Familien treffen sich ... wie oft/wie lange mit den Kids beschäftigen?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von cooky2007 16.05.11 - 22:31 Uhr

Seit meine Schwägerin 2 Kinder hat (2 und 3 Jahre alt), bin ich nicht mehr so gern bei meinen Schwiegereltern, wenn sie auch da ist oder wir bei ihnen bzw. sie bei uns.
Es nervt mich ungemein, dass sie und ihr Freund fast nur bei den Kindern sitzen und mit ihnen spielen. Es ist fast kaum ein vernünftiges Gespräch mehr möglich. Selbst die Großeltern (also meine Schwiegereltern) spielen dann nur noch mit den Kindern.
Mein Großer z.B. würde auch mit seinen Cousins spielen, die Kleine daneben krabbeln etc., aber sie werden immer beäugt "Achtung, xy macht dies oder jenes", so dass keine Ruhe am Tisch der Erwachsenen möglich ist.

Im Freundeskreis handhaben wir das so, dass die Kinder miteinander spielen und die Kleinsten auf dem Schoß sitzen bzw. auf dem Boden liegen/robben/krabbeln und man eben aufpasst, dass nichts passiert. Wir führen Unterhaltungen, ab und an geht mal einer schauen, dass die Kinder nicht die Wände und Böden bemalen - das wars.

Wie seht ihr das?

Beitrag von zahnweh 17.05.11 - 00:21 Uhr

Hallo,

bei uns kommt es auf die Tagesform der Kinder an.
Jetzt mit fast 4 Jahren lassen wir sie auch immer öfter mal kurz aus den Augen. Mit 2 Jahren war das noch nicht möglich. Ein Erwachsener war immer direkt bei den Kindern. .. und die anderen Erwachsenen meistens auch. "sie wachsen ja so schnell" "ui haben sie sich verändert"

wobei es auch drauf ankommt, wie oft sich die Kinder sehen.

Im Freundeskreis sehen wir uns mindestens zwei Mal im Monat, meistens sogar 1-2 mal wöchentlich. Da kennen sich die Kinder schon gut, spielen auch mal miteinander oder so.
Verwandte sehen wir ca. einmal im Monat. Manche seltener. Die Kinder spielen schon auch miteinander, fühlen sich aber sichtlich wohler, wenn jemand "greifbar" ist in dem Getümmel.

Wobei ich es je nach Tagesform meines Kindes auch entspannend finde, mich etwas zurückzuziehen, während sich jemand anderes sich freudig "auf sie stürzt" und ich mal nicht Hauptansprechpartner bin. :-)

Wenn man genauer hinsieht, kann man erkennen, dass sich der Erwachsenenpulk um die Kinder im Laufe des Tages immer wieder verändert, sprich nicht immer die gleichen bei ihnen sitzen. ;-)
wobei manche Erwachsene grade mal zur Begrüßung zu den Kindern gehen. Allerdings werden diese Erwachenen von den Kindern, jetzt da sie größer werden, öfter gemieden, antworten nur einsilbig, da sie kaum Bezug haben.

Beitrag von girl08041983 17.05.11 - 07:38 Uhr

Hallo,

naja momentan sind wir die einzigen die Kinder haben, mein Bruder samt Freundin planen in der Sache noch nichts und von meinen Stiefgeschwistern wird wohl nie was (außer ein Unfall bei meiner Stiefschwester/total karrieregeil und hat mit Kindern nichts am Hut) kommen.

Jedenfalls ist es bei uns normal, dass die Kids mit einbezogen werden, aber selber auch genug Spielzeug überall haben, dass sie sich selber beschäftigen können.

Lg

Beitrag von locke1910 17.05.11 - 07:40 Uhr

Moin.
Je kleiner sie waren, desto mehr hatten wir sie bei uns - logisch, das Unfall- und Quatschmachrisiko ist ja größer....
Inzwischen sind sie zwischen 11 und knapp vier Jahre alt und wenn wir alle zusammentreffen (immerhin 6 Kinder, wenn wir zu Großeleltern gehen und rund doppelt soviel, wenn hier oder bei Schwägerin was stattfindet, weil auch Freundeskinder dabei sind...) und wir hüten NICHT die ganze Zeit **gg**
Als zb die Kröten kleiner waren, waren grade die Großeltern immer scharf drauf, mit ihnen zu spielen; sie sehen sie auch nicht so oft und genossen es umso mehr.
Eigentlich ist es sogar so, daß wir spaßeshalber überlegten, Neffe und Nichte ganz zu "behalten" -sind sie da, sieht man niemanden mehr, weil sie alle so klasse zusammenspielen**lach**
Aber es ist so, daß grade junge Eltern (also mit kleinen Kindern) grade in Ausgehsituationen oft sich mehr mit ihren Kindern beschäftigen und den anderen auch, ich beobachte es grade dann, wenn die Eltern noch unsicher sind, wie ihre Kinder reagieren bzw die anderen Kinder.
Meine Schwägerin ließ ihren Sohn, als er klein war, von niemanden hüten; nur dann, wenn es nicht anders ging (er wurde schwerhörig geboren und wurde immer begleitet und "geschützt") - für mich schwer nachzuvollziehen, da er zwar nicht hört, aber wenn man im gleichen Raum ist, kann nicht viel passieren, stimmts?
Nimm' es gelassen hin, die Zeiten ändern sich wieder, denn irgendwann WOLLEN die Kinder es garnicht mehr, daß ein Erwachsener bei ihnen ist - man wird dann zum Störfaktor, weil Spaßbremse....;-)

