Muss der Hund weg ??

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Forum: Mein Tier & ich

Welches Haustier passt zu unserer Familie? Wie oft muss ein Hund geimpft werden? Woher bekommen wir Rennmäuse? Tierliebhaber finden in diesem Forum Antworten auf alle Fragen rund um die Tierhaltung. Achtung: Über unser Forum dürfen keine Tiere weitergegeben werden.

Beitrag von bleedingmind 16.05.11 - 22:38 Uhr

Hallo zusammen ,

Folgende Situation :

wir wohnen in einer großen Siedlung mit lauter 6 parteien Häuser.
Laut Mietvertrag sind keine Hunde gestattet , da ich aber zunehmend beobachtet habe das immer mehr Mieter mit Hunden einziehen bzw sich einen anschaffen, habe ich beim Vermieter nachgefragt ob denn nun eine Hundehaltung erlaubt sei .

2 mal hab ich angefragt innerhalb eines Jahres, und 2 mal sagte man mir das dem generell nichts im wege steht solange er nicht größer als Kniehöhe wird, und kein " kleffer" ist .

Ein weiteres Jahr später haben wir uns nun , nach langem langem überlegen für einen Hund entschieden ...eine kleine Französische Bulldogge .

Sie ist nun 3 wochen bei uns, und wird von mir und den Kindern abgöttisch geliebt...sie ist eine ganz tolle.

Nun meine eigentliche Frage :
Heute nahm unsere Nachbarin unter uns meinen Mann zur Seite und fragte ob der Hund für immer bleibt, da ihre Tochter ( 8 jahre) aus angst nicht mehr alleine durchs Treppenhaus geht .

Ich muss dazu sagen das noch nichts vorgefallen ist, und die kleine immer angeleint ist ...

Besteht die Gefahr das wir den Hund aus solch einem Grund wieder abgeben müssen??
Ich würd ja eher umziehen als sie wieder her zu geben :(

Wäre um Antworten dankbar
LG

Beitrag von windsbraut69 17.05.11 - 06:45 Uhr

Ihr habt die Erlaubnis nicht eindeutig und schriftlich vorliegen?
Wenn es dann noch "Probleme" mit Nachbarn gibt, sehe ich schwarz, ehrlich gesagt.

Habt Ihr denn mal versucht, Kind und Welpen(?) miteinander bekannt zu machen?
Unsere Hunde haben bislang noch jeden von ihrer Gutmütigkeit überzeugt, wenn wir uns die Zeit genommen haben.

LG,

W

Beitrag von hoeppy 17.05.11 - 06:48 Uhr

Hallo,

lt. Mietvertrag sind Hunde bei euch verboten.

Hast Du es Dur wenigstens schriftlich geben lassen dass ihr einen Hund halten dürft?

Wenn nein, dann kann sich euer Vermieter immer wieder auf den Mietvertrag berufen.
Sollte sich nun eure Nachbarin beschweren, dann könnte es sein, dass sich euer Vermieter an eure mündliche Absprache "nicht mehr erinnert".

In diesem Fall werdet ihr euch dann wohl eine neue Wohnung suchen müssen wenn ihr ihn nicht abgeben wollt.

Deshalb sollte man solche Geschichten immer schriftlich festhalten zumal ja in eurem Mietvertrag ausdrücklich steht das Hunde verboten sind...

LG Mona

Beitrag von meandco 17.05.11 - 07:52 Uhr

also ich habs von ner jusstudentin so erklärt gekriegt:

kein mensch kann dich dran hindern dir einen hund zuzulegen, das ist wie kinder kriegen und gehört zu deinem persönlichem leben. kann dir ja auch keiner verbieten da mit kindern zu wohnen.
aaaaaber:
es darf keine beschwerden geben - wenn es beschwerden von den nachbarn gibt muss das haustier weg. dazu gehören eben, bellen, schmutz, etc

was anderes:
was ist wenn ihr das mädel ein paar mal einladet, damit sie den hund kennenlernen kann? ein bisschen mit ihm spielen, sich aklimatisieren? denn wenn die tochter zufrieden ist, dann wird auch der herr papa nix sagen ;-)

lg
me

Beitrag von frischerduft 17.05.11 - 09:10 Uhr

Hallo,

ehrlich? Bei uns im Mietvertrag steht nämlich, dass Hundehaltung der Zustimmung des Vermieters bedarf und keine generelle Zustimmung bedeutet sondern immer nur für das eine Tier.

Kannst du mir vielleicht auch sagen, ob das irgendwo im Netz steht.

Wir überlegen nämlich auch, uns einen Hund zuzulegen. Wenn das stimmt bräuchte ich den Vermieter nur von unserer Absicht der Hundehaltung in Kenntnis zu setzen und mir nicht seine Erlaubnis einzuholen. Das wäre ja toll.

Da in beiden MFH sowieso schon Famililien mit Hunden wohnen, kann ich mir sowieso nicht vorstellen, dass er eine plausible Begründung bringen kann, warum gerade wir keinen Hund haben sollen.

Mfg

Nici

Beitrag von reddamon 17.05.11 - 09:17 Uhr

Wie schon gesagt wurde, wenn ein ausdrückliches Hundeverbot im Mietvertrag ausgesprochen wurde, kann der Vermieter von Euch verlangen, diesen wieder abzugeben!

