Er kann einfach nicht malen

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von coronacora 16.05.11 - 12:22 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist Ende Februar 4 Jahre alt geworden. Bislang hatte er wenig bis gar kein Interesse an Malen gezeigt. Wenn er malt, dann immernoch Gekritzel, aber im wahrsten Sinne des Wortes nicht mit Hand und Fuß.

Zur U8 legte uns unsere KiÄ nahe, mit ihm das Malen zu üben, weil die Hand-Augen- Koordination sehr wichtig ist, besonders im Hinblick auf die Einschulung. Sie sagte uns, wir sollen uns täglich fünf Minuten Zeit nehmen, um mit ihm (also jeder auf seinem Blatt) etwas zu malen, z.B. eine Blume, ein Auto, eine Sonne, ein Gesicht.

Seit Mitte März üben wir täglich fünf Minuten. Aber sein Malen wird nicht anders #gruebel. Er setzt zwar an, aber die Zeichnungen sehen immer gleich aus. Und enden tut es in einem vollgekritzelten Blatt. Das Malen macht ihm weiterhin keinen Spaß, aber er macht freiwillig bei der Übung mit.

Ich habe im Kindergarten mit der Erzieherin gesprochen, aber sie sieht da keinen Handlungsbedarf. Sie sagte, bei dem einen platzt der Knoten früher, beim anderen später.

Wie seht ihr das? Soll ich darüber mit der Ärztin nochmal sprechen oder erstmal abwarten?

Liebe Grüße,

cora

Beitrag von buzzelmaus 16.05.11 - 12:31 Uhr

Hallo Cora,

ich würde mir da keinen Streß machen!

Ja, die Hand-Augen-Koordination ist wirchtig. Doch frag ich mich, ob man das nur mir Malen üben kann. Es ist wirklich so, dass bei den aller meisten der Knoten von alleine platzt. Ärzte reagieren in meinen Augen meistens etwas über, wenn Kindern nicht ins Schema F passen.

Das eine Kind malt gerne und deshalb früher besser. Ein anderes Kind malt nicht so gerne und daher später besser.

Warte ab und vertrau auf Eure Erzieherin, die sieht Dein Kind täglich und länger und kann es daher in meinen Augen besser einschätzen.

Alles Gute

Susanne + Emily Fiona *05.08.05

Beitrag von coronacora 16.05.11 - 12:35 Uhr

Danke für deine Antwort.

Bisher hab ich mir keinen Kopf drum gemacht. Ich kann bis heute nicht richtig malen und selbst Strichmännchen werden bei mir nicht symetrisch ;-).

Beitrag von hanni123 16.05.11 - 12:40 Uhr

Huhu,

mein Sohn malt auch nicht gerne, aber er macht sehr gerne diese Vorschulübungsblöcke. Guck mal nach Lernraupe (ab 3 Jahre) und Lernspielzwerge (die Blöcke, nicht die Hefte, ab 4 Jahre). Da ist auf jeder Seite eine einfache Aufgabe (Unterschiede einkreisen, zusammengehörige Dinge verbinden, Formen und Schwünge nachmalen, Buchstaben erkennen, Dinge zählen,...). Versuch das doch mal!
Mein Sohn macht die Blöcke bis zu einer Stunde am Stück, einmal hat er einen kompletten Block auf einmal durchgemacht.

LG

Hanna

Beitrag von cocojumbo 16.05.11 - 12:50 Uhr

Geduld Geduld !! Unser Sohn wird im Nov 7 und kommt im Sommer in die Schule. Letztes Jahr um diese Zeit dachte ich, das wird nie was. Er ist immer noch kein Picasso, aber es kam----ganz langsam. Glaube als ich mir keinen STress mehr gemacht habe, hat er angefangen zu malen, schreiben etc. Vorher war das Interesse gar nicht da und Malen eine Qual für ihn. Jetzt malt er sogar manchmal freiwillig - vor allem aber erkennbare Bilder. Schuluntersuchung hat er problemlos gemeistert.

Beitrag von coronacora 16.05.11 - 13:15 Uhr

Danke für deinen Tipp.

Werde mir gleich mal anschauen, was du vorgeschlagen ist.

