Kann Kind einschulen...Ja oder Nein?

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Beitrag von maryjana 14.05.11 - 01:12 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

ich habe etwas auf dem Herzen und würde mich freuen, wenn Ihr mir weiterhelfen könntet.

Meine Tochter wird Ende Juli 6 Jahre alt. Letztes Jahr wurde ich gefragt ob ich evtl. vor habe meine Tochter als Kann Kind einschulen zu lassen, damit Sie im November 2010 ins Vorschulprojekt kommt.

Ich verneinte und somit war die Sache auch für mich erledigt.

Meine Tochter ist ein cleveres und soziales Kind und das sage ich nicht nur, weil es meine Tochter ist, sondern ich bekomme dies auch häufig zu hören.

Seit ca. 3-4 Monaten plagt mich ein schlechtes Gewissen und ich überlege, Sie doch schon dieses Jahr einschulen zu lassen. Ein Grund ist vielleicht auch das Ihre ganzen Freundinnen dieses Jahr schon in die Schule kommen und ich habe Angst habe das Sie im nachhinein kein Anschluß finden würde, falls ich sie noch ein Jahr im Kindergarten lasse oder das Sie nach einem halben Jahr gelangweilt wäre.

Vor einigen Tagen war meine Tochter dann auf dem Schuleignungstest und die Rektorin meinte das meine Tochter nicht gut wäre sondern spitze und gab uns somit Ihren "Segen" unser Kann Kind schon dieses Jahr in die Schule zu schicken.

Das einzige wo meine Tochter noch hin muss, wäre die schulärztliche Untersuchung.

Die Erzieher meinte auch das sie schon clever genug für die Schule wäre und sie es auch schaffen würde. Das einzig negative wo mich die Erzieherin ansprach war die Konzentration, da würde sie ein wenig nachlassen. Sie meinte aber auch das, dass die Kinder auch lernen müssen...neue Situation, neue Umgebung usw. .

Ich bin so durcheinander das ich gar nicht mehr weiß was ich machen soll.
Meine Tochter sagt schon seit Monaten das sie gerne in die Schule möchte aber wie sehr möchte sie wirklich oder ist das ganze nur eine Phase.

Im Vorschulprojekt ist sie jetzt seit paar Tagen und es geht nur noch 8 Wochen. Müsste ich ein schlechtes Gewissen haben das ich sie nicht von Anfang an geschickt habe?

Sollte ich sie als Kann Kind schon in die Schule schicken oder sollte ich Ihr noch ein Jahr Zeit lassen und wie stark sind die Anforderungen in der ersten Klasse?

Ich meine klar...sie ist auch noch ein verspieltes Kind was auch gerne über Feen und Hexen plaudert oder auch mal anfängt zu weinen wenn Sie jemand schubst oder ein Kühlpack haben möchte, wenn sie eine minischramme abbekommt. In meiner Gegenwart lässt sie sich auch nicht unterbuttern, aber wie sieht das ganze aus wenn ich nicht da bin?

Es kommt mir auch so komisch vor...heute Kindergarten und morgen Schule, was ganz neues. Habe ich etwa Angst?

Helft mir, ich würde mir gerne noch einige Meinungen von euch anhören.

Sorry für das ganze Blabla :-( aber ich bin so aufgewühlt.

LG

Mary #klee

Beitrag von imzadi 14.05.11 - 01:23 Uhr

Ich denke mal keiner hier kennt dein Kind besser als du. Auch wenn es ein wenig Verantwortung kostet musst du diese Entscheidung treffen.

Die Welt wird nicht untergehn wenn du dein Kind eher zur Schule schickst oder ein Jahr später. Wenn du dir nicht sicher bist frag deine Tochter, deinen Mann, die Grosseltern, die Kindergrterinnen oder Nachbarn aber doch nicht Menschen die dein Kind nicht kennen.

