Vaterschaftsanerkennung/Sorgerechtteilung - wie handhabt Ihr das?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von turntablelady 13.05.11 - 15:06 Uhr

Hallo Zusammen,

"wir" sind nun in der 15. Woche schwanger und erwarten im November unser Krümelchen.

Nun hatten wir am Mittwoch einen Termin beim Jugendamt zur vorgeburtlichen Vaterschaftsanerkennung und gleich auch Sorgerechtteilung.

Mein Freund und ich sind nicht verheiratet, da unser Baby aber seinen Familiennamen annehmen soll (Ich nehme ihn wohl dann zur Taufe/Hochzeit im kommenden Sommer auch an *zwinker*) haben wir uns für die vorgeburtliche Vaterschaftsanerkennung entschieden um unnötige Amtsgänge, Bevollmächtigungen und Umschreibungen nach Geburt zu vermeiden. Außerdem haben wir, obwohl wir (noch) nicht verheiratet sind das gemeinsame Sorgerecht.

Wie seht ihr das? Ohne Ehe kein geteiltes Sorgerecht, kein Name des Vaters? Oder vertraut ihr eurem Partner soweit und habt selbige Entscheidung getroffen?

Freue mich über regen Meinungsaustausch ;-))

Grüße aus Duisburg,
Brinja mit #ei 14+5

Beitrag von nadineriemer 13.05.11 - 15:09 Uhr

Hallo,
der Papa meiner söhne hat das Sorgerecht obwohl wir getrennt sind,es sind auch seine Kinder.
Der Papa der kleinen hat es nicht,aber es ist auch viel vor gefallen.Auch bei Gericht bekam er es nicht.Dein Freund könnte es beim Gericht beantragen,wenn du nicht unterschreiben willst und wird es auch bekommen,weil die Rechte der Väter deutlich gestärkt worden sind.Ich sehe es so das sind auch die Kinder der Väter und die sollten die gleichen Rechte haben,es sei den das es dem Kindeswohl schadet.

Nadine

Beitrag von seinelady 13.05.11 - 15:11 Uhr

Mein Kind bekommt auf jeden Fall den Namen des Vaters, immerhin heiraten wir eh bald.
Auch das Sorgerecht wird geteilt, es ist ja auch sein Kind und auch er hat Rechte und Pflichten die ich ihn nicht Vorenthalten will.
Lieben Gruß Tiny mit Merle Elea im Bauch

Beitrag von widowwadman 13.05.11 - 15:13 Uhr

Meine Tochter hatte ab Geburt den Namen ihres Vaters und er auch das Sorgerecht (hier in England ist es so, dass bei Nennung des Vaters auf der Geburtsurkunde die Sorgerechtsteilung automatisch erfolgt).

Geheiratet haben wir 10 Monate nach der Geburt, aber wir haetten das so oder so so gemacht, da es schliesslich unsere Tochter ist und nicht nur meine.

Beitrag von schorti 13.05.11 - 15:24 Uhr

Wir waren bei unserer Tochter auch noch nicht verheiratet. Aber da der Termin für die Hochzeit schon feststand, hat Amelie auch von Anfang an den Nachnamen ihres Vaters (mittlerweile unser Familienname) bekommen. Das einzige was mich daran gestört hat, war, das auf ihrem Armband bei der Geburt mein Nachname draufstand, da die das immer so machen, damit man das Kind schneller der Mutter zu ordnen kann. Das ist jetzt nicht besonders schlimm, aber mich hat es gewurmt, weil mein Kind eben NIE so hieß und es laut dem Armband aber hat. Wird halt später ne Erklärsache.

Zur Vaterschaftsanerkennung sind wir auch gewesen, weil es mir wichtig war, das der Vater sein Kind anerkennt. Ist ja nicht nur meins. Und deswegen war es für mich auch sofort klar, das ich dem geteilten Sorgerecht stattgebe.

