Mobbing...Ich kann nicht mehr...

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von saw123 16.05.11 - 22:08 Uhr

Hallo,

seit 2003 bin ich nun in meiner Firma beschäftigt im Bereich Logistik..
2006 bin ich schwanger geworden und war bis 2008 in ELternzeit..Leider bin ich seitdem alleinerziehend. EIgentlich kein Problem für mich aber anscheind für meinen Arbeitgeber..
Habe nach meiner ELternzeit auf 30 Stunden pro Woche wieder angefangen zu arbeiten was nach Absprache mit der Geschäftsleitung auch völlig in Ordnung war..
2 Wochen später kam mein Abteilungsleiter Herr Meyer zu mir und hat mir mitgeteilt dass er mich in eine andere Abteilun(ARCHIV!!!) versetzen wird mit der Begründung dass ich ja nun durch meine private Situation (alleinerziehend, Familie lebt 300km entfernt, bin auf mich alleine gestellt) unflexibel und nicht mehr belastbar wäre.
Ich war total geschockt konnte mich aber nach einer ausführlichen Rechtsberatung und leider unter Drohung das gerichtlich klären zu lassen durchsetzen und durfte meinen Arbeitsplatz behalten..
Seit dieser Zeit werde ich immer wieder heftig durch Herrn Meyer schikaniert, ignoriert und mir wrd bei Krankheit meines Sohnes mit Konsequenzen gedroht. Ich habe im Jahr nicht mal 10 Krankheitstage und versuche wirklich alles um immer am Abeitsplatz zu sein.

Bisher also seit 9 Jahren war ich der Meinung dass ich meine Arbeit gut mache und auch mit den Kollegen gut zurecht komme..
Unser Unternehmen besteht aus ca 200 Mitarbeitern. ich hatte noch nie ein Problem mit jemandem.
Auch bezüglich meiner Arbeit wurde mir gegenüber noch nichts gegenteiliges gesagt..

Am Freitag musste ich zum Innendienstleiter und er meinte dass sich Kollegen über mich beschwert haben.. ich fragte natürlich wer sich beschwert hat und über was sich genau beschwert wurde...Seine Antwort war...Das es keine Rolle spielt und er mich eigentlich entlassen müsste...Das hat ihm auch Herr Meyer nahe gelegt!
Ich habe dann gesagt dass ich so nichts dazu sagen kann wenn ich nicht weiss worum es genau geht und ich ja wenigstens die Möglichkeit haben müsste mich zu rechtfertigen oder Stellung zu den angeblichen Vorwürfen zu beziehen.
Der Innendienstleiter meinte dann dass es zwecklos ist und er sich überlegt aht mcih in eine andere Abteilung zu versetzen und zwar in die rechnungslegun( Rechnungen reissen, Anschreiben schreiben und eintüten).
Ich bin gelernte Spedikauffrau und arbeite seit 10 Jahren in meinem Beruf und möchte es auch weiterhin tun weil es mir wirklich Spass macht.

ER besteht darauf dass ich die ABteilung wechsel...Ich will nicht!!!!!

ich halte diesen Psychoscheiss nicht mehr aus... Immer habe ich Angst etwas falsch zu machen, bekomme Herzrasen wenn die Bürotür sich öffnet und bin auch im allgemeinen sehr schreckhaft und unsicher geworden..
ich habe schon mehrfach meinen Hausarzt aufgesucht und bekomme nun seit 1 Jahr ca Antidepressiva. Mir geht es wirklich nicht gut.
Ich klammere mich so sehr an meinen Job weil ich ANgst habe minderwertig zu sein und nichts anderes zu finden, gehe dabei aber kaputt..
Klar der einzige Ausweg ist einen neuen Job zu suchen...aber das geht auch nicht von heute auf morgen.. Ich bin so machtlos gegen diese fiesen Spielchen.
War heute beim Anwalt und habe mich beraten lassen...
Werde am Mittwoch nochmal ein Gepräch suchen und wenn alles gegen den Baum läuft spiele ich mit dem Gedanken mich erstmal krankschreiben zu lassen obwohl dass wirklich nicht meine Art ist..
Aber vielleicht komme ich dann etwas zur Ruhe und habe Zeit mir eine neue Stelle zu suchen..
Vor allem muss ich stark für mein Kind sein...und solangsam schaff ich dass nicht mehr...

