Vor 20 Jahren.... *silopo*

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von benbaby 15.05.11 - 15:23 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

letzte Woche war ich für 5 Tage im KH wegen Bluthochdruck (zeitweise war ich bei 180/100). Der Blutdruck wurde mit Medikamenten eingestellt und wir haben entschieden, das wir nicht einleiten lassen, sondern das wir uns noch ein paar Tage zuhause geben (ET 21.05.2011).
Natürlich habe ich diverse Auflagen wie Schonen, 3x tgl. Blutdruckkontrolle, Tabletten nehmen und alle paar Tage zum FA zur CTG-und Doppler-Kontrolle.
Soweit so gut...

Nun geht mir in diesen Tagen meine Schwiegermutter so sehr auf die Nerven (wohnen leider nebenan und es gibt anscheinend kein entkommen)...

Angefangen hat es in der SS mit irgendwelchen gut gemeinten Tipps, wie "Babys auch mal schreien lassen" und "Babys müssen im Kinderzimmer und nicht im Schlafzimmer schlafen" --> daran habe ich mich jetzt schon gewöhnt...:-(

Jetzt kurz vorm ET höre ich ein paar Mal am Tag, ich sollte doch Fenster putzen und bis zum Abwinken Treppen hoch und runter laufen damit es ENDLICH los geht.
Das ich Probleme mit dem Blutdruck und zudem fiese Ödeme in den Füssen habe interessiert sie überhaupt nicht.
Ich musste mir eben zum bestimmt hundersten Mal anhören, das das vor 20 Jahren die Methoden schlechthin waren und sie würde nicht verstehen, warum das jetzt auf einmal nicht mehr so sein soll.... :-[
Schließlich hat sich am "Kinderkriegen" seit damals nichts geändert!

Ich weiss, es ist kein wirkliches Problem, aber es ist so nervtötend und sie ist eine richtige Hausfrau vom Land, bei der man echt mit seinen Ansichten keine Chance hat, solange es nicht ihre Ansichten sind (die sie auch immer überall lautstark vertritt).

Ich kann es einfach nicht mehr hören! Vor allem weiss ich, was für Diskussionen entstehen werden, wenn die Kleine erstmal auf der Welt ist *stöhn*

So, das musste irgendwie mal raus - danke fürs auskot....

Liebe Grüße an alle!

Danny + Luisa inside (39+3)

Beitrag von iffets85 15.05.11 - 15:29 Uhr

kennnnnnnn ichhhhhhhh .....:-[

Egal was man sagt, tut, macht ... alles ich falsch, übertrieben oder total unnötig ...

mir wurde sogar gesagt (von meiner Schwiegermutter) - Jetzt paß auf ... #schock

"Ich finde es übertrieben das ihr schon alles kauft und einrichtet (Zimmer) das Kind kann ja immernoch STERBEN !!!!! "

Ist das nicht der Hammer ... ???? Ich fass es nicht

Steffi

33 + 6

Beitrag von benbaby 15.05.11 - 15:49 Uhr

Hallo Steffi & alle Mitleser,

wir hatten mit dem KiZi + Kinderwagen (wurde von uns schon im 2. Trimester geordert) auch Diskussionen und es wird jetzt noch ab und an vorgeholt á la "Es gehört sich ja auch nicht, den Kinderwagen so früh zu kaufen, aber das wolltet ihr ja so...!"

Anstatt mir unter die Arme zu greifen (mein Mann ist unter der Woche unterwegs), wurde mir nur immer wieder gesagt "Du bist schwanger und nicht krank!". Ich hatte es wirklich nicht einfach (Erbrechen bis zur 25. SSW, Tod meiner Großmutter in der 33. SSW, jetzt der Bluthochdruck, etc.).

Diese Dorfansichten gehen mir einfach nur auf die Nerven und sie sind teilweise auch erschreckend falsch, wie z.B.
"Bei einer unkorrekt gelegten PDA kannst Du für immer gelähmt bleiben!"

