schreien , brüllen und werfen

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von rameike 15.05.11 - 09:47 Uhr

Guten Morgen,#tasse

vielleicht könnt ihr mir ein paar Ratschläge geben?!
Momentan habe ich ein paar Schwierigkeiten mit unserem Sohn, er wird im August 4 Jahre alt.

Es gibt manchmal Situationen (zb Spielplatz oder ähnliches) in denen er grundlos anfängt mich anzuschreien zb. LOS MAMA SCHAUCKEL MICH AN
(Ich schauckel ihn dann nicht an, sonder sage ihm das er gerne noch mal in einem ruhigen Ton fragen kann)
Das macht er dann mehrmals hintereinander... wenn er so anfängt zu schreien

Zuhause je nachdem was ist verlasse ich den Raum oder bringe ihn dann in sein Zimmer wo er schreien kann.

Wenn er wütend wird, kann es auch gerne mal vorkommen das er sein Schnuffeltuch nach mir wirft, welches ich dann einkassiere und er es erst einmal nicht wieder bekommt. (könnte auch jegliches andere sein...)

Ich mag mich manchmal schon gar nicht mehr in seiner nähe aufhalten weil ich einfach nicht mehr weiß wie ich noch reagieren soll...

Vielleicht habt ihr ja einen Tipp für mich???

Liebe Grüße Mareike



Beitrag von lisasimpson 15.05.11 - 10:18 Uhr

"Vielleicht habt ihr ja einen Tipp für mich??? "

tip 1: überlege, wann DU so mit WEM sprichst?

tip 2: wähle deine worte und deine wünsche mit bedacht

tip 3: gib ihm alternativen. übene mti ihmein, wie man um etwas bittet. mach das sowohl spielerisch im rollenspiel als auch dann wen ner unangemessen um etwas bittet.
das ganze muß nicht "bierernst" verlaufen, sondern kann durchaus entpsannt von statten gehen. ihr könnt drüber lachen, weil ihr euch an ein lustiges rollenspiel erinnert, bei dem du (in form einer figur) so gebrüllt hast und so unverschämt gefordert hast (dsa ist dann vielleicht der "hasenton" oder der "bärenton"- weil du eben in der rolle des hasen, bären, pumuckels... diese ngewöhlt hast)
was du aber von ihm willst ist der "was weiß ich was ton"- also die formulierung, die bei euch im rollenspiel immer der käfer, der hund oder weiß der herr was wählt und damit immer zum ziel kommt

tip 4: überlege dir, was er tun kann, wenn er wütend ist/ sauer auf dich und sauer auf die welt:) was tust du da? was tut dir gut? was wünschst du dir, wenn du sauer bist (daß dir jemand deinen talismann wegnimmt?)
dann überlegt gemeinsam- fragt alle möglich leute, was man da so tun kann, wenn man sauer ist, übt es ein und probiert es aus


lisasimpson

Beitrag von rameike 15.05.11 - 11:44 Uhr

..... Das ist ja eben genau mein Problem, ich schreie ihn nicht an.... egal was ich von ihm möchte, deshalb verlange ich genau das auch von ihm.

und ich spreche so auch mit niemand anderem... denn wenn ich etwas möchte kann ich das in einem ruhigen Ton sagen....

Das mit dem "Rollenspiel" habe ich heute morgen gemacht da war es tatsächlich einfacher und wir mussten auch lachen

Ich werde das jetzt mal häufiger machen, mit den Rollenspielen...

Bei dem Tip 4. darf er auf Kissen einschlagen oder auf seiner Matratze rumschlagen... eigentlich dachte ich bisher das, dass immer gut wäre???

Ich frage ihn auch immer was er meint was man anders machen kann... weil ich auch häufiger von anderen höre das deren Kinder etwas vorschlagen.
Mein Kind zuckt nur mit den Schultern... weiß ich nciht....i

Liebe Grüße Mareike

Beitrag von ayshe 16.05.11 - 08:16 Uhr

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Ich frage ihn auch immer was er meint was man anders machen kann... weil ich auch häufiger von anderen höre das deren Kinder etwas vorschlagen.
Mein Kind zuckt nur mit den Schultern... weiß ich nciht....i
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Ich denke, mit der Frage ist er noch überfordert.

Beitrag von ayshe 16.05.11 - 08:21 Uhr

Scheinbar haben viele Kinder in dem Alter diesen Befehlston am Leibe.

Ich habe meiner Tochter immer gesagt, wie sie es sagen sollte, eben gleich freundliche, neutrale Beispiele gebracht und versucht, ihr klarzumachen, was der befehlston ist und daß ich ihn nicht leiden kann und daraufhin auch nichts machen werde (also zb Anschaukeln).

Es hat zwar gedauert, aber dann mußte ich nur noch mit den Augen rollen, und sie wußte, daß es der Ton ist. vllt vergessen Kinder das immer wieder.


Wutanfälle kommen in dem Alter sicher auch bei den meisten vor.
(Du kannst auch viel über das Trotzalter lesen.)
Ich habe dann nicht gestraft.
Ich konnte auch oft verstehen, warum sie enttäuscht und sauer war.
Wie Kinder in dem Alter damit umgehen, ist eben anders als bei Größeren.

Beitrag von marion2 16.05.11 - 08:30 Uhr

Hallo,

auf "Los" würde ich gar nicht reagieren. #schein Mit "Los" treibt man Pferde an, aber nicht die Mama

Kinder schreien übrigens nie grundlos. (Erwachsene eigentlich auch nicht.)

Schnuffeltuchentzug ist grausam. #nanana

Es könnte nicht jegliches anderes sein. Es IST das Schnuffeltuch. Ein 4jähriger weiß, ob er ein Schnuffeltuch schmeißt oder einen Stein. Ich glaube, du nimmst dein Kind nicht für voll. #gruebel

Wenn du nicht weißt, wie du reagieren sollst: Kuscheln hilft immer.

Gruß Marion

Beitrag von heiho 16.05.11 - 11:03 Uhr

Das finde ich eine coole Antwort! Ist vollkommen ernst gemeint! Habe einen Stift hier zum Unterschreiben:-)

Beitrag von marion2 16.05.11 - 12:19 Uhr

#zitter du machst mir Angst




;-)

Beitrag von heiho 16.05.11 - 12:33 Uhr

Ich mir auch, aber ist doch schön, wenns wenigstens einmal zusammenpasst:-D Hoffe, das macht deutlich, dass es mir nicht um Krawall geht, sondern um Diskussion (wenn es denn was zu diskutieren gibt;-))