Beitrag von juniorette 17.05.11 - 08:08 Uhr

Hallo,

deine Kinder sind 4 Jahre und 10 Monate alt. In der Tat ist ein 4jähriges Kind in der Lage, mit anderen Kindern zu spielen und ein 10monatiges Kind ist einfach nur froh, wenn es krabbeln und die Welt erforschen kann.

Die Kinder deiner Schwägerin sind 2 und 3 Jahre alt. Mit 2,5 Jahren fängt es bei Kindern langsam (!) erst an, dass sie in der Lage sind MIT anderen Kindern zu spielen statt nebeneinander her.

Ich nehme an, deine Schwägerin beschäftigt sich u.a. auch deswegen mit ihren beiden Kindern, um diesen beizubringen wie sie MITeinander spielen können.

Außerdem differenziere ich da noch ein bißchen:
wenn ich bei deiner Schwägerin zu Gast wäre, fände ich es unhöflich, wenn sie sich nur mit den Kindern beschäftigen würde und mich links liegen lassen würde, denn auch ich bin ihr Gast. Andrerseits, wenn du dich nicht um dein Kind kümmerst, und dein Kind z.B. die Wohnung der Schwägerin erkundigst, weil du einfach nur mit deiner Schwägerin quatschen willst, ist es verständlich, wenn sie sich mit deinen Kindern beschäftigt, damit dein Kind nicht auf Entdeckungstour geht.

Wenn ihr aber alle bei deinen Schwiegereltern seid, ist es für mich zum einen normal, dass die Schwiegereltern sich mit ihren Enkelkindern (und zwar allen) beschäftigen, zum anderen ist es eine Frage der guten Erziehung, dass Eltern sich auch um ihre Kinder kümmern, wenn sie woanders zu Gast sind und die Kinder nicht sich selbst überlassen.

"Im Freundeskreis handhaben wir das so, dass die Kinder miteinander spielen"

Kinder in dem Alter deiner Schwägerin lernen gerade erst, mit anderen Kindern zu spielen. Als mein Sohn 2 und 3 Jahre alt war, hatte ich auch immer ein Auge drauf, wenn er mit anderen Kindern gespielt hat.

LG,
J.

Beitrag von cooky2007 17.05.11 - 10:14 Uhr

Wenn wir zu Gast sind bei meiner Schwägerin, setzt sich der Vater der Kinder mit den Kids ins Kinderzimmer (1 Zimmer weiter, Etagenwohnung) und beobachtet sie dort beim Spielen. Mein Mann rückt irgendwann nach, dann auch meine Schwägerin.
ich fühle mich immer saublöd, wenn ich dann noch am Tisch sitze.
Aber ich mag nicht ständig auf dem Boden im Kinderzimmer sitzen, wenn ich zu Besuch.

Und - mein Sohn spielt schon länger entweder neben anderen Kids her oder mit ihnen. Bei meinen Schwiegereltern sind wir durch einen Raumtenner getrennt (Ess-/Wohnzimmer) und JA, ich passe auch auf,. was meine Kleine so treibt. Allerdings - wenn sie sich toll mit den Spielsachen beschäftigt, dann lasse ich sie machen. Wenn sie allerdings irgendwo hingeht, wo sie nicht hin soll, bzw. etwas kaputt gehen könnte, habe ich selbstverständlich ein Auge drauf.
Aber ich muss nicht ständig mit den Kids auf dem Boden sitzen, wenn es keine Probleme gibt. Ist doch auch egal, ob sie MITeinander oder NEBENeinander spielen.

Beitrag von juniorette 17.05.11 - 10:50 Uhr

"Wenn wir zu Gast sind bei meiner Schwägerin, setzt sich der Vater der Kinder mit den Kids ins Kinderzimmer (1 Zimmer weiter, Etagenwohnung) und beobachtet sie dort beim Spielen. Mein Mann rückt irgendwann nach, dann auch meine Schwägerin.
"

Das Problem sehe ich jetzt weniger bei dem Mann deiner Schwägerin und deinem Mann (der aus "Männersolidarität" nachgeht), sondern bei deiner Schwägerin.

Wo wäre das Problem, wenn die Männer die Kinder beaufsichtigen und ihr Frauen euch einen gemütlichen Nachmittag macht?

Ich finde es schon ein starkes Stück, dass deine Schwägerin dich alleine am Tisch sitzen lässt #schock
Soll dein Mann doch in Zukunft alleine seine Schwester besuchen, wenn du dort eh ignoriert wirst und der ganze Fokus auf den Kindern liegt #augen

Allerdings bin ich schon der Meinung, dass Eltern sich keinen Zacken aus der Krone brechen, wenn sie sich wenigstens zeitweise zu den Kindern auf den Boden setzen, solange der Komfort für die Erwachsenen nicht zu kurz kommt (auf Stühlen sitzen, was trinken, Erwachsenengespräche).

