Vaterschaftsanerkennung - was soll ich nur machen???

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von hannahjacqui 15.05.11 - 20:02 Uhr

Hallo Leute,

ich habe da ein für mich doch mächtiges Problem.
Ich bin schwanger und vor Kurzem kam es zur Trennung. Er hat nur auf mir rumgehackt und mir Vorwürfe gemacht, mich als Krankheits betitelt und so weiter.
Als er dann seine Sachen geholt hatte, schrieb er mir nachher ne Mail, in er er mir drohte, dass ich ihm das büßen würde und ich würde in Zukunft auch etwas verlieren, was mir sehr am Herzen liegt (eine Bekannte hatte sich von ihm abgewandt, als sie von unserer Trennung erfuhr).
Ich war schon auf dem Jugendamt und die Berater fanden die Mail gar nicht witzig.
Leider habe ich viel zu spät bemerkt, dass er bei der kleinsten Meinungsverschiedenheit sehr verletzend wird und psychisch Druck macht. Er hat sich zwar mit meiner Schwangerschaft gebrüstet vor anderen, aber sich nie gekümmert oder mal Gedanken um die Zukunft gemacht.
Seine Mutter meinte auch auf die Nachricht meiner SS hin:"Enkelkinder ja, aber nicht von dieser Frau!" Ich sags mal so - seine Mutter hat letztendlich den Kampf gewonnen, in dem ich nie mitgekämpft habe.

Nun habe ich Angst, dass er dieses Baby benutzen wird. Nicht um des Kindes willen, aber um recht zu kriegen.
Ich weiß, wie er mich behandelt hat und wiees mir ging. Er kann sehr verbohrt sein, wenn er etwas nicht bekommt. Vernunft ist da leider nicht da.
Sagt mir jetzt bitte nicht, dass ich es doch hätte vorher wissen müssen und jeder Vater hat ein Recht auf sein Kind. Ich weiß auch, dass ein Kind seinen Papa braucht.
Aber so, wie er sich verhält, habe ich einfach Angst, dass das Kind als Spielball benutzt wird und darunter leiden wird. Das Jugendamt hat meine Ängste nachvollziehen können.

Nun bin ich am Überlegen, ob ich - falls er es überhaupt macht - der Vaterschaftsanerkennung nicht zustimme zum Schutz des Babys.
Ich hätte nach einer normalen Trennung kein Problem mit Umgangsrecht und so, aber nachdem, wie er sich jetzt verhält...

Könnt ihr mir vielleicht schreiben, wenn ihr ähnlich Erfahrungen gemacht habt und welchen Weg ihr gewählt habt?

Hannahjacqui

Beitrag von nadineriemer 15.05.11 - 20:07 Uhr


Hey
verstehen kann ich dich,aber stimmst du nicht zu wird ein Test beim Gericht durch geführt,was nicht billig ist.Hol dir Hilfe Beratungstelle Jugendamt und hole dir einen Anwalt.Er wird wenn er sich so verhält betreuten Umgang zugesprochen bekommen,weil ein Recht hat er auf Umgang.Aber mach das über einen Anwalt,bin in einer ähnlichen Situation und mir hat der Anwalt gut geholfen.

Nadine

Beitrag von hannahjacqui 15.05.11 - 20:19 Uhr

Hallo Nadine,

danke für deinen Zuspruch.
Ich habe im Internet recherchiert und gelesen, dass er die Anerkennung bei Gericht einklagen kann und dann das Gericht mit Hilfe Jugendamt und so entscheidet, ob ich aus rein egoistischen Gründen so handele oder zum Wohl des Kindes.

Ich kann mir auch keinen Anwalt leisten. Ich habe zwar ein recht gutes Nettoeinkommen, aber Ausgaben wie Kredite und so, die ja nicht anerkannt werden wegen Prozesskostenbeihilfe und so.

Ich habe ja Gott sei Dank noch etwas Zeit.
Aber ich habe echt Angst, dass weder mein Sohn noch ich je zur Ruhe kommen werden wegen ihm.

Warum war ich nur so blind?

