Hausgeburt, Geburtshaus nicht mgl. außerhalb einer großen Stadt

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von unheimliche 16.05.11 - 19:05 Uhr

Hallo.

ich muss jetzt mal meinem Ärger ein wenig Luft machen.
Vorerst mal möchte ich sagen das eine Geburt in einem Krankenhaus für mich nicht in Frage kommt.
Allerdings habe ich irgendwie die Arschkarte gezogen weil ich in einer so kleinen Stadt Namens Zwickau wohne.
Weder Geburtshäuser sind hier anzutreffen noch Hebammen die eine Hausgeburt durchführen können, da die Versicherung sich hier für auf 5000€ im Jahr berappt. Hebammen bekommen ja nur 400€ pro Geburt und die Rufbereitschaft übernehmen viele Karnkenkassen ja noch nicht mal.
Ich muss sagen das ich ziemlich entrüstet darüber bin, nicht so Entbinden zu können wie ich gerne möchte.
Jetzt bin ich echt am Überlegen mich in ein Geburtshaus in Leipzig zu begeben wenn es los geht.
Habe ja die Hoffnung das es nicht all zu schnell geht, sprich das ich es noch bis da hin schaffen kann. 2 Std. müsste ich schon einplanen.

Wollt mal wissen ob es Euch da auch so geht und ob Ihr Lösungen gefunden habt?

Beitrag von nisivogel2604 16.05.11 - 19:16 Uhr

Hallo,

mir ging es ähnlich. Mir sprang in der 26. Woche meine Hebamme ab, weil ich mit der Zweithebamme nicht konnte. Die hatte ich schon nach 3 Sekunden so gefressen, das ich nicht mit ihr gebären wollte.

Eine Klinik kam ebenso nicht in Frage. Ich wollte mich den Risiken dort nicht nochmal aussetzen.

Ich habe dann im 100km Umkreis eine Hebamme gesucht. tatsächlicher Fahrtweg waren dann einfach 65km zu mir. Die kasse (securvita) hat das anstandslos bezahlt, genau wie ein teil der Rufbereitschaft übernommen wurde und wir noch einen Babybonus bekamen.

In Nürnberg stehen die Frauen jetzt so da wie du. da danken die hebammen jetzt alle ab. Eine freie Wahl des Geburtsortes wird es in Deutschland bald nicht mehr geben.

Hier gibt es ebenfalls keine Hebamme mehr, die Hausgeburten macht.

Und ich sag dir ganz ehrlich: lieber Alleingeburt als Klinikwahnsinn.

Wie weit hast du deinen Suchradius schon ausgedehnt?

lg

Beitrag von unheimliche 19.05.11 - 13:15 Uhr

Hallo

Das ist gut das du mich auch noch mit der Krankenkasse bestätigst, ich habe meine gerade gekündigt und habe mir auch die securvita ausgesucht.
Mein Suchradius habe ich jetzt bis nach Lichtenstein ausgedehnt meine Hebamme hat mir den Tip gegeben.
Das mit der Alleingeburt habe ich mir auch schon überlegt ich denke mal wenn bei den Untersuchungen alles ok is das ich das dann auch machen werde. Karankenhaus ist gerade 100m weg also wenn was sein sollte kann ich immer noch switchen.
Danke für deine Antwort

Beitrag von belala 19.05.11 - 13:36 Uhr

Hallo unheimliche,

lt deiner VK erwartest du dein 1.Kind?

Sollte es so sein, möchte ich dich bitten, wirklich nochmal ernsthaft über eine Alleingeburt nachzudenken!
Und auch wenn das KH nur 100m entfernt ist, kannst du im Falle eines Problems natürlich nicht mehr einfach so "switchen".

LG,belala

Beitrag von kleiner-gruener-hase 16.05.11 - 19:17 Uhr

Das ist hier nicht anders- und wir leben in Südniedersachsen, aber eben mitten in der Pampa.

Allerdings haben wir eine kleine Klinik mit sehr schöner, familienorientierter Entbindungsstation. Man vergisst wirklich, dass man in einem KH ist wenn man die Kreißsääle betritt und es wird versucht, dass man alles erfüllt bekommt als Gebärende. Daher musste ich nicht groß nach Alternativen suchen.

Ob du zum Zeitpunkt der Entbindung noch 2 Stunden im Auto ertragen kannst/willst/möchtest, wirst du erst dann wissen. Ich muss sagen, ich hätte es nicht gekonnt/ gewollt. Von der Zeit her dürfte es aber kein Problem sein.


LG

Beitrag von turboprinzessin22 17.05.11 - 12:18 Uhr

Hallo,#winke

welches KKH meinst du denn?
Komme auch aus Südniedersachsen,
.

