Hochbegabung bei 4 jährigen

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von peppina79 14.05.11 - 21:16 Uhr

Hallo, hat jemand ein hochbegabtes Kind?

Wie hat sich das bei Euch geäußert und was waren die größten Probleme damit?

Bei meiner Tochter (jetzt 4) besteht der Verdacht auf Hochbegabung, sie ist wirklich super weit für ihr Alter.

Sie sucht sich jetzt schon Freunde die älter sind, hat einen sehr gewandten Sprachschatz. Ihre Auffassungsgabe ist außergwöhnlich gut und sie beginnt bereits zu schreiben und zu rechnen. Sie malt seitdem sie acht Monate alt war und schneidet mit der Schere wie ein Erwachsener nach Linien aus.

Keine Sorge, ich habe nicht vor, mein Kind hier vorzustellen. Die Vorstellung ein solches Kind zu haben macht mich eher unsicher, weil ich Sorge habe, dass sie am Ende eher darunter leiden könnte.

Gruß, Peppina

Beitrag von marathoni 14.05.11 - 21:29 Uhr

Das alles klingt nicht unbedingt nach Hochbegabung. Freue dich an deinem fitten Kind, das ist sie sicherlich. Fördere sie nach ihren Interessen und blocke nichts ab! Ich empfehle dir die Seite: www.klugekinder.at

Beitrag von cherry19.. 14.05.11 - 21:45 Uhr

Hey, interessante Seite...

Bei meinem Sohn passt in den Aufgliederungen bis zwei Jahre ALLES..

Er ist ja auch vor kurzem Vier geworden und erschrack mich vor Kurzem damit, dass er erst neu gekaufte Bücher (keine Bilderbücher mit nem Satz untendrunter, sondern richtige Geschichten) auswendig konnte..

Ich wusste ja, dass er n schlaues Kerlchen ist.

Ich mach mich da jetzt auch nicht heiß. Ich versuche ihm gerecht zu werden und förder ihn in Allem. Ich hoffe, es gibt damit mal keine Probleme später :-)

Allerdings: Bei meiner Tochter passt ebenso bis dato alles. Sie wird ja jetzt erst Zwei Ende Juni und alles, was vorher benannt wird auf der Seite, trifft vollkommen auch auf sie zu. Verblüfffend finde ich, dass sie seit längerem schon in der Ich-Form redet. Bsp: "Ich Mädchen" oder "Ich Ball haben" oder "Ich Trinken".. Meist redet ein Kind ja eher dann mit seinem Namen in dem Alter.
Vorgestern hab ich ihr auf einem Blatt einen Kreis, einen Stern und ein Herz gemalt und sie konnte alles auf Anfrage benennen. Fand ich auch total goldig.

Von daher denke ich, dass man eh nicht von Hochbegabung sprechen kann, was auch auf der Seite steht. Ich denke diese kristallisiert sich echt auch erst später raus. Wäre ja n Unding, wenn ich zwei von der Sorte daheim hätte. Es spricht wohl eher vieles dafür, dass man Interessen der Kinder als Eltern sofort aufnimmt und eben die benötigte Zeit fürs Kind hat, um ihm da zu helfen, es selbst zu können.

Mein Sohn kannte ALLE Farben mit zwei Jahren. Also auch rosa und lila usw... Bei der U damals, waren die Arzthelferinnen ganz erschrocken, dass er das schon konnte. Wir haben ihn nicht gedrillt. Er kam immer mit seinen Holzbausteinen angerannt und wollte die Farben wissen. Das waren Grundfarben damals noch. Wir habens ihm einfach jedes Mal wieder gesagt, auch wenns oft genervt hat, aber so lernte er es echt superschnell.

Und lustig war mal: Er hat Holzbausteine mit den Grundfarben und Nayla hat welche mit rosa, orang und lila. Wir hatten - da war sie vielleicht 18 Monate - alle in einer Verpackung liegen. Mit einmal sitzt das kleine Wesen da und sortiert ALLE ihre aus. Also sieht sie auch bereits diese Farbunterschiede schon. War ich auch verblüfft :-)

Ich denke oft, dass manche Kinder einfach weit sind für ihr Alter. Dafür dann aber vielleicht später mal einen "Stillstand" haben und dann wieder den anderen angepasst sind.

