Ich werde immer verkannt

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von phantastica123 14.05.11 - 10:09 Uhr

Hallo Forum.

Ich räume in meinem Leben derzeit kräftig auf: Ich kläre Ungereimtheiten mit meinem Exmann und stecke klare Grenzen, habe meine neue Heirat abgesagt, habe wieder mit meinem alten Hobby angefangen und fühle, dass ich auf dem richtigen Weg zu mir bin.

Und immer wieder taucht seit Jahren ein Phänomen in meinem Leben auf:

Ich werde immer von den Familien meiner Partner abgelehnt. Das war schon in Teenagerzeiten so. Entweder spuckten die Mütter Gift und Galle, oder die Schwestern oder extrem dominante Schwägerinnen.

Dabei bekomme ich nicht mal ansatzweise die Chance, dass man mich kennenlernt. Das will man nicht.

Ganz krass war es mal 2006, da lernte ich einen Franzosen kennen, mit dem ich mich wirklich sehr gut verstand. Am Tag, als er mich seiner Familie vorstellen wollte, sagte seine übermächtige Schwägerin als erstes zu mir: "Die Deutschen! Die können doch nur zwei Dinge sagen: Scheiße und geil."

Das war die Antwort auf meine Begrüßung.

Vor meiner Ex-Ehe war ich auch mit einem Mann zusammen, mit dem ich mich ebenfalls sehr gut verstand. Seine Mutter hatte mich vom ersten Augenblick an "gefressen" (also nicht zum Fressen gern). Sie bezeichnete mich als aufgetakelten Pfau, obwohl ich mich nur sehr dezent schminke - wenn überhaupt, während sie über und über mit Indianerschmuck vollgehangen war und die Lider in himmelblau "lackierte" und alles andere als eine unauffällige Erscheinung war. Außerdem behauptete sie, dass ich gar nicht in dem Job arbeiten würde, den ich ausübe. Ich würde lügen.

Obwohl ich ja immer zuerst die Partner kennen lerne und gar nichts von deren Familienhintergrund weiß, gibt es immer sofort Probleme. Mit der Familie meines jetzigen Partners ist es genauso so. Seine Schwägerin sagte vor wenigen Wochen zu mir: "Wie Du redest, wie Du aussiehst, wie Du Dich anziehst und vor allem Dein Beruf - mit Dir können wir nichts anfangen. Wir schämen uns, wenn wir mit Dir zusammen sind"

#kratz

Dabei halte ich mich immer in allem stets zurück, aber ich habe festgestellt, dass ich am glücklichsten bin, wenn ich Single bin, weil ich da so sein kann, wie ich bin und weil ich dann ausschließlich Kontakt mit Leuten habe, die mich mögen, so wie ich bin.

Mit meinen Partnern zerbricht die Beziehung meistens wegen der Familienkonstellationen. Auch die anstehende Heirat im Juni habe ich nach einem ziemlich unschönen Zwischenfall mit der Schwägerin gecancelt, weil mein Partner zu schwach war, Partei zu ergreifen. Für mich ist das keine Basis für eine Heirat.

Manchmal habe ich das Gefühl, das ich ein besonders geschicktes Händchen für Männer habe, die sich nicht von ihren Familien gelöst haben und ich deshalb als Unruhestifterin angesehen werde. Ich selbst bin recht souverän und selbstbewusst, lasse aber jeden so sein, wie er ist, und mache sehr oft gute Miene zum bösen Spiel, nur um keinen Stress zu erzeugen.

Die Frage ist aber: Warum ist das so, wie es ist???

Beitrag von koqu 14.05.11 - 10:27 Uhr

Warum das so ist?

Keine Ahnung aber möglicherweise suchst du dir unbewusst immer Partner aus, die aufgrund dieser Familienkonstellation auf eine bestimmte Art und Weise geprägt wurde?

