Hauspreis verhandeln - wie ?

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Beitrag von clarafee 16.05.11 - 13:24 Uhr

Hallo !

Also, schnelle und kurze Frage:
Uns gefällt ein Haus , es ist vollkommen ok aber der Preis (weil man ja doch immer etwas machen muß) etwas zu hoch.
Es kostet 220.000 und ich denke so um die 210.000 wäre es gerechtfertigt.
Würdet ihr versuchen zu verhandeln ?#kratz#kratz
Wenn ja, wie und welche Argumente- alleine die Renovierungen sind ja blöde, das fällt ja sicher unter "Geschmacksfrage".
Natürlich behauptet der Makler das es noch andere Interessenten gibt...#augen
Lieber verhandeln oder den Preis schlucken auch wenn es eventuell kein anderer will ???#schwitz#schwitz
Bitte um Rat von "Feilsch-Profis"

Beitrag von ayshe 16.05.11 - 13:29 Uhr

Wenn du runterhandeln willst, brauchst du eben auch vernünftige Argumente, die belegen, daß das Haus so wie es ist weniger Wert ist.

Auf Feilschen ohne Basis würde ich als Verkäufer nicht eingehen.

Beitrag von lady_chainsaw 16.05.11 - 13:40 Uhr

Hallöchen,

ich überlege gerade, was wir damals alles angegeben hatten #gruebel

Also hier und da waren halt ein paar kleinere Risse im Mauerwerk und in der Decke (nichts Schlimmes, liess sich ja alles spachteln).

Dann halt ein paar lockere Steinplatten hier und da im Garten, bzw. Weg...

War nicht viel, das Haus ja war noch nicht so alt (7 Jahre).

Wie ist es bei Eurem Haus? Z.B. könnte man sich das Dach nochmal genau anschauen :-)

Wir haben damals 5.000 runterhandeln können.

Gruß

Karen

Beitrag von miau2 16.05.11 - 13:56 Uhr

Hi,
die beste Grundlage hast du, wenn du mit einem Sachverständigen das ganze angeguckt hat und der Dinge entdeckt hat, die eben nicht unter die normale "Renovierung auf Grund von Geschmacksfragen" fallen.

Ansonsten: warum ist es dir weniger wert als verlangt wird? Mit der Antwort hast du dann vielleicht dein Argument.

Bei uns lief es ganz einfach ab - wir hatten auch keine Grundlage, außer der: der verkäufer wollte gerne verkaufen und wir hatten schon die Zusage der Bank in der Höhe der notwendigen Finanzierung, konnten also - wenn wir uns einig werden - schnell zuschlagen.

Er hat ein Angebot gemacht, wir haben gesagt, was wir gerne zahlen würden - damit war er nicht einverstanden ;-). von seinem Angebot hat er dann noch etwas nachgelassen (1,5% vom Kaufpreis) und als kleinen Anreiz noch die ausstattung (fliesen, Teppichböden) etwas verbessert.

Das kann dir eigentlich niemand pauschal sagen. Entweder es gibt gute Gründe, warum das Haus nicht das wert ist, das verlangt wird. Die kann man dann als Argumente anführen. Und wenn nicht gerade die Alternative "morgen muss ich unter der Brücke schlafen" ist würde ich auch nicht über Kaufpreis kaufen.

Ansonsten muss man abwägen, ob man es einfach probiert und das Risiko eingeht, dass der Makler die Wahrheit sagt (und es andere Interessenten gibt) oder nicht.

Bei uns gab es übrigens auch noch andere Interessenten (die sind jetzt unsere Nachbarn), unser Verkäufer hat allerdings den Begriff der "Reservierung" ernst genommen - und wir hatten zuerst reserviert. Glück für uns, und unsere Nachbarn sind mit dem anderen Haus auch zufrieden.

Probier es aus, wie groß das Risiko ist, das Haus deswegen nicht zu bekommen kann dir niemand vorhersagen. Oder finde gute Gründe, um den Verkäufer zu überzeugen.

