Stottern bei den W- Fragen... Normal?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von chrissy2588 15.05.11 - 20:45 Uhr

Hallo an alle.

Ich habe eine Frage. Seit ca. 4-5 Wochen stottern meine Kleine (3 Jahre) bei den W- Fragen.

Wenn sie beispielsweise fragen will: "Was machst du?" Stottert sie total bei dem "was". Wenn sie normal spricht passiert es so gut wie nie. Sie verhaspelt sich nur sehr selten, wenn sie sehr aufgeregt von etwas spricht.

Ist das in dem Alter normal? Soll ich deswegen zum Kinderarzt gehen?

Ich hoffe ihr könnt mir ein bisschen helfen.

Liebe Grüße Chrissy

Beitrag von dee143 15.05.11 - 20:54 Uhr

Hallo,

also deiner HP entnehme ich, dass deine Tochter gerade 3 Jahre geworden ist. Mit 3 Jahren muss das Sprechen noch nicht perfekt sein. Es ergeben sich immer wieder Fort und Rückschritte in der Sprachentwicklung. Kann es sein, dass deine Tochter gerade viele neue Wörter in ihre Sätze einbaut? Oder kompliziertere Zusammenhänge in Worte fasst? Dann kann es sein, dass sie gedanklich schon das Ende des Satzes formuliert und daher beim ersten Wort ins stocken gerät. Gerade weil es sich ja meist um Fragen (die ja meist auch für Kinder sehr relevant sind).

Ich würde es an deiner Stelle noch etwas beobachten. Vielleicht gibt sich das Problem bald von selbst. Ich würde allerdings höchstens noch weitere 4 Wochen warten und dann evt. doch den Kinderarzt fragen.

LG
Dee

Beitrag von chrissy2588 15.05.11 - 23:00 Uhr

Danke für deine Antwort.

Ich werde es mal noch beobachten.

Einen schönen Wochenanfang!

Beitrag von midget83 16.05.11 - 08:20 Uhr

Guten Morgen, Chrissy,

ob das normal ist, weiß ich nicht. Aber ich meine 'mal gelesen zu haben, dass das bei Kleinkindern in der Sprachentwicklung häufiger vorkommt.

Luisa (*Nov. 2008) wiederholt, z. B. bei "Was ist das" das "Was" bis zu 5x - aber erst seit etwa 5 Wochen davor hat sie es völlig normal gesagt - dann gabs eine Phase da wurde das IMMER wiederholt - mittlerweile nur noch ab und zu - scheint sich bei uns also schon wieder zu geben...

LG Midget

Beitrag von fbl772 16.05.11 - 14:39 Uhr

Hallo Chrissy,

es gibt das sogenannte "Entwicklungsstottern" (einfach mal in Google eingeben), was ausgesprochen häufig vorkommt und sich von alleine verliert. Darauf würde ich bei einer 3-Jährigen zuerst tippen.

VG
B

Beitrag von starkea 22.05.11 - 19:10 Uhr

Es gibt mehrere Gründe, noch nichts zu machen.
(1) Das, was Deine Tochter zeigt, ist wahrscheinlich gar kein Stottern, sondern sind Beispiele für sog. entwicklungsbedingte Unflüssigkeiten (normal developmental disfluencies).
(2) Deine Tochter zeigt das erst seit kurzer Zeit. Als allgemeine Richtlinine werden für eine Intervention 6 Monate nach Beginn empfohlen. Die Heilungschancen werden dadurch nicht schlechter. Kurz: Keine Panik.
(3) Deine Tochter ist für eine Intervention noch sehr jung.

Die Heilungschancen werden auf 80 Prozent geschätzt, bei Mädchen sogar noch höher (ca. 90 Prozent).

Ein Kriterium für eine Intervention ist allerdings, wenn Du beunruhigt bist. Es macht auch Sinn, dass Du Deine Tochter in ein paar Wochen mal einer sachkundigen Logopädin vorstellst. Das wird dann wahrscheinlich auf ein Beratungsgespräch hinauslaufen. Wenn es gut ist, weißt Du anschließend mehr über Stottern als jetzt. Eine Heilmittelverordnung dafür erhältst Du vom Kinderarzt (oder jedem anderen Arzt).