die nachbarn und der anstand

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von lala7272 14.05.11 - 10:45 Uhr

hallo ihr lieben!

ich wüßte gerne mal eure meinung zum thema. wir wohnen hier in einer "kleinstadt" ich würde es als großes dorf bezeichnen, wenn man die leute hier betrachtet.
also mal kurz mein "problem". wir wohnen im reihenhaus, vorher im mehrfamilienhaus. ich war immer der meinung man grüßt seine nachbarn und habe dies zusammen mit meinem mann und sohn immer so gehalten.
nun sind wir hier etwas ländlich und ich habe den eindruck die leute wissen nicht was sich gehört und ich fühl mich doof dabei.
mit unserer direkten nachbarin hab ich es mir vielleicht auch selbst verdorben, nachdem sie häufig "grummelig"(probleme zu hause?) oder gar nicht gegrüßt hat, habe ich irgendwann auch konsequent aufgehört zu grüßen, blöde situationen gibts eigentlich nur im garten.. andererseits hat sie mir teilweise extrem intime dinge erzählt und auch über andere gelästert die ich gar nicht kannte. also mir liegt nichts an der person, aber ich kann es einfach nicht leiden, wenn sie meine kinder ignoriert, nur weil ich sie ignoriere (ja ich hab irgendwann konsequent damit angefangen und könnte mir in hintern beißen, aber ich hatte ihre arrogante art einfach satt), wenn sie lust hat quatscht sie einen voll, aber ohne eine begrüßung vorneweg, und wenn nicht dann nicht.
mein sohn grüßt also immernoch wenn er im garten ist, ruft laut hallo und keiner reagiert. nun es gibt auch nachbarn die grüßen, aber die direkten und auch die zwei häuser weiter (und denen hab ich jetzt wirklich nichts getan, ignorieren das einfach), und ich frage mich wie kann man ein 5-jähriges kind nicht zurückgrüßen oder wenigstens mal winken?
ich finds unmöglich und hoffe wir finden bald einen neuen wohnort mit neuen nachbarn, die wissen wie man miteinander umgeht.
aber mich würde mal eure meinung dazu interessieren und auch wie ich meinem sohn beibringen kann, das eben nicht jeder nett ist, und dass er auch aufhören kann zu grüßen wenn er merkt, dass jemand nie zurückgrüßt..
sorry war lang aber ich würde mich wirklich freuen mal ein feedback zu bekommen.

Beitrag von derhimmelmusswarten 14.05.11 - 10:55 Uhr

Wenn ihr eh nochmal umziehen wollt, dann sucht euch ein freistehendes Häuschen. Ohne Nachbarn. Als ich meinen Freund kennenlernte, zogen wir in eine gemeinsame Wohnung. Die gesamte Straße bestand aus vorwiegend älteren Leuten, die alle nicht ganz normal waren. Die Parkplatzsituation war schrecklich. Jeder beharrte strikt auf seinem Fleckchen Grundstück und wehe, ein Auto stand etwas über der Grenze. Die Nachbarn neben uns parkten absichtlich so eng, dass wir mit unseren Autos nicht mehr rein kamen etc. Wir haben entnervt gekündigt und eine andere Wohnung gesucht. Ich kann bei sowas auch nicht ruhig bleiben und hatte mit dieser schrecklichen Nachbarin auch eine lautstarke Auseinandersetzung, in der ich sie beleidigt habe #hicks Naja. In der nächsten Wohnung gab es zwar keine Probleme mit den Nachbarn und dem Parken, aber schön war es da auch nicht. Man hörte halt ständig Geräusche der Nachbarn, 4. Stock, kein Aufzug. Wir bekamen ein Kind, das in der heißen Dachgeschosswohnung nur brüllte.