Beitrag von locke1910 14.05.11 - 07:30 Uhr

Unser Großer hat im Dez Geburtstag und wurde also mit 5,75 Jahren eingeschult...
Wir haben mit Kiga, Kia und IHM gesprochen, auch dann in der Schule umgehört, wie deren Erfahrung ist und zumindest bei ihm hat es keinen Schaden hervorgerufen (zudem, wie bei Euch, seine Freunde alle auch eingeschult wurden...)
Er ist super durch die GS gerutscht, ohne Probleme, weder schulisch noch vom Freundeskreis her... Inzwischen ist er am Gym (G8 **ätz**), das ist nicht ganz einfach, aber die Probleme liegen weniger am Alter als an seiner Einstellung (er brauchte etwas, um damit klarzukommen, daß er kein Überflieger mehr ist, sondern etwas arbeiten muß).
Wir haben aber immer wieder gesagt, wir VERSUCHEN es einfach - klappt es nicht, dann ist es nicht schlimm und er kann einfach die Klasse wiederholen bzw nicht aufsteigen in die nächste - kein Drama...denn dann wäre er ja sowieso "dran"!
Ich würde einfach schauen, wie Deine Tochter dazu steht - unter Umständen blüht sie total auf#pro

Beitrag von arienne41 14.05.11 - 07:51 Uhr

Hallo

Ich habe mich bei meinem Sohn dagegen entschieden.
Er ist am 10.08.2004 geboren und kommt nun zur Schule.
Wenn ich ihn heute sehe und vor einem Jahr war es die beste Entscheidung.
Er geht nun das vierte Jahr in den Kiga und von Langeweile keine Spur.
Er hat das Vorschulprogramm 2 mal gemacht.
Für uns war es so die richtige Entscheidung

http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,645004,00.html

Beitrag von kiki-2010 14.05.11 - 08:01 Uhr

Wir hier in Spanien schicken unsere Kids mit 3 schon in die Vorschule (Ganztags), die dann nahtlos in die Primaria "1. Klasse", übergeht. Ich verstehe die Deutschen dort überhaupt nicht. Meiner Meinung nach, werden die Kinder nicht genug gefördert und künstlich "klein gehalten". Unser Sohn ist jetzt 5 und für ihn ist die Schule das Größte überhaupt....

Beitrag von jazzbassist 14.05.11 - 10:12 Uhr

Andererseits steht Spanien im internationalen Schulvergleich (z.B. PISA) nicht nur in allen Fachbereichen unter Deutschland, sondern, auch noch jeweils ziemlich weit abgeschlagen im untersten Drittel. Ich bin zwar auch der Meinung, dass das deutsche Schulsystem durchaus einer Sanierung bedarf - aber - mE sollte man sich da eher an die Länder orientieren, die im oberen Drittel liegen. Und - diese Länder haben eine durchaus andere - und m.E. auch interessantere - Einstellung zum Thema Einschulung.

Beitrag von schullek 14.05.11 - 11:51 Uhr

das ist doch albern. was ihr mit 3 jahren als vorschule habt ist doch mit einer richtigen schule nciht zu vergleichen.
ich fände es auch nicht schlimm, wenn kinder generell mit 5 eingeshcult werden würde, daf+r aber due grundschulzeit bis zur 6. klasse erhöht werden würde oder wir ein gesamtschulsystem bis zur min. 8 klasse hätten. dazu noch dafür ausgebildete lehrer, ein neues konzept und genügend mittel. dann wäre das für mich eine gute option.
allerdings sind die gegebenheiten in dl nun einmal anders. und ein gymnasium g8 ist nicht einfach so zu wuppen, vor allem nicht für so junge kinder. hier braucht es ein reiferes alter um mit dem ganzen stress etc. umgehen zu können. daher kommt mein sohn nächstes jahr als kann kind erst mit 6, 75 jahren in die schule.

lg

Beitrag von tauchmaus01 14.05.11 - 16:45 Uhr

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Ab wann geht man in Spanien in die Schule?

Die Schulpflicht besteht in Spanien für Kinder von 6 bis 16 Jahren. Danach sind der Besuch der Schule und die Wahl des Abschlusses dem Willen und Ehrgeiz des Einzelnen überlassen. Im Gegensatz zu Deutschland beginnt das staatliche Schulwesen mit dem dritten Lebensjahr. Es gibt keine Kindergärten, sondern die Kinder können, müssen aber nicht, ab 3 Jahren die sogenannte Vorschule besuchen. Die Vorschule ist Teil des staatlichen Schulsystems und deshalb auch kostenlos. Wer arbeitet und Betreuung für Kleinkinder braucht, kann Kinderkrippen in Anspruch nehmen, die es in fast jedem Dorf gibt. Diese Dienste sind allerdings privat und müssen gezahlt werden. In Spanien gibt es übrigens keinen Stichtag, der die Schultauglichkeit bescheinigt, sondern alle Kinder, die im laufenden Jahr sechs Jahre alt werden, werden eingeschult.

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Deine "Schule ab 3 " ist nur eine andere Bezeichnung für Kindergarten.
Die Kinder können, müssen aber nicht in die VORschule.
Die normale Schulpflicht ist ebenso wie in Deutschland ab dem 6. Lebensjahr.