Plappbergoschen haben beide im Übrigen. Er hat bereits mit drei gesprochen, wie ein Erwachsener und die Kurze steht ihm glaub ich in nichts nach :-)

Beitrag von chini 14.05.11 - 21:29 Uhr

Hi,

unser Sohn ist auch einer von der pfiffigen Sorte. Er saugt alles in sich auf und referiert dann wie ein kleiner Professor. Testen lassen haben wir ihn nicht. Was würde mir die Zahl sagen? Allerdings durfte er 1 Jahr früher in die Schule und gehört trotzdem zu den Klassenbesten.

Schau mal bei www.klugekinder.at

LG Chini

Beitrag von maryalex 14.05.11 - 21:30 Uhr

Hallo!
Mein Sohn ist ebenfalls sehr redegewandt, spricht wie ein Erwachsener, schreibt nicht nur seinen Namen, sondern auch einfache Wörter, wie Auto und das nicht weil er es auswendig kann, sondern er sagt sich das Wort ganz langsam laut vor und schreibt dann die Buchstaben auf, zudem kennt er alle Buchstaben, seine Freunde sind auch meist 1-2 Jahre älter und so weiter und so fort. Lange Rede, kurzer Sinn: er ist einfach ein sehr, sehr helles Köpfchen, ich gehe nicht von Hochbegabung aus und wurde auch von seiner Erzieherin (Hochbegabtenpädagogin) noch nicht darauf angesprochen.
Wenn er morgen ankäme und mir auf einmal ganze Sätze vorlesen würde, dann würde ich von Hochbegabung sprechen, aber so...
Fördere deine Tochter einfach nach ihren Interessen, bremse sie nicht aus, aber "verlange" auch keine Sachen, die sie noch nicht können muss, dann machst du nichts falsch :-)
LG Mary

Beitrag von marathoni 14.05.11 - 21:38 Uhr

Wie wird man denn zur Hochbegabtenpädagogin?

Beitrag von maryalex 14.05.11 - 22:16 Uhr

Ich würde annehmen durch Schwerpunktsetzung während des Studiums...

Beitrag von zahnweh 14.05.11 - 21:42 Uhr

Hallo,

ich kenne mich mit dem Thema näher aus. Habe mich sehr intensiv damit beschäftigt.

Inwiefern besteht der Verdacht?
Durch euch? Durch andere?

"super weit für ihr Alter" kann darauf hindeuten, muss aber nicht. Da diese Bezeichnung sehr weite Felder umschreibt ;-)

Die größten Probleme sind seeeeeeeeeeeeehr unterschiedlich!

Es gibt Hochbegabte, die sehr gut durch's Leben kommen, bei denen es eher ein Zufall ist, wenn es "festgestellt" wird. Und es gibt Hochbegabte, die schon im Kindergarten die ersten Leidenswege erfahren und sich entsprechend weiterentwickeln.

Wenn du konkrete Fragen hast, darfst mich gerne anschreiben. Auch wenn du Buchtipps suchst oder ähnliches. Hier gibt es auch einen Club zu dem Thema.

Kann jetzt grade nicht so viel schreiben
a) fehlen mir im Moment noch Informationen von dir um direkter zu antworten
b) mein Kind will beschäftigt werden. Sie hatte MIttagschlaf und ist daher noch wach ;-)

Beitrag von rory20046 17.05.11 - 20:45 Uhr

ja ich sollte doch auch schreiben aber nie eine antwort bekommen danke

Beitrag von zahnweh 17.05.11 - 21:08 Uhr

entschuldige, deine Mail ist bei mir durchgeflutscht. Vermutlich angeklickt, abgelenkt worden und dann nicht mehr als neue angezeigt worden #hicks

Beitrag von doris72 14.05.11 - 21:48 Uhr

Hallo,

an den von Dir genannten Sachen kannst Du das nicht mit Sicherheit festmachen.

Meine Mittlere brachte sich mit 4 Jahren das Lesen und Schreiben selbst bei. Sprechen konnte sie schon mit 1,5 Jahren sehr gut.

Der Vorsprung, den sie vor den Gleichaltrigen hatte wurde von Jahr zu Jahr weniger. Den Vorschlag des Kinderarztes sie vorzeitig einzuschulen habe ich abgelehnt, da ich als Kind auch diesen Vorsprung hatte und weiß, wie wenig das aussagt. Auch einen Test wollte ich nicht.
Heute ist meine Tochter 14 Jahre alt und genauso intelligent oder auch nicht wie Ihre Altersgenossen.

