nicht mehr operabel

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von boujis 16.05.11 - 20:18 Uhr

Hallo,

mein Papa hat ein Glioblastom.
Ende letzten Jahres wurde es diagnostiziert, operiert, bestrahlt und mit Chemo behandelt.
Im Februar war der Tumor schon nachgewachsen, also wieder OP und Chemo.
Am Samstag ging es ihm wieder sehr schlecht, in der Klinik wurde ein MRT gemacht. Die Auswertung ist nun Rezidiv und neuer Tumor auf der anderen Hirnhälfte. Heute haben wir erfahren, dass es nicht mehr operabel ist, nicht mehr therapierbar.
Obwohl wir wussten das es passieren wird, hatten wir auf mehr Zeit gehofft.
Ich bin traurig und wütend, es ist einfach unfassbar.

Beitrag von sonnenstrahl70 16.05.11 - 20:21 Uhr

#liebdrueck wünsch dir viel Kraft für die kommende Zeit! #paket#herzlich

Beitrag von schwilis1 16.05.11 - 20:50 Uhr

'Hallo boujis
Meine Mama hatte auch ein Glioblastom... ebenfalls mit 2x OP und Chemo und Bestrahlung und und und... Glioblastome sind ganz miese Tumore... es ist einfach so... irgendwann gibt es keine Rettung mehr... bzw sieht die Rettung bei Glioblastomen eher mau aus... da er immer wieder nachwächst, weil man nie das gesamte Tumorgewebe entfernen kann.
Bei meiner Mama wurde noch eine Therapie versucht, die den gefäßwachstum des Tumores stoppen sollte... aber auch das war zwecklos...

Mich tröstet heute, dass sie ihren Enkel noch kennengelernt hat und keine schmerzen hatte als sie starb.. und generell keine Schmerzen hatte...

Beitrag von aro79 16.05.11 - 22:29 Uhr

Hallo boujis!

Ich kann deine Trauer und deine Wut so verstehen.
Mein Dad hatte auch ein Glioblastom. So ein sch... Tumor!!! Er starb nach fast 1 1/2 Jahren, 3 OPs, Bestrahlung, 3 versch. Chemos letztendlich zuhause in seinem Pflegebett (hatten wir nur 3 Wochen) an einer Lungenembolie. Ohne Schmerzen.
Ich wünsche dir / euch einfach ganz viel Kraft für die kommende Zeit und deinem Papa eine schmerzfreie Zeit.

Liebe Grüße,
Anja!

Beitrag von brittipelinda 17.05.11 - 08:31 Uhr

Guten Morgen,
das tut mir sehr leid für euch. Es kommt nun einen schwere, traurige Zeit auf euch zu. Hoffentlich habt ihr die Möglichkeit Abschied zu nehmen.

Mein Papa ist auch vor fast genau 5 Jahren an diesem Sch......ding verstorben. Er hat 13 Monate gekämpft und bis zum Schluss auf Besserung bzw. Heilung gehofft. Es war so furchtbar, einen geliebten Menschen an dieser Krankheit zu verlieren.

Er fehlt mir heute noch jeden Tag und es vergeht kein Tag an dem ich nicht an ihn denke.
Zum Glück hat sich die Trauer verändert. Heute kann ich wieder in der meisten Zeit an meine schöne Kindheit und die tollen Zeiten mit meinem Vater denken und nicht immer nur an die schreckliche Zeit seiner Krankheit.
Ich wünsche dir viel Kraft für die kommende Zeit und genieße jede Minute die du mir ihm verbringen darfst. Sie kommt nie mehr wieder.
Traurige Grüße
Britta

Beitrag von liebelain 17.05.11 - 09:01 Uhr

Liebe boujis,

auch wenn jetzt vermutlich die schlimmste Zeit Deines Lebens auf Dich zukommt, verpasse keinen einzigen Tag mit Deinem Papa und sage ihm sooft es geht, wie lieb Du ihn hast.

Ich hoffe und wünsche Euch, dass die Palliativmedizin Deinem Papa schlimmes Leid erspart, bis er seine Erlösung erreicht hat.

Viel Kraft für Dich und Deine Familie.

Herzlichen Gruß,
liebelain

Beitrag von sparrow1967 17.05.11 - 09:57 Uhr

Februar 2003 bekam mein Pa eben diese Diagnose- Glioblastom.

November 2003 verstarb er im Hospiz.

Ich wünsche dir alle Kraft der Welt für die kommende Zeit. Für mich war eine der schlimmen Dinge mitansehen zu müssen, wie mein Pa abgebaut hat, sein Gedächtnis verlor, einfach hilflos wie ein Baby wurde.

Genieße die noch verbleibende Zeit, redet über den Tod - wir haben es leider nicht getan, weil meine Ma das nicht wollte. Heute bereue ich es, weil ich nicht weiß, ob er Angst hatte und wir ihn mit der Angst allein gelassen haben.



Viel Kraft, Mut und Zeit wünsche ich euch.

lg
sparrow

Beitrag von coursa 23.05.11 - 22:03 Uhr

Hallo boujis,
ich drück dich ganz doll und wünsche euch ganz viel Kraft!!!!
Meine Mama ist voriges Jahr an einem Glioblastom gestorben. Noch heute bin ich phasenweise sehr traurig und sie fehlt mir unendlich!!!!
Sie hat 1 Jahr und drei Monate tapfer gekämpft, mit zwei OPs, Chemo und Bestrahlung und zum Schluss einer halbseitigen Lähmung. Sie ist ganz ohne Schmerzen zu Hause im Beisein meines Papas eingeschlafen. Sie war 58 Jahre alt.

Ich kann deine Trauer und Wut sehr gut verstehen. Vorallem wird deinem Papa die eh so kurze Lebenserwartung von einem Jahr so scheint es noch verkürzt. Das Sch...ding kennt halt keine Gerechtigkeit.

Ich wünsche euch ein Wunder und viel Zeit!
Coursa