Und nun? Die Spanier die ich kenne (der Patenonkel meiner Tochter ist Spanier) hätten ihre Kinder gerne länger bei sich. Aber sie müßen teilweise 2 Jobs haben weil die Löhne so mies sind (Fuerteventura, Lanzarote) Als sie gehört haben von unserem Kindergeld und all dem was man so in Deutschland bekommt, bekamen sie große Augen.

Ich denke nicht dass die spanischen Vorschulen den Kindern ab 3 Lesen, Rechnen, Schreiben beibringen, sondern ebenso wie hier eine Betreuung gewährleisten damit die Eltern arbeiten können.

Mona

Beitrag von kiki-2010 15.05.11 - 21:35 Uhr

Da unser Sohn schon seit 2 Jahren die spanische Vorschule besucht, kann ich nur sagen: Ja, sie lernen schon vorher einiges, sicherlich mehr als in einem deutschen Kindergarten....

Beitrag von janamausi 14.05.11 - 08:54 Uhr

Hallo,

meine Tochter kam mit fast 7 Jahren in die Schule und ich bin froh, dass sie eine von den ältesten ist. Im Vergleich zu fast 1 Jahr jüngeren Kindern ist schon ein Unterschied.

Während andere Kinder sich schon in der 1. Klasse anstrengen müssen, lernen müssen etc. ist es für sie einfach. Sie hat ruckzuck die Hausaugaben gemacht, während andere Mütter von Klassenkammeraden jammern wie viel das doch ist.

Ich würde es nicht machen. Aber jede Mutter kennt nur die eigene Seite, d.h. die Mutter die ihr Kind früh eingeschult hat, kann nicht sagen wie es gewesen wäre und eine Mutter die ihr Kind spät eingeschult hat, kann nicht sagen wie es gewesen wäre wenn das Kind 1 Jahr früher in die Schule gegangen wäre.

Auch glaube ich wenn Mütter schreiben, dass sie ihr Kind früh eingeschult haben und es gut klappt, aber denke auch, dass wenn sie gewartet hätten, es noch leichter fürs Kind gewesen wäre.

LG janamausi

Beitrag von juki 15.05.11 - 15:58 Uhr

Huhu...

"Während andere Kinder sich schon in der 1. Klasse anstrengen müssen, lernen müssen etc. ist es für sie einfach. Sie hat ruckzuck die Hausaugaben gemacht, während andere Mütter von Klassenkammeraden jammern wie viel das doch ist. "

-> das kommt aber aufs Kind und nicht aufs Alter an....Kim ist mit 5 Jahren und 3 Mon zur Schule gekommen und hat keine Probleme und die Älteren haben den Stress...


LG

Beitrag von njeri 14.05.11 - 08:54 Uhr

Ich finde ja immer, am vertut sich nichts, wenn man ein Jahr länger wartet.

Natürlich kann auch ein Kann-Kind den Stoff der ersten Klasse bewältigen, aber ein Jahr später sind sie oft reifer und vieles fällt leicher, gerade was soziale Dinge und Konzentration betrifft.
Und es geht doch eigentlich nichts über einen einfachen, problemlosen Schulstart ohne zusätzliche Stolpersteine.

Wenn die Kinder schulreif sind, merkt man das oft ab Hälfte des letzten KiGa-Jahrs. Der Kindergarten scheint ihnen dann nicht mehr zu genügen und sie suchen neue Herausforderungen. Letztendlich ist man dann froh, wenn die Schule endlich anfängt.

Wenn du nur den Hauch eines Zweifels hast, lass sie noch ein Jahr im Kiga. Dabei kann sie eigentlich nur gewinnen.

Argumente wie "ihre Freundinnen werden jetzt eingeschult" oder "sie möchte in die Schule" würde ich völlig außer Acht lassen. Wahre Freundschaften halten trotzdem (und um andere ist es nicht schade) und Anschluss wird ein sozial kompetentes Kind immer finden. Und auch meine 4-jährige möchte am liebsten auch sofort in die Schule;-).

Beitrag von andrea_29 14.05.11 - 09:22 Uhr

Hallo Mary,

wo wohnt ihr denn? Bei uns in BW ist der Stichtag der 30.9. und somit wäre Dein Kind ein Muss-Kind.

Meine Tochter wurde jetzt Anfang Mai 6 und kommt regulär in die Schule. Wenn ich Deinen Text lese, so gilt der auch für sie, was Konzentration, Spielen, Hexen, "Schramme", etc. betrifft.