Sprich doch mal mit dem Kinderarzt darüber, der wird sicher mehr wissen.

LG von Doris

Beitrag von tauchmaus01 14.05.11 - 22:07 Uhr

Huhu,
ich habe auch eine Tochter, sie hat die Einladungskarten zu ihrem 3. Geburtstag unterschrieben, dann ging es los. MIt etwas über 4 hat sie schon Sätze geschrieben und gelesen. Erst so leichte Worte wie Auto, Blume ect. und dann auch längere Wörter.
Jetzt ist sie 5 rechnet sicher im 10er Bereich und darüber hinaus und ist gerade ganz wild auf Geteiltaufgaben.
Zeichnen konnte sie auch schon sehr früh, ihre ersten Menschen hatten auch gleich einen Bauchnabel, Augenbrauen usw.
Ich habe keinerlei Ahnung was das mit Hochbegabung zu hat?
Wir sind sicher sehr stolz auf sie, es gibt noch weitere Dinge die sich schon lange vor ihren gleichaltrigen Freunden kann, Schleife binden brauchte ich nur einmal zeigen, Zöpfe flechten, eine Menge Gedichte auswendig lernen usw.

Dieses Jahr kommt sie in die Schule, sie kann locker schon all das was sie im ersten Schuljahr alles lernen. Lesen kann sie noch nicht flüssig, aber das kommt sicher schnell.
Auf jeden Fall kann sie alle Aufgaben lösen (Mathe) die ihre große Schwester im Schulheft der ersten Klasse drin hat.

Hochbegabung? Ich denke nicht!
Verdacht auf Hochbegabung nur weil sie gerne mit älteren Kindern spielt? Ich denke auch nicht!

Einfach pfiffig und wissensdurstig.
Dafür können so manche Jungs Autos am Motorengeräusch erkennen oder sie benennen alle Dinosaurier beim Namen usw.

Erfreu Dich einfach an Deiner Tochter.
Ich bin mir sicher dass sich das bei Tine alles einpendelt in der Schule. Zum Glück werden bei uns Kinder die schon mehr können mit Extraaufgaben beschäfitgt so dass es ihnen nicht langweilig wird.

Mona#winke

Beitrag von purzelmama 14.05.11 - 22:18 Uhr

Hallo Peppina,

wir haben eine ähnliche Situation wie Ihr. Bei Emilia (3 J.) besteht von Seiten der Kinderärztin und der Erzieher im Kindergarten der Verdacht einer Hochbegabung.

Mein größtes Problem zur Zeit: man kann dieses Thema nirgendwo ansprechen, ohne als übermotivierte Mutter dazustehen, die ihr Kind vorführen und überfordern will. Dabei habe ich selbst als allerletztes gemerkt, das sie weiter ist als andere Kinder in ihrem Alter. Sie ist ja mein erstes Kind und da fehlten mir einfach die Vergleiche. Aber nun bringt sie sich mit 3 Jahren das Lesen und Schreiben bei und da werde ich nun selber "misstrauisch".

Und egal, ob es nun eine echte Hochbegabung oder "nur" eine überdurchschnittliche Intelligenz ist; aber als Mutter ist man verunsichert und möchte andere um Rat fragen (z.B. zu Vor- und Nachteilen einer vorzeitigen Einschulung in so einem Fall). Aber ich trau mich kaum zu fragen, weil man wie gesagt (auch hier bei urbia) dann immer schief angeguckt wird.

Also in Absprache mit der Kinderärztin und den Pädagogen werde ich Emilia wenn sie fünf ist und der Verdacht einer Hochbegabung immer noch besteht wahrscheinlich testen lassen. Einfach damit ich Sicherheit habe und zum Beispiel in einer Schule entsprechend argumentieren kann. Und dann werde ich mich von Fachleuten beraten lassen, wobei es beim Thema Einschulung ankommen wird. Bei der Suche nach entsprechenden Experten hilft mir die Kinderärztin.

Ansonsten hat Emilia sozial zum Glück keine Probleme und wird in einer altersgemischten Gruppe in ihrem Kindergarten auch super integriert. Was mir Sorgen macht, ist unser starres Schulsystem, aber bis dahin haben wir ja zum Glück noch Zeit...

