Mahnbescheid

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Beitrag von kati543 13.05.11 - 15:58 Uhr

Naja,...irgendwann mußte es ja auch mal zu uns kommen. Also haben wir heute unseren ersten Mahnbescheid bekommen gleich mit Androhung zur Klage bei Nichtzahlung innerhalb von 10 Tagen. Selbstverständlich völlig ungerechtfertigt. Aber die paar Tage kann man ja nicht so verstreichen lassen. Nur was macht man dagegen? Widerspruch?

Es geht um eine Arztrechnung. Der Arzt steht übrigens auf unserer Seite. Es handelt sich um einen Fehler in der Buchführung. Die Dame im Abrechnungsbüro ist krank geworden und die Vertretung kannte den Fall nicht und hat "Mist" gemacht und so landeten wir beim Anwalt...super. Den Anwalt erreiche ich noch nicht einmal. Mein Sohn liegt derzeit im KH für die nächsten 4 Wochen und wir sind immer nur von Freitag nachmittag bis Sonntag mittag beurlaubt. Eben genau die Zeiten, wo ein Anwaltsbüro auch geschlossen ist.

Beitrag von sonne.hannover 13.05.11 - 16:45 Uhr

Was genau ist jetzt die Frage ? Übrigens gibts beim Mahnbescheid keine 10 Tagesfristen mit Klageandrohungen. Bist Du sicher, dass Ihr tatsächlich einen Mahnbescheid bekommen habt ?

Beitrag von kati543 13.05.11 - 17:07 Uhr

Steht zumindest ganz groß und fett drauf.

Beitrag von musterli70 13.05.11 - 17:27 Uhr

Kam das Briefchen im gelben Umschlag vom Amtsgericht, oder vom Anwalt ?

Weil wenn zweiteres, dann is es ein recht billiger Trick, passiert immer wieder gerne dass vorausgefüllte Mahnbescheidsanträge von Inkassobüros, oder Anwälten verschickt werden um den falschen Eindruck beim Schuldner zu erwecken.
Anrufen kannst Dir auch sparen, in der REgel sinds 0180er, oder 0900er Nummern und weiter kommst da auch nicht, dass is reine zusätzliche Abzocke, sonst nix.

Wenn das Ding vom Gericht kam würde ich einfach nur ankreuzen das ich widerspreche und ab damit zurück ans Gericht.
Denn wenn der Arzt mit Euch die Ansicht teilt, dann lasst es eben mal drauf ankommen, danach kommt der Vollstreckungsbescheid und mit etwas Glück danach auch noch eine Verhandlung, alternativ ein schriftliches Verfahren.
Je nachdem wie es läuft macht sich die Einzugsstelle für Arztgebühren selbst ne schöne hohe Rechnung.
Wir hatten einen ähnlichen Fall wo es um die Notfallgebühr von 10 € eines Krankenhauses ging, die Frau in der KH-internen Buchhaltung konnte die schönsten Geschichten über den Laden berichten der da ungerechtfertigt eintreiben wollte.

Beitrag von kati543 14.05.11 - 15:12 Uhr

Also das Ding kam von einem Anwalt. Ich habe das jetzt wieder an den Arzt von uns gegeben. Die hat das sofort an die Verrechnungsstelle weitergeleitet und siehe da - die Sachbearbeiterin war krank daher eben das Mißgeschick. Naja.
Zu (meiner) Sicherheit habe ich natürlich erst einmal einen Widerspruch geschickt an das Anwaltsbüro - mitsamt der schriftlichen Kommunikation in Kopie (locker um die 20 Seiten :-) ) - Anwälte lesen doch so gerne. Da wird sich das sicher sowieso erledigt haben. Aber immerhin - 165€ sind bisher aufgeschlagen wurden. Mal sehen, wieviel noch dazu kommt.

Beitrag von brianna123 13.05.11 - 18:08 Uhr

Du musst auf jeden Fall Widerspruch einlegen! Wenn du Widerspruch einlegst, wird aus dem Mahnbescheid eine Zivilsache mit gerichtlicher Verhandlung.

Wenn du nichts tust, wird aus dem Mahnbescheid ein Vollstreckungsbescheid. 30 Jahre lang kann die Forderung dann vollstreckt werden!

LG

Sabrina

Beitrag von musterli70 13.05.11 - 19:18 Uhr

Da bringt grade jemand was durcheinander ;)

Beitrag von kathi.net 13.05.11 - 19:16 Uhr

Der Arzt verklagt euch und ist trotzdem auf eurer Seite??? #kratz#kratz#kratz

Keine Ahnung, was du da bekommen hast, aber die Geschichte klingt so hanebüchen - da kann was nicht stimmen.

