Sohn undankbar oder normal?

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von lulu2003 16.05.11 - 11:45 Uhr

Hallo Zusammen,

seit einiger Zeit fällt meinem Mann und mir auf, dass sich unser Sohnemann für nichts bedankt.

Er ist absolut kein verwöhntes Kind was alles bekommt was es will. Natürlich erfüllen wir ihm seine Wünsche zum Geburtstag und zu Weihnachten. Er bekommt aber sehr, sehr selten etwas zwischendurch. Wir sind der Meinung dass er dafür sein Taschengeld hat.

Nun war es in letzter Zeit so, das es für ihn selbstverständlich war, dass Papa sein Fahrrad mit ins Geschäft nahm und reparierte. Er hat es wohl ziemlich unsanft behandelt und daher waren einige Dinge defekt. Als mein Mann es wieder heim brachte, gab es kein Danke von unserem Sohn.

Seit 14 Tagen geht er zum Fußballtraining. Also wurden mal eben Fußballschuhe, Stutzen und Schoner gekauft. Er war beim Kauf dabei. Wieder kam kein Dankeschön.

Ich räume sein Zimmer komplett auf und bekomme auch kein Danke dafür.

Verlangen wir zuviel von ihm? Sind all das Dinge die selbstverständlich sind und wo sich ein Kind nicht bedanken muss?

Ich muss ehrlich zugeben, dass wenn sein Bleistift aus der Schule weg ist, seine Strassen-Mal-Kreide aufgebraucht ist, sein Lieblings-Pudding alle ist usw. ich sofort sage, kein Problem, kaufen wir neu. Es sind für mich aber Dinge die man ja auch ohne Probleme neu kaufen kann. Aber liegt es vielleicht trotzdem daran?

Über eure Meinungen würde ich mich freuen.

Liebe Grüsse
Sandra

Beitrag von lulu2003 16.05.11 - 11:46 Uhr

Hab vergessen zu erwähnen, dass er 7 Jahre alt ist.

Beitrag von marion2 16.05.11 - 12:07 Uhr

Hallo,

ich bekäme Ärger mit meinem Sohn (11), wenn ich sein Zimmer durcheinander bringen würde. Aufräumen definieren wir sehr unterschiedlich. Ein #danke wäre hier zu viel verlangt. Wenn ich mein Kind im Sportverein anmelden würde, würde ich klaglos dafür sorgen, dass es die nötige Ausrüstung hat. Wenn ich will, dass das Fahrrad verkehrssicher ist, dann sorge ich dafür. Meinem Kind ist das erst einmal egal. (Seine Schwestern sind ein bisschen anders veranlagt.)

Die meisten deiner Kritikpunkte beziehen sich auf materielle Dinge. Ein 7jähriger hat keinen blassen Schimmer davon, was wie viel kostet und schon gar nicht, wie lange man dafür arbeiten muss.

Die Frage ist, ob er überhaupt jemals #bitte und #danke sagt - und natürlich, ob ihr diese Worte ihm gegenüber verwendet.

LG Marion

Beitrag von lulu2003 16.05.11 - 13:56 Uhr

Hallo Marion,

vielen Dank für deine Antwort.

Wenn ICH sein Zimmer nicht aufräume herrscht tagelang totales Chaos und die zwei Jungs buddeln sich komplett ein. Das versuche ich durch mein aufräumen zu verhindern. Bis jetzt findet er es immer toll dass ich es mache. Ich hatte nur gedacht das er sich vielleicht mal dafür bedanken könnte.

Stimmt, es geht meist nur um materielle Dinge. Und ICH sehe es auch nicht ganz so eng mit dem "Danke" wie mein Mann.
Ich bin auch so aufgewachsen dass wenn etwas benötigt wurde, es gekauft wurde. Vielleicht sehe ich es deshalb auch eher als normal an dass er nicht danke sagt. Nur meinem Mann stößt es sauer auf.

Bitte und Danke hat er schon als Kleinkind gelernt und gehört auch für uns auf jeden Fall zum guten Ton dazu. Also kann er diese Unart von uns nicht haben.

LG
Sandra

Beitrag von marion2 16.05.11 - 14:49 Uhr

Hallo,

einer in unserem Kinderzimmer durchgeführten Studie (#schein) erreicht das Chaos nach wenigen Tagen seinen Höchststand - mehr wirds nicht.

Wenn du willst, dass er sich dafür bedankt, dass DU aufräumst, lass ihn selbst aufräumen. Dass DU aufräumst, muss zwingend zur Ausnahme werden.