Beitrag von majetta 16.05.11 - 19:59 Uhr

Dann machs doch ohne Hebamme;-)

Ich hatte 2 KS Geburten und eine Saugglocken und Zangen Geburt in KH, seid dem nie wieder KH#zitter

Dann hatte ich eine HG bei der die Hebamme zuspät kam um genau 1,5 Stunden.

Das letzte Kind habe ich dann gleich alleine ohne Hebamme zuhause bekommen;-)

LG

Beitrag von belala 16.05.11 - 20:57 Uhr

Hallo unheimliche,

ich habe das 1.und das 3.Kind zuhause geboren.
Bei Wehenbeginn hätte ich keine Reise mehr machen wollen.
Hätte ich noch den Ort wechseln müssen, wäre es wahrscheinlich auch irgendwie gegangen. Ich möchte mich gar nicht darauf versteifen.

Deinen Wunsch nach einer außerklinischen Geburt kann ich nachvollziehen und dass die Hebamme nun derart zur Ader gelassen werden, ist traurig und unmodern.

Wenn alle Beteiligten der Geburt dich in deinem Vorhaben unterstützen und du auch für den Notfall vorgesorgt (Anmeldung in Klinik etc) hast, steht der Geburt nichts im Weg.

Meine HG Hebamme betreute auch Frauen die extra für einige Wochen aus dem Ausland wieder "in die Heimat" kamen.

LG und alles Gute,
belala

Beitrag von anarchie 16.05.11 - 20:59 Uhr

jaaaaa...das ist das Ergebnis dessen, was die regierung mit den hebammen macht:-(

ih lebe zum Glück in HH, und selbst hier sind nur seeehr wenige hausgeburtshebammen:-(
und kein geburtshaus, dass für mich innherlab von 45 minuten erreichbar wäre - in HH, was ja nu kein kaff ist!

Für mich wöre eine KH auch nie in Frage gekommen, solange nichts Gravierendes vorliegt.

Jetzt und heute würde ich(ganmz klar ICH, kein Rat) in deinem Fall vermutlich die nächste hausgeburtshebamme kontaktieren, die vorsorgen bei ihr machen, dass sie nicht fahren muss und sie bei der ersten Wehe anrufen . und in Kauf nehmen, alleine zu gebären...

ist zwickau nicht bei Chemnitz???

DA gibt es doch ein geburtshaus?
und auch eine hausgeburtsghebamme mindestens...


glg

melanie mit 4 hausgeburtskindern

Beitrag von belala 16.05.11 - 21:10 Uhr

Hallo unheimliche,

"anarchie" brachte mich gerade darauf zu googlen.
Gera und Chemnitz sind scheinbar viel näher als Leipzig oder täuscht es?
In beiden erstgenannten Städten gibt es Geburtshäuser.

LG,belala

Beitrag von minnie85 16.05.11 - 21:20 Uhr

Mir wird mulmig, wenn ich das lese - wo soll das hin führen, wenn wir Frauen jetzt schon nicht einmal mehr so gebären dürfen, wie wir wollen?!
Ich habe das Problem als Großstädterin nicht, aber ich hoffe, dass die Politik endlich mal was tut und das Problem der Hebammen irgendwie gelöst wird. So kann es ja nun nicht weiter gehen.

Beitrag von majetta 16.05.11 - 21:23 Uhr

Wieso? Noch können wir selbst entscheiden, warum macht ihr die Entscheidung von eine Hebamme abhängig#kratz

Um mein Baby zu bekommen brauch ich keine Hebamme,Arzt oder sonst was!

Beitrag von nisivogel2604 16.05.11 - 21:45 Uhr

Du wirst aber nicht vielen Frauen begegnen, die sich eine Alleingeburt zutrauen, was ich auch gut nachvollziehen kann. Und wer Begleitung haben möchte, der sollte sie doch auch bekommen oder? Ich fand die Zeit mit meiner Hebamme wundervoll und ziehe es der Notfallvariante Alleingeburt vor

lg

Beitrag von majetta 17.05.11 - 07:28 Uhr

HY

Im Notfall, kann auch die Hebamme nichts machen, sie wird kaum eine Saugglocke oder Zange dabeihaben,mehr als zum Telefon zugreifen kann sie nicht machen. In dem Fall ist die Hebamme Überflüssig.

Bei uns hier ist eine HG mit oder ohne Hebamme so zimlich normal.

LG

Beitrag von nisivogel2604 17.05.11 - 10:04 Uhr

Es gibt genug Hebammen, die kleine Saugglocken mitführen.

