Schreien bei 1-jährigem abgewöhnen? Bitte antworten!

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von ophelia79 14.05.11 - 19:58 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich habe langsam echt ein Problem mit meinem kleinen Sohn. Er ist meist sehr lieb und umgänglich.
Allerdings hat er jetzt seit einiger Zeit Phasen, wo er in den höchsten Tönen wie am Spiess schreit bzw. quiekt.
Das tut nicht nur mir, sondern auch allen anderen, die das schon hören mussten, in den Ohren weh. Es reicht schon, wenn es nicht vollkommen nach seinem Willen geht.
Ich wüsste gern, ob es hier evtl. Mamas gibt, die das auch durchhaben und eine Lösung dafür gefunden haben. Kann man das in diesem Alter irgendwie wieder abgewöhnen und wenn ja, dann wie?
Für eure Hilfe wäre ich echt dankbar, weil mein Nervenkostüm bei solchen Schreiatacken nicht mehr wirklich standhält (wahrscheinlich noch durch meine erneute #schwanger-schaft begünstigt #schwitz).

#danke schon im Voraus und einen schönen Abend euch allen,

ophelia79

Beitrag von jeanie25 14.05.11 - 20:03 Uhr

Ich musste grad sooooo Schmunzeln :-)

Nee da kannst du nix abgewöhnen, aber du kannst dich schonmal auf mehr freuen ;-)

Bei uns ist es besser geworden, als sie sich mehr artikulieren konnte, da wurde eben nicht gequakt wenn sie Hunger oder Durst hat, sondern sie sagt es "normal". Aber dann kommen andere Gründe warum geschrien wird....weils nicht so läuft wie sie will und noch zig Tausend andere Dinge

Beitrag von daisy80 14.05.11 - 20:09 Uhr

Ich fürchte, solche Trotzanfälle kannst Du nicht abgewöhnen.
Du kannst es höchstens vermeiden darauf einzugehen, damit dein Söhnchen nicht lernt, dass Trotzanfälle etwas bringen.

Ist aber sehr gesund für die Entwicklung der Frustrationstoleranz - sowohl bei den Eltern als auch beim Kind *duck* ;-)

Beitrag von jadzia82 14.05.11 - 20:22 Uhr

Hallo!

Also als mein Sohnemann solche Anwandlungen zeigte, habe ich ganz spontan etwas unkonventionell reagiert: ich habe auch ganz laut gekreischt, einfach mal mitgemacht!

Das hat ihn zuerst irritiert, dann hat ers wieder gemacht und ich genauso. Da haben wir dann ein kleines Kreischkonzert gemacht und mussten dann beide gemeinsam lachen! Ich denke, so habe ich ihn davon abgehalten, das Kreischen als Druckmittel gegen mich einzusetzen.
Außerdem konnte ich auch Spannung rauslassen und das hilft ja bekanntlich auch immer ganz gut!

Das mit dem Nervenkostüm kenn ich übrigens auch, war damals auch schon wieder schwanger ;-)

Alles Gute!

Beitrag von ophelia79 14.05.11 - 20:33 Uhr

Na, das sind ja rosige Aussichten! Ich muss ehrlich zugeben, dass mich dieses Gekreische teilweise echt aggressiv macht.
Das mit dem Mitkreischen werde ich wohl mal ausprobieren. Hoffe nur, dass die Nachbarn dann nicht irgendwann die Polizei rufen, aufgrund von Lärmbelästigung. Unterwegs wird das sicher auch ganz lustig. Ok, da werde ich es wohl besser lassen. Heute an der Kasse im Supermarkt ging es auch wieder los und ich war ziemlich hilflos. Muss da wohl durch...
Danke schon einmal für eure Antworten!

ophelia79

Beitrag von nachtelfe78 14.05.11 - 21:12 Uhr

Hahahaha! #rofl

Ich danke Euch für Eure Worte...stehe seit ein paar Monaten schon!!! vor dem gleichen Problem. Gekreische in den schrillsten Tönen, nicht nur bei den Trotzattacken die wir ja auch schon haben vom allerfeinsten!
Dachte schon "oh Gott, ich bin so eine schlechte Mutter dass ich so eine dicke Krawatte bekomme wenn er das macht."

Aber ganz klar...ich kreische zwischendurch auch mit oder bin auch irgendwann mal laut geworden und hab gesagt: "Jetzt ist aber Feierabend!" ...da hat er sich über eine halbe Stunde damit drangehalten - FÜR NIX!

Danke dass Ihr so ehrlich schreibt!

LG nachtelfe78

Beitrag von any1978 14.05.11 - 21:37 Uhr

Hallo,
ich denk das ist normal ,jetzt ist es das Schreien in 2 Jahren kommt dann ICH WILL ABER und in 5 Jahren kommt dann das BITTE BITTE Mama ;-) und Warum wieso weshalb #aerger

Beitrag von mavios 14.05.11 - 22:33 Uhr

Hallo!

Also als Buchtipp gegen Trotzattacken im Allegemeinen kann ich Dir empfehlen: "das glücklichste Kleinkind der Welt", sehr unkonventionell geschrieben.

Mit meiner Tochter (1 Jahr 8 Monate) praktiziere ich momentan Auszeiten. Wenn sie so schreit und um sich schlägt, dass sie sich gar nicht mehr einkriegt und man nicht zu ihr durchdringen kann, frage ich sie, ob sie eine Auszeit braucht. Dann hält sie meist kurz inne, ich sage "ok, Maya bekommt nun eine Auszeit" und stelle sie in eine Ecke des Raumes (gerne immer in die gleiche, aber geht auch anders). Ich bin im gleichen Raum (das ist wichtig), kehre ihr aber den Rücken zu (und habe so selber mal 10 Sekunden um runter zu kommen) Wenn sie aus der Ecke rausgelaufen kommt, stelle ich sie immer wieder zurück, aber nach spätestens 3x bleibt sie ihre halbe Minute selber dort stehen. Wenn sie die Ecke akzeptiert hat, fährt sie innerhalb weniger Sekunden ihre Lautstärke zurück und beruhigt sich soweit, dass sie dann jammernd ankommt und ich sie trösten kann. Denn das Schreien und der jeweilige Grund dafür ist ja auch nicht schön für sie. Ich war echt ganz überrascht wie gut das funktioniert.

Ich denke, dass Schreien ist bei Deinem Sohn ja seine Möglichkeit seine Wut loszuwerden. Vielleicht kannst Du ihm auch etwas anderes anbieten. Ich habe zum Beispiel Maya erklärt, dass es nicht ok ist, mit harten Sachen zu werfen wenn man wütend ist, aber man darf Teddys werfen, auf Kissen hauen...das versteht sie prima. So würde ich vielleicht auch sagen: laut Schreien tut allen in den Ohren weh, das machen wir nicht. Aber wenn Du wütend bist und am Liebsten schreien möchtest, kannst Du stattdessen ganz wild hoch und runter hüpfen / schnell hin und her rennen / auf ein Kissen hauen / in Deinen Teddy beißen...:-p ...was eben zu ihm passen könnte.

Alles Gute!
LG Viola