Er isst fast nichts mehr, weil er Angst hat! Suche Dringend ein Tipp!

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von -euphorie- 15.05.11 - 21:46 Uhr

Hallo alle zusammen!

Mein Großer hat arge Probleme zu Essen!

Folgendes ist passiert, vor 2 Wochen haben wir bei Freunden gegrillt, und Julian ist der Nudelsalat im Hals stecken geblieben, er hat sich so arg verschluckt das er geheult hatte und totale Panik bekommen hat, weil er keine Luft bekam,wir hatten erst gedacht das ihn eine Biene gestochen hatte.

Und seitdem geht nichts mehr.

Ich worde im KiGa von der Erzieherin angesprochen, das er beim Frühstück total weinen würde, das ihm der Hals weh tun würde.
Irgendwann hat er sogar erzählt, er habe zu Hause schon gefrühstückt.

Ich kenne ihn so nicht, er isst gerne aber nie viel.

Zu Hause ist mir aufgefallen, dass er Abends immer aus dem Bett kam und noch Hunger hatte, den ganzen Tag höre ich nichts anderes "Ich habe so Hunger".

Ich habe ihn auf seine Halsschmerzen angesprochen, irgendwann kam er mit der sprache raus das er angst hat das er sich erstickt.
Im Kiga würde das niemand bemerken, wenn er sich verschlucken würde, er hätte schon ein paar mal gebrochen, weil er sich verschluckt hat (hätte mir die erzieherin sicher gesagt?!?!).

Heute beim Mittagessen habe ich Nudeln mit Tomatensoße gemacht, er isst total langsam, was an sich kein Problem ist, solange er isst!
Nach 3 Nudeln heulte er, und würgte die Nudeln raus, fing an Panisch zu heulen. Er hätte was im Hals stecken..?! Es war aber nichts, er heulte als weiter, bis ich ihm ein mini, wirklich minimales stückchen fleisch rausgeholt habe.

Er verweigerte danach das essen.

Später hatte er natürlich Hunger und er sagte, dass er jetzt nur isst, wenn ich vor ihm Sitze und ihn dabei anschaue!! Ich habe die Nudeln so klein geschnitten, das gehacktes rausgepopelt... er kaut die Nudel zu Brei und hat trotzdem nur Angst!

Was soll ich denn bitte noch machen? Warum hat er so eine Panik? Zum Arzt?

LG Mine mit Julian (5 Jahre und Lina 6 wochen alt) #verliebt


Beitrag von elaleinchen 15.05.11 - 21:49 Uhr

Oh je, der arme Kleine. Der schock muss ja echt tief sitzen.

Ich würde vielleicht wirklich mal zum Arzt gehen.
Und evtl. eine Zeitlang nur sachen anbieten, die er ganz ganz kleine im Mund zermatschen kann. Damit er wieder Vertrauen zum Essen findet. Wenn längere zeit nix passiert, da sollte es sich wieder legen denk ich.

Alles Gute

Beitrag von elias07 16.05.11 - 12:17 Uhr


Hallo

Vielleicht bietest du ihm mal so Hipp Gläser ect. pp. an?
Damit du ihm vorerst mal die 4 Monatsgläser und dann Stück für Stück an die normale Kost rantasten.

Ich kann dir nur wirklich raten, Bachblüten zu nutzen!!!!!!
Viell. ne Hebamme oder deinen KiA dazu befragen, bzw. zum Homöopathen gehen!