Das andere was mich interessiert:
habt ihr mal gefragt warum das Mädel Angst vor dem Bully hat??? Ich kann mir gut vorstellen, das die Leute nur das Wort Bulldogge hören und der Meinung sind, das es sich um einen sog. Kampfhund handelt!
Haben diese Art der Begegnungen auch gerade hinter uns--->unserer ist 7Monate und wurde schon als Stefford und Amrican Bulldogg gehalten^^

Drück euch die Daumen, das ihr die Knutschkugel behalten könnt und sich das mit den Nachbarn klärt!!!

Beitrag von anarchie 17.05.11 - 09:21 Uhr

Hallo!

Du hast den Hund ohne schriftliche Erlaubnis geholt vermute ich?
Hast du für die mündliche Erlaubnis Zeugen?

ICH würde jetzt heute noch ein 3. Mal anfargen mit der Bitte um schriftliche bestätigung - am besten persönlich, damit du sofort was in der Hand hast.

Dann würde ich den Bater des Kindes samt Kind zum Kaffee einladen und die zwei bekannt machen, das klappt mit nem netten Hund eigentlich immer.

Und im worstcase hast du dann was Schriftliches...

lg

melanie

Beitrag von d4rk_elf 17.05.11 - 12:31 Uhr

Hey,

wenn Du nichts schriftliches hast ist das immer schwer. Vieleicht kannst Du ja noch nachträglich etwas von Deinem Vermieter bekommen, bevor jemand sich wirklich beschwert. Würde da unverbindlich nochmal nachfragen, als Rückversicherung!

Allerdings denke ich aber das es keinen Grund gibt sich zu beschweren. Nur weil das 8 Jährige Kind nicht mehr durch Treppenhaus gehen möchte?? Wenn euer Hund alleine durch´s Haus tigern würde, ok. Aber wenn er nur mit euch und dann auch noch angeleint ist? Und es ist ein kleiner Welpe und keine ausgewachsene Dogge! Ein trifftiger Grund sieht für mich anders aus.

Wie viele andere hier schon gesagt haben, das Kind incl Mama einladen um den Hund kennen zu lernen! So vermeidet man Stress.

Wobei ich mich frage was mit dem Kind passiert ist das es mit 8 Jahre solche Angst vor einem Hund bz.w einem Welpen hat, der nicht mal frei rumläuft??


LG
d4rk_elf

Beitrag von bleedingmind 17.05.11 - 14:33 Uhr

Halli Hallo

erstmal vielen Dank für die Zahlreichen Antworten .

Es ist richtig das ich keine schriftliche Zusage habe, der Vermieter weiss auch schon Bescheid ( gibt zuviele Tratschweiber hier ).

Ich bin heute morgen direkt zu meiner Nachbarin gegangen, und die Tochter war auch zu Hause da sie krank ist .
Hab sie dann Herzlich eingeladen einfach mal hoch zu kommen um die kleine kennen zu lernen, oder ich nehme sie mal mit wenn wir gassi gehen .
Ich denke nicht das sie das Angebot annehmen wird , da sie wirklich total ängstlich ist, sie hat sogar vor Katzen angst.
Wo das her kommt konnten sie mir nicht erklären .

Ich habe ihr dann versichert das der Hund weder alleine bei der Tür raus geht wenn diese mal offen steht weil die Kinder klingeln, noch wird mit ihr draussen ungeleint herumgelaufen , dafür fahren wir immer weg .

Ihre Mutter war ganz zuversichtlich und ich denke ich hab von dieser Seite aus nichts zu befürchten *Puh*
Und wenns wirklich irgendwann soweit kommen sollte das sich jemand beschwert und uns nahegelegt wird den Hund ab zu schaffen, wird es für uns an der Zeit sein, von hier weg zu ziehen.
Ich bzw wir haben uns für die kleine entschieden und müssen dann eben mit eventuellen Konsequenzen rechnen . ( auch wenn es mich ärgert das ich mir die schriftliche bestätigung nicht hab geben lassen )

Vielen Dank euch !

Beitrag von julianstantchen 17.05.11 - 19:40 Uhr

Hallo,

und wenn du jetzt noch auf den Vermieter zugehst und es dir schriftlich geben lässt? REin zur Sicherheit.

So eben - ich zieh mal aus - ist ja heute nicht mehr möglich und da spielt es z. T. keine Rolle, ob der Hund groß oder klein ist, Hund ist Hund für viele Vermieter.

Ich würde also den Kontakt suchen.

Beitrag von meandco 18.05.11 - 09:38 Uhr

http://www.anwalt-mietrecht.de/mietrecht/hunde-und-mietrecht.html?PHPSESSID=794030216af89ff994113393980d7d31&PHPSESSID=dbb7cab7772f73ca8075318ea0fa2ea5

demnach

Mangels abweichender Vereinbarungen im Mietvertrag, ist die Haltung üblicher Hunde und Katzen als zum typischen Wohngebrauch gehörig anzusehen. Dies gilt nicht nur für Eigentums- sondern auch für Mietwohnungen, verkündeten das AG Offenbach, AZ: 34 C 705/85 und das AG Dortmund, AZ: 119 C 110/89. Daher ist ein pauschales Verbot der Haustierhaltung unzulässig, insbesondere, wenn bereits einzelne Mieter mit stiller Duldung oder gar Billigung des Vermieters Hunde und Katzen halten (AG Bonn, AZ: 6 C 101/87).

müsstest du eigentlich sowieso gute karten haben ...

denn dann müssten alle hunde in dem haus raus - und wenn stimmt was du sagst (nämlich das andere auch haben) dann würde das zum problem ...

und dulden tut er das aktuell ...

lg
me

Beitrag von bleedingmind 18.05.11 - 10:22 Uhr

Ich danke dir vielmals #herzlich#freu