Habe mal ein paar Fragen zwecks normaler Entbindung und Kaiserschitt

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von lahme-ente 17.05.11 - 10:59 Uhr

Hallo,

ich war gestern beim FA, endlich mal wieder ;-)

Leider habe ich dumme Nuß vergessen nachzufragen, wie groß und schwer unser Kind ist.
Aber dafür wurde ich mit einem ganz tollen Ultraschallbild getröstet :-)

Gestern fragte mich der Arzt wie ich diesmal entbinden möchte. Habe spontan gesagt, wenn es diesmal geht, dass ich normal entbinden möchte.
Meine erste Tochter war ja ein Kaiserschnitt bei 36+4. Wegen BEL, zu wenig Fruchtwasser etc.
Das sie aber ein Kaiserschnitt werden würde, war damals nicht weiter schlimm. Wurde früh genug drauf vorbereitet. Und es war auch alles Ok. Hatte nur damit zu knabbern, da sie wegen ihrem Gewicht und dem Wärmehaushalt auf einer anderen Station im Inkubator lag. Hat eine Weile gedauert, ehe ich mich als Mama fühlte. Irgendwann erst zu Hause.

Deshalb würde ich gerne normal entbinden, wenn alles Ok ist.

Nun ist meine Frage, wie hoch stehen normalerweise die Chancen auf eine normale Entbindung?
Wie habt Ihr Euch entschieden in solch einer Situation?
Da ich damals eigentlich nur gute Erfahrungen gemacht habe mit dem Kaiserschnitt an für sich, wo wären da die Pro und Kontra´s für eine spontane Entbindung?

Entschuldigt meine naiven Fragen, aber seit gestern überlege ich schon hin und her, tendiere aber doch zu der spontanen Entbindung, immer vorausgesetzt natürlich, es spricht gesundheitlich nichts dagegen.

Über ehrliche Meinungen würde ich mich wirklich freuen :-)

LG, Steffi

Beitrag von goldengirl2009 17.05.11 - 11:05 Uhr

Hallo,

es spricht doch nichts gegen eine spontane Entbindung oder wurde Dir von Seiten der Ärzte schon etwas gesagt ?

An Deiner Stelle würde ich es versuchen, was Du allerdings unterlassen solltest ist eine Einleitung wegen Deiner KS-Narbe.
Gerne wird ja auch das Risiko einer Ruptur angeführt, Studien haben allerdings belegt,dass das Risiko nur minimalst erhöht ist.

Von Chancen würde ich nicht sprechen, es gibt genügend Frauen de nach einer Sectio spontan und z.B. auch zu Hause geboren haben aber auch genügend Frauen die eben wieder eine Sectio hatten.

Was ist Dir wichtig ?
Würdest Du gerne spontan entbinden wollen ?

Gruß

Beitrag von lahme-ente 17.05.11 - 11:09 Uhr

Wenn es klappt und nichts im Wege steht, dann spontan. Sollte ich alle Arten von Einleitungen unterlassen??
Ich habe noch etwas Zeit aber beschäftigen möchte ich mich ja schon damit.
Aber ich hatte auch nur gute Erinnerungen an dem Kaiserschnitt, nur eben, dass ich keine positiven Muttergefühle hatte. Ich brauchte eine ganze Weile, ehe ich mich als Mama fühlte.

Beitrag von kecke77 17.05.11 - 11:07 Uhr

Hallo Steffi,

meine 1. Entbindung war leider eine Not-KS, nachdem ich nach 30 Stunden Wehen einen Geburtsstillstand hatte.

Ich hatte an dem KS ganz schön zu knabbern, zum einen da ich den 1 Schrei meines Babys nicht hören konnte (Vollnarkose), zum anderen, da ich mich die 1. Tage nicht ohne Hilfe um meine Baby kümmern konnte (habe es z.B. erst am 3. Tag selber wickeln können). Außerdem war ich fast den ganzen Tag nach dem KS von der Narkose wie in Trance...

