Hilfe! Nochmal studieren ohne Bafög... Wie soll das gehn?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von j.janine_uhrig 15.05.11 - 13:34 Uhr

Hallo Zusammen, ich überlege schon länger eine Weiterbildung bzw. ein berufsbegleitendes Studium zu beginnen. Nach langer Recherche bin ich auf mein Traumstudiengang gestoßen - leider nur in Vollzeit möglich.

Ich bin 23 Jahre alt, habe eine abgeschlossene Berufsausbildung hinter mir, meine eigene Wohnung + Auto + sonstige Vermögenswerte. Laut Bafög-Rechner steht mir kein Bafög zu... :-(

Muss ich jetzt meine ganzen Ersparnisse für das Studium opfern? Klar, kann ich nebenher noch arbeiten gehen, aber das wird nicht reichen... Selbst ein Zimmerchen im Studentenwohnheim + laufende Kosten pro Monat sind doch enorm...

Bin ratlos und ärger mich, dass einem so in Rücken gefallen wird, nur weil man schon von Kindesbeinen an spart. Fies! #heul

Habt ihr einen Rat für mich?

Liebe Grüße

Beitrag von woodgo 15.05.11 - 13:40 Uhr

...und warum arbeitet man nicht erst einmal?
Wenn es finanziell nicht geht, dann ist es eben so.
Keiner fällt Dir in den Rücken, wer sollte das sein?

Beitrag von j.janine_uhrig 15.05.11 - 14:46 Uhr

Ich arbeite ja, aber ich merk eben, dass ich in meinem Job nicht weiterkomme solange ich nicht ein abgeschlossenes Studium vorzuweisen hab. Das ist leider die Realität.

"In den Rücken fallen" -> Da hab ich wohl laut gedacht. ;-) Bin eben gefrustet: Jetzt weiß ich endlich, was ich studieren will und jetzt kann ich nicht bzw. weiß nicht, wie ich das schaffen soll.

Beitrag von shmenkman 15.05.11 - 14:00 Uhr

Hallo!

Ich habe mit 32 nochmal angefangen zu studieren, geht schon, ist aber finanziell und zeitlich schon eng geworden. Ich musste anfangs viel arbeiten um Wohnung etc. bezahlen zu können.

D.h. du wirst vielleicht nicht die anvisierte Leistung bringen können oder musst an deine Erspanisse (ein Traum für viele Studenten, so ein finanzielles Polster!)
Aber: Ist doch eine sinnvolle Investition, besser kann man sein Geld fast nicht anlegen.

Ansonsten hast du vielleicht Chancen auf ein Stipendium, wird sowas für deinen Studiengang angeboten? Oder du nimmst einen Bildungskredit auf.

LG!

Beitrag von j.janine_uhrig 15.05.11 - 14:54 Uhr

Ich bin ja auch bereit ein Teil meines "Luxuslebens" (45qm Mietwohnung und verrosteter Ford Ka, 10 Jahre alt) aufzugeben und in ein Studentenwohnheim zu ziehen. ;-) Aber wenn ich dran denke mein Geld für absolute Notfälle aufzubrauchen, hab ich einfach ein schlechtes Gefühl. Soviel ist es schließlich auch nicht... Ein Teil kann ich dafür sicherlich nehmen (z.B. für die Studiengebühren), der Rest ist eh fest angelegt.

Über den Bildungskredit informier ich mich gerade.
Das Stipendium könnte ebenfalls interessant sein -> Danke für den Tipp.

Beitrag von zwiebelchen1977 15.05.11 - 14:59 Uhr

Hallo

Was ist mit deinen Eltern? Vielleicht könnten sie dir helfen?

BIanca

Beitrag von j.janine_uhrig 15.05.11 - 15:06 Uhr

Ich hab damals während meiner Ausbildung schon keine Unterstützung gekriegt... (Hab nicht viel verdient und musste weite Strecken täglich mit Auto und Zug zurücklegen... Das ging ganz schön ins Geld.)

Mein Vater hat z.B. nie Unterhalt für mich gezahlt, obwohl er gemusst hätte und meine Mutter muss ihr Haus abbezahlen...

Ich muss wohl die Ersparnisse nehmen + Bildungskredit + Jobben und dann schauen wir mal... oder ich bleib doch bei meinem Job.

Beitrag von koji 15.05.11 - 16:41 Uhr

Deiner Mutter hätte für dich Unterhalt einklagen müssen (Unterhalt steht dem Kind zu, sie hätte in deinem Interesse handeln müssen) und spätestens ab 18 Jahren hättest du selber einklagen sollen - da bist du auch ein wenig selber Schuld.
Wenn sie dich ausreichend hätte unterstützen können, wäre das anders, aber offensichtlich ist das nicht der Fall.

