Wie läuft das mit dem KS...???

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von little_rabbit 17.05.11 - 12:10 Uhr

Hallo Mädels,

ich hatte vor fast 6 Jahren einen Notkaiserschnitt. Der war natürlich ganz plötzlich und der totale Horror. Vorteil: Ich konnte vorher nicht drüber nachdenken, was da auf mich zukommt.

Jetzt bin ich wieder schwanger und unsere Tochter soll spätestens in der 35. SSW wegen Insertio velamentosa und Vasa praevia per Kaiserschnitt geholt werden.
Und dieses Mal habe ich schon laaaange Zeit über den KS nachzudenken. #gruebel Fatal. #zitter

Ich weiß nur, dass ich keine PDA haben möchte, da ich den ganzen Schnippelteil gar nicht mitbekommen möchte. Und ich will auch nicht, dass mir jemand in Rücken mit einer Nadel rumsticht.

Aber: Kriegt man da vorher schon mal eine Spritze zur Beruhigung bevor man in den OP kommt??? Ich möchte nicht wieder selber auf den OP-Tisch kriechen. Und schon gar nicht merken wie man mich drauf festschnallt. Da drehe ich durch.
Hat jemand Erfahrung wie sowas bei einem geplanten KS laufen wird???
(ich gehe erst in 3 Wochen in die Klinik, kann deswegen jetzt noch nicht fragen wie die das machen...)

Wäre dankbar für jede Antwort!!!

Liebe Grüße
litte rabbit mit Hannah inside (30. SSW)

Beitrag von anna.blume 17.05.11 - 12:15 Uhr

hallo,

bist du dir sicher, dass du keine PDA willst? ich hatte auch eine, die nadel spürt man kaum und für den schnippelteil kannst du dir, wenn es geplant ist, schöne musik, deinen mann, genug ablenkung mitnehmen. es ist doch so schade, wenn das baby in vollnarkose kommt, du bekommst ihren ersten schrei nicht mit und kannst nicht da sein, um sie willkommen zu heißen. ganz ehrlich? so ein KS ist schon schock genug für sie, einfach rausgerissen ins helle, kalte, laute. und dann ohne mama? ne.

du hast ja noch etwas zeit... kannst du dir nicht jemanden suchen, der dir gegen deine angst hilft? im übrigen hatte ich auch einen not-KS, der ist nicht vergleichbar mit einem geplanten. die geplanten gehen ruhig ab, niemand ist hektisch, alle sind entspannt genug, um sich voll und ganz um ich und deine ängste zu kümmern. und es geht schnell. und dafür bist du danach für dein baby da und ihr könnt euch ganz in ruhe beschnuppern.

vllt ist das alles einen gedanken wert?

glg, anna

Beitrag von little_rabbit 17.05.11 - 12:21 Uhr

Den Gedanken ans Beschnuppern hatte ich ja auch schon...

Und da ich schon eine Frühgeburt hatte, weiß ich wie KS und Frühgeburt sich auswirken können. Weiß auch schon, dass dann Chraniosakrale Therapie gut dagegen helfen wird...

Aber ich hab so Sch***, dass irgendwas nicht stimmt mit ihr bei der OP und ich krieg das alles live mit...

Daher denke ich so viel drüber nach....

Beitrag von anna.blume 17.05.11 - 12:30 Uhr

angst ist kein guter berater, denke ich.
und was gegen angst hilft, ist wissen. ich bin intensivkrankenschwester, und ich habe einige geplante KS mitbekommen. die waren friedlich und du bist diejenige, um die es geht. alles kümmert sich um dich. und um dein baby.


sprich doch mal mit deiner hebamme und den ärzten und in deinem krankenhaus. auch ganz offen über deine ängste. und auch mit dem narkosearzt, denn der ist letztlich der, der bei dir am kopfende sitzt. wenn der von deiner angst weiß, ist die häfte schon gewonnen.
meiner war grandios und hat mir auch immer gesagt, was sie grad machen und dass es gleich vorbei ist und dass es dem baby gut geht.

es lohnt sich, es zu versuchen, glaub mir. in vollnarkose bist du für dein baby nicht da. und dieser erste moment ist so extrem wichtig, speziell, wenn schon keine normale geburt vorausging.