So, jetzt ist´s lang geworden. Alles Gute für Euch von

Maria mit Emilia (3) und Helene (6 Monate)

Beitrag von purzelmama 14.05.11 - 22:23 Uhr

Ach so, hab noch was vergessen.

Uns wurde empfohlen, das Kind schon zu fördern, wenn es Interesse zeigt. Es bringt nix, Fragen nicht zu beantworten.

Worauf man aber auch Wert legen soll, ist dass das Kind sich sozial mit GLEICHALTRIGEN (eben weil sie sich oft ältere Freunde suchen) auseinandersetzen sollen und zwar nicht im kognitiven Bereich. Der Besuch einer Sport- oder Musikgruppe wäre zum Beispiel empfehlenswert. Es ist wichtig, dass die Kinder sehen, dass sie nicht in allem besser sind, als die anderen. Das merken die nämlich durchaus!

Maria

Beitrag von kati543 14.05.11 - 22:48 Uhr

Ja, das kann ich nur bestätigen. Der Sohn meiner Freundin macht daher noch Judo und Gitarre. Das war auch bei ihr der Vorschlag der Ärzte gewesen.

Beitrag von zahnweh 15.05.11 - 17:51 Uhr

"Mein größtes Problem zur Zeit: man kann dieses Thema nirgendwo ansprechen, ohne als übermotivierte Mutter dazustehen"

wenn du das offen ansprechen können möchtest und Interesse an Austausch hast:

hier gibt es einen Club

"Hochbegabung- Fluch oder Segen" :-)

Beitrag von kati543 14.05.11 - 22:20 Uhr

Meine Freundin hat einen hochbegabten Sohn. Er geht jetzt in die 6. Klasse des Gymnasiums, nachdem er 2 Klassen übersprungen hat. Er ist Autodidakt und spricht bereits 5 Sprachen fließend. Sein IQ wurde getestet, nachdem er in der 1. Klasse der Klassenlehrerin aufgefallen war (er hat sich in den Winterferien schreiben und rechnen allein beigebracht) und diese (das ging also nicht von den Eltern aus) es veranlaßt hat, dass der Junge einem Psychologen vorgestellt wird. Der Test, der gemacht wurde füllt einen ganzen Ordner. Daraus geht im Endeffekt hervor, dass er einen IQ von 149 hat und seine Stärke im sprachlichen Bereich liegt. Er weiß (noch) nichts von seiner Hochbegabung, ahnt es aber bereits. Bisher haben seine Eltern es ihm verschwiegen, in der Hoffnung, ihm ein relativ normales Leben ermöglichen zu können. Das Problem ist einfach, dass er Kindern seines Alters (und auch vielen Erwachsenen) weit voraus ist. Freunde hat er nicht. Daher überlegt meine Freundin, ihn in ein Internat für hochbegabte Kinder zu geben.
Hoffe, dass dein Kind nicht hochbegabt ist. Hochbegabung ist nur die intelligenteste Form der Behinderung. Es leidet unter solch einem Kind schon sehr bald die gesamte Familie.

Beitrag von brausepulver 15.05.11 - 01:46 Uhr

Hallo

dann ist meine Tochter auch hochbegabt. Sie puzzelt riesen Puzzle, kann etwas lesen und schreiben, malt außerordentlich gut, schneidet noch besser aus und wird von den Erzieherinnen als ungewöhnlich weit und selbstständig eingestuft. U8=Stand einer 5jährigen.... und nein, sie ist NICHT hochbegabt ;-)

Sie ist gesund, fit, schlau, sportlich... genau wie alle anderen 4 jährigen ;-)