So lange ihr weiterhin #bitte und #danke sagt, gibts keinen Grund sich Sorgen zu machen - er fängt früher oder später wieder damit an.

LG marion

Beitrag von bambolina 16.05.11 - 12:10 Uhr

Hallo Sandra,

du sagst er ist nicht verwöhnt - also ich würde meinem 7-jährigen nicht mehr das Zimmer aufräumen und wenn er sein Fahrrad durch grobe Behandlung selbst kaputt macht, sollte er bei der Reparatur zumindest mithelfen.

Wenn er seine Dinge verschlampt und ihr die problemlos wieder besorgt, klar lernt er den Wert nie schätzen. Ebensowenig die neuen Kickschuhe. Meine Kids müssen wenn sie was verschlampt haben nach der 2. Ermahnung das von ihrem Taschengeld bezahlen. Sei es ein Radiergummi, Tintenkiller oder anderes. Bei teuren Dingen, wie z.B. die Sporttasche samt Inhalt wiederholt verschlampt müssen sie sich an der Erstattung zumindest beteiligen (ist bisher noch nicht vorgekommen).
Seit das Taschengeld zum ersten Mal zum Ofper fiel passen die Kids viel besser auf ihr Zeug auf.

Strassenmalkreide, ok wenn sie leer ist, müssen die die sicher nicht vom eigenen Geld bezahlen, allerdings sage ich auch nie "kein Problem" das besorgen wir. Unterm Jahr gibt es auch i.d.R. keine teuren Spielsachen oder ähnliches.

lg bambolina

Beitrag von lulu2003 16.05.11 - 14:01 Uhr

Hallo Bambolina,

vielen Dank für deine Antwort.

Auch wir handhaben es so, dass Dinge für die Schule und Training natürlich von uns gekauft werden. Es ist für mich auch selbstverständlich dass er diese Dinge bekommt. Ihm wurde aber auch schon angedroht dass er die Sachen von seinem Taschengeld bezahlen muss wenn er etwas verschlampt. Er ist da nämlich manchmal etwas schluderig.

Mir geht es auch nur darum, ob er selbst bei diesen Dingen die natürlich von uns selbstverständlich besorgt oder in Ordnung gebracht werden, sich nicht bedanken sollte? Hach, es ist schon nicht einfach.

Liebe Grüsse
Sandra

Beitrag von bambolina 16.05.11 - 14:32 Uhr

Hallo Sandra,

bitte gern geschehen :-)
Zu den verlorenen Sachen, du gibst zu, dass er viel verschlampt, hast ihm auch angedroht es selber zu bezahlen, aber noch nicht durchgezogen. Ich finde wenn man mit einer Strafe droht (blödes Wort ;-) ich weiß) sollte man das auch durchziehen.

Auch das kaputte Fahrrad zeugt davon, dass er den Wert nicht schätzt bzw. denkt, Papa wirds schon richten.
Ich sehe soviele Kinder in der Nachbarschaft (auch kleine) die ihr Fahrrad nicht am Ständer hin stellen, sondern es einfach plumpsen lassen. Die meisten Mütter stehen daneben und sagen nichts.
Jeder muss das für sich entscheiden, aber ich finde es nicht richtig, weil die Kinder nicht lernen, sorgsam mit ihren Sachen umzugehen. So ähnliches sehe ich auch bei anderen Gebrauchsgegenständen immer mehr.

Für Dinge die im alttäglichen Gebrauch (neue Hose, Pulli...) erwarte ich keinen Dank. Meine Kinder sagen manchmal danke, meist dann, wenn ihnen das gekaufte besonders gefällt, auch über ein Shirt das ihnen gefallen hat (aber vom Kauf nicht unbedingt notwendig gewesen wäre) oder wenn ich ihnen mal etwas ausser der Reihe mit bringe.
Ein Danke im allgemeinen ist zwar toll, erwarte ich bei Dingen die fürs alltägliche Leben notwendig sind aber nicht, mir reichen freudige oder strahlende Gesichter.

Wenn meine Kinder mitgebrachte Sachen achlos auf den Stapel werfen würden, würd ich mir schon Gedanken machen.

