Es belastet mich...

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von manolija 16.05.11 - 14:05 Uhr


Hallo Zusammen,

seit der Geburt meines Sohnes habe ich enorme Stillrobleme. Es begann damit, dass mir im Krankenhaus keine gezeigt hat, wie man stillt. So nahm mein Sohn immer nur die Brustspitze in den Mund. Folglich hatte ich danach irgendwann mal nur noch Schmerzen beim STillen und meine Brustwarzen wurden wund udn blutig!
Daraufhin habe ich ne Zeit lang abgepumt und mit Flasche zugefüttert.
Als meine Brustwarzen verheilt waren versuchte ich wieder anzulegen, aber trank der Kleine immer weniger, weil er dabei einschlief und wenn er mal trank, dann hörte man Geräusche in seinem Bauch und erschmiss sich schreiend nach hinten, als hätte er starke Schmerzen. So pumpte ich weiter ab...mein Tag bestand nur noch daraus mich um den Kleinen zu kümmern und zu pumpen.
Jetzt ist es so weit gekommen, dass ich nur noch Milch für 1,5 Mahlzeiten am Tag habe und der Kleine die Brust gar nicht mehr will und Mumi mag er auch nicht mehr wirklich.
Langsam aber sicher bin ich der Meinung Abzustillen, weil es mich Seelig wie auch Körperlich belastet.
Damit gerate ich aber mit mir selbst in Konflikt. Eigentlich wollte ich so lange wie möglich Stillen. Psychisch macht es mich total fertig, dass ich nicht Stillen kann. Ich hab das Gefühl eine schlechte Mutter zu sein, wenn ich abstille. Aber für eine Milchmahlzeit ca. 4 std. am Tag an der Maschine zu hängen macht auf Dauer keinen Sinn mehr.
Gibt es Muttis den es ähnlich erging?

Beitrag von sarahjane 16.05.11 - 14:17 Uhr

Mache Dich nicht verrückt.
Keine Frau ist eine schlechte Mutter, nur weil sie ihr Kind nicht, "nur" kurz oder sehr lang teilweise oder ausschließlich per Brust ernähren kann, darf, möchte oder muss.

Ein glückliches und gesundes Baby braucht vor allem gesunde, gut ausgeglichene und zufriedene Eltern.

Wenn Du das Abpumpen nun aufgeben möchtest, ist das Dein gutes Recht.

Mache Deinen Frieden. Es ist unlängst nachgewiesen worden, dass ca. 5 Prozent aller Frauen weltweit ihr Kind nicht (lange) teilweise oder ausschließlich per Brust ernähren können oder dürfen (die Gründe dafür sind zahlreicher Natur).

Gott sei Dank gibt es die Möglichkeit, ein Baby auch dann adäquat zu ernähren, wenn keine (ausreichenden Mengen an) Frauenmilch zur Verfügung stehen.

Auch mit dem Fläschchen kannst Du zärtlich füttern und Deinem Kind all das geben, was es fürs gute Gedeihen benötigt.



Alles Gute

Beitrag von deenchen 16.05.11 - 14:27 Uhr

Hole dir am besten heute noch hier Hilfe:

http://www.lalecheliga.de/

Wenn du weiterhin stillen möchtest, was in diesen Alter auf jeden Fall noch ratsam wäre, dann bekommst du dort die beste Hilfe.

Und wie sieht es denn mit deiner Nachsorgehebamme aus, hast du eine? Die müsste dir eigentlich auch weiterhelfen können.

Alles Gute für dich, mit Hilfe bekommst du es bestimmt wieder hin mit dem Stillen.

Beitrag von dodo0405 16.05.11 - 14:38 Uhr

Hallo.
Also, Stillen ist wunderschön und das Beste fürs Kind. Aber es ist eben auch harte Arbeit, viel Durchhaltevermögen, viel Verzicht und manchmal auch Schmerzen.
Ich kann gut nachvollziehen, wie es dir geht.
Meine Tochter war am Anfang viel zu schwach, um an der Brust zu trinken. Ich musste abpumpen, und es kam und kam einfach keine Milch. Am 5. Tag kam nur noch Blut und ich hatte Schmerzen ohne Ende.

Da saß ich heulend in meinem Zimmer und war ebenso fix und fertig wie du. Hilfe bekam ich von einer Krankenschwester, die selbst 3 Kinder gestillt hat und mir 1. zugeredet hat, mir 2. riet, mir mein Baby jeden Tag (möglichst nackt mit Hautkontakt) auf den Bauch zu legen und mit ihm zu kuscheln, 3. mir viele wertvolle Stilltips gab.

Ich empfehle auch eine kompetente Hebamme oder die Lalecheliga. Die können sehr viel :-) Außerdem: Auch Babys müssen das Stillen erst lernen.

lg und Kopf hoch

Beitrag von sisi1976 16.05.11 - 14:45 Uhr

Hallo Manolija

ja, das kenn ich, mir gings genauso, obwohl ich wirklich fachliche Hilfe hatte zu Stillen und alle (wirklich alle!!!) Tipps und Tricks versuchte! Aber ich bekam nicht mehr Milch!
Hab mal interessehalber nach Wochen abgepumpt und die paar Tropfen waren ein Witz! Kein Wunder, das Madame immer schrie und abnahm! So kaufte ich halt dann Pulvermilch und es ging uns besser, auch wenn ich mir vorkam, wie eine "halbe" Frau! Noch mehr Vorwürfe allerdings machte ich mir, weil ich sie so lange hungern hab lassen!
Ich wollte auch unbedingt stillen! Machte mir auch Vorwürfe, weil es ja angeblich bei 99% aller Frauen klappen soll, und bei mir nicht! Und weil fast alle, die ich kenne, ohne Probleme stillen können/konnten, zumindest sagen sie das! Das macht einen wirklich seelisch fertig, ich versteh dich da! Ich werds beim nächsten Kind wieder versuchen, mich aber nicht mehr so stressen, sollte es wieder nicht klappen!

Dass du in diesen Konflikt gerätst mit dir selbst, das kenne ich zu gut!
Es gibt eigentlich nur 2 Möglichkeiten:

1. Da dir ja niemand gezeigt hat, wie es geht, könntest du professionelle Hilfe, z.B. eine Stillberaterin oder eine dafür ausgebildete Hebamme nehmen, vielleicht wird es ja doch noch was, was ich auch glaube! Ich kann mir echt vorstellen, dass es bei dir nur an der falschen bzw fehlenden Beratung liegt! Ich würde es dir wünschen!
oder
2. wenn das auch nix hilft, wie bei mir, dann gib Pulvermilch, aber dann die Pre, die ist der Muttermilch am ähnlichsten! Das ist auch nicht schlimm! Und wie vorhin schon jemand schrieb, Flasche kann man auch ganz liebevoll und zärtlich geben!

Ich wünsch dir alles Gute und dass es doch noch klappt! Und wenn nicht, na und, dann hast du alles versucht und bist trotzdem eine der liebsten Mamis, die es gibt!


LG

Beitrag von nordstern80 16.05.11 - 14:53 Uhr

Diesem Beitrag kann ich mich nur anschließen.

Denn je mehr du dich stresst umso weniger Milch wird kommen.