Liebe Grüße

Beitrag von humor 15.05.11 - 08:57 Uhr

Hallo Peppina,
mein Sohn ist 4 J. und seit letztes Jahr besteht der Verdacht. Mein Sohn hat Soziale Schwierigkeiten und hat sehr große Ängste, die ihn in seinen Alltag stark behindern. Aufgrund dessen sind wir zu einem Psychologen gegangen und warten nun auf die Auswertung seiner Ängste/soziale Schwierigkeiten und dabei wurde nun auch sein IQ getestet. In diesem Alter ist es zwar noch nicht Aussagekräftig entgültig, aber uns wurde empfohlen, den Test in der 1-2 Klasse nochmal zu wiederholen.
Bringen im Alltag tut mir das nichts, dieser Test.
Manchmal hasse ich die Situation, denn mein Sohn ist sehr anstrengend und seine kleine "normal" entwickelte Schwester leidet da sehr drunter und er ja irgenwie auch.Eigentlich alle. Gott sei dank kann ich sagen: Er ist älter! Aber irgendwann wird auch sie es verstehen.
Die Symptome die du beschreibst, hat mein Sohn unter anderen auch.
Ich hoffe, er ist nur jetzt weiter und später gleicht es sich aus.
Soziale Schwierigkeiten, habe ich mir sagen lassen, sind eher bei Jungen als bei Mädchen.
Hat deine Tochter ein spezielles Interesse? Meiner findet Dampflokomotiven super und alles was damit Zusammenhängt:-) Nebenbei lerne ich auch etwas#freu
Ich würde es in deiner Stelle erstmal beobachten, das Interesse unterstützen und dann wird deine Tochter schon den Weg gehen.
Statistisch sagt man, dass 2 Kinder in einer Gruppe von 20 Kinder Hochbegabt sind, so wenig ist das gar nicht. (Quelle ist alles was mit Hochbegabung von Kindern im Internet steht).
Lg, Anna (Kannst dich auch gern über PN melden)

Beitrag von cosmashiva24 15.05.11 - 09:04 Uhr

Hallo

ich selbst bin vor einigen monaten von der Leitung unseres Kiga aufgefordert worden meinen Jüngsten Testen zu lassen auf hochbegabung.

Er hat einen Test für die einschulung machen müssen und er ist mit 0 fehlern da durch, das schaffen laut erzieherin gerade mal 0,5 % der erwachsenen.

Naja wir haben uns gegen den Test entschieden wir wissen er ist ein kluges kerlchen und er hat spaß am lernen, er schreibt liest und rechnet wie sein großer bruder der gerade in der ersten klasse ist.

Nun ist es so er kommt in die schule und wir werden erstmal abwarten was in der schule passiert.

Wenn du meinst das man sie testen lassen sollte dann tu es , aber warum sollte man testen wenn es noch gar keine offensichtliche probleme gibt?!

Wie gesagt ich lass erst testen wenn es wirklich probleme gibt.

Lg Cosma

Beitrag von koqu 15.05.11 - 13:35 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist hochbegabt und kommt im Sommer in die Schule.

Aber...Hochbegabung macht sich nicht alleine am Können von schulhandwerklichen Fähigkeiten fest (Lesen, Schreiben, Rechnen).

Unser Großer kann noch nicht lesen (kennt auch noch nicht alle Buchstaben) und schreiben auch nicht. Er hat einen IQ im Bereich von 150-153, von drei unabhängigen Stellen zu verschiedenen Zeitpunkten getestet und gilt damit als höchstbegabt. Ein Thema das wir im Bekannten- und Freundeskreis tunlichst nicht anschneiden denn bei dem Thema wird immer gleich vorausgesetzt dass ein hochbegabtes Kind Lesen, Schreiben udn Rechnen bereits vor der Schule super beherrscht. Dem ist nicht immer so.

Rechnen, ja das kann er und das ist eben sein Spezialgebiet. er rechnet "einfache" Additions- und Subtraktionsaufgaben seitdem er drei ist. Er ist unser erstes Kind und somit wurden wir auch nicht mistrauisch (inzwischen haben wir eine sehr normale kleine Tochter, dachten einfach das wäre normal...inzwischen rechnet er mit Brüchen, Fahrenheit in Celsius um und umgekehrt. Er weiß ALLES über Eisenbahnen (wir inzwischen auch) udn kommt oft mit Fragestellungen philosophischer Art die uns echt in Erklärungsnot bringen (kann man ohne Freunde leben, warum gibt es Diktatoren, wer hat das Böse erfunden, woher kann man wissen ob es einen Teufel gibt oder nicht, wer darf bestimmen was richtig und was falsch ist und warum?).

