Rechte der Mutter

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von amrot 15.05.11 - 21:21 Uhr

Hallo,

heute wende ich mich einmal mehr an Euch um eine Rat einzuholen.

Das hier ist die Vorgeschichte, falls es jemanden interessiert, erheblich für meine Frage ist es jedoch nicht.

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&tid=3039830&pid=19237433&bid=20

Es ging so weiter, dass der offenbar tatsächlich psychisch gestörte Vater auf einmal alles was das Kind betraf an die Mutter abgab udn dieses nur noch alle paar Wochen sehen wollte. Es fiolgten ruhige Wochen. Nun ist es wieder soweit. Er droht ihr, beschimpft sie am Telefon und macht ihr Angst, das Kind wird wenn gesehen, dann unter Druck gesetzt.

Sie hat einen Anwalt eingeschalten, nachdem er eine weitere Mediation ablehnte. Er ist so sauer nach Erhalt des Briefes vom Anwalt, welcher ihm im Grunde nur mitteilte, dass Absprachen einzuhalten sind, sofern nicht triftige Gründe vorliegen, dass er ihr nun die ehemals von ihm mit in die Beziehung gebrachte Küche sowie zweio Großgeräte entziehen will. Sie hat diese seit fast 3 Jahren zur alleinigen Nutzung und kann sich eine Neuanschaffung nicht leisten.

Ist sie verpflichtet ihm, er ist mit seiner Frau komplett eingerichtet, diese Dinge auszuhändigen oder aber greift da quasi ein Gesetz? Im Grunde genommen gefährdet es ja das Kind.

Am schlimmsten finde ich tatsächlich, was er dem Kind mit dem Ganzen antut. Der ist zwar in den letzten Wochen zur Ruhe gekommen, wird aber trotz dessen immer wieder eingeschüchtert und soll nun mal wieder miterleben, wie der Papa ihm und Mama die halbe Einrichtung nimmt. Wenn das KInd ohne bleibenden Schaden aus dieser Sache rauskommt, kann man von Glück sagen.

Danke für eure Hilfe!

lg,

amalie

Beitrag von arvid-2007 15.05.11 - 21:55 Uhr

Also ich weiß nicht inwieweit das rechtlich fixiert ist, aber eigentlich werden doch Küche und Kinderzimmer demjenigen wo das Kind lebt zugesprochen. Und mit Kühlschrank und Waschmaschine gilt das zumindest für eins von beiden, soweit ich mich erinnern kann.

Ich hab jetzt die Vorgeschichte nicht gelesen. Es klingt für mich aber nach reiner Panikmache/Schikane. Wenn er alles hat, wie will er dann diese Herausgabe begründen?

Rechtlich absichern kannst Du Dich aber nur mit Anwalt.

Beitrag von ppg 15.05.11 - 21:58 Uhr

Ja, wenn das Paar verheiratet gewesen wäre, würde Deine Aussage stimmen

Ute

Beitrag von amrot 15.05.11 - 22:01 Uhr

Also kommt er womöglich damit durch ihr die Küche wegzunehmen?
Und wenn sie behauptet, dass er sie ihr geschenkt hätte?

lg,

amalie

Beitrag von ppg 15.05.11 - 22:08 Uhr

Warum streitet sie sich mit einem Psychopaten um solchen Scheiß????

Will sie ihre Ruhe oder nicht?

Wenn ja, stell ihm seine Möbel vor die Tür und besorgt Euch bei Umzügen / Wohnungsauflösung eine neue Küche für umsonst oder wenige Euro.

Ich weiß gar nicht, wie man unter diesen Ramenbedingungen darüber einen Gedanken verschwendet das Zeug zu behalten.

Sag, hat das Kind nicht schon genug mitbekommen? Muß sich Deine Freundin auch noch so erniedrigen sich um eine abgewrackte Küche zu streiten?

Dem mann gehören die Möbel nunmal und er hat einen Anspruch auf die Herausgabe. Mit dummen Lügengeschichten macht sich Deine Freundin nur unglaubhaft, in jedem anderen Aspekt des zukünftigen Verfahrens - auch wenn sie da die Wahrheit sagt.

Ute

Beitrag von amrot 15.05.11 - 22:13 Uhr

Es war gerade nur meien Idee. Der Anruf mit der Forderung kam erst vor wenigen Stunden.
Sie hat es bisher genau so gehalten, wie beschrieben: sie gibt raus, was ihm gehört udn ist immer freundlich, aber bestimmt. legt auf, wenn er anruft, um sie zu beschimpfen, unterstützt den Umgang...

