sehr sehr aktiv! Probleme im Umfeld

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von jefgeni07 16.05.11 - 16:04 Uhr

Hallo,

unser Sohn, 4 Jahre alt, ist sehr sehr aktiv. Sich länger auf eine Sache zu konzentrieren, auch einmal zurückhaltender zu sein, Dinge zu teilen (ers ist Einzelkind), nicht ständig herumzuspringen oder zu toben fällt ihm sehr schwer....Grenzen kann er nur schwierig und oftmals nur mit Nachdruck (meine "schimpfen")akzeptieren, ....man muss also leider sagen das er an vielen Tagen sehr sehr anstrengend und schwierig ist ....und man seine Nerven wirklich im Griff haben muss.... trotzdem lieben wir ihn natürlich über alles...

In der Kindergartengruppe ist er integriert...die genannten Verhaltensweisen fallen aber natürlich auch den Erziehern auf...uns wurde gesagt es läge an seinem Gemüt (nicht jedes Kind ist gleich)...auch bei den U-Untersuchungen gab es keinerlei sonderlichen Auffälligkeiten.....



Aber nun zu meinem Problem:

Seine extrem aufgeweckte Art eckt natürlich an allen Ecken und Enden an (nicht falsch verstehen....er macht keine Sachen absichtlich kaputt, haut nicht oder ähnliches). ....ich habe das Gefühl das er durch seine "wuselige" Art, sein oftmals lautes Organ...anderen sichtlich auf die Nerven geht....Ein Beispiel von einer Verwandschaftsfeier: sein Opa (ein weiteres Enkelkind mit in etwa 2 Jahren war auch da) ignoriert ihn fast komplett wenn sein Cousin da ist...er ist wirklich offensichtlich völlig genervt von seinem "vielen Leben"...zu diesem Zeitpunkt steht nur sein Cousin im Mittelpunkt...unser Sohn scheint für Ihn Luft zu sein....(zumindest wenn der andere wesentlich "unsanstrengendere" Enkel anwesend ist). Opa ist sichtlich genervt wenn unser Sohn nicht anständig ißt, Spielzeug auf den Tisch verteilt....usw. Wenn was fällt oder das andere Enkelkind aus irgendeinem Grund schreit heisst es gerne mal......

....warum hast Du das gemacht oder unser Sohn sei schuld weil er jetzt weint usw....wenn der Kleine weint, weil ihm unser Sohn von seinen Spielsachen nichts abgibt, weil er eben gerade selbst damit spielt...wird er von ihm ermahnt er solle doch die Sachen auch an ihn abgeben.....
usw...

Wir ermahnen ihn auch bei solchen Feiern immer zur Ruhe...reden schon vorher mit ihm er solle dies und das nicht tun....es ist also nicht so das wir tatenlos zusehen....

Es war jetzt nur ein Beispiel von vielen...gerade bei der Verwandschaft....

Wir versuchen unseren Sohn anständig zu erziehen, wissen um seine Stärken und Schwächen...ermahnen ihn keine Ahnung wie oft täglich zu mehr Ruhe, still sitzen beim Essen ist Pflicht....wenn alles nichts hilft muss er auch in sein Zimmer...eine viertel Stunde Ruhe und sein Verhalten überdenken....

Mich trifft das wirklich sehr wenn ich merke er geht seinem engsten Umfeld auf die Nerven....ich habe schon Angst mit ihm auf grössere Treffen zu gehen...und er mit seiner Art wieder unangenehm "auffällt"....aber was noch tun???

Beitrag von agostea 16.05.11 - 16:13 Uhr

Lass ihn. Dann ists halt so.
Deine Beschreibung erinnerte mich an meinen 5 Jahre jüngeren Bruder. Der war genauso - sonniges Gemüt, aufgeweckt, fröhlich und....ANSTRENGEND.
Nicht selten haben die Leute die Augen gerollt, wenn wir zusammen irgendwo auffliefen.
Meine Mutter stets darum bemüht, ihn irgendwie Umweltfreundlich im Zaum zu halten - meist vergebens....

Wärend ich das stille, angenehme Kind war, eckte mein Bruder ewig an. Nervte.

Schlimmes Gefühl vorallem für meine Eltern. Die ja auch merkten, wie die Menschen auf meinen Bruder reagieren, wärend ich immer willkommen war.

Sowas blödes.

Eine Zeitlang mieden meine Eltern Veranstaltungen, wo mein Bruder mitgenommen werden musste. Im nachhinein echt falsch, wie sie Heute sagen würde.

Er ist so! Fertig. Sei stolz drauf!:-) Scheiss auf die Meinung der Anderen. Die wollen alle nur Kinder nach Maß.

Übrigens ist mein Bruder heute wesentlich ruhiger und introvertierter, als ich...man glaubt es nicht...#schwitz#freu


Gruss
agostea


Beitrag von tweetys-mom 16.05.11 - 16:37 Uhr

Also...