Noch ein ABER: er ist sozial eher weniger weit als Altersgenossen. Er spielt am liebsten alleine, malt liebend gerne (hat gerade das perspektivische Zeichnen entdeckt) und spielt Klavier aber sobald wir in einer größeren Gruppe (möglichst noch fremder MEnschen) sind ist LAnd unter! Er ist noch nicht trocken und spricht nur mit sehr ausgewählten MEnschen...

Mein Tip wäre, solange kein Leidensdruck besteht förder deine Tochter mit Dingen die ihr Spaß machen und lass es auf dich zukommen wie sie sich entwickelt.

Viele Grüße Luise

Beitrag von humor 15.05.11 - 16:11 Uhr

Hallo Luise,
viele Dinge die du beschreibst, kenne ich von meinem Sohn auch. Hast du dir Erziehungshilfen geholt? Oder andere Hilfen? Ich weiß, da manchmal nicht weiter.
Wäre schön, wenn du mir ein Rat geben könntest, falls du es kannst.
Lg, Anna

Beitrag von zahnweh 15.05.11 - 17:54 Uhr

Hallo,

falls du Interesse hast. Bei den Clubs hier gibt es den "Hochbegabung- Fluch oder Segen"

Beitrag von happytiger80 15.05.11 - 16:53 Uhr

Hallo,

mein Sohn wurde vor ein paar Monaten getestet und bestätigt, dass er hochbegabt ist.
Warum ich diesen Test machen lassen habe war, weil bei der Schuluntersuchung die Empfehlung bekommen haben, ihn zurckstellen zu lassen, wegen seiner sensomotorischen Defiziten.
Andererseits war er im Kindergarten wegen seiner Redegewandtheit und seinem mathemathischen Verständnis aufgefallen war.
Ich wäre nie auf die <idee gekommen, dass er höchstbegabt ist, ich dachte, er wäre einfach sprachbegabt, weil er sehr früh mit dem sprechen begann und in beide sprachen (er spricht meine muttersprache und deutsch) im vergleich zu anderen einen viel größeren wortschatz und eine bessere ausdrucksform hatte.
Er konnte auch mit 18 monaten 6 farben richtig benennen und mit fast 2 rechts und links richtig bennennen und hat sich früh für themen wie Tod oder Religion interessiert.

Dafür hat er feinmotorsche defizite, er hat lange nicht gemalt und seine bilder sind im vergleich zu gleichaltrigen sehr simpel. Er kann Zahlen im Hunderterbereich lesen, aber er hat schwierigkeiten, eine 1 oder eine 2 zu schreiben (Maxi ist jetzt 5,5 und die meisten anderen kinder in seinem alter können das). Er macht seit einem halben jahr Ergotherapie und macht Fortschritte. Für Buchstaben interessiert er sich nicht mehr als andere in seinem Alter auch.

Im sozialen bereich ist er ganz normal, er spielt gerne mit anderen kindern, aber nicht nur mit älteren, auch mit Gleichaltrigen. Aber er kann prima konflikte lösen, seine eigenen und die der anderen, da engagiert er sich oft als "schlichter" oder beschützt kleinere-das ist im kindergarten aufgefallen.

Der Psychologe hat uns nach dem Test geraten, ihn in seinen stärken und Interessen zu unterstützen. Er interessiert sich vor allem für astrologie, er kannte schon mit 4 die konstellation der planeten im sonnensystem und erklärt z.b. dass merkur so großer temperaturschwankungen hat, weil er keine atmosphäre hat oder erzählt von den asteroiden gürtel zwischen mars und jupiter. Wir gehen mit ihm ins planetarium und zur sternenwarte und lesen bücher mit ihm darüber, so dass er seine neugier befriedigen kann. Ds blöde ist ja, dass man oft die fragen gar nicht so ohne weiteres beantworten kann, er fragt z.b. wie entsteht ein schwarzes loch, usw.

Also ich finde es nicht einfach, ich bin oft unsicher, wie ich ihn unterstützen soll, weiß nicht ob er über- oder unterfordert ist, usw.
Bei ihm kommen noch die sensomotorischen probleme dazu, es ist zum glück nicht dramatisch, aber er ist oft frustiert, weil der kopf weiter ist als der körper.

liebe grüße




Beitrag von zahnweh 15.05.11 - 17:49 Uhr

Hallo,

kleiner Tipp: hier bei urbia der Club

"Hochbegabung- Fluch oder Segen"

Falls du Interesse hast, dich auszutauschen :-)

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