Eheähnliche Gemeinschaft?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von mini-sumsum 17.05.11 - 12:19 Uhr

Hallo zusammen,

hab nur ne kurze Frage. Normalerweise geht man ja ab einer Beziehungslänge von 2 - 3 Jahren von einer eheähnlichen Gemeinschaft aus.

Wie sieht es aus, wenn man ein gemeinsames Kind hat? Dann sofort? Ab Geburt? Oder wie ist das geregelt?

Danke euch.

LG
mini-sumsum

Beitrag von hedda.gabler 17.05.11 - 12:29 Uhr

Hallo.

In welchem Zusammenhang möchtest Du das wissen?

Gruß von der Hedda.

Beitrag von mini-sumsum 17.05.11 - 12:42 Uhr

Hi,

es geht um nachehelichen Unterhalt.

LG
mini-sumsum

Beitrag von zwiebelchen1977 17.05.11 - 12:46 Uhr

Hallo

Wenn ihr nicht verheiratet wart und kein Kind da ist, bekommst du nichts.

Bianca

Beitrag von mini-sumsum 17.05.11 - 12:49 Uhr

Hi,

Ich war / bin noch verheiratet. Für dieses Jahr, wo ich noch mit unserem gemeinsamen Kind in Elternzeit bin, habe ich Anspruch auf Betreuungsunterhalt / nachehelichen Unterhalt (Scheidung ist beantragt, alle Unterlagen eingereicht, warten nur noch auf den Termin).

Nun habe ich einen neuen Partner. Wollte nur wissen, ob der Unterhalt erst wegfällt, wenn wir 2 Jahre zusammen sind, oder z.B. wenn wir ein Kind bekommen?

LG
mini-sumsum

Beitrag von lunacy 17.05.11 - 13:14 Uhr

Ich gehe davon aus, dass man von einer "gefestigten Beziehung" sprechen kann, wenn Du von Deinem neuen Partner ein Kind bekommst ;-)

Wie lange wart Ihr denn verheiratet? Bei kurzer Ehedauer (unter 2 Jahre) kann der nacheheliche Unterhalt auch herabgesetzt werden....


Beitrag von mini-sumsum 17.05.11 - 13:28 Uhr

Wir waren 8 Jahre verheiratet.

Klar, unsere Beziehung ist gefestigt, keine Frage.

Ging ja eher um die rechtliche Auslegung.

LG

Beitrag von nick71 17.05.11 - 14:16 Uhr

"Ging ja eher um die rechtliche Auslegung."

Ganz ehrlich? Ich würde -rechtliche Auslegung hin oder her- keinen Unterhalt mehr von meinem Ex-Ehepartner haben wollen, wenn ich bereits mit einem anderen zusammenlebe und ein Kind von ihm erwarte...das wär mir echt zu blöd.

Beitrag von mini-sumsum 17.05.11 - 14:38 Uhr

Ich bekomme eh keinen Unterhalt, aber zustehen würde mir welcher.

Er ist in der Privat-Inso, da ist nichts zu holen.

Wollte es einfach nur wissen.


LG

Beitrag von windsbraut69 17.05.11 - 14:42 Uhr

Hast Du nicht letzte Woche geschrieben, da wären noch 300 Euro zu holen?

Gruß,

W

Beitrag von mini-sumsum 18.05.11 - 08:45 Uhr

Ja, so hätte es sein sollen.

Allerdings hat er (gesundheitsbedingt) seine Arbeitsstunden runter setzen lassen auf 75%. Ob wirklich gesundheitsbedingte Gründe dahinter stecken weiß ich nicht.

Jedenfalls bliebe mir jetzt noch der Klageweg. Aber das erscheint mir in der jetzigen Situation als wenig sinnvoll.

Und da er (zur Zeit) den vollen Kindesunterhalt zahlt, werde ich es darauf beruhen lassen, und mich nun auch voll und ganz meiner neuen Familie widmen.

LG
mini-sumsum

Beitrag von lunacy 17.05.11 - 17:25 Uhr

Die Rechtsprechung geht davon aus, dass wenn der Ex-Partner in einer sog. "gefestigten Beziehung" lebt, er auch keinen bzw. nur reduzierten nachehelichen Unterhalt mehr vom anderen Ex-Partner bekommen muss...