Mein Sohn hab ich letzt auch ein paar Shirts mitgebracht, die er anprobieren musste. Er wirkte leicht genervt. Ich hab ihn in die Seite geknufft und gesagt: "Hey, ein bißchen mehr Begeisterung bitte, wenn ich mich für dich schon in Unkosten stürze" - er grinste und knuffte zurück und meinte übertrieben freundlich "gut gemacht liebe Mama".
Na es geht doch ;-)

lg bambolina

Beitrag von bine3002 16.05.11 - 12:22 Uhr

Vielleicht solltest Du dazu übergehen, die Dinge nicht sofort neu zu kaufen. Ich persönlich mache das erst auf Nachfrage. Und Wünsche erfülle ich auch nur, wenn sie mehrfach genannt wurden. Ich kaufe auch nie sofort im Geschäft, wenn meine Tochter einen Wunsch hat. Erstmal wird gegangen und wenn der Wunsch dann arg groß war, gehe ich später nochmal hin und kaufe das Ding der Begierde heimlich (OK, kein Problem weil ich mitten in der Stadt wohne). Dann wird es entweder eingelagert und es liegt irgendwann unvermutet als Überraschung am Frühstückstisch oder mal auf dem Autositz. Ein Danke erwarte ich in dem Sinne nicht, mir genügt die Freude. Aber in aller Regel kommt dann ein Danke und das ist natürlich schön. Wir erfüllen Wünsch übrigens ganzjährig, nur die ganz großen gibt es erst zum Geburtstag/Weihnachten.

Beitrag von lulu2003 16.05.11 - 14:04 Uhr

Hallo Bine,

vielen Dank für deine Antwort.

Ich laufe nicht sofort bei allen Dingen gleich los. Obwohl mein Mann dieses Verhalten auch schon bemängelt hat. ;-)
Er meint auch immer, bei mir müsste alles gleich SOFORT passieren.

Raúl freut sich auch immer sehr. Man sieht es ihm an wie begeistert er ist. Er bekommt nur kein "Danke" über die Lippen.

Liebe Grüsse
Sandra

Beitrag von h-m 16.05.11 - 12:38 Uhr

Ich denke schon, dass Du etwas zuviel erwartest.

Räumst Du "schon immer" sein Zimmer für ihn auf? Dann ist es für ihn doch selbstverständlich und es ist nachvollziehbar, dass er sich nicht dafür bedankt.

Meine Tochter bekommt auch Dinge wie Sportschuhe, Schienbeinschoner, Badeanzug etc. zwischendurch. Da erwarte ich auch kein Danke für... das halte ich für selbstverständlich, das zähle ich zur Kleidung dazu - ähnlich die Lieblings-Joghurts, die zählen zu Lebensmitteln und ehrlich, wenn ich Lust auf bestimmten Joghurt habe, lege ich den auch einfach beim Wocheneinkauf mit in den Einkaufswagen.

Anders ist es bei verschlampten oder mutwillig beschädigten Sachen (in Deinen Beispielen Bleistift für die Schule und Fahrrad), da erwarte ich, dass meine Tochter sich in irgendeiner Form daran beteiligt (Taschengeld, Mithilfe).

Beitrag von lulu2003 16.05.11 - 14:07 Uhr

Genau das habe ich auch meinem Mann gesagt. Da diese Dinge schon immer so sind, kennt Raúl es ja auch nicht anders. Für ihn scheinen diese einfachen Dinge des Alltags so dazuzugehören, dass er es nicht für nötig hält sich zu bedanken.

Für ihn ist es normal dass wir als Eltern nur das Beste für ihn wollen. Er kennt es nicht anders, also warum sollte er sich ändern und plötzlich "Danke" sagen. ;-)

Beitrag von juniorette 16.05.11 - 12:38 Uhr

Hallo,

"Nun war es in letzter Zeit so, das es für ihn selbstverständlich war, dass Papa sein Fahrrad mit ins Geschäft nahm und reparierte. Er hat es wohl ziemlich unsanft behandelt und daher waren einige Dinge defekt. Als mein Mann es wieder heim brachte, gab es kein Danke von unserem Sohn."

da hätte ich mich als Kind auch nicht bedankt. Finde ich irgendwie normal, dass die Eltern dafür sorgen, dass das Kinderfahrrad verkehrssicher ist.
Allerdings hätte ich mein Kind erstmal zu Fuß laufen lassen, damit es sieht, was es davon hat, sein Fahrrad kaputt zu machen.

