Hoffnung nach Trennung

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von frank2011 14.05.11 - 20:27 Uhr

Hallo, bin neu hier und unsicher bei Auswahl der Kategorie.
Meine Partnerin und ich waren 6 Jahre zusammen. Die ersten 4 Jahre noch getrennt gewohnt, waren der Himmel auf Erden. Wie Seelenverwandte. Wir haben auch heute noch sehr viele gleiche Interessen, gleiche Ansichten und Wertvorstellungen. Vor zwei Jahren dann zusammengezogen. Damit fingen diverse Schwierigkeiten an. Wir haben beide mehr oder weniger schlimme Ehen hinter uns. Psycho und Alkohol. Sie zwei, ich eine. Als wir uns kennenlernten, war sie zuvor 10 Jahre, ich 3 Jahre ohne Partner.
Wie gesagt, vor 2 Jahren kamen die Probs.
Sie warf mir vor, ihre Erwartungen nicht erfüllt zu haben.
Ich war wie vor den Kopf gestoßen. OK reden und kochen sind nicht so meine Stärke.
Aber Haushalt teilten wir gut 50:50 auf. Ich eher etwas mehr. Z.B Wäsche komplett als Ausgleich fürs nicht Kochen.
Letztes Jahr war sie in Kur wegen Mobbing am Arb.Platz. Dort wurden vom Psychologen die Probs am A-Platz und der ehem. Ehen aufgegriffen.
Als sie heimkam, war Trennung angesagt, weil sie angeblich Angst hat, daß es mit mir auch mal so wird, wie mit Ehe 1 und 2.
Wir konnten uns aussprechen und es war wieder wie früher. Im Oktober dann wieder aus heiterem Himmel Trennung mit Vorwürfen wie nicht einbringen im Haushalt, finanziell, nicht reden etc. Bis aufs Reden konnte ich die Vorwürfe widerlegen, aber sie ist da garnicht mehr drauf eingegangen. Eiszeit. Bin dann erstmal ins Obergeschoß gezogen undwir sind uns so gut es ging aus dem Weg gegangen. Ich bin in dieser Zeit fast daran zerbrochen. Sie zu sehen, aber doch nicht mehr zusammen zu sein. Bin im Februar dann 20 km weggezogen und war plötzlich wieder interessant. 2x/ SMS oder Anrufe. Jetzt Anfang April ist sie auch umgezogen, ich hab ihr fast die ganze Zeit geholfen, gefahren, miteinander geschleppt etc.
Man kam sich wieder näher und auf ihren Wunsch hin, jedes WE bei ihr übernacht, tolle Unternehmungen, Gespräche, Beteuerungen, ich wäre das Beste bisher in ihrem Leben, sie liebt mich so, ich würde ihr so fehlen usw. Sie hat auch Allen erzählt,daß wir wieder zusammen sind. Letzten Samstag ganzer Tag Wandertag, ganz toll, harmonisch. Sonntag war sie mit Freundin zusammen. Am Montag mittag waren wir verabredet, kurz vorher noch SMS, daß sie sich so auf mich freut.
Treffen, ich merkte schon, daß was in der Luft lag.
Dann die Ankündigung, daß sie wieder mehr Zeit für sich braucht, Probs am A-Platz hat, ihre beste Freundin Probleme mit Ehemann hat und sie deshalb sich um sie kümmern will und sie mir nur noch Freundschaft anbieten kann. Ich habe geantwortet, daß ich keine Freundschaft mit ihr eingehen kann, weil ich sie zu sehr liebe und es mich zerreissen würde, wenn sie dann irgendwann einen neuen Partner hätte. Hab ihr dann einen Kuß gegeben, machs gut gesagt und bin gegangen. Abends hab ich in SMS gefragt, was kaputtgegangen ist am So.
Sie hat geantwortet, daß sie immer gehofft hat, daß die tiefen Gefühle, die tiefe Liebe für mich wieder kommen würde. Wären aber nicht mehr gekommen, nur noch eine tiefe Verbundenheit wie für den besten Freund. Und ihre Gedanken wären immer bei mir.
Ich habe darauf nix mehr geantwortet, obwohl ich des öfteren das Handy schon in der Hand hatte.
Ich weiß auch nicht so recht, wie es mit uns weitergehen soll, ich liebe sie ja noch immer und hoffe auf einen Neuanfang, evtl nach einer Trennungszeit. Wie seht ihr das?
Gruß Klaus

Beitrag von redrose123 14.05.11 - 20:34 Uhr

Hallo

für mich hört es sich so an, als ob sie sich nicht wirklich sicher ist ob und was. Da sie Freundschaft will du aber nicht, was ich verstehen kann, nimm Abstand für dich .....Ich hoffe das du das packst denn das kann wirklich schmerzhaft sein....