Mein Sohn ist sooooo ein Sensibelchen, genau deine beschriebene Reaktion deines Sohnes, ist gleichzusetzen mit der meines Sohnes.
Egal obs ums verschlucken geht, oder das Drama das wir hatten, als er mal ganz arg Verstopfung hatte und sich dann weigerte Groß aufs Klo zu gehen, was natürlich wieder zu massiver Verstopfung führte...ein Kreislauf der uns ins KH brachte. #heul

Ich bekam von meiner Hebi dann Bachblüten - DAS war das ULTIMATIVE
Wirklich, Elias - eh soooo sensibel - hat super toll darauf angesprochen und der "Schalter" im Hirn - mehr ist das zumeist ja nicht - hat sich im Nu wieder umgelegt ;-)

Alles Liebe und viiiiel Geduld #liebdrueck

Beitrag von jimmytheguitar 15.05.11 - 21:55 Uhr

Wenn ihn diese Geschichte so stark einschränkt das er nicht mehr vernünftig essen kann obwohl er Hunger hat würde ich definitiv zum Arzt gehen mit ihm. Was dann weiter geschieht werdet ihr dann sehen, vielleicht benötigt dein Sohn eine Art der psychologischen Betreuung um das Geschehene zu verarbeiten.
Außerdem finde ich es merkwürdig das er immer wieder Halsschmerzen angibt. Vielleicht war es doch nicht nur der Nudelsalat sondern ein Knochensplitter vom Fleisch (da ihr gegrillt habt) oder ähnliches. Vielleicht ist dadurch die Speiseröhre verletzt worden bzw. stark gereizt worden. Ich würde es auf jeden Fall abklären lassen. Eigentlich verschluckt sich ein Kind ja auch nicht einfach so so massiv. Oder hat er rumgetobt während des Essens?

Wünsche deinem Sohn auf jeden Fall gute Besserung!

LG

Beitrag von lux-amor-lacrimae 15.05.11 - 22:12 Uhr

Hallo,

als ich dein Anliegen gelesen habe kam mir eine ganz andere Idee. Ganz zum Schluß schreibst du dass du noch eine kleine Tochter von 6 Wochen hast. Was wäre denn, wenn er Verlustangst hat, weil er noch nicht wirklich einschätzen kann, dass er auch trotz Geschwisterchen immer die notwendige Aufmerksamkeit von dir bekommen wird. In dem Alter sagt er dir noch nicht was ihn ängstigt. Seit der Situation die er erlebt hat, zweifelt er an seiner Sicherheit. So komisch dass jetzt auch klingt ich würde ihm jetzt Trinkmahlzeiten anbieten, da kann nix mehr steckenbleiben. Außerdem würde ich beobachten ob er von den Menschen die ihm Nahe stehen jetzt wesentlich weniger Aufmerksamkeit bekommt. Wenn dem so sei, würde ich das ihm erzählen, dass mir das auffällt und fragen was das mit ihm macht. eventuell sagt er "nix", vielleicht aber auch "traurig". Dann wärst du ein wenig schlauer und er merkt, dass du ihn verstehst und seine Situation erkennst bzw. erkennen willst. Solche Momente sind für Eltern und Kinder unbezahlbar und können sehr heilsam sein.

Ich drück dir die Daumen

Beitrag von koqu 16.05.11 - 13:50 Uhr

...toller Nickname!!

Sorry, völlig neben dem Thema, wollt' ich trotzdem mal loswerden!
Luise

Beitrag von bine3002 15.05.11 - 22:51 Uhr

"verschluckt sich ein Kind ja auch nicht einfach so so massiv."

Meine Tochter ist 4,5 Jahre alt und hat sich bisher schon mindestens 6 mal so arg verschluckt, dass wir sie auf den Kopf stellen mussten. Einmal musste ich den Heimlich-Griff anwenden und es hat knapp eine halbe Minute gedauert bis es wieder rauskam (es war ein Stück Möhre). Sie hat dabei nie rumgetobt, sondern ganz normal am Tisch gegessen.

Neulich ist es im Kindergarten passiert. Das war harmlos, weil es eine Kartoffel war, aber die Erziehrin war noch völlig außer sich. Als sie es mir erzählte und ich nur zur Antwort gab: "Schon wieder?" konnte sie es gar nicht fassen, dass meiner Tochter das schon so oft passiert ist. Erst da kam ich überhaupt auf die Idee, dass das eher ungewöhnlich ist. Bis dahin war Verschlucken für uns total normal.

