Ich kann einfach nicht mehr !!

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von daskleineboot 16.05.11 - 12:47 Uhr

Hallo,

mir geht es geraade mal wieder sehr schlecht und ich muss es mir einfach von der Seele reden - obwohl ich gar nicht so recht weiss wo ich anfangen soll.

Mein Mann und ich, wir sind beide voll berufstätig und haben einen kleinen Sohn. Im letzten Sommer sind wir nach 2 unerträglich langen Jahren der Bauphase endlich in unser "Traumhaus" gezogen und seitdem habe ich nur noch das Gefühl als ginge in meinem Leben bergab: Ab und an schaffe ich es noch mich zu motivieren - aber eigentlich mache ich mir nur was vor um nicht total daran kaputt zu gehen.

Es fängt schon bei den Finanzen an: Mein Mann verdient recht gut und auch da? , was ich nach Hause bringe ist nicht zu verachten. Aber : Wir hatten eigentlich schon lange bevor der Kleine da war, ausgemacht, dass die Hausfinanzierung auch mit nur einem Gehalt möglich sein sollte - dass ich weiter arbeite stand nie ausser Frage: dazu mach ich meine Arbeit viel zu sehr und ich habe nie davon geträumt nur "Mutter" zu sein.

Aber letztendlich ist alles anders gekommen. Mein Mann wollte unbedingt dieses viel zu große Haus bauen - und hat meine Einwände total irgnoriert.

Dummerweise habe ich den Vertrag trotzdem unterzeichnet - in der Hoffnung das wird schon werden (Ja, so blöd bin ich)

Das erste Jahr war die Höhle, und ich habe uns schon das Haus verkaufen sehen - da mein Mann seine Eigenleistung viel zu hoch angesezt hat und wir dann auch noch nachfinanzieren mussten.

Langsam hat es sich ein wenig eingependelt !! Aber ich habe nur noch das Gefühl unter Druck zu stehen. Mein Gleitzeitkonto auf der Arbeit bewegt sich immer mehr ins Minus - da ich nie die Möglichkeit habe mal früher anzufangen oder länger im Büro zu bleiben (ich bringe den Kleinen morgens um halb acht in die Kita) und auch nachmittags nicht: Mein Mann holt den Kleinen um halb 3 von der Kita ab - und scharrt dann meistens schon mit den Füßen wenn ich um 16:30 nach Hause kommen

Es ist sogar schon vorgekommen, dass er mich auf der Arbeit anruft und mich anschnauzt "wo ich denn bleiben würde"

Ich scheine plötzlich auf nichts mehr ein Recht zu haben. Ausser darauf zu funktionieren und arbeiten zu gehen.

Für alles muss ich mich rechtfertigen wie ein kleines, dummes Kind

Vor einiger Zeit hatte ich (nach Rücksprache mit IHm) bei unserer Perso vorgespochen, damit man sich im Unternehmen nach einer Teilzeitstelle für mich umsieht.

Ich hätte jetzt die Möglichkeit in einer anderen Abteilung 25 h pro Woche zu arbeiten - und ich hätte auch nicht mehr soviel Stress wie in meiner derzeiteigen Position - leicht fallen würde mir der Wechesel nicht, da ich meinen Job eigentlich sehr mag - aber ich in irgenwo auch schon lange an der Grenze meiner Belastbarkeit angekommen !!

Wir haben uns nicht einmal zusammengestezt um das Thema zu diskutieren - er sagt wir könnten es uns nicht leisten dass weniger Geld reinkommt - keine Diskussion.

Ich fühle mich behandelt wie ein unmündiges kleines Kind..

und mach mich dazu bei mir auf der Arbeit noch lächerlich

Ich kann einfach nicht mehr. Auch im Haus bleibt alles an mir hängen - wir haben zwar jemanden, der einmal in der Woche das gröbste erledigt - aber bügeln,waschen usw - selbst den Müll rausstellen : Alles bleibt an mir hängen - und immer wird dieses verfluchte Haus vorgeschoben.

Ich habe die ganzen Jahr immer voll gearbeitet und sehr gut verdient - wir haben uns alles zusammen aufgebaut: Und jetzt kann ich es mir nicht einmml leisten zumindest für einen kurzen Zeitraum beruflich kürzer zu treten um mehr Zeit mit dem Kleinen verbringen zu können...

