freund will übernachten - was sprecht ihr als eltern an?

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Forum: Jugendliche

Viele Eltern sehen der Pubertät ihrer Kinder mit Schrecken entgegen. Welche Probleme tauchen wirklich im Zusammenleben mit einem Teenager auf? Was, wenn AlkoholDrogen und Verhütung zum Thema werden? Tauscht hier eure Erfahrungen mit anderen Teenie-Eltern aus.

Beitrag von engelchen28 14.05.11 - 13:55 Uhr

hallo!
wir sind noch lange vom thema "übernachtung beim freund / der freundin" entfernt (zumindest im jugendlichen sinn), hatten aber gestern (also mein mann und ich) eine diskussion darüber, was wir mit dem jungen paar besprechen würden, wenn es dazu käme. mein mann meinte, er würde mit dem jungen abklären, was passieren würde, wenn es zu einer schwangerschaft im teenie-alter kommen würde, ob er dann zu seiner freundin und dem baby stehen würde. ich sagte, ich würde eher darauf achten, dass die 2 wirklich aufgeklärt sind, meine tochter die pille nimmt und immer genügend kondome im haus sind. ich sagte zu ihm auch, dass ich glaube, dass ein 15-16jähriger nicht wirklich darauf antworten könne, was wäre, wenn es zu einer schwangerschaft kommt würde - ich glaube, die tragweite ist dann noch nicht so wirklich klar.
mal angenommen, eure tochter hätte den ersten übernachtungsbesuch - was würdet ihr mit den beiden vorher besprechen / oder überhaupt?!
lg
julia
p.s.: klar, dass beide elternpaare einverstanden damit sein müssten.

Beitrag von gh1954 14.05.11 - 14:23 Uhr

>>>eine diskussion darüber, was wir mit dem jungen paar besprechen würden, wenn es dazu käme. <<<

Was das Thema "richtige Verhütung" angeht, sollte das alles schon im Vorfeld besprochen sein. Wenn es erst mal zu der offenen Frage nach einer Übernachtung kommt, ist vermutlich schon der erste Sex gelaufen.

Beitrag von sini60 14.05.11 - 15:00 Uhr

Wenn so ein Gespräch bei uns stattgefunden hätte, wäre es meinen Kindern so peinlich gewesen, dass sie die Übernachtung abgesagt hätten.

Aufklärung sollte eigentlich schon lange vorher abgeschlossen sein. Als sie ihren ersten Freund/in hatten habe ich sie nur daran erinnert, ob sie sich noch an die "Bienchen" erinnern. Dann wurde ich beruhigt, dass ich noch keine Oma werden würde.

Die erste Übernachtung kam dann immer aus einer Situation heraus, wie Party oder es war schon zu spät um heimzufahren. Es wurde nur gefragt, ob er oder sie daschlafen könnte und fertig, ohne Gespräch oder sonstwas.

LG
Sini

Beitrag von manavgat 14.05.11 - 15:18 Uhr

er würde mit dem jungen abklären, was passieren würde, wenn es zu einer schwangerschaft im teenie-alter kommen würde, ob er dann zu seiner freundin und dem baby stehen würde


Blödsinn.


Dein Weg ist richtig: Aufklärung!


Gruß

Manavgat

Beitrag von ippilala 14.05.11 - 16:40 Uhr

Hast du nur Sex im Bett?

Keiner muss irgendwo erst übernachten, damit etwas passiert. Aufklärung sollte also vorher da sein und Kondome nicht nur im Haus.

Dass Frau davon schwanger werden kann wissen auch jugendliche Jungs und ob er sagen würde, dass er zu Kind und Frau steht, heißt doch noch lange nicht, dass er es im Ernstfall tun würde. = so ein Gepräch ist sinnlos.