Beitrag von ppg 15.05.11 - 22:35 Uhr

Daran sieht man, das es klug ist seinen eigenen Weg zu gehen und sich nicht von anderen beirren zu lassen.

Ute

Beitrag von amrot 15.05.11 - 22:48 Uhr

Entschuldige. Ich habe hier Rat gesucht und wollte wenn mgölich verschiedene Wege durchspielen. Ebene bevor ich ihr etwas rate.
Es ist sehr nett, dass du mir antwortest, allerdings wäre es doch angebracht nicht mich als falsche Freundin hier abzuurteilen.

Ich stehe ihr die ganze Zeit bei und versuche ihr auch kompetenten Rat zu geben. Ohne mich wäre sie wahrscheinlich noch nicht bei einem Anwalt gewesen und würde immer noch versuchen alleine klarzukommen.

Trotzdem Danke für dene Tipps.

Beitrag von ppg 16.05.11 - 08:48 Uhr

Ich stehe ihr die ganze Zeit bei und versuche ihr auch kompetenten Rat zu geben.

Nein, Du hetzt sie auf, genau wie die neue Ehefrau den Mann aufgehetzt hat. Um dann gemütlich dem folgenden Drama zuzusehen und sich daran zu weiden. Sehr unangenehm.

Wahre Freunde unterstützen einander, das ist aber nicht das was Du tust.
Denk mal darüber nach ehe Du fortfährst Deinen Heiligenschein zu putzen

Ute

Beitrag von amrot 16.05.11 - 09:28 Uhr

Ich habe HIER nach Rat gefragt und nicht an sie weitergegeben.
Sie hat keinerlei Geld sich irgendetwas neu zu kaufen, das muss sie jedoch: eine gesamte neue Küche udn 3 Großgeräte. Entschuldige bitte vielmals, dass ich da im ersten Moment an eine Weigerung ihrerseits dachte.
Mein erster Rat an sie war, um es genau zu nehmen, naja, dann gib es ihm, sonst gibt er nie ruhe. Mein zweiter Weg war hierher, um vielleicht am Abend noch ein paar gute Neuigkeiten für sie aufzutun, damit sie sich nicht wieder in den Schlaf weint.

Deine selbstgerechte Art ist ja geradezu unmöglich.

Was wahre Freunde tun udn was nicht scheint nicht wirklich in deinem Ermessensspielraum zu liegen, denn wenn du so ein Verhalten auch bei diesen an den Tag legst, können es nicht allzu viele sein.

Beitrag von amrot 15.05.11 - 22:00 Uhr

Sie wird gleich morgen ihre anwältin kontaktieren. Ich wollte ihr nur gern heute Abend noch ein paar gute Nachrichten geben.
Sie ist wirklich fertig mit den Nerven udn hat auch Angst vor ihm. Er scheint unberechenbar.
Er hat bereits andere Möbelstücke herauserzwungen und sie hat immer nachgegeben. Des lieben Friedens willen. Nun aber geht es ans Eingemachte.

Danke für deine Antwort.

lg,

amalie

Beitrag von ppg 15.05.11 - 21:57 Uhr

Ein psychisch kranker Mann wird die Mutter nie in Ruhe lassen.

Ihr Anwalt soll versuchen das Alleinige Sorgrecht zu bekommen, was vermutlich nicht gehen wird, somit Teilbereiche, das im Alltag kein Kontakt zum KV nötig ist. Auf Grunmd der Kinderängste wird ab soforft betreuter Umgang beantragt. Außerdem muß der Kindesunterhalt sofort eingeklagt werden , besser noch zusätzliche Strafanzeige wegen Unterhaltspflichtverletzung.

Außerdem soll Deine Freundin die Scheiß Küche und seine anderen Möbel freiwillig abgeben um die Reibungspunkte zu diesem Mann zu minimieren - es ist Seins, das könnte er auch durchaus einklagen. das wären die Sachen auch weg und Deine Freundin hat noch zusätzlich die Gerichtskosten an der Backe

Diese Dinge gibt es auch für ganz kleines Geld bis umsonst und sind es nicht wert deswegen seine Nerven zu ruinieren.