Ich kann mir allerdings für Saskia nicht vorstellen, dass ihr noch ein Jahr im Kindergarten gut tun würde und die Lehrer, mit denen ich gesprochen habe, sagen übereinstimmend, dass eben diese Sachen in der ersten Klasse normal sind und es natürlich Zeit braucht, sich im Schulleben einzufinden. Wir haben uns daher ganz klar für eine Einschulung entschieden.

Mann kann das sicher auch anders sehen, aber ich denke, wenn die Kinder wollen und Kindergarten und Schule sagen, es ist reif dafür, dann kann man es wagen.

Gruß

Andrea

Beitrag von jazzbassist 14.05.11 - 09:35 Uhr

Wenn ein Kann-Kind selbst eingeschult werden möchte und sie hier von objektiven Personen (Rektorin, Erzieher, etc.) bestätigt bekommen, dass die dort keine Probleme bei sehen; würde ich ein Kind einschulen. Erst Recht, wenn es dann mit seinen ganzen alten Freunden/Freundinnen zusammenbleiben kann.

Ich denke schon, dass Sie dort Angst haben - finde ich aber völlig normal. Das ist halt eine dieser Entscheidungen, wo man erst hinterher schlauer ist. Bei einigen Kindern ist es genau die richtige Entscheidung, sie einzuschulen. Bei anderen Kindern ist es genau die richtige Entscheidung, noch ein Jahr zu warten. Bei einigen Kindern ist es völlig egal, ob die noch ein Jahr länger im Kindergarten bleiben; bei einigen Kindern war das genau richtig; einige Kinder werden sich dort dann unterfordert fühlen und sich langweilen und im schlimmsten Fall sogar auffälliger werden.

Meine Erfahrung mit cleveren und wissbegierigen Kindern ist die, dass die sich in Umgebungen - wo genau dieses Bedürfnis gestillt wird - recht gut einleben und glücklich sind. Das Ihre Tochter noch über Feen und Hexen plaudert; finde ich ziemlich normal. Bei Meinem waren es damals Monster unterm Bett hochaktuell :-p. Das ist bei einer Altersgruppe, die noch an Osterhasen, Weihnachtsmann und Nikoläuse glaubt, m.E. nicht weiter tragisch. Darum erfinden wir diese ganzen Dinge ja - um die kindliche Fantasie anzuregen.

Hätten Sie denn irgendetwas, dass Ihrer Meinung nach gegen die Einschulung sprechen würde; wenn man jetzt mal vom biologischen Alter absieht (was häufig wenig über Kinder aussagt)? Sorgen würde ich mir da z.B. bei schüchternen oder zurückgezogenen Kindern machen; bei ängstlichen oder auffällig wehleidigen Kindern; bei Kindern, die auch gerne mal die Arme verschränken und »Nein Mama« sagen (Hausaufgaben, lernen etc.). Bei Kindern, mit motorischen Schwierigkeiten oder mangelnder Selbstständigkeit haben. Wenn Sie diese Sachen nicht artikulieren können: Hat Ihre Tochter z.B. mal bei einer Freundin übernachtet? Hat das problemlos funktioniert? Würden Sie sich (und ihre Tochter sich selbst) zutrauen, mal 15 Minuten lang einkaufen zu gehen und ihre Tochter alleine zu Hause zu lassen? Darf ihre Tochter z.B. schon alleine nach draußen auf dem Spielplatz vor dem Küchenfenster gehen etc.? Wie gut kann sie mit Frust i.S.v.: »Nein, es gibt jetzt kein Fernsehen mehr o.ä.« umgehen? Würde Ihre Tochter z.B. etwas machen, dass ihr keinen großen Spass macht (Zimmer aufräumen, Tisch decken/abräumen o.ä.), ohne dort minutenlang mit Ihnen zu diskutieren etc.? Wie schätzen Sie ihre Tochter im ganz normalen Alltag ein, wenn Sie sie z.B. mit den Kindern in Ihrer Umgebung vergleichen (würden)? Ist sie da eher noch Kindergartenkind oder schon eher I-Männchen? Auch das kann ein Indikator dafür sein; schließlich kennen Sie Ihre Tochter am besten.