Schau dir doch mal deine Partner an und versuche herauszufinden, was sie charakterlich verbindet und wo sie sich unterscheiden. Da tun sich oftmals erstaunliche Erkenntnisse auf ; )

Eine (aber nur sehr hypothetische) Erklärung wäre z.B. dass deine bisherigen Partner von sehr starken Frauen umgeben waren udn geprägt wurden. Frauen die ihnen die Bildung einer eigenen Meinung "abnahmen" oder auch einfach nur schwer gemacht haben. Dann kommst du, passt in dieses Schema, bist selber eine starke Persönlichkeit und rasselst mit den Frauen aneinander die bislang sein Leben gesteuert haben.
Nur so als mögliche Überlegung.
Gruß Louise

Beitrag von phantastica123 14.05.11 - 10:37 Uhr

Hallo Louise.

Danke für Deinen konstruktiven Beitrag.

Die Männer ähneln sich in der Tat vom Charakter: Allesamt fleißig und ehrgeizig, handwerklich sehr begabt (was ich sehr mag) und im Grunde liebe, ruhige Seelen.

Es sind allesamt Männer, die eigentlich vom Intellekt her zu mehr fähig gewesen wären, als sie letztendlich daraus gemacht haben. Mein jetziger Partner hätte beispielsweise locker eine Ausbildung zum Piloten machen können (was ihm angeboten wurde) - er lehnte aber in Jugendjahren ab, weil er in seiner Heimat bleiben wollte. Außerdem redete ihm die Familie ein, dass eine einfache Handwerkerlehre besser und sicherer wäre. Und so ist es eben auch gekommen.

Mit meinen Partner läuft die Beziehung meist gut und harmonisch und oft finde ich ihnen Verbündete für Ideen und Träume, manches lässt sich umsetzen, anderes nicht.

Ich habe auch einen Mann kennengelernt, dessen Mutter ich sogar vor ihm kannte. Sie und ich kamen bestens miteinander aus, es war alles problemlos, ich lernte viel von ihr in Gartendingen (was mich sehr interessiert) und wir haben zusammen WEihnachtsplätzchen gebacken. Sie stellte mir ihren Sohn vor (bis dahin kannte ich ihn nur vom Sehen und Hallo sagen), ganz normal, und da er gerade einen jungen Hund bekommen hatte (ich war früher selbst aktive Hundesportlerin und habe diverse Trainerscheine), hatten wir viele Anknüpfpunkte für Gespräche.
Und obwohl wir nur miteinander wegen des Hundes Kontakt hatten und Zeit verbrachten (Gassitouren, Hundeplatz), flippte die Mutter vollkommen aus und erteilte mir Hausverbot (ihr Sohn wohnte bei ihr im Haus). Ich weiß bis heute nicht, was passiert ist. Eine Antwort bekomme ich keine. Den Kontakt zu dem Mann habe ich abgebrochen.

Beitrag von phantastica123 14.05.11 - 10:50 Uhr

Und noch was:

Ich empfinde die besagten Personen als dominant, aber nicht als stark. Da gibt es für mich nämlich einen Unterschied.

Stark ist in meinen Augen jemand, der sich bei Problemen mit mir konstruktiv auseinandersetzt und vielleicht auch einen Fehler, den ich sofort verzeihen würde, einräumt.

Dominant ist für mich, anderen etwas aufdrängen zu wollen, notfalls auch mit verbaler Gewalt oder Sanktionen.

Ich selbst empfinde mich als stark, aber nicht als dominant.

Vor allem hat sich meine Einstellung zum Leben eh gravierend verändert, als ich letztes Jahr aufgrund einer medikamentösen Nebenwirkung einen Herz- und Atemstillstand hatte. Ich weiß, wie schnell alles vorbei sein kann und ich trage seither eine gewisse Ruhe und Ausgeglichenheit in mir. Ich brauche nicht mehr jeden Stress und Ärger. Deshalb gehe ich ja sowieso vielen unnötigen und unkonstruktiven Diskussionen aus dem Weg, weil sich die MÜhe nicht lohnt. Das meinte ich vorhin mit "gute Miene zum bösen Spiel" machen. Ich kann die Menschen nicht ändern - nur meine Einstellung zu ihnen.