Beitrag von amrot 15.05.11 - 22:08 Uhr

So hat sie es bisher immer gehandhabt. Sie hat alles rausgegeben udn ist immer freundlich geblieben, damit er auch rein rechtlich nichts anrichten kann.
Das Kind lebt nun die allermeiste Zeit bei ihr, Gsd., aber da er wie gesagt psychische Probleme zu haben scheint, gibt er keien Ruhe. Es ist immer irgendetwas.
Der Witznist ja, dass der Brief ihrer Anwältin ohn in keinsterweise in seinen Rechten beschneidet, ihn im Grunde nur an seine Rechten und Pflichten erinnert. Unterhalt zahlt er.
Ich fürchte, wenn sie das mit dem betreuten Umgang anstrebt, dann dreht er völlig durch.
Das Kind geht demnächst zu einem Psychologen, der sicher schnell merkt, was der Vater anrichtet.

Danke für deine Antwort.

lg,

amalie

Beitrag von janamausi 16.05.11 - 13:58 Uhr

Hallo,

ich habe nicht alles gelesen. Aber wenn sie schon 3 Jahre getrennt sind dann hätte sie doch in der Zeit sich Geld für eine Küche zusammen sparen können? Sie kann doch nicht erwarten, dass sie ihr Leben lang die Küche von ihrem Ex nutzen kann.

LG janamausi

Beitrag von amrot 16.05.11 - 14:06 Uhr

Hallo,

er hat ihr die Küche und andere Möbel damals überlassen. Damals haben sie sich im Guten sozusagen getrennt. Andere Dinge hat er bereits zurückgefordert und sie ihm natürlich zurückgegeben.
Das ganze Theater ging ja eigentlich auch erst los, als er mit seiner Frau vor einem halben Jahr zusammenkam. Nach und nach wurde das Verhältnis schwieriger, bis es dann siehe obigem link ganz ausartete.
Sein Tun scheint systematisch zu sein udn darauf bedacht ihr keine Ruhe zu gönnen, ihr immer wieder eins auszuwischen.
Jetzt besorgen wir eben eine andere Küche + Geräte. Dann gibt es wohl nichts mehr, was er zurückfordern kann.
Nun ja, nochmal wird ihr das sicherlich nicht passieren, hinterher ist man immer schlauer.

lg,

amalie

Beitrag von phili0979 16.05.11 - 18:53 Uhr

Hallo,

also das mit der Küche usw. würde ich nochmal mit dem Anwalt abklären. Wenn er ihr die Küche ohne Zeitangabe (wie lange sie sie behalten darf) überlassen hat, ist möglicher Weise schon eine Verjährung (tritt nach 3 Jahren ein, verlängert sich aber mit jeder Forderung wieder!) eingetreten, sodass sie sie nicht mehr zurückgeben braucht. Wenn dem nicht so ist würde ich den Anwalt prüfen lassen ob man das Gewohnheitsrecht anwenden kann um so die Herausgabe zu verhindern.

Also vorerst Küche & Co behalten und den Sachverhalt mit dem Anwalt durchgehen.

Lg

Beitrag von amrot 17.05.11 - 13:32 Uhr

Hallo und danke für deine Antwort.

Ja, ich denke auch, dass sie womöglich die Küche etc. behalten könnte. Die Frage ist hier aber: zu welchem Preis. Sie muss ihn auf Abstand halten udn keine Angriffsfläche bieten. So hat sie es bisher gehalten und ich denke es ist ein guter Weg. Auch wenn es jetzt schwierig wird alles neu anzuschaffen...

lg,

amalie

Beitrag von parzifal 17.05.11 - 17:25 Uhr

Rechtlich bist Du auf dem Holzweg.

Gewohnheitsrecht ist ein Schlagwort was zu 99 % nie zur Anwendung kommt. Hier passt dies auch nicht.

Für eine Verjährung spricht hier auch nichts.

Herausgabeansprüche aus Eigentum verjähren in 30 Jahren und nicht in drei Jahren.

Eine Verjährung würde im Übrigen auch nicht durch eine bloße Forderung unterbrochen werden.

Dass generell zum Lauf der Verjährung erstmal ein fälliger Anspruch existieren muss sei nur der Vollständigkeithalber erwähnt.

Ich sage wohlbemerkt nicht, dass die TE keine Ansprüche auf die Küche hat, da ich den Sqachverhalt kenne.

So einfach wie von Dir angedeutet ist es aber wie ausgeführt nicht. Insofern ist Dein Rat (Anwalt) also berechtigt.