Einschlafverweigerer!

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie ihr Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von kris0712 16.05.11 - 18:29 Uhr

Hallo,

mein kleiner Wirbelwind bereichert mich nun bereits seit zehn Monaten und in dieser Zeit hat sie es nur ein einziges Mal geschafft alleine einzuschlafen (abgesehen von den ersten paar Wochen, wo Schlafen ihr Alltag war). Ich wäre froh, wenn lediglich Händchen halten oder auf dem Arm halten ausreichen würde. Damit könnte ich leben, aber meine Maus bekommt richtige Schreikrämpfe, wenn es um das Thema Schlafen geht. Es ist egal ob es Früh, Mittags oder Abends ist. Sobald sie müde wird und merkt, es geht ans Schlafen ist vorbei. Zum Glück klappt es abends mit dem Einschlafstillen, aber das kann es auf Dauer auch nicht sein. Tagsüber MU? ich sie ins Tuch oder in den Kiwa stecken und los laufen. Aber auch da gibt es viel Geschrei. Sie wehrt sich so extrem doll gegen das Schlafen. Mir tut meine kleine Maus so leid und ich weiß einfach gar nicht mehr was ich machen soll. Händchen halten, Vorlesen, mich dazulegen.... hat alles nichts gebracht.

Habt ihr ein paar Ideen, wie ich ihr das Einschlafen angenehmer gestalten kann?

LG Kris

Beitrag von marysa1705 16.05.11 - 23:41 Uhr

Hallo,

hm, das erste, was Du machen kannst, ist folgendes:
Komm von der Vorstellung des Allein(ein-)schlafens bei einem Baby weg. Alleine (ein-)schlafen liegt evolutionsbiologisch gar nicht in unserer Natur.

Wenn Du mehr darüber wissen willst, kannst Du hier mal in ein tolles Buch zu diesem Thema reinlesen:
http://kinderverstehen.de/images/KV_Kap_4_fuer_Webseite_incl.pdf

Wenn Du das gelesen hast, weisst Du auch, warum Babys eben einfach durch Stillen, Tragen oder Schaukeln am besten einschlafen. Es liegt einfach in ihrer Natur.

>>Zum Glück klappt es abends mit dem Einschlafstillen, aber das kann es auf Dauer auch nicht sein.<<
Wenn es abends so gut mit dem Einschlafstillen klappt, dann mach das doch auch einfach tagsüber! Auf "die Dauer" ist es bei keinem Kind. Das natürliche Abstillalter - also der Zeitpunkt, zu dem sich ein Kind selbst normalerweise abstillt - liegt bei den meisten Kindern zwischen 2 und 7 Jahren.


Du siehst also, es ist ganz einfach!
Wir haben von Natur aus alles, um unseren Babys das Einschlafen angenehm zu machen. Bloss das Wissen darum ist vielen heute leider verloren gegangen.


LG Sabrina

Beitrag von kris0712 17.05.11 - 08:42 Uhr

Hallo,

wir Stillen tagsüber nur noch ein Mal (außer sie ist krank) und da schläft sie nicht bei ein. Ich habe auch überhaupt kein Problem mit ihr zusammen ins Bett zu gehen oder sie zu Tragen. Ich weiß das die Nähe gebraucht wird, jedoch ist es immer mit immens viel Geschrei verbunden. Wenn ich mich zu ihr lege steht sie auf und stellt sich hin und dabei schreit sie. Genauso ist es auf dem Arm. Sie windet sich und brüllt einfach nur. Klar irgendwann schläft sie dann auch ein, aber sie tut mir immer so leid.

Wie kann ich ihr den das Einschlafen angenehmer machen?

Beitrag von marysa1705 17.05.11 - 11:24 Uhr

Ich kann Dir einfach erzählen wie es bei unseren Kindern war:

Wir hatten sie anfangs nur bei uns und sie haben einfach immer da geschlafen, wo wir gerade geschlafen haben. Meistens sind sie beim Einschlafstillen oder beim Tragen in Tragehilfe oder Tuch eingeschlafen.

Das "ins Bett bringen" kam erst viel später, zu einem Zeitpunkt in dem das Schlafen somit schon etwas ganz selbstverständliches und schönes für sie war. Auch dabei habe ich sie immer in den Schlaf gestillt, solange sie das wollten.

Somit haben alle ein gutes Verhältnis zum Einschlafen entwickeln können.