Beitrag von jimmytheguitar 16.05.11 - 18:28 Uhr

Na siehst du, die Reaktion der Erzieherin zeigte dir doch auch schon das es nicht zum Normalfall gehört das Kinder sich so verschlucken während eines normalen Essens. Was gut ist!
Ich wollte mit meiner Formulierung auch keinen defamieren, sondern habe eher darüber nachgedacht ob ihr Sohn generell eine Verlegung/ Verengung der Speiseröhre haben könnte da er ja auch jetzt nach dem Vorfall immer noch Probleme (Halsschmerzen, Fremdkörpergefühl im Hals etc.) angibt.

Beitrag von bine3002 15.05.11 - 21:58 Uhr

Ich würde mit ganz viel Verständnis und Geduld an die Sache rangehen. Versprich ihm, dass Du ihn bei jedem Essen im Auge behälst und ihn retten kannst, wenn er sich wieder verschluckt. Erzähle ihm vielleicht, dass Du jetzt ganz genau weißt, was man tun muss, wenn ein Kind sich verschluckt. Erzähl ihm vom Heimlich-Griff: http://de.wikipedia.org/wiki/Heimlich-Handgriff

Ich denke, dass ihm das Sicherheit geben wird.

Beitrag von engelchen84 16.05.11 - 10:10 Uhr

Huhu,

ich würde es lassen ist viel zu Gefährlich, was ist wenn es wieder passiert und der kleine meint Mama soll das jetzt machen? Die Gefahr, das Mama ihm ernsthafte schäden zufügt ist zu Groß (Rippenbrüche etc...).
Der Heimlich-Handgriff ist bei Erwachsenen schon gefährlich, bei Kindern ist garnicht dran zu denken.

Dann lieber bei dem alter über die Knie legen und auf den Rücken Klopfen.


Lg* engelchen84

Beitrag von querulantin123 15.05.11 - 22:21 Uhr

Geh zum Arzt. Evtl. hat er sich nicht an einer Nudel, sondern an etwas härterem aus dem Salat verschluckt und eine kleine Verletzung in der Speiseröhre, evtl. auch eine Entzündung.

Beitrag von zahnweh 15.05.11 - 22:22 Uhr

Hallo,

wie ist es, wenn er das Essen als Brei bekommt?

also erst mal alles pürriert? Da kann ja nix stecken bleiben?

Vielleicht braucht er einfach wieder das Vertrauen, dass es gut geht. Das GEFÜHLTE und ertastete.

Tut ihm der Hals auch weh, wenn alles pürriert ist?
Klagt er auch beim Trinken?


Spontan wäre meine erste Idee:

alles pürrieren und keine Stücke servieren. Nicht für immer. Erst mal 1-2 Wochen. Damit überhaupt etwas im Magen landet und damit er selbst spürt, dass es durch den Hals flutscht.

Mein Hintergedanke: durch das Flutschen merkt er mit der Zeit gar nicht mehr so sehr was war und akzeptiert irgendwann auch wieder Stücke, weil es soo gut schmeckt?
Und im Bauch landet so vielleicht auch was.

Nein, Brei ist nicht nur was für Babys. Kenne einige, die nach Zahnbehandlungen und co. auch erst mal nur alles pürriert gegessen haben ;-)

2. Impuls: falls er weiterhin über Halsschmerzen klagt, mal zum Kinderarzt.

Klar, könnte psychisch sein durch das Erlebnis. Aber als Laie kann ich nicht ausschließen, dass nicht zufällig zeitgleich eine Halsentzündung oder ähnliches entstanden ist (ich selbst habe damit sehr oft und sehr stark zu kämpfen. Oft auch nur beim Essen, weil es nur dann weh tut. Während trinken oft an der Entzündung vorbei fließt. Kommt auf die Entzündungsart und Stärke an). Daher ggf. abklären lassen um sicher zu sein.