Beitrag von jazzbassist 14.05.11 - 17:00 Uhr

Ich finde alleine die Vorstellung, als Jugendlicher Geschlechtsverkehr im Haus der Eltern zu haben, wenn die Eltern da sein (und dann noch Nachts, wenn das Haus still ist…), dermaßen traumatisierend, dass ich mich in meinen Alpträumen lieber mit Freddy Krueger angelegt hätte, als am Morgen danach mit meiner Freundin und meinen Eltern am Küchentisch zu sitzen und zu rätseln, ob der komische Gesichtsausdruck meiner Eltern nun daher rührt, dass die uns gestern Nacht gehört haben, oder daher, dass meine Freundin Brot mit Messer und Gabel isst.

Zumal - dass erste Mal, wo ich Geschlechtsverkehr hatte, lag zeitlich weit vor dem Zeitpunkt, wo zum ersten Mal eine Freundin bei mir (im eher jugendlichen Sinne) übernachtet hat. Ich bin mir absolut sicher, dass meine Eltern nie gewusst haben, wann ich das erste mal Geschlechtsverkehr hatte; war aber sicherlich weit vor dem Alter, als meine Eltern damit gerechnet hätten. Darum bin ich denen auch total dankbar, dass die mich ernsthafter aufgeklärt hatten, als die gemerkt haben, dass das mit meiner xten-Freundin plötzlich über das »Händchenhalten« und »Küsschen geben« hinaus ging. Weil wir ziemlich zeitlich danach zum ersten Mal miteinander geschlafen hatten.

Mein Sohn ist erst 12; ist mit seiner Freundin aber schon seit etwa 2 Jahren zusammen. Als die das erste Mal zusammen übernachtet haben, war das rein kindlich und jugendfrei motiviert. Das schlimmste, was die damals getan haben, war Twilight zu gucken, obwohl der Film erst ab 12 freigegeben ist. Mittlerweile könnte ich das nicht mehr beurteilen; dass ist eine dieser Erziehungsaufgaben, die liebevoll in den Händen meiner Frau liegt, die mit unserem Sohn viel über seine Freundin spricht. Von daher rein hypothetisch unter der Annahme, dass mein Sohn 15-16 wäre, mit einer Freundin übernachten möchte und wir wüssten (oder davon ausgehen würden), dass die Geschlechtsverkehr haben würden: Nein, wir würden da nichts vorher mit Beiden besprechen, sondern, darauf vertrauen, dass wir die letzten 15-16 Jahren bei der Erziehung unseres Sohnes nichts falsch gemacht haben. Denn ich denke, wenn Eltern mit diesem Thema erst bei 15-16-Jährige anfangen, dass für einige Jugendliche bereits zu spät wäre.

Beitrag von anarchie 14.05.11 - 19:26 Uhr

Klasse Antwort!

ganz genau!

lg

melanie

Beitrag von derhimmelmusswarten 14.05.11 - 19:23 Uhr

Ich bin da wohl schrecklich altmodisch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich Übernachtungsbesuch allzu früh erlauben würde. Klar, die können das auch woanders "machen". Aber mit 15? Und da folgen ja dann oft noch so einige Freunde im Laufe der Zeit und ich kann mir einfach nicht vorstellen (bei bald 2 Töchtern), dass da alle paar Wochen, Monate neue Jungs bei uns übernachten... Nee. Geht gar nicht. Ich war 24 (!) als ein Freund bei mir übernachtet hat. Ich weiß nicht. Ich hätte mich gar nicht getraut, zu fragen, ob mit 15 oder 16 einer bei mir übernachten darf. Oh Mann-ich bin ein Spießer. Ich weiß. Die Idee deines Mannes finde ich auch nicht so toll und sie würde den Jungen dann sicher auch sehr in Verlegenheit bringen. Ich behaupte doch mal, dass die allermeisten Jugendlichen noch keine Kinder wollen und aufpassen. Für die Pille würde ich dann wohl auch sorgen.

Beitrag von snowwhite1974 17.05.11 - 22:08 Uhr

Hallo,

seh ich genauso. Wieso müssen 15-jährige das Leben von Erwachsenen führen (finanzierte Freizeit/Klamotten/ Partnerschaft mit bequemem Dauerbesuch inklusive regelmäßigem Sex) ohne deren Verantwortung zu übernehmen?

Worin besteht denn ein Anreiz, sich von den Eltern abzugrenzen und selbst was zu erreichen - eigene Wohnung, wozu? Die muss man am End noch selber putzen?