Wenn das Haus schon jahrelang (übertrieben) zum Verkauf steht wäre das vielleicht noch ein Indiz, dass der Makler mit den anderen Interessenten doch etwas übertrieben haben könnte...umgekehrt, wenn es in einer sehr begehrten Lage liegt könnte da viel wahres dran sein. ist halt einfach nicht pauschal zu beantworten.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von sarahg0709 16.05.11 - 13:57 Uhr

Hallo,

mit dem Makler wirst Du auch kaum verhandeln können. Da seine Provision immer vom Verkaufspreis abhängig ist, wird er immer ein gesteigertes Interesse daran haben, den höchsten Preis zu erzielen, außgenommen es gibt keine weiteren Interessenten.

Direkt Verhandeln geht immer nur mit den Eigentümern.

Ihr könnt nur versuchen, die Mängel, die eine Minderung des Kaufpreises rechtfertigen könnten, dem Makler vorzulegen. Aber wie gesagt, die Chancen stehen eher schlecht.


LG

Beitrag von my.jessi 16.05.11 - 20:00 Uhr

Das kann ich so nicht bestätigen! Wir haben unser Haus damals auch über einen Makler gekauft, den Eigentümer haben wir erst beim Notar kennen gelernt. Das Haus kam Dienstags ins Internet, wir haben es am darauf folgenden Montag besichtigt und den Preis genannt, den wir bereit wären zu zahlen. Das hat der Makler dann mit dem Verkäufer besprochen und rief am Dienstag an. Der Verkäufer nannte einen etwas höheren Preis als das, was wir vorgeschlagen hatten. War für uns aber noch ok und ich hab direkt zugesagt. Wir haben 15% runterhandeln können. Es gab aber großes Interesse an dem Haus. Ich bin ein paar mal da vorbei gefahren weil wir es unbedingt haben wollten aber der Termin halt erst an dem Montag sein konnte (Schichtdienst meines Mannes und meine Arbeitszeiten). Da waren ständig Leute. Der Makler sagte, er hätte in der Woche fast 10 Besichtigungen gehabt! Ihm war es lieber, schnell und einfach etwas weniger zu verdienen als lange und immer wieder mit irgendwelchen Leuten da durch zu laufen. Wir haben ein paar Mängel gefunden und er sagte, jedem der nach uns kommt muss er diese Mängel auch sagen. Wenn er jetzt noch 10 Besichtigungen hat und jeder auch etwas findet was nicht in Ordnung ist, wird das Haus "immer weniger wert".

Freunde von uns haben ihr Haus 60T € unter dem Verkehrswert bekommen, einfach weil sie die einzigen waren, die 1 Jahr bis zum Einzug warten wollten. Der alte Eigentümer konnte nicht vorher raus. Es gab viele Interessenten aber keiner war bereit zu warten. So haben sie halt ein Schnäppchen gemacht.

Was ich damit sagen will: Irgendwo gibt es immer einen Haken und wenn du den findest und der dir egal ist, dann hast du gegenüber anderen Interessenten einen Vorteil und kannst evtl. was am Preis machen. Wenn nicht, heißt es nur, entweder den Preis zahlen der verlangt wird oder weiter suchen. Ich würde erst mal sehen, was vergleichbare Häuser kosten. Ist das sowieso schon günstiger als alle anderen und alles ist in Ordnung, wirst du wohl keine Grundlage haben um zu handeln...

Beitrag von sarahjane 16.05.11 - 15:47 Uhr

Ein gebrauchtes Haus würde ich nicht kaufen. Oftmals muss man da im Nachhinein noch sehr viel Geld reinstecken.

Beitrag von sohnemann_max 16.05.11 - 15:52 Uhr

Hi,

reissen es die 10.000 Euro wirklich raus?!

Wenn es Euch wichtig ist, sagt einfach, Ihr nehmt es für 210.000 Euro sofort. Mehr gibt es nicht von der Bank, weil Ihr eben auch in den Innenausbau noch reinstecken möchtet.

Entweder es wird akzeptiert oder nicht.

LG
Caro

Beitrag von gr202 16.05.11 - 19:01 Uhr

Jeder Makler hat noch andere Interessenten #schein! Klar sagt der Makler das, immerhin denkt er an seine Provision.

Sprich mit dem Verkäufer, sag, dass Ihr nur 200.000 Euro zahlen wollt, dann kann man sich mit dem Verkäufer auf 210.000 Euro einigen und der Verkäufer hat das Gefühl, dass auch er gut gehandelt hat.

Gruß
GR