Falls es sich gar nicht besser in den nächsten 1-2 Wochen würde ich den Kinderarzt mal drauf ansprechen. Dein Kind wird sicher nicht der erste sein, dem das passiert.


Ich hab nicht mitgezählt, wie oft ich mich an etwas verschluckt habe oder mir auf die Innenwand der Wange gebissen habe (und durch die Schwellung gleich wieder und wieder). Nach ein paar Tagen, wenn mir das Erlebnis nicht mehr "bewusst" war, hab ich wieder normal gegessen. In der Zwischenzeit weiß ich es nicht. Vermutlich nur die Soße oder nur den Grießbrei oder so #kratz

Beitrag von semmelhase 15.05.11 - 22:31 Uhr

Na Mahlzeit #aerger

ich hatte das selbe Problem,
essen war eine Qual,
ich wollte nur noch alleine essen, weil ich das Gefühl hatte jeder kuckte mich an.
Also weigerte ich mich etwas zuessen, ich bekam die Magersucht ...
ich versteckte das essen, das es so aussah ich habe es ja gegessen.
Das ganze war ein mega großes Problem, für alle beteiligten .... #heul

Es ist für ein Kind ein schreckliches Gefühl sowas zu erleben, mit viel Geduld muss man das wieder aufpeppeln #heul
vielleicht gibt es sowas bei euch, wie eine Kinder Pyschologin??
Ihm muss die angst genommen werden.

Aber ich bin das beste Beispiel, wirklich vergehen tut es nie :-[
ich esse bis heute nichts unterwegs, #schock

ich würde mich wie gesagt direkt an so eine fach person wenden, am besten eine frau,
der kinderarzt hilft da meist nicht soviel #zitter

Beitrag von lux-amor-lacrimae 15.05.11 - 22:41 Uhr

Hallo,

Ich habe eben meinen Beitrag an falscher Stelle gesetzt. Also nochmal:

als ich dein Anliegen gelesen habe kam mir eine ganz andere Idee. Ganz zum Schluß schreibst du dass du noch eine kleine Tochter von 6 Wochen hast. Was wäre denn, wenn er Verlustangst hat, weil er noch nicht wirklich einschätzen kann, dass er auch trotz Geschwisterchen immer die notwendige Aufmerksamkeit von dir bekommen wird. In dem Alter sagt er dir noch nicht was ihn ängstigt. Seit der Situation die er erlebt hat, zweifelt er an seiner Sicherheit. So komisch dass jetzt auch klingt ich würde ihm jetzt Trinkmahlzeiten anbieten, da kann nix mehr steckenbleiben. Außerdem würde ich beobachten ob er von den Menschen die ihm Nahe stehen jetzt wesentlich weniger Aufmerksamkeit bekommt. Wenn dem so sei, würde ich das ihm erzählen, dass mir das auffällt und fragen was das mit ihm macht. eventuell sagt er "nix", vielleicht aber auch "traurig". Dann wärst du ein wenig schlauer und er merkt, dass du ihn verstehst und seine Situation erkennst bzw. erkennen willst. Solche Momente sind für Eltern und Kinder unbezahlbar und können sehr heilsam sein.