Das macht mich so wütend. Wenn ich mir all jene in unserem Bekanntenkreis anschaue die überhaupt gar nicht arbeiten gehen müssen und sich nicht mit meinen Sorgen und Nöten herumschlagen müssen.

Was soll ich nur machen

Beitrag von laureen_ 16.05.11 - 12:58 Uhr

Hallo,
ich würde an deiner Stelle den Job mit 25h annehmen. Dein Sohn wird so schnell groß und dann machst du dir Vorwürfe, dass du so wenig für Ihn da warst. Natürlich müssen die Finanzen vorher geklärt sein, aber da kann man doch sicher was machen. Wir haben selber auch gebaut und solange ich in Elternzeit bin, haben wir die Kredite auf das nötigste heruntergesetzt, d.h. wir zahlen nur Zinsen, keine Tilgung.
Vielleicht wäre ja auch ein Untermieter die Lösung. Wenn ihr so ein großes Haus habt, kann man vielleicht irgendwo einen Studenten unterbringen? Bevor du dich selbst kaputt machst, solltest du auf jeden Fall etwas unternehmen, das nützt nämlich dann weder deinem Mann und vor allem deinem Sohn nichts, wenn du fix und fertig bist.

Viel Glück
laureen

Beitrag von sassi31 16.05.11 - 13:01 Uhr

Hallo,

was du machen sollst? Dich mit deinem Mann zusammen setzen und ihm genau das erklären, was du hier geschrieben hast. Sag ihm, du kannst nicht mehr und du magst es nicht, wenn er Entscheidungen für dich mit trifft. Setz dich durch und lass dich nicht so unter Druck von ihm setzen.

Gruß
Sassi

Beitrag von mips 16.05.11 - 13:03 Uhr

Hallo Du,

das Gefühl, was du jetzt hast, kenne ich nur zu gut. Mein Mann und ich haben zwei wunderbare Kinder (fast 8 und 5,5). Wir arbeiten beide, ich Vollzeit, mein Mann Teilzeit ( 30Std). Wir haben letztes Jahr unser zweites Haus gebaut (das erste haben wir natürlich verkauft ;-)) .
D.h. mir ist der Stress und der Druck sehr bekannt. Ich kam mir vor wie ein Hamster im Laufrad. Kochen, bügeln, etc... Alles in den Abendstunden und am Wochenende eigentlich auch keine Erholung. Wir haben auch immer so gerechnet das es zur Not !! auch mit einem Gehalt gehen würde. Aber wer will schon "zur Not"......
Wenn du nicht aufhören/reduzieren kannst auf der Arbeit, musst du dir zu Hause mehr Freiraum verschaffen. Seit dieser Zeit bügelt und kocht mein Mann. Es ist nicht immer super toll, aber es geht. Paralell dazu haben wir uns zum Sport angemeldet und gehen abends abwechselnd zum Sport.
Krieg deinen Mann zum mithelfen. Akzeptiere aber auch, dass er die Sachen anders macht.

Ändere schnellstens was, sonst hälst du das nicht mehr lange durch.

LG
Birte

Beitrag von sarahjane 16.05.11 - 13:07 Uhr

Nimm den 25-Stundenjob an. Deine Gesundheit geht vor.

Beitrag von amelily 16.05.11 - 13:17 Uhr

Hallo,

ich glaube nicht, dass euch damit geholfen ist, wenn Du Deine Stunden auf 25 Std. / Woche reduzierst, da ich nicht denke, dass die Vollzeitberufstätigkeit wirklich die Ursache des Problems ist.

Wenn Du auf 25 Stunden reduzierst und ihr dadurch finanzielle Probleme bekommt, hast Du eine neue "Baustelle".

Das Problem scheint mir eher eure Kommunikation untereinander zu sein. Eure Wertschätzung füreinander und die Arbeitsaufteilung in eurer Partnerschaft.

Mein Mann und ich gehen auch beide voll arbeiten, ich mache nebenher meinen Master und wir haben zwei Kinder (3 u.5) und ein Haus.

Bei uns läuft es nur deshalb so gut, weil wir uns absolut unterstützen und respektieren. Wir helfen uns gegenseitig in allen Belangen und sowohl die Kinderbetreuung, als auch der Haushalt wird gerecht geteilt.