Auch finde ich dass Beziehungen in dem Alter die gewisse Aspekte des Zusammenlebens beinhalten, einfach zu früh sind, nicht Sex an sich, aber die selbstverständliche "Verfügbarkeit" geht mir irgendwo zu weit.

Und ich wollt auch nicht laufend wechselnde Gesichter am Frühstückstisch sitzen haben...

Beitrag von anarchie 14.05.11 - 19:24 Uhr

huhu!

ich würde vor Allem auf Aufklärung setzen!
was ein baby wirklich bedeutet, können die wenigstens kids mit 15 abschätzen.

Meine tochter ist erst 7, aber ein kluges Mädel und wenn sie weiss, was wie passieren kann und die Möglichkeit hat, anständig zu verhüten(auch gegen krankheiten!), mache ich mir da nicht wirklich Sorgen.
Wenn sie Sex wollen, dann lieer zuhause, als irgendwo unter komischen Umständen. Verhindern kann man es eh nicht.

Meinen Söhnen würde ich aber genau das Gleiche verklickjern: wann und wie das Mädel schwanger werden kann, dass ER verantwortlich ist, sich NICHT auf verhütung dirchs Mädel verlassen soll und eben gegen krankheiten vorbeugt.

Gezielt vorher würde ich da aber nix besorechen, dass ist eher grundsätzlich.

lg

melanie mit 3 Jungs und nem Mädel

Beitrag von ajl138 14.05.11 - 19:56 Uhr

Seit wann kann man nur miteinander schlafen,wenn es dunkelist,oder man bei jemanden übernachtet?
Das Thema sollte viel früher angesprochen werden,wenn man dann das Vertrauen in seine Kinder hat,dass sie verantwortungsbewußt damit umgehen,ergibt sich das beieinander übernachten sicherlich von alleine.

Beitrag von bine3002 15.05.11 - 23:28 Uhr

Wir sind von dem Thema auch noch lange entfernt. Ich habe aber keine Probleme damit, wenn ein Freund meiner Tochter hier schläft. Und zwar völlig egal, ob es ein platonischer Freund oder ein Freund im "jugendlichen Sinne" ist. Ich finde es völlig normal, dass ein Mensch das Bedürfnis nach Nähe hat. Und wenn die Eltern zunehmend unwichtiger werden, was das Kuscheln angeht, dann muss diese Rolle selbstverständlich jemand anderes einnehmen.

Ehrlich gesagt ist es mir sogar sehr recht, wenn die beiden ihre Zeit hier verbringen, wo ich zumindest noch annähernd unter Kontrolle habe, dass sie keinen Unsinn machen. Und mit "Unsinn" meine ich jetzt nicht Sex, denn den können sie immer und überall haben.

Aufklärung findet lange vorher statt. In unserem Fall schon bei den allerersten Fragen, z. B. "Wie kommt das Baby in den Bauch." Unsere Tochter ist knapp 5, weiß aber bereits, wie das Baby rein und raus kommt und dass man auch dafür sorgen kann, dass man kein Baby bekommt. Wir werden dieses Gespräch im Laufe der Zeit vertiefen und ich hoffe, dass sie mich informieren wird, wenn sie die Pille haben möchte. Und dann bekommt sie sie auch.

Beitrag von krokolady 17.05.11 - 09:43 Uhr

also meine Tochter war grad 14, und ihr Freund 15.
Kennengelernt im Chat beim Billard.....dann hatten wir mal nen Treffen von diesem Billard aus wo die 2 sich real kennenlernten und wo es gefunkt hat.
Es trennten sie an die 600 km.
Er wollt dann in den Ferien zu Besuch kommen.....wir Mütter telefonierten und es war für uns Beide ok, auch das sie zusammen in einem Bett schlafen.
Hab vorher Kondome besorgt welche in den Beiden dann gab und gefragt ob sie Erklärung brauchen oder wissen damit umzugehen *g*
Naja....sie wussten natürlich Bescheid.......

Kurz danach bin ich dann aber mit meiner Tochter zum FA und sie bekam die Pille