Schönen Tag noch #winke

Beitrag von rumpelstilzchen 16.05.11 - 12:58 Uhr

Meine Große wird im Sommer fünf und mal immer noch nichts wirklich Erkennbares. Mittlerweile hat es sich zwar sehr gebessert: sie malt wirklich gerne und richtig tolle (auch strukturierte) Bilder, die aber fast immer ausschließlich abstrakt sind. Ich versuche, mich da in Geduld zu üben - sie ist halt dem Expressionismus verfallen. Mal sehen, was die Kinderärztin bei der U9 dazu sagt. Der Kindergarten ist alles andere als begeistert, aber in unserem Kindergarten muss sich auch jedes Kind genau nach Plan entwickeln...

Wie heißt es so schön: das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.

Liebe Grüße,
Rumpelstilzchen

Beitrag von prolactini 16.05.11 - 13:08 Uhr

Das ist ja mal ein geiler Spruch! Den merk ich mir!#winke
Gruß
Gabi

Beitrag von coronacora 16.05.11 - 13:14 Uhr

Den Spruch kannte noch nicht, aber er ist sehr wahr :-).

Danke für deine Antwort.

Beitrag von leah82 17.05.11 - 17:14 Uhr

"dem Expressionismus verfallen..."#huepf#huepf#rofl#rofl

Das merk ich mir auch auf jeden Fall, nur falls die äußerst "feinfühlige" Arzthelferin unsere KiAs wiedermal der Meinung ist, unser Sohn hätte irgendwelche kognitive Einschränkungen ( er konnte zur U7a ein 3D Bild nicht erkennen )#augen#zitter.

LG und danke

Susi

Beitrag von postrennmaus 16.05.11 - 13:25 Uhr

Mein Partner ist 28 Jahre alt und kann bis heute nicht malen, wenns hoch kommt Strichmännchen #rofl

Ich denke du kannst es ihm immer wieder anbieten und üben, aber es kann tatsächlich nicht jeder malen. Dazu braucht es erstens Interesse und zweitens ein wenig Talent. Dein Sohn hat seine Stärken möglicherweise in ganz anderen Bereichen. Ich persönlich sehe da keinen großen Handlungsbedarf und würde noch etwas abwarten. Bei der nächsten U kannst du es ja nochmal ansprechen.


Lg postrennmaus

Beitrag von schullek 16.05.11 - 13:38 Uhr

hallo,

wie wäre es mit ausmalen? das mögen doch viele kinder. meiner macht beides gern, ausmalen udn selber malen. mein mann druckt ihm ständig motive aus von drachen über ritter, kämpfer alles dabei. je nachdem, was er gerade so mag. wäre vielleicht als einstieg gut.

lg

Beitrag von coronacora 16.05.11 - 13:48 Uhr

Ausmalen klappt auch nicht. Er malt nicht IN den Feldern aus sondern großflächig darüber und überwiegend einfarbig. Er hat auch nicht wirklich Geduld dafür und wenn ich versuche ihn "anzuleiten", sagt er: "Mama, ich mache das so, wie ich möchte." #gruebel #kratz

Beitrag von nana141080 16.05.11 - 19:17 Uhr

Ausmalen lassen ist auch nicht sooo gut. Wenn, dann Mandalas. Die Kreativität wird da oft zu sehr gehemmt, so dass die Kinder dann weniger frei malen wollen und dann hinterher hinken (Schule).
Das ist jetzt grad nat. verallgemeinert ;-)

Er ist gerade erst 4. Er ist ein Junge. Wart es einfach ab. Jeder Mensch hat seine Schwächen und Stärken.

LG

Beitrag von henzelinos 16.05.11 - 14:06 Uhr

Mein Sohnemann ist 6 Jahre alt und kommt im August in die Schule ... und auch an ihm ist kein Picasso verloren gegangen. Elias malt sehr ungern ..... wenn dann muss es schnell schnell gehen ..... dementsprechend sehen seine Kunstwerke dann aus.
Bei Elias hat man festgestellt, das er seine Talente eben woanders hat .... malen ist nicht sein Ding. Mit Mühe und Not kann er mittlerweile seinen Namen schreiben was vor einem Jahr noch undenkbar war. Also ich denke das kommt noch .....