Kurios ist aber, dass man mich dennoch nicht in Frieden lässt, sondern permanent irgendwelche Methoden findet, mich aus der Reserve zu locken. Vor 3 Wochen ist das der Schwägerin gelungen, weil sie gegenüber meiner Tochter eine sehr grobe Ungerechtigkeit begangen hat. Und da agiere ich - sehr sachlich, sehr präzise, in Form eines Gesprächs, das nicht die Bohne etwas gebracht hat.

Stark hätte ich es gefunden, wenn man eine gute Lösung (für ein Problem, das eigentlich sie gehabt hat) gefunden hätte und wenn es eine Entschuldigung oder ein Einlenken gegeben hätte. Stattdessen nur dumme, überhebliche, hilflose Sprüche.

Ich habe sie gefragt, ob sie ein Problem mit mir hat - dann soll sie es mir sagen. Die Antwort: "Nein, wir haben kein Problem mit Dir. Aber wir waren zuerst da."

#kratz

Beitrag von derhimmelmusswarten 14.05.11 - 10:45 Uhr

Jetzt bin ich aber mal neugierig, was du für einen Beruf hast. Du könntest mit deiner Annahme natürlich recht haben, dass du dir ausgerechnet immer solche Männer raus suchst. Hört sich ja übel an.

Beitrag von phantastica123 14.05.11 - 10:52 Uhr

*lach*

ich schäme mich ja fast, zu sagen, mit was ich meine Brötchen verdiene...


TROMMELWIRBEL


Ich bin Journalistin von Beruf, habe ein eigenes, kleines Pressebüro (ohne Angestellte) und habe mich auf Kommunalpolitik und Motorradjournalismus spezialisiert.

Das heißt: Ich berichte über Politik aus Kreis und Kommune und teste Motorräder aus Frauensicht und schreibe über Touren.

Beitrag von miss-bennett 14.05.11 - 11:06 Uhr

Hallo!

Mir kommt es so vor, als ob die weiblichen Mitglieder der Familie Deines (aktuellen) Partners einfach Angst haben, da Du doch einen Beruf ausübst, in dem frau stark, redegewandt und selbstbewusst sein muss. Wenn diese Frauen bis jetzt die starken waren, werden sie sich in der Defensive finden (Du brauchst dafür nichts zu tun). Und das mögen sie natürlich nicht.

Abgesehen davon, dass sich dann Männer aus solchen Familien vielleicht doch zu den Frauen angezogen fühlen, die diese Stärke besitzen

Meine Schwägerin hat ähnliche Probleme. Mit keiner ihrer 3 Schwiegermütter hat sie sich verstanden, aber das kam daher, dass sie von Anfang an das Ruder übernehmen wollte, in jeder Hinsicht. Mich mag sie auch nicht, da ihr Bruder, seit er mit mir ist, ein anderer Mensch geworden ist und sie nicht zum Ausheulen braucht (als ob man sich in 15 Jahren auch so nicht ändern würde!)

Du scheinst Deinen Weg gefunden zu haben. Ich wünsche Dir alles Gute

LG

Beitrag von inga1981 14.05.11 - 11:14 Uhr

Jup, da schließ ich mich an.

Wahrscheinlich haben die Frauen gemerkt, dass Sie DICH nicht dominieren
können. Das ist für solche Personen natürlich schwierig, wenn sonst alles
nach deren Pfeife tanzt.

Du bist selbstbewusst und eloquent. Wahrscheinlich reichen diese beiden
Eigenschaften schon, um die anderen Frauen im Leben Deiner Männer locker
in den Schatten zu stellen.