Hat jemand Ähnliches erlebt und kann mir seine ERfahrung berichten..?

ich bin für jeden Tipp dankbar..

Beitrag von goldie99999 16.05.11 - 22:34 Uhr

Das klingt wirklich gräßlich. Was sagt der Betriebsrat denn dazu? Bei 200 MA muß es doch einen geben...

Wäre es denn keine Lösung, die Abteilung zu wechseln, um aus der Schußlinie zu sein, und parallel dazu einen neuen Job zu suchen?

Alles Gute!

Beitrag von saw123 16.05.11 - 22:37 Uhr

Wir ahben keinen Betriebsrat!!! Das ist ja der mIst..

Selbst wenn ich in einer anderen Bteilung wäre, dann würden sie sich wieder was einfallen lassen um mich loszuwerden..

Ich halte das psychisch gar nicht mehr aus...
Muss mir die ganze Zeit das heulen verkneifen wenn ich im Büro sitze..

Beitrag von goldie99999 17.05.11 - 08:43 Uhr

Such Dir was neues!

Versuch, über Deinen Anwalt eine Abfindung für einen Aufhebungsvertrag aushandeln zu lassen. Wenn sie dich raushaben wollen sollten Sie das zumindest ernsthaft erwägen. Die Abfindung fängt eine Sperrzeit beim ALG auf und Du hast einen guten Puffer, um Dich nach einem neuen Job umzusehen. Diesen Weg würde ich einer längeren Krankschreibung definitiv vorziehen!

LG, Goldie

Beitrag von madlen2252 17.05.11 - 06:07 Uhr

Hallo,

es muss nicht zwingend einen Betriebrat geben. Ich weiß von großen Firmen, die Leute, die versuchen enen Betriebsrat aufzubauen, einfach mal entlassen. Somit gibt es in manch richtig großer Firma eben keinen Betriebsrat.

Schönen Tag noch!

Beitrag von madlen2252 17.05.11 - 06:16 Uhr

Hey,

also ich würde mir schnellstmöglich was anderes suchen. Auf Biegen und Brechen zeigen zu wollen, dass man sich nicht kleinkriegen läßt, ist nicht Sinn und Zweck der Sache.
Wenn Du schon Antdepressiva nehmen musst, bist Du ja schon heftig angeschlagen!
Lass Dich einfach kündigen, ich mein es gibt ALG und wenn Du schon seit 9 Jahren dort bist, doch sicher auch ne Abfindung.
Aber bitte nicht selbst kündigen bzw. so einen Auflösungsvertrag unterschreiben. Da wird man 3 Monate von der Arge gesperrt. Und beim ersten wirst Du auch keine Abfindung erstreiten können.
Es gibt in D derzeit Arbeit wie Sand am Meer. Gerade Fachkräfte, die was von Ihrem Job verstehen, werden händeringend gesucht. Also nur MUT!!!

LG

Beitrag von parzifal 17.05.11 - 14:44 Uhr

Hier ist ein Gespräch mit Herrn Meyer angezeigt.

Teile diesem mit, dass Du dich von ihm gemobbt fühlst und wenn er dieses Verhalten nicht sofort ändert Du die notwendigen rechtlichen Schritte einleiten würdest.

Ferner würdest Du die Geschäftdsführung von dem Verhalten informieren. Für diese würde eine Pflicht bestehen Dich vor Mobbing zu schützen. Die Konsequenzen für ihn könntzen sehr unerfreulich sein.

Wenn die Kündigungsandrohung aber vom Tisch wäre und sich das Arbeitsklima sofort zum Positiven ändern würde, dann würdest Du keine Schritte einleiten.

Dein weiteres Maßnahmen und Schritte würden also von seinen abhängen.

Ob es hilft steht in den Sternen. Schlimmer kann es aber nicht mehr werden.

Beitrag von nuckelspucker 17.05.11 - 21:24 Uhr

huhu,

du schluckst so lange zeit schon medis wegen deinem job aber klammerst dich an ihn? hör auf damit!

lass dich nicht weiter ärgern und unternimm was. vielleicht wird es in einer anderen abteilung besser oder aber du gehst zum betriebsrat und lässt dich beraten oder aber zum RA.

ich habe 2008 einen job gekündigt wegen mobbings. auch ich war innerhalb kurzer zeit nervlich am ende!

lg claudia