Beitrag von zaubertroll1972 14.05.11 - 09:37 Uhr

Hallo,

also ich finde Deinem Text nach, solltest Du Dein Kind ruhig einschulen lassen.
Mein Sohn wurde auch Anfang Juli gerade 6 und ist dann im August als Muß Kind eingeschult worden.
Ein weiteres Jahr im Kindergarten und er wäre komplett unterfordert gewesen und vor Langeweile hätte er wahrscheinlich nur Unsinn angestellt.
Mein Sohn kommt super mit und ich kann nichts negatives sagen. Klar gibt es Kinder die fast ein Jahr älter sind aber Du kannst mir glauben, die sind auch nicht besser.
LG Z.

Beitrag von marion2 14.05.11 - 11:26 Uhr

Hallo,

Schule ist Stress. Bedenke das bei deiner Entscheidung. Ist sie reif genug?

Langeweile ist übrigens gut fürs Gehirn.

Und: Die Schule ist früh genug vorbei. Was spricht dagegen seine Lehre ein Jahr später zu beginnen?

Mein Sohn wurde wegen Stichtagsverschiebung und weil auch sonst nichts dagegen sprach kurz vor seinem 6. Geburtstag regulär eingeschult. (Zurückstellversuche blieben erfolglos).

Nehmen wir mal an, er verliert jegliche Lust auf Schule (wer weiß das schon so weit im Voraus?) und ich bekäme ihn nur mit ach und krach durch die 9. Klasse. Dann wäre er 15... und dann???

Man muss ja auch mal ein bisschen weiter denken....

Gruß Marion

Beitrag von scotland 14.05.11 - 12:25 Uhr

Hallo, wir standen vor einger ähnlichen Entscheidung und haben unsere Tochter damals eingeschult, allerdings als September Muss Kind (hier in B-W) ist der Stichtag der 30.09).

Bereut haben wir es nicht, sie ist nun am Ende der 3. Klasse und hat keinerlei nenneswerte Schwierigkeiten. Allerdings habe ich mich bei meinem Sohn nun aus folgenden Gründen dagegen entschieden (er ist auch noch nicht soweit).

a) Alle Freunde sind fast 1 Jahr älter, z.T. älter als ein Jahr. Ich denke immer, dass ihr ein Stückchen "Kindheit" verloren gegangen ist, da sie nun auf einmal "mithalten" muss. Sie trifft sich allerdings auch noch mit Kiga Freunden, die ein Jahr jünger ist

b) Notenmäßig würde es aufs Gymnasium reichen. Allerdings schrecke ich davor zurück, jemand mit 9 Jahren ins G8 einzuschulen.

GLG
Scotland

Beitrag von bluehorse 14.05.11 - 12:26 Uhr

Hallo,

bei diesem Thema wirst du immer unterschiedliche Meinungen hören. Du kennst dein Kind. Du traust es ihr zu. Sie möchte in die Schule und von Seiten des Kindergartens und der Schule gibt es keine Bedenken. Gewinnt sie etwas, wenn sie noch ein Jahr im Kindergarten bleibt? So, wie du schreibst, würde ich sie eher einschulen.
Mein Sohn hat das 1. Schuljahr nun fast hinter sich. Er geht mit Begeisterung in die Schule, dort gibt es auch keine Probleme. Und wir haben ihn vorzeitig eingeschult, er wurde erst im Januar 6. Kindergarten hat ihn gelangweilt, die Schule fordert ihn jetzt. Für meinen Sohn war die Entscheidung bisher gut und was die Zukunft bringt kann man eh nicht voraussagen.

LG bluehorse

Beitrag von engelchen28 14.05.11 - 14:00 Uhr

hallo!
deine tochter ist doch kein kann-kind, wenn sie im juli 6 wird....sie ist dann doch ein muss-kind für dieses jahr! wo ist das problem? wenn nichts dagegen spricht, wird sie doch ganz normal eingeschult dieses jahr...!
vorschulprojekt hin oder her - alle fangen in der grundschule auf level 0 an und die lehrerin sieht, wo die kids gerade stehen. zu meiner zeit gab's gar kein vorschuljahr - und auch trotz vorschuljahr können einige zu schulbeginn schon lesen / schreiben / rechnen, andere eben noch nicht. die soziale reife erachte ich als wesentlich wichtiger als das schulische können.
lg

Beitrag von jarmina 14.05.11 - 16:08 Uhr

Hi,

es gibt noch einige wenige Bundesländer, da ist der Einschulungstermin der gute alte 30.06 geblieben.