Die Frage ist aber, ob Du es vielleicht auch mal mit einem Partner versuchst,
der ebenfalls eine starke Persönlichkeit ist/hat und sich nicht sein Leben lang
von dominanten Frauen beeinflussen lassen hat. Vielleicht hast Du da mehr
Glück. ;-)

Beitrag von phantastica123 14.05.11 - 11:27 Uhr

@ Inga

Die Frage ist halt, warum ich solche schwachen Männer mit diesen dominanten Familien anziehe. Ich hatte schon auch Partner, die nicht von den Familien dominiert wurden, dafür gingen sie aber schlecht mit mir um "Du bist nichts, Du kannst nichts, Dein Auto ist scheiße, Dein Motorrad ist scheiße. Du bist zu dick/zu dünn" usw.

Es muss doch einen Mittelweg geben, oder??

Beitrag von inga1981 14.05.11 - 12:26 Uhr

Naja, Du könntest Dir den bisherigen Typ Mann suchen, der aber keinen
Anhang (mehr) hat. :-p

Ok, das geht vielleicht etwas zu weit. ;-) Schwierige Situation. Vielleicht hast Du
bisher auch einfach noch nicht die Konstellation gefunden, die zu Dir passt.

Beitrag von phantastica123 14.05.11 - 11:24 Uhr

@ Miss Bennett

Danke für Dein Kompliment - ich habe mich darüber sehr gefreut :-)

Ich mag meinen Job, fühle mich rundum darin wohl, und ich bin stolz darauf, was ich geschafft habe.

Bei mir ist es ja gar nicht so, dass ich das Ruder übernehmen will. Ich habe dafür ja gar keine Zeit, weil mir meine Arbeit sehr viel Spaß macht und auch einnimmt.

Ich bin so glücklich über meine Aufträge - ich habe gar kein INteresse daran, irgendein Ruder zu übernehmen. Ich steuere das Ruder meines kleinen Unternehmens und das ist mein Recht.

Ich bin also auf keinen Fall die Schwägerin und Schwiegertochter, die alle gleich zum Brunch einlädt (habe ich früher gemacht, lasse ich bleiben), ich lade mich nicht zum Kaffee ein, ich mische mich nicht in die Gestaltung des Gartens eins und fordere nichts, was mir nicht zustehen würde.

Wir haben mal im Januar ein Essen gegeben, das in einem Desaster endete, weil es das falsche Essen war: Raclette. Das dauerte zu lange, bis man satt war.

Zu Familienfeiern gehe ich auch, aus Höflichkeit. Ich bringe einen Kuchen mit, wie gewünscht (selbstgebacken natürlich, denn kochen und backen kann ich auch noch), räume auch brav mein benutztes Geschirr ab, frage interessiert dies und das ab - und schweige mich aus über meine Person, weil ich befürchte, nur wieder anzuecken.

Dabei habe ich viele tolle Sachen zu berichten: Zum Beispiel habe ich 2010 eine spezielle Motorradfußraste erfunden und diese patentieren lassen. Jetzt gibt es dieses Jahr einen Erfinderpreis und ich habe meine Raste dort eingereicht. Nun kam Post: Meine Erfindung hat die Endrunde erreicht und mich muss das Patent am 30.5. der Jury vorstellen. Ich bin ausgeflippt vor Freude!!! Und all meine Freunde freuen sich und gönnen mir diesen Erfolg.

In "seiner" Familie erzähle ich das gar nicht. Hatte an Weihnachten mal ansatzweise bescheiden versucht, davon zu erzählen (da liefen gerade erste Verhandlungen mit Motorradfirmen, denen ich das Patent anbot) - es wurde einfach ignoriert und man widmete sich dem Nachbarschaftstratsch.

Ich habe auch irgendwie das Gefühl, dass manche Menschen überhaupt nicht verstehen, was ich eigentlich mache oder was das bedeutet, was ich mache.

Ich erwarte ja jetzt auch keine Begeisterungsstürme - aber wie will man mich denn kennenlernen, wenn ich so gar nichts berichten kann, ohne dass es wieder gleich heißt, ich will angeben?