Ich möchte diesmal unbedingt spontan entbinden.
Ich stelle es mir einfach wunderschön vor!!!
Habe schon mit meiner Hebamme geredet, sie wird mich so gut wie möglich auf die Geburt vorbereiten!

LG,
Kecke

Beitrag von mike-marie 17.05.11 - 11:07 Uhr

Also ich hatte damals einen KS aufgrund einer verkorksten Einleitung. Fand ich nicht so prickelnd weil es hieß plötzlich KS und 20min später war ich im OP.

Aber ich werde es definitiv, wenn alles ok ist, wieder spontan versuchen. Wenn es nicht geht kann man immernoch einen KS machen aber hab ich erstmal einen zweiten KS werde ich nie wieder spontan entbinden können.


Lg

Beitrag von miau2 17.05.11 - 11:26 Uhr

Hi,
ich habe meine beiden Kinder in einer sehr großen Klinik bekommen, die spezialisiert auf Risikoschwangerschaften ist. Geburten, die nicht in allen Punkten irgendwelchen Idealvorstellungen entsprechen sind dort also Tagesordnung. Gleichzeitig ist die Klinik nicht kaiserschnittfreundlich, zieht, wenn medizinisch keine Gründe dagegen sprechen die normale Entbindung vor.

Mein erstes Kind kam per sekundärem KS. Es gab allerdings keinen pauschalen grund, warum die zweite Geburt wieder so (grünes Fruchtwasser, pathologisches CTG, Geburtsstillstand) verlaufen sollte.

Mein Wunsch nach einer spontanen Entbindung traf auf offene Ohren. Es wurde per Vaginal-Ultraschall meine alte Narbe untersucht (an anderer Stelle wurde dieses Verfahren hier kritisiert - ich habe bis heute nur gutes darüber gehört, und da die Ärzte, die das bei uns machen sehr hoch qualifiziert sind würde ich denen auch weiterhin mein Vertrauen schenken) und für bedenkenlos dick genug erklärt.

Ich hatte wieder einen WEhenbelastungstest und wie beim ersten Kind einen blasensprung dabei. Es wäre auch wieder eingeleitet worden - allerdings wäre man vorsichtiger gewesen als beim ersten Kind, hätte das ganze früher abgebrochen.

War aber nicht nötig, ich habe eigene Wehen entwickelt, die ca. 14 Stunden nach dem Blasensprung auch endlich etwas am Muttermund getan haben. weitere ca. 4 Stunden später kam unser Kleiner auf die Welt - problemlos. Ich habe sogar eine (sehr, sehr leichte) PDA bekommen.

Gegen einen erneuten KS sprach für mich ganz eindeutig dass man danach zwangsweise eingeschränkt ist. 3 monate nichts heben, was schwerer ist als das Baby zu dem zeitpunkt - wie soll das gehen, wenn man noch ein Kleinkind hat, einen Mann, der beruflich in der Jahresezeit extrem eingespannt ist, und eine Familie, die 450km weit weg wohnt? Unrealistisch. Umgekehrt hätte ein "Zuwiderhandeln" aber das Risiko von Problemen erhöht.

Für die Spontangeburt sprach für mich vor allem, dass es für das Baby (medizinische Notwendigkeiten mal außen vor gelassen) schlicht und einfach das beste ist. Unserem Großen musste das (grüne) Fruchtwasser abgesaugt werden nach dem KS - unser Kleiner wurde es von ganz alleine während des Geburtsvorgangs los. Und ICH war direkt danach fit - nach dem KS konnte ich erst ca. 12 Stunden später aufstehen, und da lag das Kind in der angeschlossenen Kinderklinik, wo ich alleine nicht hin konnte - also weiter warten. Nach der Spontangeburt bin ich eine halbe Stunde später aufgestanden, problemlos. Da hätte mich mit Kind in der Klinik nichts auf der Wochenstation halten können.

Ich sehe halt keinen Sinn darin, mich ohne wirklichen Grund aufschneiden zu lassen, mit allen Risiken, die OPs nun mal mit sich bringen.