Ich drück dir die Daumen

Beitrag von jana-marai 15.05.11 - 23:55 Uhr

Hallo,

wenn die Ursache tatsächlich in dem Vorfall beim Grillen zu suchen ist, würde ich einen Heilpraktiker aufsuchen, der klassische Homöopathie macht. Für mich klingt es nach Angst zu ersticken, und dass der Schock doch tiefer sitzt, als man denkt. Da kann man mit Homöop. viel bewirken.
Wenn das nicht in der Ursache behandelt wird, besteht m.E. eine große Wahrscheinlichkeit, dass unterbewusst was zurück bleibt.
Ein Arzt kann vermutlich nicht viel machen, wenn es wirklich "nur" der Schock und die damit zurückgebliebene Angst ist.
Hilf Deinem Sohn, die Angst los zu werden. Außerdem Geduld und Verständnis. Seine Angst ist schon schlimm genug für den Kleinen.
Und er zeigt ja Vertrauen in Dich, indem er isst, wenn Du ihm ins Gesicht schaust. Nur das Gespräch und pürierte Nahrung sehe ich nicht als alleinige Lösung. Er soll doch wieder mit genuss Nudeln essen können, oder?
LG
jana-marai

Beitrag von redrose123 16.05.11 - 06:40 Uhr

Wie wäre es wenn du erst mal anfängst das Essen zu pürieren? Suppen? Breie? Hört sich doof an aber nimmt Ihm die Angst erstmal oder sitz zu Ihm wie er es will, teil den Erziehern seine Angst mit....

Beitrag von -euphorie- 16.05.11 - 09:39 Uhr

Danke für die Zahlreichen Antworten!

Er hatte beim Grillen übrigens ruhig am Tisch gesessen und hat nur den Nudelsalat (Nudeln, erbsen, Fleischwurst) gegessen..!
Splitter schließe ich jetzt mal aus.

Könnte mir vorstellen, dass er so in moment die Aufmerksamkeit einfordert, aber er war seit der Geburt seiner Schwester noch nie Eifersüchtig, im Gegenteil, er hilft mir und ist Stolzer Bruder..aber vielleicht seh ich es einfach nicht?!

Ich werde eure Tipps annehmen, und ihm vielleicht Babygläschen geben? Zumindest Probieren... Kartoffelbrei oder so.. werd ich heute mal Probieren..

Mache mir echt Sorgen um meinen Schatz..Joghurt's machen nicht groß und Stark..

Ich habe nun so ein schlechtes Gewissen, weil ich so oft geschimpft habe das er nicht isst :-( ich dachte er macht das mit absicht, dass er Abends aus dem Bett kommt und Hunger hat, damit er länger wach bleiben kann...#schmoll

Werde mich nach dem Kindergarten erst Mal bei ihm entschuldigen...

Danke für eure Antworten!

Beitrag von twins 16.05.11 - 11:32 Uhr

HI,
ich würde zum Arzt gehen, vielleicht ist seine Speiseröhre ja noch dick oder so?
Und dann im Vorfeld mit dem Doc telefonieren, damit er sich auf das Gespräch einstellen kann und ihm so vielleicht noch eher eine Hilfe geben kann.

Es gibt doch sicherlich auch Anschauungsmaterial wie die Spreiseröhre reagiert, wenn sie zu würgen beginnt. Damit er weiß, das es passieren kann aber halt nicht ständig.
Viele Kinder haben Angst vor dem, was sie nicht verstehen und wenn man es erklärt (Bilder, TV) dann verlieren sie oft die Angst vor Dingen, die sie vorher nicht einschäten konnten.

Grüße
Lisa

Beitrag von alpenbaby711 16.05.11 - 20:26 Uhr

Das ist krankhaft. Denn schließlich hatten wir alle früher schon mal was quer hängen udn dann gings wieder. Aber danach nicht mehr zu essen aber den ganzen Tag zu jammern er habe doch Hunger geht zu weit.
Geh zum Arzt.
Ela

