Hilfe, soll ich ihn melden oder nicht?

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Beitrag von sternenstaub0 14.05.11 - 11:38 Uhr

Hallo,

ich hatte gestern einen Bewerber, den ich laut meinem Chef unbedingt einladen sollte. Gestern war er dann da.

In seiner Bewerbung vermerkte er, dass er mehrere Jahre im Ausland war, zusätzlich saß er 13 Jahre am Stück im Gefängnis! Mein Chef wusste es, er sitzt aber nicht in unserer Niederlassung, ich glaube, er wollte nur wissen, was das für ein Typ ist.

Ich sollte ihn fragen, warum er im Gefängnis war. Habe ich dann auch, schließlich stand es in seinem Lebenslauf.

Er schaut mich Eiskalt an und sagte, dass es mehrere Delikte gibt. Raub, schwerer Raub, Körperverletzung und MORD!

Oh mein Gott, ich sitze einem Mörder gegenüber. Aufeinmal fing er an, mir detaliert zu erzählen, wie er jemanden ermordet hat. Eigentlich hätte ich das Gespräch beenden sollen, aber irgendwie war ich wie erstarrt. Ich hatte Angst und war geschockt, also saß ich nur vor ihm und war froh, als das Gespräch vorbei war. ( Ich erzähle hier mal keine Einzelheiten) Achso, am Ende sagte er noch zu mir, wenn ich mal hilfe benötigen würde, dann könnte ich mich ja bei ihm melden #schock

Er wollte einen Stempel, dass wir keine Arbeit für ihn haben, habe ich ihm auch gegeben.

Das Jobcenter hat ihn an uns vermittelt, ich überlege, ob ich seinem Sachbearbeiter davon erzähle, aber irgendwie habe ich auch etwas bammel #schmoll Generell melde ich wirklich jeden, der offensichtlich nur wegen einem Stempel zu mir ins Bewerbergespräch kommt, aber hier traue ich mich wirklich nicht

Würdet ihr ihn melden oder lieber nicht?

Beitrag von klumpfussindianer 14.05.11 - 11:45 Uhr

Na das nenn ich ja mal ne gute Idee, wie man sich vor Arbeit drücken kann.

Du sagst selbst, der wurde an euch vermittelt. Der musste sich also bewerben. Hehe und das er wegen Mord nur 13 Jahre sass? Mord bedeutet lebenslänglich also 25 Jahre ^^.

Der hatte nur keinen Bock arbeiten zu müssen und hat dir deshalb das alles erzählt.

Ja melde ihn seiner Sachbearbeiterin.Damit die dem mal ne Kürzung reinschiebt.

Hiess der Arno Dübel???? :-D

Beitrag von germany 14.05.11 - 14:13 Uhr

Bei unserem Rechtssystem würd emich sowas aber nicht wundern#zitter

Da sitzen ja auch Vergewaltiger nur lächerliche Strafen ab und werden dann als "geheilt" entlassen.#aerger

Beitrag von alkesh 14.05.11 - 17:15 Uhr

< Mord bedeutet lebenslänglich also 25 Jahre >

Zieh mal 10 Jahre ab!

Beitrag von mama-02062010 14.05.11 - 17:58 Uhr

Nicht unbedingt ich kenne einen Mörder, der wurde aber nur unter Jugendstrafe verurteilt der kam nach 7 Jahren auf Bewährung raus.

Beitrag von parzifal 15.05.11 - 16:27 Uhr

Bei Jugendstrafe gibt es max nur 10 Jahre.

Beitrag von parzifal 15.05.11 - 16:30 Uhr

Wie bereits erwähnt wird man bei "einfachem" Mord regelmäßig nach 15 Jahren entlassen. Nur bei Feststellung der schweren Schuld sieht es anders aus.

13 Jahre wäre aber auch dann unplausibel.

Beitrag von windsbraut69 14.05.11 - 11:54 Uhr

Das ist ja mal ne originelle Strategie, vor der Arbeit wegzulaufen :)

Du glaubst ihm, dass er wegen all der Delikte nur 13 Jahre gesessen hat?
Ich würde sogar die 13 Jahre Gefängnis erstmal anzweifeln.

Schick doch mal seiner Sachbearbeiterin beim Jobcenter den Lebenslauf, den er Euch vorgelegt hat und erzähl ihr die Geschichte.

LG

Beitrag von sternenstaub0 14.05.11 - 11:59 Uhr

13 Jahre ist schon wenig, aber er war angeblich ca. 10 Jahre im Ausland, komischerweise genau vor und nach der Haftstrafe. Der Typ war auch echt beängstigend. Er war schon Mitte 50, total aufgepumt, Glatze, Goldkette, Ringe und eine dicke Golduhr. Vom ganzen Typ her wirklich beängstigend ;(

Beitrag von windsbraut69 14.05.11 - 12:07 Uhr

Das wird seine Masche gewesen sein.
Allein für den Mord hätte er mit Sicherheit länger als 13 Jahre gesessen.
Wie alt war der Typ denn, wenn er 13 Jahre im Knast und 10 Jahre im Ausland war?