"Seit 14 Tagen geht er zum Fußballtraining. Also wurden mal eben Fußballschuhe, Stutzen und Schoner gekauft. Er war beim Kauf dabei. Wieder kam kein Dankeschön. "

Ohne Ausstattung kann er nun mal nicht beim Training teilnehmen, und es ist sicher auch im Interesse von euch Eltern, dass er eine Mannschaftssportart ausübt, oder?
Klar wäre ein begeistertes "Danke schön" nett, aber es ist für mich nicht undankbar, wenn man nichts sagt.

"Ich muss ehrlich zugeben, dass wenn sein Bleistift aus der Schule weg ist, seine Strassen-Mal-Kreide aufgebraucht ist, sein Lieblings-Pudding alle ist usw. ich sofort sage, kein Problem, kaufen wir neu."

Verlorene Bleistifte, Straßenmalkreide und Lieblingspudding würden von uns auch kommentarlos nachgekauft werden, ohne dass wir ein "Danke schön" erwarten.
Wobei bei häufig verbummelten Sachen vielleicht auch angebracht wäre, dass das Kind sich mit seinem Taschengeld an den entstandenen Kosten beteiligt, wie eine Vorrednerin schon gesagt hat.

Versteh mich nicht falsch, ich lege großen Wert darauf, dass mein Sohn sich für Sachen bedankt, die eben nicht selbstverständlich sind, aber die von dir aufgezählten Sachen sind ja eher Notwendigkeiten als Nettigkeiten von euch Eltern.

Wobei ich schon enttäuscht wäre, wenn mein Sohn (notwendigerweise) neue Fußballschuhe bekommen würde und kein Zeichen von Freude darüber erkennbar wäre. Echte Freude ist für mich in vielen Situationen genauso gut wie ein "Danke".

Ich finde aber auch, dass es nichts schaden würde, wenn du mit deinem Sohn über deine Erwartungen reden würdest. Es schadet deinem Sohn weder, deine Gedanken zu kennen, noch ein nettes Danke in gewissen Situationen zu sagen.

LG,
J.

Beitrag von ayshe 16.05.11 - 12:54 Uhr

##
Echte Freude ist für mich in vielen Situationen genauso gut wie ein "Danke".
##

#pro


Das ist es, und ich frage mich eben, ob nun dieser Junge sich gar nicht darüber freut oder ob es um ein "Danke" und das Bedanken an sich geht.#kratz


Ich habe mich wohl nicht unbedingt bedankt, wenn mein Vater an meinem Rad einen schlauch geflickt hat, aber ich habe mich gefreut, daß es wieder heil ist oder wenn meine Mutter mir irgendetwas repariert und genäht hat.

Und so macht es meine Tochter auch, sie freut sich total, auch wenn ich nur an irgendwelchen Puppensachen etwas geflickt habe.

Beitrag von juniorette 16.05.11 - 13:00 Uhr

"Das ist es, und ich frage mich eben, ob nun dieser Junge sich gar nicht darüber freut oder ob es um ein "Danke" und das Bedanken an sich geht."

Ja, das habe ich mich auch gefragt #kratz

Meiner freut sich noch über neue Kleidung und Schuhe, mag sich aber irgendwann auch ändern ;-)

Beitrag von lulu2003 16.05.11 - 14:15 Uhr

Hallo J.,

vielen Dank für deine Antwort.

Ja, du hast recht. Wir als Eltern möchten halt dass es ihm gut geht und es ihm an nichts fehlt, also bekommt er diese Dinge natürlich. Ich erwarte auch nicht dass er sich für den Pudding bedankt.

Auch die Sache mit dem Fahrrad war für MICH jetzt auch eher selbstverständlich dass es von meinem Mann ohne großes Aufsehen repariert wird. Mein Mann denkt da nur etwas anders als ich. Er hätte schon einen Dank von unserem Sohnemann erwartet.

Raúl hat sich sehr über die Fußballschuhe gefreut. Er war auch sehr stolz als wir dann den Rest an Zubehör besorgt haben. Aber ein Danke bekam er nicht über die Lippen.

Ich werde mit ihm noch einmal über mein Empfinden sprechen. Mal schauen ob er es versteht.

Liebe Grüsse
Sandra

Beitrag von juniorette 16.05.11 - 12:42 Uhr

Ach ja:

"Ich räume sein Zimmer komplett auf und bekomme auch kein Danke dafür. "

Ich habe es gehasst, wenn meine Eltern mein Zimmer aufgeräumt haben, ich fand es chaotisch immer schöner.
Wenn es zu chaotisch wird, lass es deinen Sohn aufräumen.

Beitrag von ayshe 16.05.11 - 12:48 Uhr

Ich weiß nicht, woran es liegt.