Mein Job bringt es auch mit sich, dass ich über viele tolle kulturelle Veranstaltungen berichten darf. Comedy, Kabarett, Konzerte, Theater - es ist alles dabei. Der Eintritt ist für mich und meine Begleitperson kostenlos. Und der Platz in der ersten Reihe ist garantiert. Ich muss da halt hin, eine Kritik schreiben, fotografieren, mit den Künstlern noch kurz sprechen.

Immer wieder habe ich die aktuellen Schwägerinnen gefragt, ob sie mitwollen. Auch die Schwiegermutter fragte ich, als Volksmusikstar Hansi Hinterseer hier gastierte und ich zum Konzert musse. Die SchwieMu ist Volksmusikfan - sie wollte nicht mit und ich habe freundlich lächelnd gesagt: "Schade, vielleicht ein ander mal."

Inzwischen frage ich gar nicht mehr.

Beitrag von miss-bennett 14.05.11 - 11:59 Uhr

Hi!

Sie wissen nicht, was ihnen entgeht ;-)
Wie gesagt, meine Schwägerin macht das ganz anders und in Deinem Benehmen gibt es keinerlei Ähnlichkeiten. Da Du ein Magnet für Männer aus den Familien mit starken Frauen bist (Ursachen kann man wer weiss wo suchen, sie sind Dir auch wichtig, oder?), reicht es dass Du Du bist. Das ist alles was sie brauchen, um Dich abzulehnen!

LG

Beitrag von miss-bennett 14.05.11 - 12:31 Uhr

Schon wieder P.S. Glückwünsche!!! #huepf

Beitrag von miss-bennett 14.05.11 - 11:08 Uhr

P.S. Vergessen: Dein Job ist eifach cool!

Beitrag von stellamarie99 14.05.11 - 13:46 Uhr

Na da würde ich mich aber auch schämen...:-p

Im Ernst, ist doch ein super Job.


Beitrag von phantastica123 14.05.11 - 14:20 Uhr

Danke, danke für die Blumen!!!

Ja, ich bin stolz auf das, was ich erreicht habe. Und ich bin ja jetzt nicht abgehoben oder so... Aber mein Name steht mehrmals in der Woche (als Autorin) in der Zeitung, ferner gebe ich diverse Journalistenkurse, die auch immer wieder angekündigt werden. Wenn man bei Amazon meinen Namen angibt, erscheint eine Reihe an Büchern/Kinderbüchern, die ich getextet habe. Man kennt mich, ich bin im Ort auch angesehen und beliebt (bin erst im Dezember hierher gezogen und habe meinen Betrieb hierher mitgenommen). Ich fahre einen praktischen Kleinwagen, mit dem ich überall in der Stadt bei Presseterminen einen Parkplatz bekomme, also auch keine fette Luxuskiste.

Bis ich hierher gezogen bin, hatte ich ein echt cooles Leben mit Job und Kind. Wenn meine Kleine zum Umgang zum Papa ging, war ich mit meiner gemischten Motorradclique verabredet und wir machten tolle Tagestouren, über die ich dann für Motorradmagazine berichtet habe.

Wenn jetzt hier Sonntags eine Schar Biker/Bikerinnen auftauchen würde, um mich abzuholen - Gott bewahre... das wäre ja ein Skandal :-)

Auch hier habe ich ja Rücksicht walten lassen, weil ich ja schon jetzt der Familie nicht geheuer bin. Ich treffe mich einfach außerhalb mit meiner Clique.

Beitrag von king.with.deckchair 14.05.11 - 16:03 Uhr

Ähm und was ist daran peinlich? Ich wäre stolz, wenn ich mit einer solchen Schwägerin "angeben" könnte - ich hab' nur leider keinen Bruder, den ich dir andienen könnte... ;-)

Kann es sein, dass du Partner hattest, die unter deinem geistigen Niveau waren? Hatte ich auch mal. Und prompt Ärger mit dem weiblichen Verwandtschaftspack. Wenn Leute sie oder meinen, man sei ihnen überlegen (und wenn man es tatsächlich ist), können manche abgrundtief fies werden.