Solche Falschaussagen erschrecken mich, denn schließlich wird sie ja auch viel Zeit mit ihrer Enkeltochter verbringen (alleine wegen der räumlichen Nähe). Über kurz oder lang wird es mit Sicherheit knallen... *stöhn*

Aber ich habe keine Ahnung, wie man das umgehen könnte *grmpf*
Es hilft aber schon, darüber zu schreiben und Eure lieben Kommentare zu lesen!

LG, Danny

Beitrag von -marja- 15.05.11 - 16:30 Uhr

da hilft nur eins - UMZIEHEN...!
Was hat euch denn geritten, direkt ins Nachbarhaus zu ziehen?? Wenn sie so ein Drache ist?
Wie soll das denn später werden? Mit Sicherheit wird sie ne "Oma mit Erziehungsauftrag", die sich nicht an deine Wünsche in Sachen Ernährung, Bettgehen, Geschenke machen... hält.

Ich mag meine Schwiegermama echt gern, aber nebenan wollte ich auf gar keinen Fall wohnen!

Viel Glück und starke Nerven, und denk mal ernsthaft über meinen Vorschlag nach... vielleicht ist ne kleinere Wohnung im Nachbarort besser für euch als ne große Hütte mit DER Nebenwirkung!!

Liebe Grüße
Marja

Beitrag von clautschy86 15.05.11 - 17:31 Uhr

Waaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaas.. Sorry das ich jetzt drauf antworte. Aber das hat deine Schwiegermutter nicht wirklich gesagt oder?
Ach Mensch.. wie kann man so was sagen bin grad echt fassungslos. Was für eine blöde Kuh #augen
Jetzt bräucht ich echt einen kotzenden Urbini ... ;-)

Beitrag von mama-mia1 15.05.11 - 15:34 Uhr

Hallo,

ach du arme, ich kann dich sooooo gut verstehen. wenn ich so was lese bin ich super froh, dass weder meine Mutter noch meine Schwiegermutter in der nähe wohnen. so nah dran, das würde ich nicht ertragen....

ich wünsche dir viel Erfolg und starke nerven beim sich abgrenzen udn es nicht so nah an dich ran zu lassen udn natürlich beim dein Ding durchziehen!!! viel #klee dabei!!!

GLG

MIA (23.SSW)

PS.und natürlich eine schöne Geburt!!! :)

Beitrag von ilva08 15.05.11 - 15:58 Uhr

Hallo,

wie würde sie denn reagieren, wenn du (oder vielleicht besser dein Mann) eine klare Ansage machen würde: "Diesen Ratschlag befolge ich nicht, das ist meine Entscheidung und ich wünsche nicht, ihn nochmal zu hören."

Diskutieren bringt bei solchen Leuten ja bekanntlich nichts, manchmal aber klare und unmissverständliche Ansagen...

Beitrag von mama.tanja 15.05.11 - 15:59 Uhr

Da muss ich dir total recht geben!!!! :-[:-[:-[
Ich HASSE das !!!!
Ich darf seit Dezember nicht mehr arbeiten da meine Arbeit nur aus schwer heben besteht.
Dann kann ich mir jeden Tag von meiner Vermieterin anhören "Bei uns damals hat sich keiner so angestellt. Ich musste bis zum 9. Monat arbeiten und kilo schwere Butter rauf heben. Bei uns hätts das nicht gegeben."
Oder weil ich ja alle 4 Wochen zur Vorsorge gehen zu meiner FÄ oder sogar meist früher dann kann ich mir auch immer anhören "Früher ist man bis zur Entbindung nicht zum Doktor gegangen"
DAS KOTZT MICH SO AN!!!

Ich sag ihr dann immer "Früher gabs auch dafür mehr Früh-, Fehlgeburten oder behinderte Kinder"...... zack und still ist sie :) EIn kurzer Triumph.... Am nächsten Tag erzählts mir genau wieder das Gleiche. Gut dass ich bald ausziehe und mir das nicht mehr anhören muss!!!!

ALSO..... Ich kann dich voll und ganz verstehen :)
Du hast ned guten Thread aufgemacht, ich glaube da wollen sich bestimmt auch noch mehr auskotzen :)

Lg Tanja + #ei 26+3

Beitrag von ricci70 15.05.11 - 16:13 Uhr

Hallo Danny!