Wie gesagt, ich würde beim Jobcenter nachhaken aber ich denke, der hat einfach Deine Angst ausgenutzt und Dir Märchen erzählt.

Wofür genau hat er sich denn bei Euch beworben?

Gruß,

W

Beitrag von sternenstaub0 14.05.11 - 12:16 Uhr

Er hat sich als Produktionshelfer beworben.

Er war schon mitte 50, also auch schon älter, ich glaube er wurde 1954 geboren, ich weiß es aber jetzt nicht mehr genau.

Ich werde es am Montag nochmal im Team besprechen.

Beitrag von derhimmelmusswarten 14.05.11 - 12:02 Uhr

Ich würde dort nachfragen, ob das stimmt. Das muss der Typ doch nicht erfahren. Ich könnte mir vorstellen, dass es so abgebrühte Leute gibt, die solche Geschichten erfinden, nur um keinen Job annehmen zu müssen! Es gibt solche Flachpfeifen, die noch nicht mal auf die Idee kommen, dass sie gemeldet werden. Hmm oder war das so glauwürdig?

Beitrag von sternenstaub0 14.05.11 - 12:06 Uhr

Ja, es war wirklich glaubwürdig. Er hat mir Angst gemacht- ich habe schon einiges gehört, aber das übertrifft echt alles. Die Geschichte, wie er den Typ erschossen hat war so real beschrieben, dass war echt krass. Er sagte ja auch, dass er früher sehr viel im Millieu, "beruflich", unterwegs war, heute auch noch, aber auch er würde ja älter werden.

Beitrag von derhimmelmusswarten 14.05.11 - 15:00 Uhr

Naja, dann kannst du die Sache auch auf sich beruhen lassen. Der Vogel hat seinen Stempel, einstellen will man so einen sowieso nicht. Fertig aus.

Beitrag von kiddymummy 14.05.11 - 12:37 Uhr

Hallo,
ich würde es aus eigener Erfahrung definitiv nicht melden. Ich würde da den Weg gehen, der für Dich die größte Sicherheit bietet.
Denn: Man ist leider meist ganz alleine, wenn man anders handelt und dann Hilfe benötigt.
Ich hatte es bei der Arbeit mal, daß ein Kunde mir drohte, wenn ich dies oder jenes tun würde, dann würde er mit einem Messer unten stehen, er wisse ja, wo ich arbeite. Es waren noch ein paar Sachen mehr, aber das wäre jetzt zu umfangreich alles genau zu beschreiben. Ich habe die Sache damals meinem Chef gemeldet. Er hat sich gar nicht darum gekümmert. Letztlich meinte er sogar noch, er hätte Familie und ich müsse eben sehen, wie ich klar komme. Großartig! Die Akte hing dann weiterhin im Schrank, unbearbeitet, habe einen Vermerk über die Gesamtsituation reingeschrieben und auf lange Zeit in die Zukunft auf "Wiedervorlage" gesetzt. Ich arbeite da nicht mehr, aber ich denke und hoffe, die Akte verstaubt heute noch im Schrank.
LG
kiddymummy

Beitrag von musterli70 14.05.11 - 14:37 Uhr

Erzählen kannst Du dem SB reichlich, wenn er tatsächlich in Haft saß muss er es auch angeben im Lebenslauf, weshalb er saß kann der SB nicht nachvollziehen, geht ihn auch nix an und Du kannst erzählen was Du willst, im Zweifelsfall steht Aussage gegen Aussage.
Und ob 13 Jahre mit guter Führung bei Mord, oder Totschlag hinkommen kann ich nicht beurteilen, könnte es mir aber durchaus vorstellen.

Wie dem auch sei, Du wirst am Ende für Deine Taten selbst verantwortlich sein, sei es vor Gericht, oder eben wenn der Typ echt so schmerzfrei ist in irgendeinem Kellerloch.

Beitrag von manavgat 14.05.11 - 15:33 Uhr

Lass gut sein.

Gruß

Manavgat

Beitrag von nicole1508 14.05.11 - 16:44 Uhr

Hallo
Er hat gemerkt wie Du Ihm gegenüber getreten bist,und hat auf gut deutsch gesagt,mal ordentlich auf die Kacke gehauen,und als er deine Angst bemerkte,sein Fantasie spielen lassen.

Beitrag von kawatina 14.05.11 - 22:05 Uhr

Hallo,

mein Bekannter hätte den sofort eingestellt - der hat nur Ex- Knackies in seiner Firma. #kratz

Beitrag von musterli70 15.05.11 - 08:09 Uhr

Was für ne Firma is das denn genau, also mit was beschäftigen die sich ?