Beitrag von frank2011 19.05.11 - 09:34 Uhr

Ja, so einen Eindruck habe ich leider auch.
Kann es evtl. sein, daß sie zusätzlich zu den o.g. Vorkommnissen noch Probleme aufgrund der Wechseljahre hat?
Einmal meint sie, ich hätte sie genau so schlimm verletzt wie ihre zwei Ehemänner und aus diesem Grund kein Vertrauen mehr.
Dann waren die Verletzungen der zwei sehr tief, ich aber hätte sie nur leicht verletzt, quasi nur angekratzt und sie könnte wieder Vertrauen zu mir fassen.
Einerseits beklagte sich immer, ich würde ihr nicht helfen, andereseits kann sie schlecht abgeben, meint oft, das ich ihr etwas abnehme, weil ich es ihr nicht zutraue, bzw. sie bevormunden möchte und will alles alleine machen.
Dann meint sie, während der kurzen Trennung hätte sie erkannt, wie sehr ich ihr fehle, sie hätte mich so sehr vermisst und wäre froh, daß wir wieder zusammen sind. Sie freut sich auf jeden Tag, an dem wir uns sehen.
Jetzt ist es wohl so, daß sie mehr Zeit für sich und ihre Freundin braucht, keine tiefen Gefühle mehr für mich hat, mich nicht mehr liebt und mir deshalb nur noch Freundschaft anbieten kann.
Letztens haben wir uns zufällig unterwegs getroffen. wo sie mir sagte, daß sie mich so sehr mag, eine tiefe Verbundenheit für mich empfindet, aber keine Liebe und daher keine Partnerschaft aus ihrer Sicht möglich ist.
Sie ist für mich noch immer meine große Liebe, aber solche Wechselspiele reiben mich auf.
Sie betont ja auch immer, ich wär das Beste, was ihr je passiert ist, so ein toller Mann mit sehr viele guten Eigenschaften, die sie eigentlich mag und schätzt.
Sie möchte mit mir reden und heute abend geht sie mit zur Beratung/Therapie.
Was meint ihr, gibt es noch eine Chance auf eine wieder glückliche Partnerschaft?
Hier im Forum überwiegt ja die Meinung, daß aufgewärmtes nicht mehr schmeckt.
Danach sieht es ja bei meiner Ex auch aus.
Es gibt aber wohl auch diverse Meinungen/ Erfahrungen, die besagen, daß eine Krise, sofern man sie bewältigt, auch Chancen sind, mit dem Partner eine tiefere Beziehung als zuvor zu führen.
Sowas würde ich mir wünschen.
Ist es evtl. besser, sich mal eine Weile zurückzuziehen, sich rar zu machen, sich nicht mehr aufzudrängen?
Manchmal habe ich den Eindruck, wenn sie alleine ist, sehnt sie sich nach Nähe und wenn ich da bin, dann wieder scheint sie Angst vor Nähe zu haben.
Was meint ihr?
Gruß Klaus

Beitrag von frank2011 19.05.11 - 10:22 Uhr

Ja, so einen Eindruck habe ich leider auch.
Kann es evtl. sein, daß sie zusätzlich zu den o.g. Vorkommnissen noch Probleme aufgrund der Wechseljahre hat?
Einmal meint sie, ich hätte sie genau so schlimm verletzt wie ihre zwei Ehemänner und aus diesem Grund kein Vertrauen mehr.
Dann waren die Verletzungen der zwei sehr tief, ich aber hätte sie nur leicht verletzt, quasi nur angekratzt und sie könnte wieder Vertrauen zu mir fassen.
Einerseits beklagte sich immer, ich würde ihr nicht helfen, andereseits kann sie schlecht abgeben, meint oft, das ich ihr etwas abnehme, weil ich es ihr nicht zutraue, bzw. sie bevormunden möchte und will alles alleine machen.
Dann meint sie, während der kurzen Trennung hätte sie erkannt, wie sehr ich ihr fehle, sie hätte mich so sehr vermisst und wäre froh, daß wir wieder zusammen sind. Sie freut sich auf jeden Tag, an dem wir uns sehen.
Jetzt ist es wohl so, daß sie mehr Zeit für sich und ihre Freundin braucht, keine tiefen Gefühle mehr für mich hat, mich nicht mehr liebt und mir deshalb nur noch Freundschaft anbieten kann.
Letztens haben wir uns zufällig unterwegs getroffen. wo sie mir sagte, daß sie mich so sehr mag, eine tiefe Verbundenheit für mich empfindet, aber keine Liebe und daher keine Partnerschaft aus ihrer Sicht möglich ist.
Sie ist für mich noch immer meine große Liebe, aber solche Wechselspiele reiben mich auf.
Sie betont ja auch immer, ich wär das Beste, was ihr je passiert ist, so ein toller Mann mit sehr viele guten Eigenschaften, die sie eigentlich mag und schätzt.
Sie möchte mit mir reden und heute abend geht sie mit zur Beratung/Therapie.
Was meint ihr, gibt es noch eine Chance auf eine wieder glückliche Partnerschaft?
Hier im Forum überwiegt ja die Meinung, daß aufgewärmtes nicht mehr schmeckt.
Danach sieht es ja bei meiner Ex auch aus.
Es gibt aber wohl auch diverse Meinungen/ Erfahrungen, die besagen, daß eine Krise, sofern man sie bewältigt, auch Chancen sind, mit dem Partner eine tiefere Beziehung als zuvor zu führen.
Sowas würde ich mir wünschen.
Ist es evtl. besser, sich mal eine Weile zurückzuziehen, sich rar zu machen, sich nicht mehr aufzudrängen?
Manchmal habe ich den Eindruck, wenn sie alleine ist, sehnt sie sich nach Nähe und wenn ich da bin, dann wieder scheint sie Angst vor Nähe zu haben.
Was meint ihr?
Gruß Klaus