Wenn er wirklich einfach so IST, weil es sein Charakter ist... wenn Ihr Euer Bestes tut, ihn zu erziehen und zu ermahnen, wenn Ihr Euch also bemüht und ihm Grenzen aufzeigt...

... dann würde ich mir an Eurer Stelle das Gehirn nicht so zermartern.

Du siehst die Problemstellen ja selbst: er ist vielleicht ein wenig verwöhnt, weil Einzelkind, er muss noch lernen, sich mal zurückzunehmen.

Du sagst aber selbst, dass er an sich ein netter Junge ist, der keinen bösen Charakter hat, der nicht haut oder schubst oder boshaft ist.

Wenn das alles SO ist, dann ist Euch kein Vorwurf zu machen.

Ich kann verstehen, dass Du dann traurig bist, wenn er gerade in Eurem familiären Umfeld nicht aktzeptiert wird, zumal von den eigenen Großeltern.

Ich finde es nicht korrekt, wenn die eigenen Großeltern so offensichtlich Lieblingsenkel haben. Es ist nicht fair und es führt dazu, dass Euer Sohn sich schelcht fühlt oder unzulänglich und das kann es ja wohl nun nicht sein.

Sprich doch mal mit Deinen Eltern, Deiner Verwandtschaft ganz offen darüber. Sag, dass Dir bewusst ist, dass Dein Sohn eben manchmal flippig und anstrengend ist, aber dass es nicht ok ist, ihn ständig spüren zu lassen, dass er nicht willkommen ist, so wie er ist.

Es ist wichtig, ein Kind zu erziehen und zu ermahnen und Grenzen zu zeigen, keine Frage.

ABER: es ist eben auch wichtig, dass ein Kind spürt, dass es genau so geliebt wird, wie es ist. Dass es so sein darf, wie es ist.

Gerade als Familie sollte man da zusammenhalten und dem Kind ziegen, dass es willkommen ist, auch mit seinen Fehlern.

Wenn ich über weite Strecken sehen und spüren würde, dass meine Eltern mein Kind ablehnen, dann würde das früher oder später zu einer offenen Auseinandersetzung führen, da bin ich sicher...

Beitrag von 9598yvonne 16.05.11 - 19:38 Uhr

Das klingt voll und ganz nach meiner Tochter ( 2 1/2 Jahre). Und ich bin es leid mir andauernd anhören zu müssen das ich viel zu durchlässig bin ( das weiß ich selber) und sie viel zu verwöhnt ist und andere Kinder in Ihrem Alter das doch auch können#augen
Ich habe halt ein sehr aktives Kind die halt erst beim 10mal hört, natürlich wünsche ich mir auch immer wieder mal das sie gleich hört oder mal nicht vom Tisch wegrennt ( bei den besagten Familienfeiern) u.s.w..
Aber sie ist nun mal so, und ich muß halt gute Nerven zeigen. Irgendwann wird auch sie ruhiger:-p Und ich vielleicht auch konsequenter#cool
Also ich fühle dir nach und verstehe dich#liebdrueck

LG Yvonne

Beitrag von maschm2579 16.05.11 - 20:14 Uhr

Hallo,

kann es sein das Ihr Eure ganze Aufmerksamkeit auf das hibbelige und wilde legt und das Wesentliche vergesst?

Du erwähnst ständig das er ein Einzelkind ist, das ist ja im Grunde etwas was man nicht erwähnen muss.
Meine Tochter ist auch Einzelkind und teilt trotzdem Spielzeug und Co.

Bei Familienfeiern (sie und Ihr kleiner Cousin der 1 Jahr jünger ist) nimmt jeder Spielzeug mit. Wenn sie nicht teilt kommt es weg, ganz einfach. Genauso beim Cousin. Sie akzeptieren und respektieren sich.

Ich würde als nicht an dem aktiven arbeiten sondern z.B. daran das ja Spielzeug wirklich nicht auf den Tisch gehört, das man abgibt und das er ordentlich isst ist ja wohl Glas klar. Da würde ich mich auch aufregen wenn einer am Tisch schmiert und rumpanscht.

Aber aktiv und lebhaft finde ich kein Grund um ständig rumzumäkeln und in Panik zu verfallen. Lass ihn leben und versuch weniger zu meckern wenn es um laut sein oder rumlaufen geht.

Der Cousin meiner TOchter ist auch suuuuuuuuuuuuuuper wild und laut. Unglaublich und total nervig. Die Eltern waren immer darauf bedacht das er leise spricht, nicht rumrennt etc....
Dabei haben sie total übersehen das er wie ein Sch... isst, rumpanscht und ständig was kaputt macht.

Sorry mag sein das ich das falsch interpretiere, ist auch schwierig zu antworten wenn man nicht genau weiß was er noch macht.

lg