Beitrag von kati543 14.05.11 - 15:07 Uhr

Nein, der Arzt läßt seine Abrechnungen - wie fast alle Ärzte - über Abrechnungsstellen laufen. Und die haben Mist gebaut. Der Arzt hat damit gar nichts zu tun.
Die Geschichte ist dermaßen daneben, die kann man in einen Thread nicht erzählen. Das läuft seit 2009. Aber es ging dabei nie um die Frage des Bezahlens. Es ist eben ziemlich komplex. Genau genommen hat die Abrechnungsstelle noch nicht einmal eine Unterschrift von mir oder meinem Mann, um überhaupt unsere Daten zu bekommen (da nie eine Rechnung erstellt werden sollte - ursprünglich) #nanana
Das geht nicht nur über einen Arzt, sondern über einen Arzt, eine Uni, eine Abrechnungsstelle und nun auch noch einen Anwalt. Und behandelt werden nicht nur 1 Person, sondern eigentlich 4. Von 2 ist die Rechnung bezahlt, von 1 hat die KK die Untersuchung gefordert (gab es aber noch keine Rechnung und noch kein Ergebnis) und von dem anderen wird gestritten.

Beitrag von kathi.net 15.05.11 - 14:04 Uhr

Sorry, aber die Abrechnungsstelle rechnet nur das ab, was sie vom Arzt (per Datenträger oder online) übermittelt bekommt.
Genaugenommen muß auch nicht die Abrechnungsstelle die Unterschrift haben sondern der Arzt!

Und - wenn der Arzt der Abrechnungsstelle mitteilt, dass es zu Fehlern oder Unstimmigkeiten gekommen ist, kenne ich es so, dass die dann keinen Anwalt beauftragen sondern diese Sachen erst abklären.

Beitrag von biene81 13.05.11 - 22:23 Uhr

Du rufst den Arzt an, der ruft seinen Anwalt an und alles ist gut. :-)

LG

Biene

Beitrag von musterli70 14.05.11 - 08:32 Uhr

Ist nicht sein Anwalt, sondern der der ärztlichen Gebühreneinzugszentrale.

Beitrag von nick71 14.05.11 - 10:20 Uhr

"Also haben wir heute unseren ersten Mahnbescheid bekommen gleich mit Androhung zur Klage bei Nichtzahlung innerhalb von 10 Tagen."

Das kann eigentlich kein Mahnbescheid gewesen sein. Hier scheint kein gerichtliches Mahn- sondern ein Klageverfahren angestrebt zu werden...und da ist nix mit Widerspruch.

"wir sind immer nur von Freitag nachmittag bis Sonntag mittag beurlaubt. Eben genau die Zeiten, wo ein Anwaltsbüro auch geschlossen ist."

Mal abgesehen davon, dass man zu den Öffnungszeiten sicher auch in der Kanzlei anrufen kann...warum besteht ihr nicht darauf, dass der Arzt die Angelegenheit aus der Welt schafft, wenn er doch angeblich "auf eurer Seite" ist?

Beitrag von kati543 14.05.11 - 15:24 Uhr

"Mal abgesehen davon, dass man zu den Öffnungszeiten sicher auch in der Kanzlei anrufen kann...warum besteht ihr nicht darauf, dass der Arzt die Angelegenheit aus der Welt schafft, wenn er doch angeblich "auf eurer Seite" ist? "

Weil du dir sicherlich vorstellen kannst, dass man vom KH aus nicht viel erledigen kann. (Ich weiß ja nicht, warum du so ins KH kommst, aber wir kommen da nicht zur Erholung rein.)
Ein Arzt, der es in 1 Monat nicht geschafft hat, diese Sache aus der Welt zu schaffen, wird es nun, wo eine 10-Tage-Frist steht, auch nicht schaffen. Zumal das eben nicht der Anwalt des Arztes ist, sondern der Anwalt des Abrechnungsbüros. Daher war einfach meine Frage, was ICH tun muß, damit ich den gerichtlichen Weg erst einmal abblocke. Also der offizielle Weg. Den inoffiziellen Wegüber den Arzt habe ich die ganze Zeit versucht - hat nicht geklappt.
Der Arzt schafft schon die Angelegenheit aus der Welt - aber bis zum 21. wird verdammt knapp. Daher eben der offizielle Weg.