Saugverwirrung? Massives Stillproblem!!!

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von luna-star 16.05.11 - 17:17 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

Aktuell kämpfen wir mit Stillproblemen - irgendwie kapiert sie es nciht.

Leider war der Start nicht ganz so optimal. Da die Plazenta nciht komlett abgegangen ist, musste ich in den OP und sie konnte den ersten Saugreflex nicht ausleben. Unser Mäuschen übergab sich dann die ersten 30 Stunden nach der Geburt und war somit auch nciht zu animieren, an die Brust zu gehen.

Dann haben wir es mit Ausstreichen und Tröpfen aufs Lippchen geben versucht. An die Brust war sie nicht zu kriegen. Leider kam kaum Vormilch. Schließlich hatte ich irgendwann ein brüllendes Bündel, keinen richtigen Milcheinschuss, wenig Vormilch (Abpumpergebnis nach 1 Stunde 10 ml) und als Ergebnis bekam sie eine Flasche Pre #heul.

Ich trainiere seitdem mit der Pumpe und habe jetzt genug Milch (der Milcheinschuss kam erst an Tag 4/5), sie aber begreift irgenwie nciht, wie das mit dem Saugen an der Brust geht und will lieber die Flasche (klassischer Fall von Saugverwirrung?) Werden ihr jetzt den Habermannsauger besorgen - hoffe, dass wir es noch hinbekommen.

Hat irgendwer einen Tipp???

Grüße, L-S und der Stillverweigerer

PS: Sie ist am 11.5. geboren.

Beitrag von fanny31 16.05.11 - 17:21 Uhr

Hi!

Erstmal herzlichen Glückwunsch #klee

Leider weiß ich da auch nicht so wirklich nen Rat. Bei mir hats mitm anlegen am Anfang auch nicht richtig geklappt. Hast du keine Hebamme? Meine hat mir super geholfen!

LG

Beitrag von lilly7686 16.05.11 - 17:23 Uhr

Hallo!

Bitte wende dich unbedingt schnell an eine Stillberaterin vor Ort!
http://www.afs-stillen.de
http://www.lalecheliga.de
Beide Vereine arbeiten ehrenamtlich!!

Lass dir die Verwendung des Brusternährungssets zeigen.
Hab viel Geduld und bewahre Ruhe.
Biete immer die Brust an, wenn du merkst, deine Kleine könnte vielleicht Hunger haben.

Ihr könnte das auf jeden Fall hinbekommen. Mit einer kompetenten Stillberaterin ist das möglich.

Ich wünsche dir alles Liebe und viel Erfolg :-) Ihr schafft das!

Liebe Grüße!

Beitrag von sarahjane 16.05.11 - 18:00 Uhr

Herzlichen Glückwunsch!

Setze Dich nicht so unter Druck. Brusternährung um jeden Preis ist auch nicht das Wahre.

Nichtsdestotrotz kannst Du Dir die Anwendung des Brusternährungssets (http://www.medela.com/DE/de/breastfeeding/products/breastmilk-feeding/special-feeding-devices.html) von Hebamme und/oder Brusternährungsberaterin (am besten eine IBLC-Brusternährungsberaterin, weil diese als einzige Brusternährungsberaterin eine wirklich fundierte Aus-, Fort- und Weiterbildung genossen hat und genießt, welche über Wochenendkurse für Hausfrauen etc. hinausgeht).

Unter Anwendung des Brusternährungssets versucht Dein Baby, an der Mutterbrust zu saugen und die Milchmenge zu erhöhen, während des per Schlauch mit Abgepumptem und/oder Premilch versorgt wird.

Nützt alles nichts, sei nicht traurig. Mindestens 5 Prozent aller Frauen können oder dürfen ihre Kinder nicht teilweise oder ausschließlich mit Frauenmilch ernähren, und dies aus unterschiedlichsten Gründen.

Beitrag von miau2 16.05.11 - 18:14 Uhr

Hi,
ich hatte zwei saugverwirrte Kinder, beide Male bedingt durch Aufenthalte in der Kinderklinik direkt nach der Geburt.

Vornweg: beide Kinder habe ich irgendwann voll gestillt, den Kleinen erst mit 2 jahren jetzt an Weihnachten abgestillt (natürlich schon lange nicht mehr voll).

Was ich beim ersten Kind hatte und was absolut unbezahlbar war war eine Hebamme, die auch Stillberaterin ist. Ohne die hätte ich es beim großen nicht hinbekommen. Und beim zweiten kannte ich die Tricks schon.

Es gibt ein paar Tricks, die man - in Zusammenarbeit mit einer Hebamme bzw. Stillberaterin - anwenden kann. Beim Großen standen wir kurz vor dem Brusternährungsset, haben gerade noch so die Kurve bekommen. Beim Kleinen war es einfacher - vermutlich, weil ich halt einfach schon Übung hatte.

Dass die Kleinen die Flasche lieber haben ist übrigens total normal, denn das ist nun mal einfacher - wenn du die Wahl hast zwichen anstrengend das Essen selbst erarbeiten oder dir einfach in den Mund fliegen lassen - was würdest du wählen? Stillen ist arbeit für die Kleinen, sinnvolle und wichtige - aber eben anstrengender als Flasche, und natürlich wählen sie, wenn sie können, den bequemeren Weg.

Der wichtigste Tipp wäre der: such dir eine Stillberaterin...wenn das nicht geht versuche ich gerne die ganzen Tricks, die meine angewendet hat noch zusammenzubekommen. Aber es ist halt besser, wenn man das gezeigt bekommt.

Meinen Großen hatte ich übrigens die erste Woche überhaupt nicht gestillt. Und danach kamen die Erfolge erst sehr, sehr langsam, bis zum wirklichen Vollstillen hat es knapp 4 Monate gedauert (meine abgepumpte Milch hat allerdings da schon sehr lange gereicht) - es kann bei Euch durchaus noch klappen.

Und beide Kinder haben sich so an die Brust gewöhnt, dass sie später jede Flasche verweigert haben (und mein mann mir unseren Großen beim Rückbildungskurs bringen musste, da die abgepumpte MuMi verweigert wurde ;-)).

Viele Grüße, noch herzliche Glückwünsche zur Geburt und viel Erfolg,
Miau2

Beitrag von luna-star 19.05.11 - 15:48 Uhr

Vielen Dank für Eure Tipps.

Bei uns geht es dank Stillhütchen und Habermannsauger allmählich aufwärts. Zwar muss sie noch immer zuerst an der FLasche "angesaugt" werden, aber dann kann man sie relativ schnell zur Brust bekommen und sie saugt dort weiter. Wenn das Anlegen problemlos klappt, dann wäre ich schon superglücklich, aber auch jetzt sehe ich allmählich Land!

Grüße