dieses ständige gebrüll , ich werde verrückt!

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von iza 14.05.11 - 23:36 Uhr

Hallo,

Also ich habe einen Sohn 2 1/2 und eine Tochter 13 Mo. alt,

Unser grosse kommt jetzt denke ich ich diese Trotzphaser, er will nicht mehr hören, er fängt wegen jeder kleinigkeit an zu schreien und seid dem er den schnuller nicht mehr hat( den er selber ind en Müll geworfen hat) kann er auch nicht mehr alleine einschlafen und brüllt abends auch immer los wenn ich mal zu Maya muss.

Ich werde langsamm echt ´verrückt , ich schlafe vielleicht mal am stück 3 Std weil Maya noch 2-3 mal Nachts wach wird, und Joel jetzt auch wach wird und brüllt ich soll bei Ihm am Bett sitzen bis er wieder einschläft, da ich dazu keine Kraft mehr habe biete ich ihn an in unser Bett zu kommen aber das will er auch nicht denn das Bett ist zu klein und so brüllt er weiter und irgndwann gebe ich doch nach weil ich nicht möchte das er die kleine weckt.

Beim essen gibts auch oft Theater weil Ihm alles nicht recht ist falscher teller oder zu grosser löffel ...grr ich bekomme die kriese.

Und die Eifersucht ist immer schlimmer je älter Maya wird , ich kann nichts mit Ihr machen wenn er dabei ist er geht ständig dazwischen, und nimmt Ihr spielsachen weg und haut.

Jetzt ( ich hoffe jetzt werde ich mir hier keine feinde machen ) haben wir es mit den strafe stuhl versucht, er soll wenn er maya schlägt drauf er müsste eigentlich 1 minute ruhig drauf bleiben das klapt jedoch nicht so , er brüllt ständig und das so lange das man doch wiedr nachgibt.

Wie bleibt ihr konzequent genug? und wie kommt ihr mit den gebrülle klar ? also ich werde verrückt. Habe sehr oft einschlechtes gewissen das ich ihn dann anschreie aber ich kann einfach nicht mehr!

und wie regelt Ihr das geschwister zanken?

danke für alle Tipps,

Lg Iza



Beitrag von lisasimpson 15.05.11 - 08:15 Uhr

hallo!

mein tip ist:
einen gang runter schalten.
Du hast zwei kleine kinder mit geringem Altersabstand - das ist einfach ne anstregende zeit.

Ich würde versuchen mir zum einen klar zu machen, daß auch dein großer noch sehr klein ist und zum anderen,. daß er nun aber ein "großer" sein möchte.
bleib cool, das wird besser und bis dahin: laß ihn so viel mitbestimmen wie möglich.
sag ihm, du deckst jetzt den tisch und laß ihn seinen teller ausuchen, sich selbst essen aufschaufeln, so viel wie möglich selsbt machen (anbieten: möchtest du dir selbst nehmen oder soll ich dir helfen? such dir bitte einen teller aus und stell ihn hin...)
das dauert alles etwas länger, aber macht ja nichts, denn die Beschäftigung ist ja dennoch was nettes.

und dann: lob ihn den ganzen tag dafür, daß er schon so groß ist und schon so vieles kann und dir so gut hilft und so ein toller großer bruder ist (immer dann, wenn es stimmig ist- denn er wird am tag auch unheimlich viele sachen machen, wo genau das zu tage tritt)

wenn du merkst, es kommt zu einem konflikt, dann geh so schnell wie möglich hin (am besten noch bevor der konflikt wieder da ist/ eskaliert). und dann hilf den beiden: verbalisiere, was du siehst "oh, maya hat ein stofftier, das du auch gerne hättest". und gibt Lösungsideen:" komm wir suchen uns ein anderes und fragen maya ob sie mit dir tauscht"

deine kinder können die meisten Konflikte noch nicht sozial angemessen lösen, weil sie zu wenig Erfahrung damit haben, zu wenig ideen und zu wenig Übung.
das seht jetzt einfach an. sie werden jahre brauchen, bis sie Situationen einschätzen können, sich selbst überlegen können, was sie denn gerne hätten und wie sie dies am besten erreichen können, ohne daß die Situation eskaliert.
dein job ist es, sie dabei zu unterstützen.

ihn einfach nur aus der Situation rauszunehmen (stuhl) hilft keinem der beiden.
So lernt er nicht, wie man sich wünsche erfüllt un die Bedürfnisse des anderen dennoch respektiert, er lernt nicht, wie man sich entschuldigt, er lernt nicht ,wie man sich Hilfe holt, wenn man etwas nicht alleien lösen kann, er lernt nicht welche Lösungsmöglichkeiten es bei einem Interessenkonflikt gibt, usw..
Auf einem stuhl sitzen erschließt sich weder mir noch ihm.- eine minute hat für ihn keine Bedeutung, den ner hat gar keine Vorstellung von Maßeinheiten der zeit.

ganz im gegenteil- du machst einen "Nebenkriegs-schauplatz" mit diesem stuhl auf.
Das eigentliche thema ("wie kann ich lernen, konflikte zu lösen, wie kann ich mit meinen Gefühlen meiner Schwester gegenüber umgehen..") tritt völlig in den Hintergrund und dafür streitet ihr dann über "bleib sitzen-. für eine Minute"- etwas, was gar keinen sinn ergibt und für ihn völlig unverständlich ist, was euch nicht weiterhilft, dich aber noch genervter sein läßt.