Beitrag von kajulju 16.05.11 - 14:12 Uhr

Hallo, mach dir keine Gedanken. Jamie hat auch nie gemalt und wenn dann 5 Min. Gekritzel. Auch ausmalen ging gar nicht. Er ist jetzt 5 und kurz vor seinem 5. Geb. fing es an, er malt jetzt Häuser, Roller fahrende Männchen (mit Knie, Fingern, Bauchnabel ...). Jetzt macht es ihm Spaß. Zwingen das zu üben würde ich ihn nicht. Das wird schon!

LG,
Kathi

Beitrag von sternschnuppe24 16.05.11 - 14:40 Uhr

Hallo Cora,

also unsere Ergotherapeutin hat mit uns immer Wäsche aufhängen gemalt. Also Wäscheleine und daran die Form vom T-Shirt, Hose und Socken etc aufgehängt.

Ansonsten würde ich am Anfang einfach Formen malen ( Kreis, Dreieck, Viereck)

Oder

Punkt, Punkt Komma strich
fertig ist das Mondgesicht
Langer Hals, dicker Bauch
Füße wie ein Drechsler
Hende wie ein Sechser
Haare in die Luft
und fertig ist der Schuft (Ohren dranmalen)

Viel Erfolg
und trotzdem keinen Streß mache - er hat noch Zeit!

Gruß Nadine

Beitrag von bine3002 16.05.11 - 15:21 Uhr

Hand-Augen- Koordination kann man auch mit vielen anderen Dingen lernen, z. B. beim Handwerken (Nägel einschlagen etc.). Vielleicht hat dein Sohn eher an sowas Interesse. Und wer wei? Vielleicht kann er das ja ganz toll.

Malen finde ich wichtig, weil man sich damit kreativ ausdrücken kann. Wenn man aber so gar keine Freude daran hat, dann bringt es nichts. Ich denke aber schon, dass jeder Mensch kreativ ist. Man muss nur das richtige Material finden. Bei dem Einen ist es Ton, beim Anderen vielleicht PlayMais oder Kleber und Schere. Deswegen würde ich dem Jungen einfach mal verschiedene Materialien anbieten und schauen, was er damit anstellt. Vielleicht bastelt er ja einen 1-A-Roboter aus Pappschachteln mit Armen, Beinen, Hals und Augen. Dann ist doch alles prima.

Meine Tochter malt z. B. auch mit verschiedenen Stiften und Pinsel ganz unterschiedliche Stile. Mit Buntstiften malt sie viel Blumen und Schmetterlinge, mit einem Kugelschreiber schreibt sie Buchstaben, mit dem Pinsel malt sie ganzflächig und mit Gelschreibern malt sie auch Männchen.

Beitrag von tweetys-mom 16.05.11 - 16:01 Uhr

Mal ein deutliches Wort dazu:

es ist doch scheißegal, ob Dein Sohn malen kann!

Wieso machst Du für Dich und Dein Kind eine Tortur aus etwas, worauf er gar keine Lust hat?

Wenn man mich täglich zu etwas zwingen würde, wofür ich ganz offenbar keine Ader habe, dann würde ich mit immer größer werdendem Frust reagieren und das tut Dein Sohn sicher auch.

Anstatt ihm täglich unter die Nase zu reiben, was er NICHT kann, üb doch Sachen mit ihm, die ihm liegen und auf die er Lust hat.

Hand-Augen-Koordination kann man doch wirklich auch anders üben. Nehmt einen Ball mit nach draußen, werft oder rollt ihn einander zu.

Kauf ein Geschicklichkeitsspiel, wo er auf bestimmte Dinge zeigen oder draufhauen oder herumschieben muss, es gibt da so viel heutzutage.

In erster Linie ist es wichtig, Dein Kind typgerecht zu fördern. Du kennst ihn am besten, richte Dich danach, was ihm Spaß macht. Er soll doch auch spielerische Erfolgserlebnisse haben, spielen soll doch kein Frust sein!

Lass Dich doch von dem Pädagogengequatsche nicht so verunsichern!

Es ist - mit Verlaub - wirklich pupsegal, wenn einer nicht gern malt.

