Pilzinfektion - behandeln oder nicht?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von -marja- 16.05.11 - 14:32 Uhr

Hallo ihr Lieben, brauche dringend euren Rat:

Bin heute 6+1, war grade beim us, Fruchthöhle und Embryo sind da. (Juhu!!)
Leider habe ich mir letzte Woche (dank Antibiotika vor ss-Test und einem Schwimmbadbesuch meines Mannes) einen fetten Scheidenpilz eingefangen.

Ich sitze momentan in Kapstadt, weit abgeschnitten von den Ärzten meines Vertrauens, und frage mich: Was tun? Der eine, den ich angerufen habe (Allgemeinarzt mit gynäkologischer Erfahrung), sagt: Behandeln mit Chlotrimazol-Salbe. Der andere, der heute das us gemacht hat (Arzt an einer Kiwu-Klinik, ist aber aus dem gynäkologischen "Tagesgeschäft" raus, die betreuen nur bis zur 10. Woche), sagt: sofort absetzen und bis zur 13. Woche (!!!) mit der Behandlung warten.

Was habt ihr für Erfahrungen damit? Habt ihr behandelt oder nicht? Und wenn ja, mit welchen Mitteln?
(Ich habs zwei Tage lang mit Joghurt probiert, aber die Pilze hier sind echt heftig...)

Danke für euren Rat!
Marja

Beitrag von die_schwangere 16.05.11 - 14:35 Uhr

hatte ich in der 2. ss ganz oft gehabt leider
und habe vom arzt immer etwas bekommen
ich meine es war auch clotrimatzol bin mir aber nicht sicher

schau doch mal bei embryotox oder ruf deinen frauenarzt mal an

Beitrag von hexe12-17 16.05.11 - 14:36 Uhr

Auf alle Fälle behandeln. Kannst zur Not auch in der Apotheke rat suchen.

LG hexe12-17

Beitrag von kleiner-gruener-hase 16.05.11 - 14:36 Uhr

Ich hatte in meiner 2. SS auch eine Pilzinfektion, das war ca. in der 5./6. SSW.

Mein FA hat mir auch Clotrimazol verschieben... Und nach 3 Tagen wars weg.

Ich würde sagen im Zweifelsfall lieber behandeln, so ein unbehandelter Pilz ist auch nicht das Beste für eine SS.

LG

Beitrag von schaf5214 16.05.11 - 14:39 Uhr

Hallo ich hab in der 5. SSW einen dicken Pilz aus meinem Urlaub mitgebracht und bin gleich zum FA. Der hat erstmal die Schwangerschaft festgestellt und meine Scheide mit Octenisept ausgespült.
In der Schwangerschaft können Pilze öfter vorkommen da die Flora gestört seinkann und man empfindlicher ist.
Ich hab dann zu Behandlung Kadefungin Zäpfchen + Salbe bekommen. Das enthält auch Clotrimazol. Mein FA hat gesagt das es damit keine Probleme gibt. Es gibt nur wie bei so vielen Medikamenten für Schwangere keine Studien.
Es ist auf jeden Fall wichtog das der Pilz behandelt wird!
Pilz-Behandlungen sollen auch nicht abgebrochen werden sondern fertig behandelt werden da die Pilze sonst relativ schnell Resistenzen bilden.

Bei mir ist alles gut gegangen.

Beitrag von schaf5214 16.05.11 - 14:41 Uhr

P.S. Apotheken gehen nach Packungsbeilage und in denen stehen wegen der fehlenden studien etc. das es im rsten Triminon nicht geeignet ist. -> siehe auch Embryotox

Beitrag von marjatta 16.05.11 - 14:45 Uhr

Hallo Marja,
hier der medizinische Hinweis von der Webseite www.embryotox.de


Candida-Infektion per se scheint nicht zu einem erhöhten Frühgeburtsrisiko zu führen. Die vaginale Behandlung mit Clotrimazol kann jedoch zur Senkung der Frühgeburtenrate beitragen, indem bestimmte Anaerobier dadurch mitbehandelt werden. Eine vaginale Hefepilzkolonisation am Ende der Schwangerschaft führt in einem hohen Prozentsatz zur Mund- oder Anogenitalkandidose auch des gesunden und reifen Neugeborenen. Besonders gefährdet sind Frühgeborene.


Mykofungin ®
Mykohaug ®
Uromykol ®




Clotrimazol ist ein gut wirksames Breitspektrum-Antimykotikum aus der Gruppe der Imidazolderivate. Es wirkt durch eine Hemmung der Ergosterolsynthese und verursacht dadurch bei Pilzen eine Schädigung der Zellmembran. Clotrimazol wird lokal an Haut und Schleimhäuten angewendet und zeichnet sich durch eine gute lokale Verträglichkeit aus. Die Resorption über die Haut oder Schleimhäute ist minimal.

<strong>Indikation:
</strong> Mykosen der Haut oder Schleimhaut, Vaginalmykose.
Erfahrungen in der Schwangerschaft

<strong>Erfahrungsumfang:
</strong> HOCH

<strong>1. Trimenon:
</strong>
<strong>
</strong>Eine Reihe von Studien mit mehreren tausend
ausgewerteten Schwangerschaften hat bisher keine Hinweise auf teratogene Wirkungen von Clotrimazol ergeben. Der Verdacht, dass die vaginale Applikation im 1. Trimenon mit einem erhöhten Abortrisiko assoziiert ist, konnte nicht bestätigt werden.

<strong>2.-3. Trimenon / Perinatal:
</strong>
<strong>
</strong> Bisherige Beobachtungen sprechen gegen
ein fetotoxisches Risiko.

Würde sagen, Clotrimazol ist lt. embryotox neben Nystatin Mittel der Wahl. Kannst Du also nehmen, oder selbst auf die Webseite gehen. Tagsüber sind sie auch telefonisch erreichbar.

Gruß
marjatta

Beitrag von -marja- 16.05.11 - 14:49 Uhr

Oh spitze! Danke euch allen für die schnelle Hilfe!
Und die Webseite werd ich mir merken, die ist ja superklasse...

Damit hat der us-Arzt eindeutig verloren. Und ich darf BEHANDELN!!! Juhuuuu! #huepf

(6 Wochen Pilz nicht behandeln... sowas kann auch nur von nem Mann kommen, der das Gefühl nicht kennt...)

Beitrag von satansbraten82 16.05.11 - 14:58 Uhr

Bin in der 6.ssw und hab mir auch vor NMT noch einen eingefangen...

hab Biofanal verschrieben bekommen (Zäpfchen+Salbe)... dies hat den Wirkstoff Nystatin

LG