Liebe Grüße

Jarmina

Beitrag von velvetsnail 14.05.11 - 16:54 Uhr

Hallo,

aus welchem Bundesland kommst Du? In Ba-Wü müsstest Du ein Juli Kind einschulen.
Mädchen sind oft weiter und mein Sohn ist auch ein Juli Kind und ist mit 6 in die Schule gekommen, wie gesagt wir konnten uns auch nicht dagegen wehren, aber Mädchen sind oft fitter.

Ich verstehe Deine "angst". Mir ging es auch ganz komisch, als mein Sohn in die Schule kam. Ist alles nicht mehr so behütet wie im Kiga usw.

Rede nochmal mit den Erziehern und mit dem Kinderarzt, was die meinen.

Gruß und viel Erfolg
velvetsnail

Beitrag von masinik 14.05.11 - 19:14 Uhr

Hi Mary,

mein jüngster Sohn wurde am 10.09. 6 Jahr alt und kam am 13.09. in die Schule. Bis zu diesem Tag war es mir ganz komisch und kam auch mit der Situation weniger gut zurecht.

Jetzt bin ich froh dass wir es so gemacht haben. Er macht seine Sache echt gut! Er liest, schreibt (jedoch nicht gerne, aber das machen ältere manchmal auch nicht gerne) und rechnet echt gut.

Wir hatten auch grünes Licht von allen Seiten. Gut - wir sind in Bayern und er war ein Muss-Kind, aber 2 andere die v o r ihm Geburtstag haben sind nicht eingeschult worden.

Die Entscheidung musst letztendlich du alleine treffen, aber wenn deine Maus so fit ist kann es sicherlich nicht schaden.

lg
masinik

Beitrag von urmel09 14.05.11 - 19:26 Uhr

Ich würde mich nach der Meinung meiner Tochter richten. Ganz davon ab wäre sie in anderen Bundesländern ein Mußkind. Meine Tochter wird nächstes Jahr Anfang August 6 und kommt in die Schule. Ich bin heute schon der Meinung das es dann auch Zeit wird. Mein Sohn ist in der ersten Klasse und seit Februar 7 Jahre, es läuft super - aber er klagt oft über Langeweile und wir müssen Alternativen zum Schulstoff suchen die ihn auslasten. Wenn ich beide Kinder so vergleiche ist 6 Jahre ein super Alter um in die Schule zu kommen, vor allem wenn sie selber will und ihre Freundinnen mitgehen. Meine Tochter fände ohne ihre Freundinnen den Kindergarten fürchterlich und ich hätte jeden morgen Stress...

Aber du selber kannst dein Kind am besten einschätzen...ein gut entwickeltes, Kind wird das Abenteuer Schule bestimmt problemlos schaffen. Ich denke Lehrer haben bei den Einschulungstests schon ein Händchen dafür wer es schafft und wer nicht.

Beitrag von binnurich 14.05.11 - 22:09 Uhr

in meinen Augen eine Einstellungsfrage und weil hier keiner dein Kind kennt nicht zu beantworten.

mich der Meinung meines kindes anschließen käme für mich nicht in Frage: mein Kind weiß doch gar nicht, was Schule wirklich bedeutet und was die summe aller Konsequenzen ist

langeweile im Kiga ist nicht zwingend schlimm - und ob es langweilig wird, hängt sicher auch vom Kiga und eurem Freizeitprogramm ab

ich finde einen frühen Bildungsbeginn nicht schlecht

du kannst nicht von Erfahrungen anderer auf euch schließen, da handelnde Personen und auch das gesamte System anders sein können

ein kind was später in die Schule kommt kann durchaus ruhiger, und konzentrierter sein, als ein jüngeres kind

einmal eingeschult, würde ich den schritt zurück nicht mehr gehen
meist kommen Probleme - wenn sie kommen - auch nicht in der ersten Klasse sondern frühestens ab der 3.

Beitrag von karola74 15.05.11 - 14:26 Uhr

Meine Tochter wird im Juni 6, also nur einen Monat eher und ist ein Muss-Kind.
In der Hälfte aller Bundesländer wäre deine Tochter sowieso ein Muss-Kind.

http://de.wikipedia.org/wiki/Einschulung#Einschulungsalter_der_Bundesl.C3.A4nder

Man kann die Leistung des Kindes nicht unbedingt vom Alter abhängig machen. In der Klasse meines Sohnes (3. Klasse) sind "Gymnasium-Kandidaten" die mit gerade 6 eingeschult wurden und auch "Hauptschul-Kandidaten" die erst mit 7 zur Schule gekommen sind.

Wenn du ein gutes Gefühl hast, dann lass sie doch einschulen.