1. Schuljahr und Sohn hasst Schule was kann ich tun?

Archiv des urbia-Forums Kids & Schule.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von melxxx 17.05.11 - 08:11 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

mein Sohn ist im 1. Schuljahr. Ich hatte eingentlich gedacht, er würde sich ganz wohl fühlen in der Schule, aber das stimmt wohl nicht.

Er geht fast jeden morgen meckernd aus dem Haus und schreit rum, dass er Schule hasst und Schule doof ist und er nicht mehr in die Schule möchte.

Ich weiß nicht was dahinter steckt. Er ist zwar nicht der überragende Schüler, aber auch nicht einer von den schlechtesten. Er ist in einer sehr unruhigen Klasse und kommt mit ein paar wenigen Kindern nicht so gut zurecht. Aber eigentlich hat er sich, laut Lehrerin, gut in die Klassengemeinschaft eingelebt.

Ich weiß auch nicht so recht, wie ihm die Lehrerin gefällt. Er ist kein großer Redner und wenn man ihn fragt, sagt er immer gut.

Nach der Schule sagt er auch meistens, dass es gut war. Wenn ich ihn dann näher frage, erzählt er eigentlich nur von den Pausen.

Ich weiß nicht mehr was ich tun soll. Ich finde es furchtbar, dass er sich so quält und die Schule schon im 1. Schuljahr hasst.

Habt Ihr ein paar Tipps für mich, was ich machen kann?

#danke schon jetzt

Melxxx

Beitrag von sunny42 17.05.11 - 09:41 Uhr

Guten Morgen liebe Melxxx,

bist du sicher das er sich quält?
Aus dem was Du so schreibst liest es sich für mich so als ist das Gemecker am Morgen eine Art Ritual.
Gibt es bei euch in der Familie noch jemanden der oft über Alltagssituationen meckert oder sehr unzufrieden ist?
Solche Stimmungen können sich leicht übertragen.
Falls er also tatsächlich außer dem Gemecker am Morgen nichts negatives über die Schule äußert würde ich in der Familie schauen bei wem man an der Unzufriedenheit etwas ändern könnte und meinen Sohn mit besonders viel Liebe durch den Morgen begleiten ohne auf die Hasstiraden zu reagieren.

Ich möchte noch einmal betonen das ich das nur meine wenn das Kind tatsächlich nicht den ganzen Tag unter der Schule leidet!

Liebe Grüße
Sunny

Beitrag von melxxx 17.05.11 - 11:21 Uhr

Vielen Dank für Deine Antwort.

Ich habe das Gefühl, dass er sich selbst sehr unter Druck setzt und eventuell morgens schon Angst vor der Schule hat. Wenn es dann gelaufen ist, geht es meistens besser. Wobei ihm das Hausaufgaben machen, Lernen und Lesen auch überhaupt keinen Spaß macht und das finde ich unglaublich schade im 1. Schuljahr. Wie soll das denn in den weiteren Schuljahren werden. Die Lehrerin rief letztlich mal bei uns an wegen Rechenaufgaben, welche wir üben sollten, da er diese immer falsch machen würde. Als ich zu hause mit ihm geübt habe, sind die Ergebnisse wie aus der Pistole geschossen gekommen. Hat meiner Meinung nach vielleicht auch was mit Druck oder Angst in der Schule zu tun.

Ich bin eigentlich morgens nie da, fange schon früh an zu arbeiten. Mein Mann hat mir aber immer davon erzählt wie das morgens abläuft. Ich habe das eher auf die leichte Schulter genommen. Nun bin ich aber krank geschrieben aufgrund einer OP und bekomme das alles mit. Es ist schon echt heftig, wie sehr er sich gegen die Schule ansieht.

Als Ritual würde ich das nicht bezeichnen.

Sonst sind wir sehr zufrieden mit unserem Leben und mein Mann weckt unseren Sohn immer so früh, dass er sich morgens noch viel Zeit für alles lassen kann.

Beitrag von windelrocker79 17.05.11 - 09:48 Uhr

Hallo,

erklär deinem Kind, wozu die Schule gut ist, ohne dabei Sätze, die Ängste von uns Erwachsenen durchscheinen lassen zu gebrauchen. Etwa: Du musst gut in der Schule sein um später auch eine tolle Arbeit zu bekommen.

Vielmehr musst du ihm klarmachen, dass die Schule in erste Linie dazu da ist neue und aufregende Dinge zu lernen. Ausserdem kann dein Kind bei dieser Gelegenheit neue Freunde finden!

Mein Sohn war auch sehr beruhigt, als ich ihm erklärt habe, dass die Schule eine Pflichtveranstaltung ist und auch ich dort hinmusste, als ich in seinem Alter war. Gut ist auch nichts zu dramatisieren. Die meisten Kinder mögen ja die Schule, aber nicht unbedingt von einem Tag auf den anderen. Jede Veränderung im Leben bedarf einer gewissen Anpassungsperiode. ;-)

Jockel

Beitrag von janamausi 18.05.11 - 16:48 Uhr

Hallo,

ich würde erst einmal herausfinden, was er genau hasst.

Ist es das frühe aufstehen, dass lange ruhig sitzen bleiben, das zuhören, das schreiben, das lesen, die Klassenkameraden etc. etc. etc.

Es kann ja nicht alles an der Schule hassen und wenn du dann weißt was es ist, gibt es evtl. eine einfache Lösung.

LG janamausi