Beitrag von luzie2 16.05.11 - 23:15 Uhr

Hallo,
unsere Tochter (damals knapp 5) hatte sich genauso übel an einem Stück Bauchfleisch verschluckt. Es war so heftig, dass mein Mann sie kurzerhand auf den Kopf gestellt hat. Gut, das Stück Fleisch flog heraus (besser wäre wohl der Heimlich-Griff gewesen, aber zu spät), sie hustete ohne Ende und konnte sich kaum beruhigen.
Am nächsten Tag fiel mir noch gar nicht auf, dass sie kaum aß. Es war sehr warm, und sie hatte angeblich keinen Hunger, nur Durst. Tags darauf trank sie nur Milch (in Mengen), die sie bis dahin total verabscheute. Als sie am folgenden Tag wieder nur Milch trank, ihr Lieblingsessen komplett stehen ließ, wunderte ich mich doch sehr. Ganz beiläufig fragte sie mich, ob man sich an weichem Essen auch verschlucken könne!!!! Da war mir klar, was los war. Ich habe mich zu ihr gesetzt und ganz in Ruhe versucht zu erklären, dass jeder Mensch sich mal verschlucken kann usw., usw. Sie solle doch einmal das Essen probieren, dann würde sie doch sehen, dass es ganz normal "rutschen" würde......Sie fing fürchterlich an zu weinen. Sie sagte sie, sie hatte so eine furchtbare Angst, da sie keine Luft mehr bekommen hatte. So, nach weiteren 3 Milchtagen bin ich mit ihr zum KiA, der sich alles in Ruhe anhörte. Er sagte, wie sollen das Essen nicht zum Thema machen, und sie nicht drängen. Irgendwann würde ihr Hunger und Appetit so groß werden, dass sie von allein wieder anfangen würde zu essen. Es wäre nicht dramatisch, wenn sie sich 2-3 Wochen nur von Milch ernähren würde. Sollte es jedoch länger anhalten, müsse man weitersehen. Gut. Ich habe dann die fettige Milch (3,5%) gekauft, die sie auch trank. Plötzlich fing sie an, zusätzlich auch Joghurt zu essen. Dann sind wir in den Urlaub gefahren. Die ersten Tage war noch alles unverändert. Zum Glück war dort die Joghurt-Auswahl am Morgen riesig. Sie probierte sich komplett durch. Dann rührte sie auch mal ein paar Cornflakes mit hinein. Diese aß sie allerdings erst, wenn sie komplett durchgeweicht waren. Eines Morgens nahm sie sich plötzlich ein großes Stück Weißbrot #huepf!! Ich habe mich so gefreut. Allerdings puhlte sie sich nur das Weiche aus der Mitte heraus, aber egal. Dann folgten langsam ein wenig Rührei, und zum Mittag eine Handvoll Spaghetti (die ich allerdings mikroklein schneiden mußte) ohne Soße. Das war schon ein super Erfolg. Mittlerweile hatte sie schon an Gewicht verloren. Gut, das sie nicht so furchtbar dünn war. Das Essen war zwar immer noch einseitig, aber sie steigerte sich. Dann muß ihr Appetit aber sehr groß geworden sein!! Plötzlich ging sie am Strand zu einem kleinen Baguette-Stand (wir hatten all incl.). Sie kam mit einem riesigen belegten Käse-Salami Baguette zurück!!! Sie puhlte Tomaten + Gurken heraus und verputzte gaaaaaanz langsam kauend das riesige Teil. Wir haben uns so gefreut, das glaubst du nicht! Von da an ging es langsam wieder bergauf. Sie hat zwar noch eine ganze Weile kein Fleisch gegessen, fing irgendwann aber doch wieder an. Allerdings mußten wir ihr lange Zeit alles immer ganz, ganz klein schnipseln.
Heute ist sie schon 9, kann sich aber immer noch sehr gut an den Vorfall erinnern. Wenn sich ihr kleiner Bruder (3) mal verschluckt und anfängt zu husten, wird sie sofort panisch.
Hätte sich ihr Eßverhalten damals nicht geändert, hätte ich mit Sicherheit einen Psychologen aufgesucht.
Bei ihr hat es geholfen, sie einfach nicht zum Essen zu drängen.
Ich drück euch die Daumen, dass es schnell wieder besser wird. Aber vielleicht hilft euch auch ein KiA?

LG Kiki