Was ich nicht gekonnt hätte, mein Kind so heißen lassen wie der Vater, wenn wir nicht geheiratet hätten- klar hätte er noch nein sagen können, aber da habe ich ihm vertraut. Aber hätte er nicht heiraten wollen, bzw hätten wir kein festes Ziel gehabt, hätte sie meinen Namen bekommen. Finde es furchtbar wenn das Kind anders heißt wie die Mutter. Ich fand es schon die 4 Monate bis zur Hochzeit schlimm. Sitzt man beim Kinderarzt und wird mit dem falschen Namen angesprochen, weil das Kind so heißt. Naja, hab es dann nicht berichtigt, weil ich ja wusste das ich bald so heiße.

LG Schorti

Beitrag von jinebine 13.05.11 - 15:26 Uhr

Hallo,

wir haben es genauso gemacht wie ihr.

Der Papa gehört schließlich auch dazu. Und selbst WENN (was nie passieren wird;-) ) wir uns mal trennen sollten, möchte ich trotzdem das es so ist, da er der Papa ist und er soll schließlich das gleiche Recht haben wie ich.

Unsere Maus wird übrigens auch sein Name annehmen.

LG Janine mit Laura 30ssw#verliebt

Beitrag von magiccat30 13.05.11 - 15:26 Uhr

Wir machen es genauso wie ihr. Nur das das baby erstmal meinen Namen bekommt.

Beitrag von cateye82 13.05.11 - 15:29 Uhr

Hallo

Bei unserem Sohn ist es so, daß er meinen Namen hat und wir nach der Geburt gleich Vaterschaftsanerkennung und geteiltes Sorgerecht geregelt haben. Bei unserer Tochter machen wir es genauso.

Wir wollen irgendwann heiraten, dann bekommen alle den Namen des Papas. Wird aber noch etwas dauern ;-)

Ich finde es wichtig, daß mein Partner die gleichen Rechte hat wie ich. Wir haben uns schließlich BEIDE für die Kinder entschieden.

LG Susanne mit Paul (6) und Püppi (39.SSW)

Beitrag von marjatta 13.05.11 - 15:37 Uhr

Die Option meinen Partner zu heiraten, steht immer noch im Raum. Aber wir haben nach fast 17 Jahren keine wirklich Eile damit.

Somit haben wir für beide Kinder vor der Geburt beim Jugendamt Vaterschaftsanerkennung und Sorgerechtserklärung abgegeben. Allerdings haben wir uns beim Großen entschieden, dass er meinen Nachnamen tragen soll, weil es blöde Rückfragen im Falle eines Falles vermeidet. Damit haben wir uns defacto auch für unseren Bauchzwerg bereits entschieden, der muss nämlich jetzt auch meinen Nachnamen bekommen.

Ist aber auch ok, denn im Falle einer Eheschließung - falls ich seinen Nachnamen annehmen würde - wäre es eine Umschreibung für mich und die Kinder, aber auch kein Drama. Lässt sich alles bei der Vorbereitung für die Trauung / Registrierung beim Standesamt auf einen Schlag erledigen.

Mir war es wichtig, dass er sofort das Sorgerecht hat - im Falle eines Falles - und damit kein Jugendamt oder Vormund etwas zu melden hat. Sie sind zwar auch eine Unterstützung, aber ich halte es für sinnvoller, wenn er die Hand darauf hat, wer ihn bei der Betreuung der Kinder unterstützt und sonst niemand.

Sollten wir unerwarteter Weise doch unverheiratet getrennte Wege gehen, so kann er das Sorgerecht bei Rückkehr ins Ausland auch wieder gerichtlich abgeben, bzw. ich könnte das dann auch beantragen, weil es eine Zumutung wäre, ihn dann bei jeder Kleinigkeit einbeziehen zu müssen. Aber an sowas will man zu diesem Zeitpunkt nicht denken. Wird aber darauf hingewiesen.