Ende vom Lied: Ich zog mit dem Baby wieder nach Hause. 7 Monate lang. Bis wir endlich eine schöne und bezahlbare Wohnung fanden. Das Haus ist sauber, ordentlich, die Nachbarn soweit auch: ABER: es gibt wieder Parkprobleme. 5 verhältnismäßig kleine Parkplätze im Hof und auf die kommen 5 große Autos. Das bedeutet, dass man nicht mehr aus der Parklücke kommt, je nachdem wie viele andere Autos da stehen und wer gerade hinter einem parkt :-[ Noch dazu ist einer der Nachbarn ein Idiot und parkt absichtlich sein Auto um, nur um uns zu behindern. Der Vermieter ist ebenfalls ein Idiot. Er parkt oft einfach die Wohnungstür zu, so dass man mit dem Auto nicht mehr in den Hof kommt (sehr praktisch mit kleinem Kind und Einkäufen). Abgesehen davon werden sehr oft Türen geknallt, zu unmöglichen Zeiten gebohrt und die drei Parteien, die hier Eigentumswohnungen haben, beanspruchen eh alles für sich. Die machen Lärm ohne Ende, tackeln nachts auf Stöckelschuhen rum, unterhalten sich über 2 Stockwerke etc. Und dabei sind das wirklich gediegene Leute. Manager in Rente, Bundeswehrsoldat etc. Aber die benehmen sich oft wie die Assis :-[

Fazit: In wenigen Monaten ziehen wir um. Zurück in mein Haus. Das hat sich so ergeben, da mein Opa verstorben ist und meine Oma ein Schwerstpflegefall wurde und, wenn sie überlebt, nie wieder nach Hause kommen kann.

Einfamilienhaus, Waldrand, keine Nachbarn! Nie wieder! Aus meinem Haus kriegt mich niemals mehr jemand raus. Herrlich. Nie wieder Nachbarn sehen. Ich freu mich. Würde euch das auch anraten. Lieber ein altes freistehendes Häuschen kaufen und renovieren als sich sein Leben lang mit blöden Nachbarn rum ärgern!

Beitrag von marion2 14.05.11 - 11:18 Uhr

Hallo,

meinen Sohn habe ich angehalten auch die blödesten Nachbarn und besonders diese immer freundlich zu grüßen.

Diese Erziehungsarbeit trägt inzwischen Früchte. Die Nachbarn grüßen (nach 2 Jahren hartnäckigen Ignorierens ihrer fehlenden Manieren) ZUERST.

Gruß Marion

Beitrag von lala7272 14.05.11 - 12:41 Uhr

hallo marion, danke für deine antwort, du scheinst wirklich hart im nehmen zu sein, ich bin leider nicht so.. aber du hast schon recht, eigentlich sollte man einfach weiter freundlich grüßen und sie somit auf ihre schwäche stoßen, danke für den konstruktiven beitrag!

Beitrag von scotland 14.05.11 - 13:16 Uhr

Ich halte es auch so und grüße penentrant und konsequent :)). Irgendwann wird man zurückgegrüßt.

GLG
Scotland

Beitrag von marion2 15.05.11 - 10:14 Uhr

Hallo, ich bin nicht hart im Nehmen. Wenn jemand meint, mich ärgern zu müssen, ärgere ich ihn zurück ;-). Du triffst solche Leute echt am meisten, wenn du penetrant freundlich bleibst. LG

Beitrag von sunflower.1976 14.05.11 - 14:06 Uhr

Hallo!

Wir wohnen in einem kleinen Dorf, in dem es eigentlich üblich ist, auf der Straße jeden zu grüßen. Das war für mich als "Zugezogene" erst gewöhnungsbedürftig, aber mittlerweile ist es für mich seltsam, wenn mal keine Reaktion kommt.