Das Problem ist jetzt halt, dass du ausgelernt hast und damit deine erste Ausbildung abgeschlossen hast - deine Eltern müssen dich nicht mehr unterstützen.

Beitrag von king.with.deckchair 15.05.11 - 14:00 Uhr

[... Text vom urbia-Team entfernt. Bitte diskutiert sachlich.]

Beitrag von j.janine_uhrig 15.05.11 - 14:42 Uhr

Also das find ich ja mal total unfair.

Eins möcht ich ja mal klarstellen: Ich bin kein Töchterchen aus gutem Hause. Ich hab mein ganzes Leben lang gejobbt, auch noch neben meiner Ausbildung und hab lang am Minimum gelebt, weil ich eben von meinen Eltern nicht unterstützt werde/wurde... Ich hab mir bisher alles selbst erarbeitet.

Vielleicht fehlt hier bisschen Hintergrundwissen um das beurteilen zu können...


PS: Deutsch-LK, Abi mit 1,9, Ausbildung mit Auszeichnung bestanden und stolz drauf. :-P



Beitrag von luka22 15.05.11 - 15:47 Uhr

Dein Beitrag ist völlig destruktiv und beleidigend.

Was soll das?


Luka

Beitrag von ichbins04 15.05.11 - 14:28 Uhr

aber hallo,


das nenn ich mal jammern auf hohem niveau !!!!

dein erspartes kann meiner meinung nach gar nicht sinnvoller eingesetzt werden, als in deine bildung !!!!

warum sollte da mal wieder irgent ein topf geschröpft werden ??

lass doch das bafög für die leute, die sonst nicht studieren könnten....

gruß

Beitrag von postrennmaus 15.05.11 - 15:09 Uhr

Die A..backen zusammenkneifen und jobben gehen. Es geht vielen Studenten so, die kein Bafög bekommen.
Und natürlich muss man sein Erspartes "opfern", denn Studieren kostet Geld. Und auch Bafög ist nur zur Hälfte geschenkt, den Rest muss man nach dem Studium zurückzahlen.

Ich habe nach der Schule 1 Jahr gearbeitet und mir 6000 Euro zusammengespart. Dann habe ich das Studium angefangen und mir mit meinem Ersparten das erste Semester finanziert. Dann habe ich einen Nebenjob gehabt und in den Semesterferien eine Zeit vollzeit gearbeitet, um Kohle fürs nächste Semester gespart.

Es gibt auch Studienkredite, mit dem man sich sein Studium finanzieren kann. Damit könnte es gehen. Käme für dich evtl das elternunabhängige Bafög in Frage?

Lg postrennmaus

Beitrag von j.janine_uhrig 15.05.11 - 15:15 Uhr

Ich weiß, dass es nicht einfach wird und ich bin auch wirklich bereit zu arbeiten. Daran solls nicht liegen...

Elternunabhängiges Bafög kommt leider nicht in Frage, da bräuchte ich noch 1,5 Jahre Berufserfahrung mehr, so wie ich das verstanden hab.

LG

Beitrag von postrennmaus 15.05.11 - 16:08 Uhr

Dann steht dem doch nichts im Wege oder?

Wenn du es wirklich willst, dann mach es. Wenns finanziell eng wird, dann muss es über einen Studienkredit gehen. Man schafft das schon, man hangelt sich finanziell immer von Monat zu Monat und am Monatsende gibts dann halt nur Nudeln mit Ketchup ;-) Alles schon durchgemacht.

Stipendium ist übrigens auch eine gute Möglichkeit. Ein Versuch ist es Wert.

Drück dir die Daumen, du wirst es später sicherlich nicht bereuen.


Lg

Beitrag von anja1968bonn 15.05.11 - 15:27 Uhr

So ganz kann ich Dein Problem nicht verstehen:

Bafög ist eben an bestimmte Voraussetzungen geknüpft und wird ja überdies zur Hälfte als Darlehen gewährt - da ist es doch angenehmer, bisheriges Erspartes in seine Ausbildung zu investieren und erst dann, wenn die Ersparnisse aufgebraucht sind, ggf. Bafög zu beantragen.

Wofür hattest Du denn Deine Ersparnisse gedacht?

LG

Anja

Beitrag von luka22 15.05.11 - 15:44 Uhr

Wenn es dein Traum ist, würde ich alles daran setzen. JETZT ist deine Chance! Du bist noch jung und hast noch keine Kinder. Das kann sich in wenige Jährchen schon ändern (also der Wunsch nach Familie) und dann ist Studieren viel schwieriger. Da du es ja nicht gerade gewohnt bist in Saus und Braus zu leben, wirst du es mit der Umstellung schon schaffen ;-).