##
Verlangen wir zuviel von ihm? Sind all das Dinge die selbstverständlich sind und wo sich ein Kind nicht bedanken muss?
##
Ich finde es zwar schon selbstverständlich, daß man neue Stifte kauft, daß man auch Sachen repariert usw.
Aber trotzdem ist dies alles auch ein "Danke" wert.
Ein Kind sollte es zu schätzen lernen oder sich eben einfach auch darüber freuen können.

Meinetwegen kein "Danke", aber freut sich denn Sohn nicht über seine Fußballsachen?



Andererseits ABER,
lese ich hier zur Genüge von Hausfrauen, die sich darüber aufregen, daß die Familie oder vor allem aber der Gatte in keinster Weise ihre ganzen Hausarbeitstätigeiten und die Kinderbetreuung schätzt oder sich gar dafür bedankt.
Ist das jetzt etwas anderes?
Bedankt man sich dafür, daß ein Partner das Konto füllt, der andere Essen auf den Tisch bringt?
Eigentlich ja nicht oder?


Aber wiederum anders gesehen:
Sollte man sich nicht besonders als Kind auch über Kleinigkeiten freuen können?
Und sich daher eben auch irgendwie dankbar zeigen?


##
Es sind für mich aber Dinge die man ja auch ohne Probleme neu kaufen kann. Aber liegt es vielleicht trotzdem daran?
##
Wir machen ja auch echt viel, besorgen alles mögliche, gehen auch auf diverse Wünsche ein. Meine Tochter ist auch 7.
Aber sie bedankt sich oder fällt einem freudig um den Hals für alles mögliche, manchmal Sachen, die ich wiederum selbstverständlich finde.

Ich glaube also nicht, daß es daran liegt, daß man eben vieles ohne Diskussion anschafft, sondern vllt liegt es daran, wie viel diese Dinge dem Kind bedeuten?
Meine Tochter freut sich total über Klamotten. Ich habe das als Kind ganz anders gesehen #zitter
Aber selbst bei einem neuen Nachthemd kommt:"Oh Mamaaaaaa, das ist so schön, das ziehe ich heute gleich an."


Beitrag von sassi31 16.05.11 - 13:55 Uhr

***Aber wiederum anders gesehen:
Sollte man sich nicht besonders als Kind auch über Kleinigkeiten freuen können?
Und sich daher eben auch irgendwie dankbar zeigen?***

Schon. Aber wenn die "Kleinigkeiten" zur Normalität geworden sind, passiert das halt nicht mehr.

Beitrag von ayshe 16.05.11 - 14:02 Uhr

##
Schon. Aber wenn die "Kleinigkeiten" zur Normalität geworden sind, passiert das halt nicht mehr.
##
Aber genau das kann ich eben nicht behaupten.
Ich denke ja auch immer mal an Kleinigkeiten, und wenn ich nur ein paar bestimmte einzelne Buntstifte mitbringe, die in der Federmappe zur Neige gehen oder eben alles mögliche repariere.
Meine Tochter freut sich darüber, aber auch darüber, daß ich es mache, daß ich daran gedacht habe, sagt sie auch so.

Beitrag von lulu2003 16.05.11 - 14:22 Uhr

Hach, deine Tochter ist ja süß. Mädels sind wahrscheinlich doch etwas anders gestrickt als die Jungs.

Raúl freut sich dann auch über seine Sachen. Er bekommt halt nur kein Danke heraus. Ich als Mutter nehme es ihm ja noch nicht mal sooo übel, aber mein Mann erwartet da schon etwas mehr.

Und ich sage ihm auch oft zwischendurch dass Papa immer soviel arbeitet damit wir uns all das erlauben können.

Vielleicht kommt es dann doch noch wenn er etwas älter ist.

Beitrag von mili21 16.05.11 - 14:45 Uhr

Also das finde ich etwas engstirnig von Deinem Mann, ehrlich! Ich sorge bei uns auch fürs Geld, aber ich erwarte keinen Dank in Form von »Danke, liebe Mama«,
manchmal kommt es ganz spontan, wobei garantiert die Freude über eine Packung Star Wars-Karten für 1 Euro größer ist, als über Sportschuhe.
Die Freude in seinem Gesicht zu sehen reicht mir...Kinder vergessen in ihrem Überschwang schnell das Danke, völlig normal. Das kommt schon noch!
Mili
(die übrigens auch das Zimmer ihres 7-jährigen Sohnes mit seiner Zustimmung aufräumt, grins)

Beitrag von ayshe 16.05.11 - 14:52 Uhr

Dieses Wort "Danke" wird viel zu überbewertet.