Jacqui

Beitrag von rmwib 15.05.11 - 20:38 Uhr

Dreh den Spieß um.
Ehrlich jetzt.
Richte ein Beistandsschaft fürs Kind ein beim Jugendamt, sag ihm Bescheid, dass Du jeglichen Kontakt nur noch über das Jugendamt wünscht und hol Dir ne neue Nummer.
Du lässt Dich da völlig in die Opferrolle drängen und unter Druck setzen, ich würd das an Deiner Stelle nicht mitmachen.
Wenn er sich so benimmt, wär er bei mir genau an der richtigen Adresse #schein

Beitrag von rmwib 15.05.11 - 20:35 Uhr

#kratz

Wenn Du weißt wer der Vater ist, bist Du dazu verpflichtet, ihn als diesen anzugeben.

Deinem Kind steht der Unterhalt zu.

Wenn Du Bedenken für den Umgang hast, würde ich ihn das Kind erstmal nicht sehen lassen, Umgang kann er sich den einklagen, das dauert vermutlich eine halbe Ewigkeit, besonders wenn Du damit nicht einverstanden bist.

Außerdem könnte er das Baby am Anfang ohnehin nicht alleine haben und wenn Du merkst, dass er sich nicht benimmt oder euch schadet, kannst Du immernoch dazwischen hauen.

Beitrag von hannahjacqui 15.05.11 - 20:41 Uhr

Hallo rmwib,

laut Jugendamt ist es nicht ganz richtig, dass ich verpflichtet bin, ihn anzugeben. Die Beraterin hat gesagt, dass die Anerkennung nur dann rechtlich in Kraft tritt, wenn ich zustimme.
Klar, bekommt das Kind nur Unterhalt, wenn die Vaterschaftsanerkennung da ist.

Ich mache mir eher Gedanken, dass einem Kind, was gänzlich ohne Vater aufwächst, etwas Wichtiges fehlt.

Ich wünsche dir noch nen schönen Sonntag!

Jacqui

Beitrag von nadineriemer 15.05.11 - 21:03 Uhr

Hallo,
ich verstehe dich wirklich mache das auch gerade durch,aber er kann bei Gericht die Vaterschaft einklagen lassen.Gibst du ihn nicht an,wirst du keine Gelder bekommen.Hold dir Hilfe und zeige ihm das er nicht machen kann was er will.Aber du wirst wenig Chancen haben einfach den Vater nicht angeben u.s.w.Das wird sehr schwierig.

Nadine

Beitrag von hedda.gabler 15.05.11 - 21:30 Uhr

Hallo.

>>> Wenn Du weißt wer der Vater ist, bist Du dazu verpflichtet, ihn als diesen anzugeben. <<<

Das stimmt nicht ... es gibt keine rechtliche Grundlage, die die Mutter zwingt, den Vater anzugeben (damit werden auch ihre Persönlichkeitsrechte geschützt).

Voraussetzung ist natürlich, dass keine öffentlichen Gelder, die eigentlich der Vater in Form von Unterhalt zu zahlen hat, bezogen werden.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von rmwib 15.05.11 - 22:08 Uhr

#danke

Beitrag von 3erclan 15.05.11 - 22:53 Uhr

Hallo

hast du ZEugen???

Lösche die Email niemals druck sie dir aus.

Wir haben Bannmeile gegen den Vater solange mein kInd 14 Jahre alt ist.Das wurde schon in der SS gemacht.Er hat sie niee gesehen usw..
Kann die Vaterschaft nicht einklagen usw..

lg

Beitrag von hannahjacqui 16.05.11 - 09:56 Uhr

Ja, ich habe die Mail noch und habe sie auch zusätzlich ausgedruckt.
Die Beraterin auf dem Jugendamt hat sie ja nach meinem Besuch auch.

Da ich schon mal mit nem Stalker zu tun hatte, weiß ich glücklicherweise, wie man sich in solch einem Fall verhalten muss.

Ich habe mich so in der Gewalt, dass ich auf solche bösen Mails nicht reagiere, aber schockieren tut das schon.

Jacqui