Ich wollte es nicht anders haben, auch wenn es ohne gemeinsames Sorgerecht für mich einfacher wäre. Er muss halt auf fast allem mit unterschreiben, was bei Eheleuten nicht erforderlich ist.

Gruß
marjatta mit Sohn und #ei, 31+0

Beitrag von serafinabeja 13.05.11 - 17:43 Uhr

Hallo,
wir haben es diese Woche endlich geschafft, die Vaterschaftsanerkennung und das Sorgerecht zu regeln. Ich finde, dass selbst wenn man zukünftig vielleicht mal getrennte Wege geht, beide ein Recht über die Entscheidungen beim gemeinsamen Kind haben.

Nur weil ich die Mutter bin, liebt mein Partner sein Kind doch nicht weniger und ist somit mindestens genauso wichtig für sein Kind.

Auch wenn ich hoffe, dass es so weiter geht wie wir es geplant haben (nächstes Jahr heiraten und das Leben geminsam verbringen), weiß man, dass im Leben immer wieder etwas dazwischen kommen kann. Und dann sollte man doch so erwachsen sein, dass das Kind nicht darunter leiden muss. Vielleicht naiv, aber so sehe ich das!

Beitrag von schniefke9 13.05.11 - 19:45 Uhr

hey,
an sich bin ich auch der meinung das beide eltern über das kind entscheiden sollen. aber da ich von einigen gehört habe, das so eine Sorgerechtsteilung nachteilig für mich sein kann hab ich mr das nochmal anders überlegt.
die vaterschaftsanerkennung haben wir gemacht und ich werde meinen liebsten auch in den meisten entscheidungen mit einbeziehen.

nur mal ein beispiel: ich bin evangelisch und möchte mein Kind gerne taufen lassen. er ist nicht gläubich und da ist das erste Problem...

anderes beispiel, wenn wir uns trennen sollten und er doll verärgert sein sollte...
... ich will mit dem Kind in eine andere Stadt ziehen um einen Job anzunehmen und der Vater sagt, das Kind darf nicht mit. was soll man dann machen???

wenn er gemeinsame Sorge haben möchte, kann er mich heiraten und damit auch zu mir stehen und nicht nur zum Kind. So zeigt er die meiste Verantwortung und Pflicht- und Rechtteilung

Grüße Franzi (21+1)

Beitrag von nadineriemer 13.05.11 - 20:38 Uhr

Hallo,
er braucht nur beim Gericht einen Antrag stellen und wird dann auch das Sorgerecht bekommen wenn du ihm das nicht unterschreiben willst.Es ist doch auch sein Kind,verstehe deine Haltung nicht.

Nadine

Beitrag von phili0979 13.05.11 - 21:02 Uhr

hallo,

also wenn du dir sicher bist und ein sehr gutes Gefühl hast, das eure Beziehung glücklich usw. bleiben wird, halte ich eure Entscheidung für die beste. Wenn irgendwas ist (was nicht passiren wird!!!!) ist dein baby mit einem 2. Sorgenbrechtigten in dem Fall sogar der Papa auf der sicheren Seite.

Ich allerdings habe den Kv damals nur die Vaterschaftsanerkennung unterschreiben lassen und dem Kind meinen Namen geben. Wie waren zur Geburt und das 1 Jahr noch zusammen, aber er hat sich schon in der Schwangerschaft so verändert, dass mir alles andere zu heikel gewesen wäre. Naja zum Glück war er zu faul für die Sorgerechtsbelehrung und meinte immer nur " Wozu der Quatsch, wir wissen ja beide was wir wollen...".

Heute bin ich sehr froh darüber, da ich ohne zu fragen ans andere Ende von Deutschland ziehen konnte und mein Sohn meinen neuen Familiennamen annehmen konnte. Abgesehen von all den anderen Dingen die ich ganz allein bzw. mit meinem Ehemann der nun das "Kleine" Sorgerecht hat (und damit mehr als der KV) entscheiden kann.

lg