Ja so war das auch vor 20 Jahren. Da gab es noch keinen Doppler und und erhöhter Blutdruck gehörte irgendwie zu einer Schwangerschaft.
Zum Glück hat sich in den letzten Jahren da sehr viel entwickelt. Bei meiner ersten Schwangerschaft hatte ich einmal US. Da wurde nur geschaut ob es ein Kind und ob alles normal entwickelt ist. Da war nichts mit Geschlecht gucken oder ob das Blut richtig durchs Herz gepumpt wird.
Mein Mutterpass war ein dreiseitiges gefaltetes Heftchen in A6 Größe.
Zum Glück kam meine Tochter damals gesund auf die Welt. Ich kenne einige Leute bei denen es nicht so war. Da war der Schock nach der Geburt natürlich groß.

Sag deiner Schwiegermutter sie soll doch froh sein das du ärztlich so gut überwacht wirst. Damit ihr die Chance auf ein gesundes Kind und natürlich auch auf eine gesunde Mutter habt.

Liebe Grüße und nimm dir nicht alles so zu Herzen

Beitrag von motmot1410 15.05.11 - 16:31 Uhr

Ach Mensch, dass Du da genervt bist, kann ich verstehen.
Da bin ich echt froh, dass meine Mutter zwar von 30 Jahren das 1. Mal Mutter geworden ist und schon damals von diesen antiquierten absolut gar nicht gehalten hat. Gerade das Schreien lassen und das Neugeborenen im Kizi schlafen lassen, fand sie schrecklich.

Sag Deiner Schwiegermutter, dass sie zwar am Kinder-kriegen nichts geändert hat, aber dass man inzwischen über die frühkindliche Entwicklung deutlich mehr weiß. Erkläre ihr, dass es nicht natürlich ist, wenn man das Kind schreien lässt und das Kind das auch noch gar nicht verstehen kann. Es braucht am Anfang ganz viel Nähe und ursprünglich haben die Frauen ihrer Neugeborene IMMER am Körper gehabt.
Außerdem kannst Du ihr sagen, dass man mit all den Maßnahmen, die Du gerade durchläufst, die Kindersterblichkeit in Deutschland deutlich gesenkt hat.
Mach ihr klar, dass es DEIN Kind ist und DU entscheidest, wie Du wann vorgehst. Wenn sie es damals anders gemacht hat, dann heißt das noch lange nicht, dass Du es genauso machen musst.
Auch wenn es schwer ist, aber bei so etwas muss man wirklich auf Durchzug stellen. ;-)

Alles Gute für die Entbindung #winke

Beitrag von marjatta 15.05.11 - 16:55 Uhr

Da darf ich mich ja von schreiben. Meine Mutter akzeptiert, dass sich vieles - wie sie meint - für uns Mütter zum besseren gewendet hat. Meine sogn. SchwieMu lebt 1800km entfernt. Sie weiß auch immer noch nicht, dass sie nochmal Oma wird (weil es nicht geplant war und der Papa es ihr deshalb irgendwie noch nicht vermitteln kann, ist schwer zu erklären).

Meine Mutter - obwohl schon Anfang 70 - nimmt immer neue Ideen auf und findet nichts daran, dass sich die Dinge ändern. Bei meiner SchwieMu - würden wir in ihrer Nähe wohnen - darf ich mich drauf verlassen, dass ich entweder die noch antiquierteren Ansichten hören darf oder sie sich sowieso nicht äußert. Ihr Interesse am bisher einzigen Enkelkind ist auch recht begrenzt, von daher stört es nicht.

Ihr tut mir ja auch echt leid. Bei so einer Situation hätte ich wohl eher den Mund gehalten und mir meinen Teil gedacht. Nervig ist es auf jeden Fall. Meist reicht es aber aus, mitzuteilen, dass wir nicht mehr in den 70ern oder 80ern leben sondern im Heute und man deshalb auch die neuen Erkenntnisse für sich in Anspruch nimmt. Was früher galt, gilt heute eben unter Umständen nicht mehr und es sei nicht ihre Angelegenheit, sondern Deine. Eine weitere Einmischung würde man sich doch verbitten.

Aber ältere sind da wirklich schwer zu überzeugen.... so wie meine SchwieMu, weshalb ich die Distanz auch weiterhin groß schreibe.