Ihr solltet dringend miteinander reden. Und wenn das mit Deinem Mann im Moment so nicht geht und ihr keinen Zugang zueinander findet, solltest Du Dir selbst evtl. professionelle Hilfe holen um vielleicht für Dich selbst erst einmal klar zu bekommen, was genau Du möchtest und wie Du Dir Dein weiteres Leben vorstellst.

VG
Amelily

Beitrag von agostea 16.05.11 - 13:17 Uhr

<< Das macht mich so wütend. Wenn ich mir all jene in unserem Bekanntenkreis anschaue die überhaupt gar nicht arbeiten gehen müssen und sich nicht mit meinen Sorgen und Nöten herumschlagen müssen.
<<

Die haben sich aber auch wahrscheinlich kein so grosses Haus hingestellt, das sie am Ende nicht vernünftig finanziert bekommen. #aha

Gruss
agostea

Beitrag von engelchen113 16.05.11 - 13:54 Uhr

... das dachte ich auch...

Beitrag von ayshe 16.05.11 - 13:26 Uhr

Ich finde deinen Mann unmöglich.
Er scheint ja in allen entscheidungen dominat zu sein, erst ein zu großes Haus mit zu hoher Belastung, nun der Druck, den er auf dich ausübt und daß er zuhause nichtmal mithilft #augen

Laß dir das doch nicht gefallen.
Und wenn du mehr Zeit willst, nimm den 25h-Stunden-Job und fertig.
Und spann deinen Mann mehr ein.

Beitrag von mansojo 16.05.11 - 14:07 Uhr

du tust mir ein wenig leid


anrufe solcher art würde ichmir verbitten

ihr solltet eure beziehung mal auf den prüfstand stellen da is ne schieflage

Beitrag von pye 16.05.11 - 14:09 Uhr

nimm den 25h job an der kleine und deine gesundheit und psyche gehen vor...
erkläre ihm das so wie uns...du machst dich doch nur kaputt :(
das tut mir echt leid, wenn ich sowas lesen muss...du kannst dich doch nicht so extrem von deinem mann dominieren lassen, du bist doch auch noch mensch und keine maschiene die irgendwie funktionieren muss...
lass dich mal drücken und kopf hoch...versuch ein klärendes gespräch zu führen, ansonsten wie schon der eine tipp war, untermieter wie studenten oder azubis :) ihr bekommt ein wenig geld rein und die leute haben ein dach übern kopf :) #herzlich

Beitrag von lichtenstein 16.05.11 - 14:17 Uhr

"Was soll ich nur machen"

Du MUSST mit Deinem Mann reden - und zwar bevor Du irgendwelchen einsamen Entscheidungen trifftst (was ja irgendwie euer Hauptproblem zu sein scheint)

Das Haus ist ja jetzt da, die Belastungen auch, da hilft kein Heulen und Zähneknirschen. Wieviel Geld braucht ihr, um Haus und Leben finanziert zu bekommen? Wie könnt ihr die Aufgaben, die anfallen, besser verteilen? Wie kriegt ihr das mit den Abholzeiten besser hin? Wäre es eine Lösung, wenn ihr beide euren Arbeitsumfang reduziert? Wie könnt ihr eure Freizeit organisieren, damit jedem noch Zeit für sich bleibt? usw., usw. ich denke, Du verstehst, was ich meine.

"Das macht mich so wütend. Wenn ich mir all jene in unserem Bekanntenkreis anschaue die überhaupt gar nicht arbeiten gehen müssen und sich nicht mit meinen Sorgen und Nöten herumschlagen müssen. "

Diese Bemerkung ärgert mich. Woanders ist das Gras auch nicht grüner und ehrlich gesagt, kein eigenes Geld zu verdienen, war die mieseste Zeit meines Lebens.

Grüße

Lichtenstein




Beitrag von antares01 16.05.11 - 20:26 Uhr

Redet auf neutralem Boden miteinander - vernünftig! Ihr habt Euch übernommen und darunter leiden die Beziehung und Euer Kind! Was nützt Eurem Kleinen das riesige Haus, wenn Ihr euch scheiden lasst bzw. nur noch schlechte Stimmung herrscht.

Häuser kann man auch wieder verkaufen, geht es realistisch an.

Ich drücke Euch die Daumen.

Alles Gute.

P.S.: Die anderen haben einfach besser finanziert als ihr: Neid ist ganz übel und bringt Dich nicht weiter.