@Pumpmamas: Wie Milchproduktion drosseln?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von hasi59 16.05.11 - 20:07 Uhr

Hallo Mädels!

Meine Kleine ist nun 6 Monate alt und daher darf ich keine Milch mehr bei der Frauenmilchbank abgeben. Nun möchte ich meine Milchmenge reduzieren, da Annalena niemals soviel trinkt und mein Gefrierschrank auch bald voll ist. Ehrlich gesagt bin ich auch froh, wenn das gepumpe endlich aufhört. Aber ganz möchte ich es auch nicht lassen. Dann hätte ich ein schlechtes Gewissen.

Heute morgen hab ich angefangen einfach weniger zu pumpen. Hab dann immer bei 100 ml pro Brust aufgehört. Aber jetzt sind die Brüste so voll und schmerzen richtig. Hab natürlich auch angst vor einem Milchstau. Soll ich einfach weiter so wenig pumpen? Aber dann sind sie in 2 Stunden wieder so am schmerzen! #schwitz Oder soll ich sie jetzt leer pumpen? Gebt mir mal bitte Tipps!


LG
Hasi mit Annalena #verliebt

Beitrag von thalia.81 16.05.11 - 20:59 Uhr

Ich habe z.Z. auch zu viel Milch. Ich pumpe, wenn es zu arg drückt. Werde mir aber gleich ein bisschen Pfefferminztee aufbrühen und ein paar Schluck trinken.
Alternativ ist Salbei milchreduzierend.

LG
thalia


P.S. Finde ich toll, dass du Milch gespendet hast. Wo ist das denn möglich? Wie viel hast du da so gespendet? Deine Tochter stillst du oder bekommt auch abgepumpte Milch? Sorry für die vielen Fragen, aber ich finde das super interessant :-)

Beitrag von hasi59 17.05.11 - 07:50 Uhr

Guten Morgen!

Sorry, konnte gestern abend nicht mehr antworten.

Leider gibt es nur wenige Milchbanken in Deutschland und ich habe das Glück in der Näher einer davon zu wohnen. Finde es auch schade, dass es erstens so unbekannt und zweitens so selten ist.

Ich habe so ca. 15 Liter im Monat gespendet. Gute Milchkuh! ;-) Finde es irgendwie schade, dass ich nicht mehr spenden darf.

Meine Tochter bekam auch Milch aus der Flasche. sie war ein Frühchen und anfangs zu schwach an der Brust zu trinken und dann hab ich es einfach nicht hinbekommen mit der Stillerei. Aber hauptsache sie bekommt Muttermilch, das war mir wichtig. Da meine Kleine auch auf der Neo lag bin ich froh, dass ich auch was für andere Frühchen getan habe!

Danke für den Tipp. Werde mir gleich mal Pfefferminztee besorgen.


LG
Hasi

Beitrag von iseeku 16.05.11 - 21:05 Uhr

ich würde so viel abpumpen oder ausstreichen bis der druck erträglich ist...
danach mit kalten umschlägen kühlen und salbeitee trinken...


lg#blume

Beitrag von peppina79 16.05.11 - 21:09 Uhr

Sowas habe ich ja noch nie gehört. Klingt irgendwie verrückt? Wer nutzt denn sowas überhaupt?? Ich würd meinem Kind nämlich nur meine Milch geben und wenn ich keine hätte, dann eben Babynahrung...naja

Beitrag von iseeku 16.05.11 - 21:12 Uhr

na, du wirst ja auch irgendwann kuhmilch geben... ;-)
die muttermilch wird doch behandelt...

Beitrag von littlelight 16.05.11 - 21:45 Uhr

Das ist gar nichts "neues". Früher gab es sogar mehr Muttermilchbanken als heute.

Spendermilch kommt zum Beispiel auf manchen Frühchenstationen zum Einsatz. Wenn die Kleinen so früh kommen, dass Mama noch keine Milch hat. Während Mama mit der Pumpe den Milchfluss anregt (die ganz Kleinen können ja noch nicht saugen) bekommen die Frühchen (wenn Mama das will natürlich) Spendermilch mit einer Sonde. Diese Milch ist nämlich viel verträglicher für die Frühchen als Kunstmilch und hat einen positiven Einfluss auf ihre Entwicklung. (Potsdam hat zB sehr gute Erfahrungen damit gemacht)

Davon ab gibt es auch Frauen, für die Kunstmilch nicht in Frage käme. Wenn man zB wegen bestimmten Medikamente zeitweise nicht stillen kann, muss man dann nicht zwangsläufig zur Flaschenmilch greifen.