Gruß
marjatta mit Sohn und #ei, 32.SSW

Beitrag von carochrist 15.05.11 - 17:00 Uhr

Kenne ich #augen

Meine Kollegin meinte zu mir, als ich mein BV bekam " Also bei uns gab es sowas ja nicht. Ich bin bis zum Schluss arbeiten gegangen. Und wenn man doch eher schon zuhause sein wollte hatte man halt kein Geld. Das waren noch schöne Zeiten" :-[ Oder ein anderes mal meinte sie "Ich war damals erst kurz vor´m Schluss beim Arzt. Und meine Kinder sind trotzdem gesund. Was ihr jungen Dinger immer habt" :-[

Da fällt mir nur eines ein. Nämlich das tolle Lied von den Ärzten "Lass die Leute reden und hör einfach nicht zu. Die meisten Leute haben ja nichts besseres zutun ..." #schein

Beitrag von motmot1410 15.05.11 - 17:09 Uhr

"Die meisten Leute haben ihre Bildung aus der Bild
Und die besteht nun mal, wer wüsste das nicht aus
Angst, Hass, Titten und dem Wetterbericht "
#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl

Ist wohl neidisch, die Frau Kollegin ;-)
Ich bin froh, dass man heutzutage deutlich mehr Verständnis und Schutz für Schwangere aufbringen. Schwangere sind eben nicht nur Frauen mit dicken Bäuchen, sondern in "anderen Umständen" und das sollte eigentlich schon klar machen, dass man darauf etwas Rücksicht nimmt. Zum Glück interessiert die Meinung solche gehässigen Dumpfbacken nicht wirklich ;-)

Beitrag von muehlie 15.05.11 - 17:18 Uhr

Naja, natürlich sind viele der Ratschläge deiner Schwiegermutter reichlich daneben, aber mit dem Treppensteigen und Bewegen hat sie rein prinzipiell nun mal nicht Unrecht. Ich weiß allerdings nicht, inwiefern Ödeme in den Füßen oder ein Bluthochdruck dagegen sprechen. Ich habe zumindest noch nie davon gehört, dass einem normalen Patienten mit Bluthochdruck von körperlicher Bewegung abgeraten wird - eher im Gegenteil.

Es ist übrigens tatsächlich auch heute noch so, dass Frauen - vor allem Erstgebärende - die sich mit Blasensprung oder ersten Wehen im KH zur Geburt melden, aber bei denen der Muttermund noch lange nicht soweit ist, zunächst einmal zum Spazierengehen und Treppensteigen geschickt werden. Vielleicht also nicht alles, was Schwiegermutter sagt, von vornherein als Blödsinn abtun, sondern erst einmal richtig informieren. ;-)

Beitrag von motmot1410 15.05.11 - 17:29 Uhr

Das empfiehlt man, weil es dem Baby hilft den Weg durchs Becken zu finden. Aber man empfiehlt einer Frau kurz vor dem ET (OHNE Wehen!) eher viel Ruhe und immer wieder Schlafen, um für die Entbindung ausgeruht zu sein. Stunden lang die Treppen hoch und runter zu laufen, ist da sicherlich eher kontraproduktiv und heutzutage nicht mehr angesagt. Wenn man sich danach fühlt, ist es etwas anderes. Aber warum sollte man sich mit Treppen laufen und Fenster putzen quälen, wenn einem eher nach Ruhe ist?
Und wenn von ärztlicher Seite Ruhe verordnet wurde, dann ist es schon eine Frechheit, wenn man mit so einem Spruch kommt.