Wir wohnen in einem freistehenden Haus und die direkten Nachbarn sind absolut okay. Gegenüber wohlt seit ca. 3 Jahren ein Ehepaar in unserem Alter. Mit der Frau habe ich noch kein einziges Wort gewechselt und mit ihrem Mann ein, zwei Sätze. Allerdings sind die Leute extrem seltsam. Beispiel:
Einem Bekannten hat er mit Anzeige gedroht, sollte er sein Auto nochmal in deren Einfahrt wenden (dabei ist er mit dem Auto nur auf den Bürgersteig und nicht in die Einfahrt gefahren). Die Leute haben aber ein Problem mit sich und nicht mit uns persönlich weil alle Nachbarn schon sowas erlebt haben.
Begegne ich ihnen direkt, grüße ich knapp, sehe ich sie nur aus Entfernung, grüße ich nicht.

Bzgl. Eurer Nachbarin...bezieh es nicht so sehr auf Dich. Es gibt Menschen, die irgendein persönliches, familiäres bzw. psychisches Problem haben. Vielleicht ist bei Eurer Nachbarin irgendwas los, so dass es ihr häufig schlecht geht und deshalb grummelig wirkt oder sie mal sehr in Gedanken versunken ist und daher nicht grüßt. Und ganz ehrlich...ein bißchen hast Du es Euch auch selber "eingebrockt", dass sie Euch ignoriert. Ja, Kinder sollten eigentlich bei solchen Unstimigkeiten rausgehalten werden, aber nicht jeder ist so reflektiert und überträgt dann eben das Verhalten der Eltern auf die Kinder handelt entsprechend. Natürlich ist es nicht gut.
Vielleicht kannst DU über Deinen Schatten springen und sie wieder grüßen. Erst vielleicht nur mit einem lächeln nicken und dann eben auch "normal" grüßen.

Ja, es wäre schön, wenn auch die übernächsten Nachbarn reagieren, wenn Dein Sohn sie grüßt. aber eine direkte Verhaltensansweisung würde ich meinem Kind deswegen nicht geben. Wenn Dein Sohn grüßen möchte, ist das doch prima! Spich mit ihm drüber, dass es möglich ist, dass die Nachbarn ihn nicht gesehen/gehört haben (auch das ist möglich) oder eben aus irgendwelchen Gründen nicht reagieren, die aber nichts mit ihm selber zu tun haben.

LG Silvia

Beitrag von rienchen77 14.05.11 - 15:13 Uhr

ich komm vom Dorf und da wurde jeder begrüßt oder man wurde gegrüßt....dann bin ich in die Kleinstadt gezogen und da wurde alles wegignoriert...
dann bin ich wieder, aber in in ein anderes Dorf gezogen und da grüßen sogar die kleinen Kinder jeden und das hab ich mir wieder angewöhnt..

und komm ich wieder in die Kleinstadt, ist das Grüßen so bei mir drin, das die Leute mich immer doof anglotzen und ich beim dritten mal erst merke, halt du bist ja hier nicht in Dorf XXX sonder in der Stadt XXX und die sind Mundfaul und grummelig...

Beitrag von twins 16.05.11 - 13:43 Uhr

Hi,
wir haben auch ganz liebe Nachbarn. DIe mögen wohl keine kinder, obwohl sie selbst eins haben. Und unsere Kids haben mal gehört, wie mein Mann und ich uns unterhalten haben und gesagt haben "die mögen keine Kinder".

Tja, und wenn unsere Kids mit anderen Kindern im Garten spielen oder auch wenn wir Besuch von Erwachsenen haben, sagen die dann laut - auch wenn die besagten Nachbarn im Garten sind"...wir müssen leiser spielen, unsere Nachbarn mögen keine Kinder..."

Ich hab einmal gesehen, wie die denn zu uns rüber geschaut haben und es denen echt peinlich war.
Jetzt hat er sogar seinen Trainerjob in einer Fußball-Kindermannschaft aufgegeben....hat wohl die Runde gemacht#rofl

Grüße
Lisa

Beitrag von cisco111 19.05.11 - 23:15 Uhr

Hallo,

Ich dachte idioten gibt nur hier in meinem Wohnviertel , aber die sind überral verteilt .

LG