Mein Sohn mag auch nicht malen, er tut es auch nur sehr schlecht. Na und? Weder sein Papa noch seine Mama sind gute Maler, woher soll es auch kommen? Mein Sohn spielt eben lieber andere Dinge, er redet viel, liest viel... darin bestärken wir ihn.

Deine oberste Aufgabe als Mutter ist es, dass Du Deinem Sohn zeigst, dass er so sein darf, wie er ist. Dass es nichts Schlimmes ist, etwas mal nicht so gut zu können.

Konzentrier Dich darauf und hör auf, Horrorphantasien zu entwickeln, nach denen alle Kinder schreiben lernen, nur Dein Sohn nicht, weil Du ihm nicht beizeiten beigebracht hast, Kringel ordentlich zu malen. Das ist totaler Quatsch.

Beitrag von engelchen28 16.05.11 - 16:13 Uhr

huhu!
meine große hat zur U8 nur so gerade eben ein strichmännchen hingekriegt, ich dachte auch, das wird nie was - und dann, 2 monate danach, ist der knoten geplatzt und sie malte plötzlich prinzessinnen, häuser, tiere, alles...!
zum 4. geburtstag von "schule" zu sprechen, halte ich nicht für sinnvoll. immer mal wieder malen allerdings finde ich nicht SO schlecht, aber lust sollte schon vorhanden sein...
lg

Beitrag von nana141080 16.05.11 - 17:48 Uhr

Hi!

Mein jetzt 6,2 Jähriger malt erst seit ca. einem Jahr gern und man konnte dann immer mehr erkennen. Erst jetzt hat er das Körperschema so verinnerlicht das er einen richtigen Menschen malen kann. Mit allem drum und dran ;-)
Völlig ok sagen Kiga, Kia und Schulärztin.

Mein 3 1/2 Jähriger malt auch gekrickel. So what. Ich mache mir da keinen Stress.
Hauptsache die Stifthaltung ist mit 5/6 Jahren gut und vor der Einschulung können sie Kreise, Dreiecke, Vierecke, Kreuze und Menschen malen.
Und wenn sie fit sind ihren Namen schreiben. DAS REICHT. ;-)

VG Nana

Beitrag von helen2007 16.05.11 - 18:22 Uhr

hallo .
leg mal eine decke auf dem boden oder machts am spiele im badezimmer, probierts mit rasierschaum und da vielelicht ein bisschen glitzer rein, das ist
dann kann er das vermischen und es ist ne übung fürs handgelenk und zwing ihn nicht die 5 minuten zu machen....

liebe grüße helen

Beitrag von zahnweh 16.05.11 - 21:25 Uhr

Hallo,
jedes Kind ist anders. Das wird schon noch kommen.

Meine wird bald 4 Jahre. Malt fast nur Gekritzel. Immerhin sie hat EINMAL einen Kopf mit Bauch gemalt #huepf.

Seither wieder nur Gekritzel. Immerhin: sie kommentiert, was sie "malt". Sie erzählt jedes Detail von Augen, Nase, Bauchnabel usw. nur "erkennen" kann man es nicht.

Stifthaltung ist sehr, sehr gut (damit fiel sie beim Kiga-Start auf, weil sie das schon so gut kann).
Augen werden jetzt mit Brille unterstützt.

Ausmalen macht sie gar nicht. Sie sagt zwar, sie würde. Geht aber alles drüber raus.

Aber was soll's. Ich war als Kind nicht anders. Ausmalen zum Davon laufen. Malen nur wenn es sein musste. Linien eine Katastrophe.

Mit 5 Jahren machte ich dann diese Rätselblöcke. Punkte nach Zahlen verbinden, Labyrinthe usw. Ausmalen weiterhin zum Davon laufen. Bilder sahen na ja aus. Für einen Jungen, der keine Lust hat, wäre es ok gewesen. Für ein Mädchen Katastrophe.

Grundschule hatte ich eine leserliche aber furchtbare Schrift. Linien immer noch schepps und schief. Lineal eine Zumutung für mich.


Und in welchem Fach hatte ich in der Berufschule die besten Noten?
technisches Zeichnen :-p
Lieblingsfach in der weiterführenden Schule: Kunst und Mathe ;-)

Für meine Handschrift werde ich inzwischen oft gelobt.