündigen, wenn er sich nicht helfen lassen will. Gibt es echt keine andere Möglichkeit?

Beitrag von paula179 13.05.11 - 12:39 Uhr

Hallo!
Ich weiß nicht, was es da für Möglichkeiten gibt.
Oh man, Deine arme Freundin!

Warum will sie sich nicht helfen lassen?
Gäbe es eine Heilung?

LG

Beitrag von syldine 13.05.11 - 12:49 Uhr

So schlimm es auch ist - ab einer bestimmten Diagnose ist es manchmal so, dass es für die Betroffenen einfach "leichter" ist, sich die ganze Qual der Behandlung zu ersparen und die verbliebene Zeit so intensiv wie möglich zu leben.
Es ist und bleibt die Entscheidung der Mutter, die man vielleicht nicht nachvollziehen kann, die man aber akzeptieren muss.
Alles gute wünsche ich deiner Freundin und ihrer Mutter.

Beitrag von kerstini 13.05.11 - 13:53 Uhr

Ohje! Die Mama einer Bekannten hatte auch Magenkrebs.

Ihre Prognose war eigentlich relativ gut und so ließ sie sich operieren. Danach kam wohl die schlimmste Zeit dieser Familie. Die Chemo und Bestrahlungen haben nicht angeschlagen und so ließ sie sich später den Magen entfernen in der Hoffnung es würde ihr Leben verlängern.
Aber ab da ging es nur noch Bergab! Unvorstellbar was sie für Qualen erleiden musste. Sie wurde irgendwann nur noch künstlich ernährt.
Sie sagte kurz vor Ihrem Tod, wenn sie gewusst hätte was für Schmerzen sie erleiden muss und was für Kummer dadurch Ihre Familie hat, hätte sie sich anders entschieden.

Vielleicht ist die Diagnose der Mama deiner Freundin so schlecht dass sie sich bewusst dagegen entschieden hat?! Ich weiß es ist schwer zu akzeptieren, aber wir hatten schon einige Todesfälle durch Krebs in der engsten Familie und da versteht man dann erst wenn sich andere gegen Chemo z.B. stellen.

Ich wünsche Deiner Freundin und ganz besonders Ihrer Mama gaaaanz viel Kraft für die Zukunft #klee


Kerstin mit Ida #verliebt (15 Wochen) und #stern Madita #stern Leo + #stern 12.SSW

Beitrag von arkti 13.05.11 - 19:53 Uhr

Sorry aber es ist der Körper der Mutter über den sie ganz alleine entscheiden kann.

Mein Vater hatte auch Magenkrebs und wir standen hinter all seinen Entscheidungen.
Niemals hätten wir ihn zu irgendwas überredet was er nicht möchte.

Die Mutter hat es vor einem Jahr erfahren und lebt also schon 1 Jahr damit.
Mein Vater hat mit Behandlung noch 1 Jahr gelebt.

Ich wage es sogar zu behaupten das sie viel mehr weiß als ihr, also laßt sie ihren Weg gehen.

Beitrag von sasa1406 13.05.11 - 19:57 Uhr

Vielleicht sollte deine Freundin mal mit dem Doc ihrer Mutter sprechen, und fragen, wie die Lebenserwartung ist, und ob eine Therapie überhaupt helfen würde.

Sicher geht es einem immer besser, wenn man weiss, dass man versucht etwas gegen die Krankheit zu tun, aber es kommt auch immer darauf an, wie weit fortgeschritten es ist.

Sicherlich hat die Mutter einen guten Grund, sich nicht behandeln zu lassen.

Der Doc kann da am besten helfen, und auch erklären, ob es überhaupt Sinn macht eine Therapie zu machen.

Manchmal ist es einfacher die Diagnose hinzunehmen, ohne irgendwas zu tun

Beitrag von urmel09 14.05.11 - 18:23 Uhr

Meine Mutter hat diese Entscheidung auch so getroffen und hatte nach einer umfangreichen Krebs OP noch ca. 2 gute Jahre. Ob sie die auch so mit Behandlung und Chemo gehabt hätte oder vielleicht länger gelebt hätte ???? Im Nachhinein betrachtet war ihre Entscheidung nicht die schlechteste, hart ist es aber trotzdem. Ich denke am Ende hat sie sogar weniger gelitten, denn so richtig schlecht ging es ihr ca. 2 Monate, dann ist sie Zuhause friedlich eingeschlafen...

Beitrag von kimchayenne 15.05.11 - 12:55 Uhr

Hallo,
mein Mann ist letztes Jahr an Krebs gestorben,von Diagnose bis zu seinem Tod waren es 7 Wochen.Diese 7 Wochen hat er im Krankenhaus verbracht und sehr gelitten.Heute denke ich sehr oft wir hätten die restliche Zeit die uns noch blieb geniessen sollen,so haben wir 7 Wochen hart gekämpft udn doch verloren und was fehlt sidn die schönen Erlebnisse der letzten Zeit.Die Mutter deiner Freundin hat das alleinige Recht zu entscheiden was passiert oder nicht.
LG KImchayenne