Bei einem Kind mit 10 Monaten würde ich es vermutlich in eurer Situation so machen:
Das Kind im Ergo auf den Rücken nehmen und einfach ganz normal dem nachgehen, was Du gerade eben so machen musst: Haushalt, Besorgungen, etc.
Nicht im Schlafzimmer herum laufen und ungeduldig darauf warten, dass das Kind einschläft, sondern das Einschlafen einfach "nebensächlich" werden lassen.

Wenn Du also merkst, dass Deine Tochter mittags müde wird, nimmst Du sie ins Tuch oder eine Tragehilfe (am einfachsten auf den Rücken, weil Du so mehr Bewegungsfreiheit für Dich hast) und gehst weiter Deiner alltäglichen Arbeit nach.
Schnell eingeschlafen sind unsere Kinder z.B. beim Staubsaugen. Das Brummen des Staubsaugers und die Bewegungen beim Tragen sind einfach total einschläfernd. ;-)

Somit liegt nicht mehr der Fokus und Deine Aufmerksamkeit auf dem Einschlafen, sondern es wird "nebensächlich" und einfach normal.


LG Sabrina

Beitrag von kris0712 17.05.11 - 13:10 Uhr

Danke für Deinen Tip, ich werde es einfach mal probieren. Muß eh mal wieder saugen.

Abends riecht sie den Braten schon, wenn sie gewickelt wird.

Ich würde es ihr gerne so viel angenehmer gestalten. Hab auch überhaupt kein Problem sie zu tragen, Händchen zu halten oder was auch immer nötig ist. Nur damit sie nicht mehr sooooo bitterliche weint.

Meine schlaue Mutter (von vier Kindern) sagt dazu nur: Ich habe es schon am Anfang falsch gemacht. Ich hätte sie weinen und schreien lassen sollen. So hat sie es früher gemacht. Na gut einer mehr, der vorerst von der Babysittingliste gestrichen wurde.

Beitrag von marysa1705 17.05.11 - 14:33 Uhr

Nein, Du hast es sicher nicht falsch gemacht.
Ich denke, es ist sehr wichtig, dass man bei einem Baby sofort reagiert, wenn es weint. Nur so kann eine feste Bindung und Vertrauen entstehen. Erst wenn diese Grundlage vorhanden ist, dann können Kinder und Erwachsene später auch mal aushalten, dass ein Bedürfnis nicht sofort befriedigt wird.
Vertrauen ist genau das: die Spannung zwischen einem Bedürfnis und seiner Befriedigung auszuhalten. Aber dafür braucht es eben erstmal eine feste Bindung.

Und Dein Baby spürt genau, wenn Du alles dafür tust, dass es ihm besser geht. Selbst wenn es uns nicht immer sofort gelingt.
Für eine feste Bindung kann man in den ersten Lebensjahren gar nicht genug tun. Und Du wirst sehen, das wird sich später alles "auszahlen", auch wenn es darum ja nicht in erster Linie geht.

LG und alles Gute!

Sabrina

Beitrag von bs171175 17.05.11 - 09:55 Uhr

Huhu

Ich kann dich genau verstehen ,meine Tochter 8 Monate will Tagsüber auch nicht schlafen egal wie müde sie auch ist .
Abends klappt es wie bei dir relativ gut ,aber ich habe immer das Gefühl das sie Tagsüber angst hat etwas zu verpassen .
Ich mache es immer so wenn ich merke das sie müde wird mach ich es erst mal dunkler und spiele noch ruhig mit ihr damit sie nichjt merkt das es schlafenszeit ist ,aber die Reize um sie herum schaff ich halt damit ab ,keine Gereusche kaum was sehen ,und irgentwann nehm ich sie dann auf den Arm und gehe mit ihr durch den abgedunkelten Raum bis sie einschläft .

Ich gebe zu das sie dabei auch manchmal weinent einschläft ,aber mehr kann man nicht machen ich säusel leise oder singe ganz ruhig und leise aber sie will halt nicht aber ich habs schon geschafft das sie so nicht so oft dabei weint ,das zerreisst einem ja das Herz .

Einschlafstillen geht bei mir tagsüber auch nicht ,da sie den Braten riecht und dann die Brust verweigert und sich überstreckt.



LG BS die so leider auch keine Tipps hat

Beitrag von mimi3011 18.05.11 - 23:29 Uhr

Hallo,
warst du schonmal beim Osteopathen?

Gruß

Beitrag von kris0712 19.05.11 - 19:54 Uhr

Nein, warum?