Beitrag von muehlie 15.05.11 - 18:13 Uhr

Damit das Baby den Weg durchs Becken findet??? Ganz sicher nicht, denn wenn die Hebamme die Frau nach einer Stunde Spazierengehen untersucht, kontrolliert sie nicht, ob das Baby den Weg durchs Becken gefunden hat, sondern ob die Wehen jetzt endlich mal kräftig genug und ausreichend muttermundwirksam waren. ;-)

Es hat auch niemand was von Quälen oder stundenlangem Treppensteigen gesagt. Aber es ist nun mal für den Geburtsverlauf einfach förderlich, wenn frau sich auch schon im Vorfeld in Maßen regelmäßig und vernünftig bewegt. Was glaubst du wohl, weshalb Frauen mit vorzeitigen Wehen geraten wird, viel zu liegen und sich eben NICHT viel zu bewegen? Genau aus demselben Grund: Bewegung fördert die Wehen. Möchte man Wehen fördern, sollte man sich bewegen, möchte man Wehen vermeiden, legt man sich halt auf die Couch. Den Ratschlag, mich kurz vor der Geburt noch mal richtig auszuruhen und möglichst nicht zu bewegen, habe ich zumindest noch nie erhalten.

Im Falle der TE würde ich vermutlich noch mal den Arzt fragen, inwieweit sie sich jetzt wirklich noch absolut schonen soll. Wie gesagt, wir reden hier nicht von Marathonläufen, die jemand absolvieren soll, sondern nur von leichtem Gehen mäßigem Treppensteigen. Ist jedenfalls grundsätzlich jeder künstlichen Einleitung und jedem Wehentropf vorzuziehen. ;-)

Beitrag von motmot1410 15.05.11 - 19:53 Uhr

Die Hebamme muss auch nicht ständig kontrollieren, wie das Baby gerade im Becken liegt. Die Bewegung hilft dem Baby aber das Köpfchen im Becken richtig einzustellen, damit die Geburt richtig los gehen kann. DESHALB empfiehlt man leichte Spaziergänge. "Treppenlaufen" ist allerdings in der modernen Geburtshilfe ziemlich out, weil es viel zu Kraftraubend ist und die Frau dann bei der Geburt völlig erschöpft. Mein Hebamme hat mir übrigens tatsächlich empfohlen, mich noch einmal schlafen zu legen, wenn die Wehen noch nicht regelmäßig kommen.

Frauen mit vorzeitigen Wehen empfiehlt man Ruhe, weil 1. das Kind mit seinem Gewicht auf den Mumu drückt und 2. Stress Wehen auslösen kann. Ob Bewegung Wehen auslöst, ist jedenfalls sehr umstritten. Viel mehr vertritt eine Mehrheit der Geburtshelfer inzwischen die Meinung, dass die Geburt vom Kind ausgelöst wird und nicht von außen.

Beitrag von muehlie 15.05.11 - 20:58 Uhr

"Die Hebamme muss auch nicht ständig kontrollieren, wie das Baby gerade im Becken liegt."

Du hast es anscheinend nicht begriffen, oder? Die Hebamme kontrolliert auch gar nicht ständig die Lage des Babys, sie kontrolliert den Muttermund. Und der öffnet sich nun mal durch die Wehen. Und damit die Wehen das auch wirklich tun, müssen sie stark genug sein. Und um starke Wehen zu bekommen, geht die Frau am besten noch eine Weile spazieren (oder Treppensteigen).

Dass Bewegung die Wehen auslöst, habe ich nirgendwo geschrieben. Ich habe gesagt, es würde die Wehen fördern. Dass Treppensteigen out sein soll, habe ich noch nie gehört, vor 4 Jahren war es das jedenfalls noch nicht, aber vielleicht hast du dazu ja mal eine Quelle (außer deiner Hebamme, bitte). Und dass du dich noch mal hinlegen kannst/sollst, wenn die Wehen noch nicht regelmäßig kommen, ist ja durchaus in Ordnung. Beim ersten Kind dauert es nun mal gewöhnlich Stunden, bevor es richtig losgeht. Das heißt aber nicht, dass du schon Wochen und Tage vor dem ET mit dem Ruhen anfangen sollst/musst. Das ist für die Geburt kontraproduktiv. Und glaube mir, du wirst dir im Falle eines Falles während der qualvollen langen Eröffnungsphase wünschen, dass du schon im Vorfeld mehr zum Ankurbeln der Wehen getan hättest, wenn es nach Stunden der Schmerzen und des Herumlaufens immer noch heißt, dass der Muttermund erst 4 cm offen ist.

"Frauen mit vorzeitigen Wehen empfiehlt man Ruhe, weil 1. das Kind mit seinem Gewicht auf den Mumu drückt und 2. Stress Wehen auslösen kann."