LG
Ch.

Beitrag von king.with.deckchair 14.05.11 - 16:04 Uhr

Ähem, sorry, hatte zu schnell getippt...

Beitrag von redrose123 14.05.11 - 17:03 Uhr

#rofl Ich dachte ja schlimmeres #schein Ist doch ein stinknormaler Beruf#kratz

Beitrag von liebelain 14.05.11 - 17:04 Uhr

Na, da ist doch sofort alles klar: Dir schlägt Neid und Angst entgegen. Neid um Deine Bildung und Angst, einem rhetorisch weit überlegenen Gegner ausgeliefert zu sein.

Und dann noch der ultimative Job MOTORRADjournalismus. Du kannst Dich mit jedem der (Ehe-) Männer stundenlang fachlich gewieft über Sachen unterhalten, von denen die anderen Weiber nicht die geringste Ahnung haben.

Das ist der blanke, giftgrüne Neid - und Du weißt doch: den muss man sich verdienen.
Lass Dich von diesen blöden Zicken nicht unterkriegen!

Beitrag von jule2801 14.05.11 - 20:37 Uhr

Oh ja, das ist ja jetzt genau was ich erwartet hätte #rofl

Beitrag von stellamarie99 14.05.11 - 12:39 Uhr

... sagte seine übermächtige Schwägerin als erstes zu mir: "Die Deutschen! Die können doch nur zwei Dinge sagen: Scheiße und geil."

Das war die Antwort auf meine Begrüßung.

Lach, da wäre meine Antwort gewesen: "Scheiße, wie geil ist das denn?"

Mal im ernst, der Richtige kommt schon noch. Und entweder klappt es dann auch mit der Familie oder es ist ihm egal, weil er dich mag.

Viel spass noch beim Leben aufräumen!#pro

Beitrag von phantastica123 14.05.11 - 13:09 Uhr

@ Stella

*lach* tolle Antwort...so schlagfertig war ich in dem Moment nicht - und das will echt was heißen :-)

Mir blieb damals ziemlich die Spucke weg.

Egal - das ist Geschichte.

Beitrag von stellamarie99 14.05.11 - 13:43 Uhr

Wäre mir wahrscheinlich auch in der Situation so gegangen, aber es schreit förmlich nach dieser Antwort.

LG

Beitrag von schokostreusel 14.05.11 - 12:40 Uhr

Hallo!

Das ist aus der Ferne natürlich schwierig einzuschätzen.
Mir sind 3 Gedanken gekommen:

1. Wie meint Deine Schwägerin denn " Wir schämen uns."
Für Dich oder für sich selber?
Für mich hört sich deine Geschichte nicht nach dominaten Frauen an, sondern nach Frauen mit nur geringem Selbstbewusstsein , die sich selber in einer fiktiven Skala unten einordnen, wenn sie jemanden treffen der erfolgreich im Beruf ist, der Selbstbewusstsein hat. Dazu würde auch passen, dass Sie Deinen Lebensgefährten "zu einem vernünftigen Beruf" gedrängt haben und er nicht weiter weg wollte.
Niemand mag an ein langweiliges, unzufriedenes oder vielleicht auch fehlerhaftes Leben permanent erinnert zu werden, das machen sie an Dir fest.
2. Du hast eine Hochzeit abgesagt, Dein Lebensgefährte ist "bodenständiger" Handwerker und herzensgut, Du warst schon mal verheiratet und hast eine Tochter, so wie es sich anhört hast Du schon einige Beziehungen hinter Dir und Erfahrungen gemacht. Die Verwandschaft glaubt nicht, dass Du mit Deinem "ausgeflipptem" Beruf, Deiner Persönlichkeit und Deinem Lebenswandel zu dem soliden Sohn mit der eher "spießigen" Familie im Hintergrund passt, ihn irgendwann hängen lässt?
3. Dein Selbstbild stimmt nicht mit dem Außenbild überein.

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