Abgesehen davon bin ich mir nicht sicher, ob meine bzw. unsere Familienplanung abgeschlossen ist - ich hätte schon gerne noch ein Kind. Und jeder weitere KS macht das ja nicht wirklich einfacher.

Eine Bekannte hatte inzwischen 3 KS, und sie kann nur sagen, dass die Heilungs- und Erholungsphase nach jedem deutlich länger gedauert hat. Nach dem ersten war sie schnell fit, nach dem zweiten erheblich später, und beim dritten wären die ersten Wochen bzw. bei ihr waren es eher Monate ohne die massive Hilfe der (zum Glück nebenan wohnenden) Verwandten kaum zu bewältigen gewesen. Klar, das muss nicht so sein - aber dass es mit jedem KS länger dauert ist wohl eher normal als Ausnahme.

viele Grüße
Miau2

Beitrag von lahme-ente 17.05.11 - 11:31 Uhr

Danke, das war ein sehr schöner ausführlicher Bericht :-)

Was macht der Arzt? Der untersucht doch noch die alte Narbe oder? Macht der dann sonst noch was??

Mein alter Kaiserschnitt liegt dann 4 Jahre zurück.

Ich tendiere ganz klar zur normalen Entbindung, möchte mir aber von anderen "Betroffenen" ihre Meinungen "anhören".

LG

Beitrag von anna.blume 17.05.11 - 11:47 Uhr

hallo,

also mein sohn kam per kaiserschnitt, ungeplant. ich hatte einen vermeintlichen geburtsstillstand, wollte gern noch ein wenig mehr zeit haben, dem kleinen gings im bauch gut, aber die hatten es irgendwie eilig. bäh. wie auch immer.
ich will sowas nicht mehr wieder. und du sagst schon gut, warum.
ist es nicht die "belohnung" bei einer geburt, wenn dir das kleine, glitschige etwas auf deine brust gelegt wird, nachdem ihr beide 10 monate ss und die geburt durchlebt habt? eben das bonding danach? darum geht es für mich vor allem, wenn ich über KS oder spontangeburt nachdenke.

ich möchte mein baby willkommen heißen, SOFORT da sein, es nicht seinen ersten schrei allein tun lassen. ich möchte muttergefühle, die sich so schnell wie möglich einstellen, wenig blutverlust und keinen aufgeschnittenen bauch, der mich daran hintert, mein baby eine woche lang und länger richtig heben zu können.

das sind zwar alles meine subjektiven gründe, aber es sind für mich die, die zählen.

ach ja, mein KS ist bei der geburt meiner tochter gerade mal ein jahr und sieben monate her. alle sind positiv gestimmt, dass alles glatt läuft und dieses baby normal zur welt kommen darf.

glg, anna

Beitrag von miau2 17.05.11 - 13:12 Uhr

Meine alte Narbe wurde ca. 3 Wochen vor ET (eine Woche vor dem WEhenbelastungstest) vermessen. Mit dem Verfahren hat meine Klinik sehr gute ERfahrungen gemacht.

Es heißt nicht, dass es automatisch bei allen Frauen, denen auf Grund der dicke ein erneuter KS empfohlen wird zu einer Ruptur gekommen wäre. Definitiv nicht. Zwingen können die Ärzte eh niemanden ;-). Aber die wahrscheinlichkeit ist halt höher, wenn die Narbe sehr dünn ist (bei einer Bekannten war es 1mm - ihr wurde ein erneuter KS nahegelegt, und sie ist dem Rat gefolgt).

Ansonsten wurde wenn ich mich richtig erinnere nichts spezielles gemacht. dass ich "dauerüberwacht" wurde per CTG hatte eher andere Gründe. Aber ich hatte auch vollstes Vertrauen in die Hebammen und Ärzte und habe unter den Wehen nicht jeden Handgriff hinterfragt ;-). Die durften mit mir (fast) alles machen, was sie für richtig hielten.