ach ja- und schreien ist einfach eine seiner wenigen möglichkeiten.
Nimm den druck raus, leg seien Matratze zu dir ins schlafzimmer, dann haste viel weniger streß und er auch, sag ihm jedes mal, wenn er schreit, was er "statt dessen" machen kann, um sein ziel zu erreichen (dabei steht dann sein ziel im fokus und nicht das gebrüll, deine genervtheit, irgend ein stuhl)

lisasimpson

Beitrag von bine3002 15.05.11 - 09:19 Uhr

Ich denke, dass Du auf jeden Fall konsequent werden solltest. Nachzugeben, weil das Kind das andere weckt oder weil einem die Ohren von dem Gebrüll klingeln, ist sehr ungünstig, weil es das Verhalten des Kindes bestärkt. Es lernt: "Wenn ich brülle, bekomme ich was ich will." Demzufolge wird das Gebrüll immer lauter statt leiser.

Bestärken solltest Du immer gewünschtes Verhalten. D.h. anstatt zu meckern, solltest Du auch mal loben, wenn er sich gerade so verhält wie Du es dir wünscht. Und wenn Du das tust, wirst Du deinen Blick dafür auch schärfen. Es wird nicht mehr nur sein schlechtes Verhalten auffallen, sondern auch die vielen postiven Verhaltensweisen, die er ganz sicher auch hat.

Konsequenz bedeutet auch nicht, dass man möglichst streng ist und viel straft. Das wird häufig verwechselt. D.h. auch wenn ich mal ein Auge zudrücke, kann ich konsequent sein. Wenn mir nämlich keine Konsequenz einfällt, dann spreche ich auch gar nicht erst ein Verbot aus. Nur zu drohen, macht einen unglaubwürdig.

Der Strafstuhl ist grundsätzlich schon mal ziemlich doof. Er bringt einfach nichts. Wen Du ihn aber einsetzt, dann solltest Du auch dabei bleiben, dass er die 1 Minute dort sitzt. Eben weil Du sonst unglaubwürdig wirst.

Beitrag von derhimmelmusswarten 15.05.11 - 11:24 Uhr

Warum hast du ihm keinen neuen Schnuller gegeben, wenn er damit besser schlafen kann? Meine Tochter hat 6 Stück in Betrieb und sie hat auch schon mal einen ins Klo geworfen... Ich denke, er ist eifersüchtig und äußert das so. Dass er dann auch noch bestraft wird mit unsinnigem Sitzen auf einem Stuhll versteht er doch erst recht nicht. Kannst du ihn mehr einbinden? Könnt ihr nicht alle zusammen in einem Raum schlafen? Also sein Bett zu euch oder du schläfst ne Weile mit beiden Kindern in einem Raum?

Beitrag von iza 15.05.11 - 13:24 Uhr

Danke für deine Antwort, also mit den schnuller war es so, das wir den einen nur 1 hatten andere wollte er nicht und 2 Tage später sind wir in Polen gewesen ich habe Ihn dort gesucht in verschiedenen läden aber es gab den nicht.
Und als wir wieder da waren , bin ich mir halt nicht sicher ich frage Ihn jetzt manchmal ob er sein nucki vermisst er sagt nein er ist jetzt gross also hätte es jetzt auch keinene sinn Ihn wieder zu besorgen.

Also mit beiden in einem Raum das wäre ein kaos. aber vielleicht weredn wir das bett zu uns stellen.

Danke nochmal.

Lg Iza

Beitrag von alpenbaby711 15.05.11 - 20:19 Uhr

Tja das es nicht einfach ist glaub ich dir sofort, aber du sagst ja selbst das du inkonsequent bist. Da wirst du, so hart es ist, dringend ansetzen müssen. Der kleine Racker weiß schon wo und wie er dich packen kann.
Ela

Beitrag von binecz 16.05.11 - 12:46 Uhr

Meine Tochter ist ja noch sehr klein und ein Einzelkind, aber was mir spontan dazu einfällt

1. könnt ihr das ins Bett bringen nicht aufteilen. Du hast doch einen Partner. Kann er Maya nicht die nächste Zeit ins Bett bringen damit du dich ganz auf deinen Sohn konzentrieren kannst

2. vielleicht kannst du ihn mehr integrieren. Kann er dir nicht helfen den Tisch zu decken? Dann kann er gleich sein Lieblingsgechrr/Besteck für den Tag raussuchen und dann ist es auch viel einfacher konsequent zu bleiben denke ich

3. ich würde versuchen hervorzuheben das es toll ist großer Bruder zu sein und einfach auch so was sagen wie "nein Maya, das darfst du nciht, das darf nur XYZ weil er schon groß ist.


In wie weit das alles umsetzbar ist in der Praxis weiß ich natürlich nicht....

Beitrag von mond09 16.05.11 - 16:22 Uhr

Meine Maus ist auch total in der Trotzphase mit 21 Monaten. Manchmal denke ich, ich drehe durch. Am schlimmsten ist das nicht einschlafen wollen. Da wird sie hysterisch und panisch und... ach kann man nicht in Worte fassen. :-(

Aber wenn sie tagsüber ihre bekloppten Phasen bekommt versuche ich ruhig zu bleiben. Ignorieren, ins Zimmer sperren, je nachdem.
Und ich lasse sie viiiiiiiiel helfen. Putzen, Tisch decken, Salat machen... das findet sie so toll, dass sie ab und an das trotzen vergisst.

Hab aber auch Angst wie es wird wenn das Baby da ist.