LG littlelight

Beitrag von sarahjane 17.05.11 - 12:34 Uhr

Es gibt wohl tatsächlich noch einige wenige Frauenmilchspenderbanken etc..

Unter anderem aus Kosten- und Hygienegründen ist die Anzahl jedoch sehr gesunken.

Zudem ist wohl jede Brustmutter froh, wenn sie fürs eigene Kind ausreichend Frauenmilch produzieren kann. Da bleibt oft nichts übrig, was man spenden könnte. Denn längst nicht alle Frauenkörper funktionieren wie die von "Milchkühen".

Ob man seinem Kind Spendermilch geben möchte, muss man mit sich selbst ausmachen.
Denn man weiß nie, ob die Spenderin/nen rauchen, Alkohol trinken, Medikamente zu sich nehmen, wie die Ernährungsgewohnheiten sind, unter welchen Umständen mit welchen Mitteln und unter Handhabung welcher Hygienemaßnahmen die Milch abgepumpt wurde, ob die Milch wirklich frisch abgepumpt zur Spenderzentrale gebracht worden ist und nicht mit irgend etwas "gestreckt" worden ist.

Es heißt zwar, die Spenderzentralen würden die Milch gründlich prüfen, aber... .

Bei Säuglingsmilchnahrung aus dem Handel kann man sich wenigstens 100-prozentig sicher sein, dass diese allerstrengste Kontrollen durchlief.

Und wie allgemein bekannt ist, wachsen/gedeihen/entwickeln sich die Kinder auch sehr gut, wenn sie mit Pre- und/oder Einsermilch statt mit Frauenmilch ernährt werden.

Beitrag von littlelight 17.05.11 - 15:48 Uhr

Wieso sollte die Babynahrungsindustrie ihre Produkte besser überprüfen, als es die Muttermilchbanken tun? Bei der Babynahrungsindustrie kann man sich nie 100%ig sicher sein, dass alles ok ist. Immerhin wissen wir nicht, was die Kühe gefressen haben und schon auch nicht welche Luft sie geatmet haben. Von den Rückrufen wollen wir gar nicht sprechen.

Natürlich wird ein Kind auch mit Kunstmilch groß, aber gerade für Frühchen hat die Spendermilch nur Vorteile, weil die pulverisierte Kuhmilch eben nicht so gut vertragen wird und sie eben nicht ach so prächtig gedeihen!

Beitrag von koffercord 16.05.11 - 21:46 Uhr

Versuch doch einfach die Zeit zwischen dem Pumpen zu strecken. Also wenn du momentan 4 mal täglich pumpst, dann versuche auf 3 mal zu reduzieren und wenn sich die Milchmenge eingependelt hast, kannst du noch weiter runtergehen. Es wird immer 1-2 Tage unangenehm und wenn es gar nicht geht, dann pump zwischendrin aber die Brust gewöhnt sich sehr schnell dran und wird weniger Milch bilden. Eine Freundin hat so innerhalb von 3 Monaten (nach 7 Monaten vollstillen) gaaaanz langsam abgestillt und sie hätte das ganze Viertel mit Milch versorgen können ;-) Am Ende nur noch einmal am Tag und dann alle zwei Tage und dann wars vorbei.

Dazu etwas Pfefferminz- oder Salbeitee trinken und dann klappt das schon.

Viel Glück!

Beitrag von hasi59 17.05.11 - 07:53 Uhr

Guten Morgen Mädels!

Danke für eure Tipps. Werde mich gleich mal mit den Tees eindecken und dann geht es los!

Und bitte erstmal informieren bevor man etwas komisch und merkwürdig findet. Muttermilch ist nunmal das beste, was einem Baby passieren kann. So bekommen Frühgeburten die perfekte Nahrung zum Aufpeppeln.
Früher gab es schließlich auch Ammen!


LG
Hasi

Beitrag von peppina79 17.05.11 - 10:55 Uhr

naja, komisch finden kann man das doch, oder etwa nicht? wenn man sowas nicht kennt??!! bin mir ziemlich sicher, dass du auch nicht ALLES weißt und somit gibt es bestimmt auch dinge, die dir selbst seltsam vorkommen. das ist ja kein persönlicher angriff

Beitrag von hasi59 17.05.11 - 11:37 Uhr

Aber du hast doch sicher auch nicht deine private Kuh zu Hause oder?

Es hat sich jedenfalls sehr negativ angehört. Wenn es nicht so ist, ist es ja ok!


LG
Hasi

Beitrag von sarahjane 17.05.11 - 12:36 Uhr

Pumpe immer seltener und kürzer.
Trinke 4 bis 6 Tassen Pfefferminz- oder Salbeitee am Tag.
Trage enge BHs.
Streiche "überschüssige" Milch aus.