Wenn sich die Gelegenheit ergibt, würde ich die Thematik mal ansprechen.
Oder dein Mann soll bei dir am Tisch sitzen bleiben, dann sollte deine Schwägerin intelligent genug sein, dass es sehr dumm ausschaut, wenn sie jetzt dauerhaft zu ihrem Mann ins Kinderzimmer geht, während ihr Bruder und seine Frau am Eßtisch sitzen.

LG,
J.

Beitrag von cooky2007 17.05.11 - 11:12 Uhr

Klar habe ich keine Probleme damit, mich zu den Kids zu setzen. Mache ich zu Hause doch auch.

Das Problem stellt sich auch, wenn sie hier sind. Sie sind ständig hinter den Kindern her. Keine ruhige Minute. "Was macht sie/er jetzt?" "Pass auf" "Nein, das nicht!"
Wir leben in einer Sackgasse von 80 m und 4 Häusern. Selbst mit dem Bobby Car dürfen sie nicht alleine im Hof fahren.
Schrecklich.
Unsere Kinder wachsen frei auf, benutzen auch die Spielsachen der Kinder hier in der Straße. Da wird im Ring getauscht, so dass jeder zufrieden ist. War nie ein Problem. Die Kids spielen, werden getröstet, versorgt mit Essen und Trinken und sind - GLÜCKLICH!
Ständig an der Leine zu hängen ist doch doof.

Meine Eltern waren auch zu Gast bei uns mit den anderen Großeltern und unseren Geschwistern. Da saß die Familie am Boden bei den Kindern (oder auf einem Stühlchen daneben). Und wir saßen mit meinen Eltern und meiner Schwester am Tisch.


Beitrag von kathrincat 17.05.11 - 09:05 Uhr

überhaupt nicht, es sind ja auch andere kinder da. also, so wie ihr es bei freunden auch macht

Beitrag von sarahg0709 17.05.11 - 10:23 Uhr

Hallo,

jeder macht das so, wie er es für richtig hält.

Und man muss es dann akzeptieren oder geht da nicht mehr hin.


LG

Beitrag von cooky2007 17.05.11 - 10:36 Uhr

Geht ein bisschen schlecht, wenn es die Großeltern meiner Kinder sind bzw. die Tante ist.

Mich nervt das eben, da es anders war, als mein Großer nur da war. Er hat sich eben auch mal eine Zeit lang alleine beschäftigt.
Dieses ständige "um die Kinder rum sein" finde ich nervig.
Und ich kenne es eben anders.
Wenn wir mit Bekannten zusammen sind, sind es zwischen 6 und 10 Kindern ab Babyalter bis 8 Jahren und da funktioniert es doch auch, dass die Erwachsenen ein bisschen quatschen können.
Und wenn ich mich mit einer Freundin treffe, dann spielen die Kids mit- oder nebeneinander und die Babys bekommen etwas in die Hand, sind auch mal auf dem Arm. Aber wir sitzen nicht die ganze Zeit als Horde auf dem Boden rum.

Beitrag von juniorette 17.05.11 - 10:57 Uhr

"Geht ein bisschen schlecht, wenn es die Großeltern meiner Kinder sind bzw. die Tante ist. "

Wieso? Gibt es seit Neuestem ein Gesetz, dass vorschreibt, dass Kinder ihre Tante besuchen müssen? #kratz
Wenn diese Menschen so schlechte Gastgeber sind, wie du es beschreibst, würde ich entsprechend weniger Besuche machen - oder eben die Problematik offen ansprechen (wobei es immer schwer ist, jemanden ins Gesicht zu sagen "wenn ich bei dir zu Gast bin, fühle ich mich unwohl, weil....").

Genauso könnt ihr die Besuche bei deinen Schwiegereltern so legen, dass deine Schwägerin und Familie nicht dabei sind.

Und wenn ich jemanden habe, der mal für mich mein Kind bespaßt, genieße ich es durchaus auch, mal alleine am Tisch zu sitzen. Dauerhaft ignorieren lasse ich mich aber nirgendwo, ohne dass ich Konsequenzen ziehe (z.B. Buch mitnehmen und lesen, wenn ich alleine da sitze oder eben nicht mehr mitkommen).

LG,
J.

Beitrag von youlija 18.05.11 - 16:02 Uhr

Hallo Cooky,
ich sehe das ganz genau so wie du. Eltern sind nicht dafür da, ihre Kinder ununterbrochen zu bespaßen. Ich finde es für Kinder ganz wichtig, dass sie sich alleine beschäftigen können. So können sie auch alleine auf Ideen kommen, mal alleine was ausprobieren und sind nicht immer auf äußere Reize angewiesen. Natürlich muss man grob ein Auge auf sie haben, sprich: in der Nähe sein bzw. ab und zu nachgucken.
Ich finde es auch unhöflich und unnormal, dass die Erwachsenen dann kein vernünftiges Gespräch führen können.

LG,
Julia