Literatur-Tipp: Trockenwerden - ab wann? wie ? Welches Buch?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von mavios 14.05.11 - 22:21 Uhr

Hallo zusammen,

meine Tochter ist 1 Jahr und 8 Monate und mir begegnen immer wieder Leute die fragen, ob sie denn schon auf's Töpfchen geht. #kratz Allen voran meine Mutter, denn ich selber und auch mein Bruder waren in dem Alter bereits trocken. Das ist für mich momentan unvorstellbar, denn ich glaube nicht, dass meine Tochter bereits ein Gefühl dafür hat, wann sie muss.
Meine Mutter meinte, dass ich als Kind die nassen Windeln furchtbar fand und so einen großen Anreiz hatte trocken zu werden. Das ist ja bei den heutigen Super-Mega-Extra-Dry Pampers nicht mehr so:-p

Lange Rede kurzer Sinn: ich bin der Meinung, dass es für uns noch zu früh ist an Sauberkeitserziehung zu denken, aber ich würde trotzdem gerne mal was wissenschaftlich und pädagogisch fundiertes dazu lesen - auch um den "wann-ist-sie-denn-eeeeendlich-trocken-"Leute mal Kontra bieten zu können.;-)

Habt Ihr da einen Tipp für mich? Vielen Dank im Voraus!
#danke

Beitrag von haruka80 14.05.11 - 22:30 Uhr

Hallo,

da mit Wikipedia die meisten was anfangen können, zeig den "Nörglern" mal diese Seite:
http://de.wikipedia.org/wiki/Sauberkeitserziehung

Ich sehs wie Herr Freud, eine erzwungene und zu frühe Sauberkeitserziehung kann zu psychischen Störungen führen, weshalb ICH meinen Sohn selbst entscheiden lasse.
Mein Sohn ist 2 Jahre alt und er hat n Töpfchen und nen Toilettenaufsatz, sagt seit 5 Monate wenn er groß muß, möchte aber nix ins Töpfchen machen.

Das Trockenwerden ist eins von den Dingen, die mein Sohn selbst entscheiden wird. Ich komme aus dem pädagogisch-psychologischen Berufsbereich und auch ich hab LEute in meiner Umgebung (meist welche aus dem Osten Deutschlands, da gerade dort noch Menschen in meinem jetzigen Alter früher trocken werden mußten), die immer meinen, ich solle meinen Sohn endlich mal aufs Töpfchen setzen, was ich denn für ne Mutter wäre. Denen komme ich ganz einfach damit dass sie es bei ihrem Kind ja gerne anders machen können, aber ich nicht Gefahr laufen möchte, an einer psychischen Störung meines Sohnes Schuld zu sein.
Meist kommt dann: "Ich bin aber auch gesund"
Darauf antworte ich weiterhin nur: "Aber es ist MEIN Kind und man solle mich doch bitte mein Kind so erziehen lassen wie ich es möchte, ich bin schließlich nicht so bekloppt und rede anderen da rein-obwohl ich es gelernt habe."
Na ja, hat mich zwei Freundschaften gekostet, zwei gute Bekannte, die ich damit verprellt habe, aber für mich ist es einfach die Sache von meiner Familie, wo niemand mir reinzureden hat.

L.G.
Haruka

Beitrag von nebula 15.05.11 - 08:35 Uhr

Hi,

also Sorgen machen, wieso deine Tochter noch nicht trocken ist brauchst du dir definitiv nicht.

Meine kurze ist nun 3 Jahre (Jan 2008) & ist seit etwas NOV/DEZ trocken. Sie ging ab September in den KiGa & sicherlich "arbeiten" die da mit den Kids anders, haben festes Programm - so gehen sie z.B. fest vor jeder Mahlzeit auf die Toilette.

Auch Zuhause ging meine Tochter schon oft mit uns mit, setzte sich zwar angezogen mit auf ihr Töpfchen aber fand es dann voll aufregend was Mama oder Papa am WC gemacht haben & ahmte uns nach.

Manchmal habe ich sie gefragt, ob sie die Windel ausziehen möchte sofern sie verneint hat hab ichs auch gelassen.

Wie gesagt, der KiGa stärkte das ganze dann. Einige ihrer Freundinnen fingen dann an ebenfalls aufs WC zugehen und sie dann irgendwann auch.

Durch einen KH Aufenthalt wg. Fieberkrampf stockten wir dann ca. 1 Woche, als es ihr wieder gut ging - zack sie brauchte keine Windel mehr.

Vom beginn, bis zum entgültigen Trocken sein (Tagsüber) dauerte es viell. 4 Wochen dabei nässte sie sich viell. 3x ein.

Der Mittagsschlaf war nach 1-2x einnässen dann auch trocken - hält sie aber max ca. 2 Std und muss dann dringend.

Der große Stuhl klappt auf dem WC iwie nicht, wieso auch immer. Aber das ist bei uns ein anderes Thema - sie verdrückt oft, da sie mal solang verdrückte bis es hart wurde und als fast-Tennis-Ball entweichen wollte. Sie riß sich dabei sogar auf. Ein Trauma, dass es erst zu überwinden gibt, was wir aber auch schaffen werden.

Lass die Leute einfach reden, es ist Sache deines Kindes & nicht die der anderen.

Viel GLück & alles gute.