Was sagt es denn und wofür steht es denn?
Dafür, daß sich darüber freut, daß jemand etwas getan oder gesagt hat,
einem eine FREUDE gemacht hat.
Oder nicht?

Und warum reicht es dann nicht, wenn sich ein Mensch eben freut, sichtbar freut? Die Augen leuchten, es lacht?


Ich brauche dieses Wort nicht.
Wenn mir jemand in irgendeiner Weise deutlich macht, daß er sich über etwas freut, dann ist das viel besser als ein eingehämmertes "Danke".

"danke" kann man immer sagen, auch wenn man alles total scheiße findet.
Und manche finden es dann auch noch höflich.

Mir gibt das nichts.

Beitrag von geli0178 16.05.11 - 13:02 Uhr

Hallo,

es ist eine Frage dessen was ich von meinem Kind erwarte und was wir als Eltern den Kindern vorleben. Wir haben das Glück Kinder zu haben die ohne Aufforderung höflich sind. Allerdings erwarte ich auch nicht zuviel. Mein jüngster Sohn grüßt grundsätzlich alle Leute mit einem "Hallo" und gibt aber keine Hand. Ich erwarte das aber auch nicht. Als Kind habe ich es gehasst allen Leuten die Hand geben zu müssen und auch als erwachsene Frau versuche ich solche Situationen zu vermeiden. Seine Uroma und die Großeltern erwarten dazu noch das die Hand gegeben wird mit der rechten Hand. Mein großer Sohn weiß das er das tun muss - aber macht es widerwillig. Und ich als Mutter? Ich freue mich darüber und mein Lächeln erfreut die zwei das sie es wieder tun.
Gewisse Dinge gehören bei uns dazu. Wenn Dein Sohn in den Fussballverein geht dann braucht er die Sachen. Ich bin schon dankbar darüber das mein Sohn dann zum Schuhe kaufen mitkommt ;-), für das Zimmeraufräumen bekomme ich ein dankbares Lächeln - wobei ich das nur mache wenn der Staubsauger dringende Arbeiten verrichten muss. Regel bei uns: Der Weg zum Bett und zum Schreibtisch muss frei sein. Und den Lieblingspudding öä gibt es nicht jede Woche. Damit ist die Freude umso größer wenn er dann mal wieder im Kühlschrank steht. Nachfrage regelt den Bedarf ;-) und wo nicht gefragt wird muss auch nichts gekauft werden. Das ein Fahrrad straßentauglich sein muss ist logisch und da mein Sohn das nicht weiß was alles zu einem straßentauglichen Fahrrad gehört müssen wir dafür sorgen das es das ist.

Viele Grüße

Geli

Beitrag von sassi31 16.05.11 - 13:43 Uhr

Hallo,

also ich finde es absolut normal, dass ein Kind die benötigte Sportausrüstung erhält, wenn er im Sportverein angemeldet wird. Das ist eine Selbstverständlichkeit und da würde ich kein "Danke" erwarten.

Ebenso finde ich es selbstverständlich, dass Eltern auf die Verkehrstüchtigkeit eines Kinderfahrrads achten. Vor allem, weil dein Sohn erst 7 Jahre alt ist.
Wo ich einhaken würde, ist der grobe Umgang mit dem Fahrrad. Da würde ich ihm klar machen, dass er entweder vernünftig mit dem Rad umgeht oder halt mal längere Zeit ohne auskommen muss.

Aber ich würde ihm ganz bestimmt nicht mehr das Zimmer aufräumen. Das kann er schön alleine machen. Für ihn scheint das schon Alltag zu sein, so dass er es einfach als normal ansieht, das du es machst. Ich würde das mit Wäsche waschen vergleichen. Dafür gibts doch sicher auch keinen Dank, oder? Stell den Aufräumdienst ein und er wird merken, dass es keine Selbstverständlichkeit ist.

Ich persönlich empfinde es schon als verwöhnen, wenn man einem Kind alle Wünsche erfüllt. Egal, ob nur zu Weihnachten oder zum Geburtstag. Ein Kind sollte auch lernen, dass man mal einen Wunsch nicht erfüllt bekommt. Man kann nunmal nicht immer alles im Leben haben. Aber da scheiden sich die Geister und viele sind anderer Meinung.

Gruß
Sassi

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