Eine Hebamme kann Komplikationen im Geburtsverlauf ausserdem rechtzeitig erkennen und eine Verlegung organisieren. Sie kann eine starke Nachblutung versorgen und ein Baby auch reanimieren falls es not tut.

Das alles könnte ich so ganz alleine wohl nicht

lg

Beitrag von anarchie 17.05.11 - 10:06 Uhr

öhm...


meine hebamme hat
saugglocke
sauerstoff
wehenhemmer
verschiedene Medikamente und vor Allem ne Menge
Fachwissen dabei...

sie kann schneiden im Notfall, nähen . und vor Allem beurteilen, wann handlungsbedarf besteht.

mich würde interessieren, wo du lebst, dass Alleingeburten normal sind?:-)#

gruß

melanie

Beitrag von goldengirl2009 17.05.11 - 10:18 Uhr

Hallo Melanie,

die gute lebt mal hier und mal da,mal in Kasachstan,Belgien & Niederlande. ;-)

Sie war schon mit diversen Nicks hier unterwegs.

Gruß

Beitrag von anarchie 17.05.11 - 10:10 Uhr

Zudem macht die Frau sich strafbar, wenn etwas passiert,was die hebamme hätte verhindern können.

In Österreich sind Alleingeburten generell strafbar.

Beitrag von 440hz 16.05.11 - 22:35 Uhr

wenn das für dich so ist. herzlichen glückwunsch!
ich hätte auch dreimal glück gehabt und alles wäre, bis auf unversorgte dammrisse, die mir meine dickköpfigen kinder bei rasanten austreibungphasen beschert haben, gut gegangen.
trotzdem hätte ich nicht darauf verzichten wollen zwischendurch zu kontrollieren, ob der zwerg noch gut versorgt ist.
eine geburt ist eine extremsituation, in der ich nicht durch ein marodes gesundheitssystem dazu gezwungen sein möchte sie allein durchzustehen.
ich finde nicht, dass das eine echte alternative ist.
lg 440hz

Beitrag von querulantin123 16.05.11 - 22:53 Uhr

Auf welchem Planeten lebst Du denn? Ich kann Dir aus dem Stand acht Kinder aus meinem nahen Umfeld sagen, die von so einer Aktion schwer geschädigt oder tot hervorgegangen wären (Plazentaablösung, Beckensprengung, Nabelschnurumschlingungen, Atemnotsyndrom usw. usw.).

Beitrag von findekind 16.05.11 - 23:58 Uhr

Mich setzen die zwei Alternativen - entweder Krankenhaus oder gleich eine Alleingeburt unter Druck, denn ich möchte weder das eine noch das andere!!!!!!!

Beitrag von anarchie 17.05.11 - 09:16 Uhr

hallo!


Also ich persönlich würde, wenn die Alternative KH wäre, auch alleine entbinden.

Meine 4 Kinder sind zuhause geboren.
Die hebamme war anwesend , hat aber nichts getan . bis auf bei meinem 2. Kind,da war die NS um den Hals.

Aber die Frau vor die Wahl zu stellen, ob sie sich in die KH-Maschinerie begibt oder aber ihr Kind ohne Begleitung gebären muss ist keine wirkliche wahl für die meissten.

Alleingeburten erfordern viel innere Sicherheit, gutes Körpergefühl, Risikobereitschaft und ein gewisses fachwissen.
Nur dann sind sie zu verantworten.

Und welche Erstgebärene hat das schon?
Ich finde in vielen Fällen eine Alleingeburt auch unvernatwortlich.

Ich hatte ein Kind mit NS um den Hals - und ICH habe es nicht gesehen und hätte weitergepresst, mit üblen Folgen fürs Kind und für mich.
Wenn ich bewusst alleine gebären würde, hätte ich natürlich aufgepasst..

Eine Alleingeburt ist bei weitem nicht für jede Frau zu verantworten.

der Geburtsort muss FREI wählbar sein -MIT kompetenter Unterstützung.

lg

melanie, die aus Idealismus hebammenkunde studieren will

Beitrag von minnie85 18.05.11 - 19:18 Uhr

Alleingeburt ist für mich keine Alternative. Ich brauchte meine Hebamme. Hebammen gibt es schon so lange und in jeder Kultur, ich denke, sie haben schon ihren Sinn.

Beitrag von kleineelena 16.05.11 - 21:42 Uhr

Na da rutsch mal rüber zu uns nach Chemnitz, wir haben hier ein Geburtshaus!

#winke

Beitrag von querulantin123 16.05.11 - 22:50 Uhr

Ich wohne auch in einer Kleinstadt. Leider gibt es hier ein Geburtshaus, was ich völlig verantwortungslos finde in Anbetracht dessen, dass die nächste Neo 60 km entfernt liegt...