Beitrag von anna.blume 17.05.11 - 12:31 Uhr

ps: vor allem, "dass was nicth stimmt mit ihr bei der geburt". bei der vollnarkose bekommt sie auch das narkosemittel ab. insofern ist die PDA, wenn es schon ein KS sein muss, auch schonender für sie.

Beitrag von little_rabbit 17.05.11 - 12:34 Uhr

Danke. Du hast recht und offenbar auch die richtige Erfahrung. :-)

Ich werde dann die Chance nutzen und mit dem Narkosearzt drüber sprechen. Vielleicht hilft das tatsächlich.

Ich habe damals in den ersten 4 Tagen ja kaum was von meinem Sohn gehabt oder ihn gesehen, weil ich nicht wieder auf die Beine kam und er zudem auf der Neo lag. Ich habe erst nach 4 Tagen gesehen, dass er Haare hatte. Schlimm. Das will ich ja nicht wieder.

Beitrag von disasli 17.05.11 - 12:19 Uhr

Hallo!

Wie hat man die Insertio Velamentosa bei Dir fest gestellt? Ich hatte das bei meinem Sohn auch aber das wurde erst beim KS bemerkt,der nicht geplant war, aber unser großes Glück war.

Jetzt bin ich wieder schwanger und habe Angst,auch wenn die Chance sehr gerig ist,dass es wieder so ist und strebe einen KS an.


LG

Beitrag von little_rabbit 17.05.11 - 12:27 Uhr

Da mein Sohn vor 6 Jahren fast ausgeblutet auf die Welt geholt werden musste, war mein Frauenarzt dieses mal vorgewarnt und hat die Ärztin, bei der ich zur Feindiagnostik war, extra darum gebeten, nach der Nabelschnur und der Plazenta zu schauen. Wir wissen nicht, was damals bei meinem Sohn war, da die Ärzte nicht wussten warum er fast ausgeblutet war. Man sagte mir nur, dass ist sooooo selten und passiert eh nie, also ich mir für weiteres keine Sorgen machen, denn er hätte ja nochmal Glück gehabt.

Nun ja, zur Feindiagnostik hat dann die Ärztin geschaut, was kein Aufwand ist, und hat die I.v. festgestellt und auch, dass es Vasa praevia ist, also die freien Gefäße direkt über dem Mumu verlaufen. Das ist dann bei Wehen an der Stelle gefährlich. Die Gefäße können reißen und die Kleine verblutet. Da man jetzt kein Risiko eingehen will, hat man mich zum Konsiliartermin in der Uniklinik angemeldet, wo ich dann auch schon 2 Mal war und die haben beschlossen, dass die Kleine am "wehenfreien Uterus" per KS spätestens in der 35. SSW geholt werden soll. Ich gehe mal von der 34. Woche aus, denn da hatte ich in der letzten SS schon Senkwehen, die dar ich aber auf keinen Fall bekommen.

Beitrag von disasli 17.05.11 - 12:40 Uhr

Danke!

Ich soll woll demnächst nochmal zum Doppler wo nochmal genau geschaut wird. Allerdings ,werde ich das Risiko doch nochmal zu den 1% gehörenden nicht unterschätzen und mich wohl für einen KS entscheiden.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Beitrag von little_rabbit 17.05.11 - 13:15 Uhr

Ja, auf Statistiken ist kein Verlass.

Ich wünsche dir alles Gute!!!