Liebe Grüße
Luka

Beitrag von aschera 15.05.11 - 16:27 Uhr

hallo janine,

also fies, finde ich es nun auch nicht, dass du kein bafög kriegst, jeder ist nun mal für sich selbst verantwortlich...trotzdem finde ich es toll, dass du nach der ausbildung noch studieren willst, das kostet nun mal zeit und geld, später wird sich das sicher auszahlen!

Wenn dein erspartes nicht reicht gibt es noch viele fördermöglichkeiten spontan fällt mir bei dir zb das aufstiegsstipendium des BMBF ein (speziell für leute mit berufsausbildung, die den 1. akademischen grad anstreben), dann gibt es für arbeitnehmer die bildungsprämie, und bundeslandabhängige förderungen wie zb den weiterbildungsscheck (auch für arbeitnehmer).

wenn du es machen willst, leg sofort los auf die lange bank schieben bringt meist nichts und es bleibt dann ein ewiger traum...

liebe grüße
asch

Beitrag von nobility 15.05.11 - 17:45 Uhr

Wer genug Eigenmittel hat und öffentliche nicht benötigt, der sollte nicht auf Kosten anderer schmarotzen.

Viele die den 2. Bindungsweg mit harter Arbeit und vielen Entbehrungen ihr Ziel erreicht haben sind als Vorbild für dich wohl zu anstregend.

Beitrag von j.janine_uhrig 15.05.11 - 19:11 Uhr

Hajajaj, so sollte das ja gar nicht rüberkommen... Das hat man davon, wenn man einfach mal schreibt was man denkt... Ist ja nicht so, dass ich 10tausende von Euros auf dem Konto liegen hab, das reicht bestimmt nicht um mir das Studium zu finanzieren...

Ich führ ein bescheidenes Leben und das Geld war für Notfälle gedacht und falls mein Auto mir mal unter dem Hintern zusammenbricht. Ich hab mir die letzten Jahre nichts Großes geleistet und immer gespart.

Die Ungerechtigkeit liegt nur darin, dass z.B. eine Freundin, die nach ihrer Ausbildung die Welt bereist hat und ihre Ersparnisse auf den Kopf gehauen hat, jetzt Bafög bekommt. :-D Es ist eben nicht immer gerecht, das wollte ich damit sagen.


PS: Ich bin bestimmt kein Schmarotzer!!! Ich hab schon viel erreicht und das hat mich auch harte Arbeit gekostet (zum Teil neben einem 40-Stunden-Job noch als Kellnerin gejobbt und Nachilfe gegeben). Ich hab in meinem Leben noch NICHTS geschenkt bekommen... Das hat mich jetzt echt getroffen.

Beitrag von nobility 16.05.11 - 14:48 Uhr

Es lag bzw. liegt mir völlig fern, dich auch nur im geringsten zu beleidigen.Das ist nicht meine Art. Vielleicht war ich in der Wortwahl etwas zu hart zu dir.

Ich hatte sehr arme Eltern. So blieb für mich nur die einfache Schule. Später habe ich über den 2. Bildungsweg alles nachgeholt. Das war sehr harte Arbeit für mich, mit 3 Jobs und einer spartanischen Lebensführung. Ich habs geschaft. Heute habe ich ein eigenes gut gehendes Büro mit Angestellten und leiste mir alles was ich als Kind und Jugendlicher nicht hatte.

Aus dieser Sicht heraus habe ich so geschrieben. Deswegen wurmt es mich wenn ich andere jammern höre. Weil ich weiß, man kann es schaffen, wenn man nur will.

Viel Glück !
Nobility

Beitrag von harveypet 15.05.11 - 17:51 Uhr

dein Finanzproblem ist ganz schnell gelöst:

Geh zur Bundeswehr, verpflichte dich für 12 Jahre und studier beim Bund. Da bekommst sogar noch deinen Sold und kannst kostenlos studieren.

Beitrag von nobility 15.05.11 - 17:56 Uhr

Na, das war einmal, dass die Bundeswehr jede Pflaume genommen hat.

Beitrag von harveypet 15.05.11 - 18:05 Uhr

Abiturienten werden immer genommen, vor Allem wenn schon eine Ausbildung vorliegt! Jemanden mit Abi und Ausbildung als Pflaume zu bezeichnen zeugt nicht von Nachgedacht!

Beitrag von j.janine_uhrig 15.05.11 - 19:13 Uhr

Ich möchte nicht zum Bund, aber Danke.

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