Stress? Ist jede körperliche Betätigung für dich gleich Stress? #kratz

Beitrag von benbaby 15.05.11 - 17:54 Uhr

Mir ist schon bewusst, das Bewegung zu einer Endbindung dazu gehört (gehören sollte), ABER es sollte in gesunden Maßen sein.
Meine Hebi meint auch, das stark körperliche Beanspruchung eher hinderlich ist - schließlich sollte die Gebärende fit sein für die Geburt.

Ich habe von den Klinikärzten zwar keine Bettruhe verordnet bekommen, aber ich soll mich wirklich schonen und größere Anstrengungen vermeiden.

Ich denke, das das putzen der Fenster in einem EFH und 30x die Treppen rauf und runter rennen wird wohl unter größere Anstrengungen fallen...

Ach ja, Ödeme in den Füssen + Kniegelenken (wird mit Globolis und Akupunkur behandelt) sind schon sehr hinderlich beim laufen - es tut nämlich einfach irgendwann nur weh!

Beitrag von muehlie 15.05.11 - 18:41 Uhr

Noch einmal: es geht nicht um starke körperliche Beanspruchung. Da dein Herz zwei Kreisläufe versorgen muss, sollst du in der Schwangerschaft so oder so nicht plötzlich über dich hinauswachsen und körperliche Höchstleistungen erzielen. Es geht um Bewegung in Maßen, und da gehören Spazierengehen und auch Treppensteigen (nicht -rennen! ;-)) dazu (Fensterputzen dagegen finde ich eigentlich überhaupt nicht anstrengend, aber vielleicht habe ich auch andere Fenster #kratz). Wie gesagt, zur Geburt werden die meisten (erstgebärenden) Schwangeren sowieso erstmal zum Spazieren und Treppensteigen geschickt. Du hast oben geschrieben, dass du keine Einleitung möchtest. Dann würde ich an deiner Stelle den Arzt mal fragen, wie es denn jetzt mit mäßiger Bewegung zum Ankurbeln der Geburt aussieht. Dass die Ödeme schmerzhaft sind, kann ich verstehen, aber auch bei Ödemen wird doch normalerweise therapieunterstützend Bewegung empfohlen, oder nicht?

Übrigens, den Luxus des Ausruhens und der körperlichen Schonung, damit die Gebärende fit für die Geburt ist, kann sich ohnehin nur eine Erstgebärende leisten. Ich weiß, es klingt sicherlich arrogant, aber spätestens wenn man mit Kleinkind zu Hause zum zweiten Mal schwanger ist, kann man über solche Tipps nur milde lächeln. :-)

Das alles heißt natürlich nicht, dass deine Schwiegermutter in allen anderen Punkten auch Recht hat oder generell dazu berechtigt ist, sich in deine Angelegenheiten einzumischen. Aber die ältere Generation versucht nun mal häufig, sich mit ihren Erfahrungen irgendwie einzubringen. Dass viele der Ratschläge heute überholt sind, ist bekannt, ist aber für die älteren Leute oft nur schwer nachvollziehbar. Leg dir ein dickes Fell zu und informiere dich selbst umfassend und gründlich, damit du entsprechend reagieren kannst.

Beitrag von -nastja- 15.05.11 - 17:23 Uhr

hallo,

ich könnte auch ein lieg davon singen, was ich mir schon alles anhören musste. du darfst dies nicht und du darfst jenes nicht. und kindersachen darf man ja eh erst kaufen, wenn das kind dann da ist. ja sicher...

ich musste mich einmal überwinden und laut, vor allen leuten, sagen: ICH bin schwanger, ICH werde das kind gebären und ICH werde es erziehen so wie es mir passt. wenn IHR ein kind so erziehen wollt wie ihr es für richtig hält, dannn werdet selber schwanger!

Beitrag von pipo.27- 15.05.11 - 17:42 Uhr

ich muss mir so was zu glück nicht anhören #rofl#rofl die alte hexe interessire ich und das baby nicht #pro ihr reaktion an meine schwangerschaft war mit wehm. seit dem spreche ich mit sie nicht mehr und dann habe ich meine ruhe. zu glück. #huepf