Beitrag von yamie 17.05.11 - 12:25 Uhr

hi,


kann dir von meinem geplanten ks berichten. ks deswegen, weil baby auf 5000g geschätzt wurde.

bin früh ins kh. ctg gemacht, thrombosestrümpfe an, einlauf bekommen, blasenkatheter wurde gelegt.
dann bin ich in den op gelaufen. aufn tisch gesetzt, spinalanästhesie bekommen (in den rücken), hingelegt. festgeschnallt? nö, wurde ich nicht. wozu? weg kannste dann eh nicht. ab brustabwärts biste gelähmt und merkst nix.

tuch wurde mir vors gesicht gehängt, mein mann setzte sich zu mir ans kopfende.
irgendwann merkte ich ein ruckeln. 0 schmerzen, 0 gar nix. plötzlich hörte ich ein schreien und man zeigte mir meine kleine maus.

nach einer halben stunde war alles vorbei und ich hielt meine schnecke im arm.

du siehst, völlig unspektakulär.



lg
yamie 19. ssw


___________________________

dies ist KEINE signatur!

Beitrag von little_rabbit 17.05.11 - 12:30 Uhr

Danke, das klingt wirklich gut.

Ich wurde damals leider festgeschnallt an den Füßen. Und der Tisch war aus Blech und eiskalt. Und das grüne Tuch vor der Nase samt Maske.... Panik....

Aber offenbar ist das dann ganz anders, wenns geplant läuft.

Beitrag von sonja_paris 17.05.11 - 12:56 Uhr

Hallo Du

Da will ich gern versuchen, Dir die Angst zu nehmen. Mein 1. Kind kam ebenfalls mit Notkaiserschnitt wegen zu langer Nabelschnur, in die es ganz komplett eingewickelt war. War zwar nicht schön aber auch nicht weiter schlimm, weil mein Arzt ganz toll professionnell gehandelt und mir erst hinterher erklärt hat, wie schlimm es hätte ausgehen können.

Mein 2. Kind kam mit geplantem Kaiserschnitt - und da war alles ganz anders! Zwar durfte ich selbst auf den Tisch krabbeln, aber dann hat die OP-Schwester den Saal und mich vorbereitet - das alles mit flotter Musik und Erzählen. Der Anästesist kam und legt die PDA, dann setzte er sich zu mir und redete mit mir, ab und zu wurde getestet, ob ich noch Gefühl hatte.

Und dann kam mein Mann (in rosa), mein Frauenarzt begrüsste mich, und dann ging es los. Als der Anästesist bemerkte, dass ich etwas unruhig wurde (nervös), begann er tatsächlich, auf dem Zelt zu malen: Ein Junge, der mit dem Fallschirm vom Himmel sprang, ein Clown ...

Natürlich bemerkte ich das Geruckel im Bauch, aber man spürt ja nichts :-)

Wir durften unseren Sohn auch sogar ein paar Minuten auf dem Arm halten ehe er und mein Mann mit den Krankenschwestern zum Messen, Wiegen etc. ging.

Und der Bonus kam am Nachmittag: Der eine Arzt hatte im OP fotografiert und brachte mir die Fotos der OP, mein Sohn, wie ihn der Arzt an den Füssen hielt :-) Wirklich toll, eine schöne Erinnerung an einen KS.

Der Vorteil eines geplanten KS ist, dass alles langsam und in Ruhe gemacht wird, kein Stress fürs Kind und für die Mutter, die Arzte wissen, was sie tun und lassen sich dabei Zeit.

Festgeschnallt war ich übrigens nicht, soweit ich mich erinnere.

Im Oktober kommt Kind Nr. 3 - ebenfalls mit geplantem KS. Natürlich wäre mir zumindest eine natürliche Geburt lieber gewesen, aber es ist nicht zu ändern und auch kein Weltuntergang.

LG und keine Angst, ist alles gar nicht so schlimm!

Beitrag von little_rabbit 17.05.11 - 13:17 Uhr

Danke, dass klingt tatsächlich sehr entspannend, was du erlebt hast.

Ich wünsche dir schon mal für Oktober alles Gute!!

Lg Little rabbit