Wenn Ihr zusammen wohnt und ein gemeinsames Kind erwartet dürfte die Tendenz wohl eher in Richtung kein Unterhalt gehen.

Es gibt aber keine starren Vorschriften, die Richter entscheiden nach Einzelfall.

Beitrag von lichtchen67 17.05.11 - 13:52 Uhr

http://de.search.yahoo.com/search;_ylt=AjxDWaXjBEJicu0Js4Cx_sEqrK5_;_ylc=X1MDMjE0MjE1Mzc3MARfcgMyBGZyA3lmcC10LTcwOARuX2dwcwMwBG9yaWdpbgNkZS55YWhvby5jb20EcXVlcnkDYWIgd2FubiBlaGXkaG5saWNoZSBHZW1laW5zY2hhZnQEc2FvAzE-?vc=&p=ab+wann+ehe%C3%A4hnliche+Gemeinschaft&toggle=1&cop=mss&ei=UTF-8&fr=yfp-t-708

Hilft Dir da was weiter?

also es gibt meines Wissens nach auch keine 2-Jahres-Regel, das ist nur ein "Richtwert"... im Einzelfall entscheidet das der Richter und es hängt von mehreren Faktoren ab. dazu zählen auch gemeinsame Wohnung, gemeinsames wirtschaften z.B.

Bist du denn wieder schwanger? oder wieso gemeinsames Kind? Das Baby ist doch noch von Deinem Ex. Lebst Du mit Deinem neuen Partner und den Kindern in einer Wohnung?

Lichtchen

Beitrag von mini-sumsum 17.05.11 - 14:10 Uhr

Hi,

ich lebe mit meinem neuen Partner und meinem Kindern seit Mai in einer gemeinsamen neuen Wohnung.

Das Baby ist noch von meinem Ex-Mann.

Gemeinsam wirtschaften tun wir bisher nicht. Naja, die Kosten für Wohnung und Lebensmittel teilen wir natürlich auf.

Ja, wir wissen seit heute, dass wir ein gemeinsames Kind erwarten.

Beitrag von lichtchen67 17.05.11 - 14:23 Uhr

Wie gesagt, im Zweifel ist es Ansichtssache des entscheidenden Richters, es gibt kein Gesetz dazu.

Aber gerade weil die Regeln zum nachehelichen Unterhalt eher gelockert wurden und die Männer nicht immer nur die zahle-Männer sein müssen denke ich, Du solltest Dich darauf einstellen, vielleicht keinen Unterhalt zu bekommen.

Moralisch gesehen seh ich es wie die anderen.. du lebst mit neuem Partner, bekommst direkt das nächste Kind von ihm - warum sollte Dein Ex da noch für Deinen Unterhalt aufkommen sollen? Ich denke ein Richter könnte das ähnlich sehen. Und war da nicht sowieso noch was mit Insolvenz im Spiel #kratz?

Lichtchen

Beitrag von silbermond65 17.05.11 - 14:41 Uhr

Gemeinsam wirtschaften tun wir bisher nicht. Naja, die Kosten für Wohnung und Lebensmittel teilen wir natürlich auf.

Was ,wenn nicht das verstehst du denn sonst unter "gemeinsam wirtschaften".
Du lebst mit deinem neuen Partner zusammen ,ihr erwartet ein gemeinsames Kind.
Da hoffe ich doch mal ,daß dein Ex ab sofort keinen Unterhalt mehr für DICH zahlen muß.

Beitrag von karna.dalilah 18.05.11 - 07:38 Uhr

Recht der nichtehelichen Lebensgemeinschaft
Das Recht der nichtehelichen Lebensgemeinschaft ("eheähnliche Gemeinschaft") wird durch Richterrecht geprägt. Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (Beispiel: Beschluss vom 02.09.2004 - 1 BvR 1962/04) ist eine eheähnliche Lebensgemeinschaft allein die Lebensgemeinschaft eines Mannes und einer Frau, die auf Dauer angelegt ist, daneben keine weitere Lebensgemeinschaft gleicher Art zulässt und sich durch innere Bindungen auszeichnet, die ein gegenseitiges Einstehen der Partner füreinander begründen, also über die Beziehungen in einer reinen Haushalts- und Wirtschaftsgemeinschaft hinausgehen.

Dass zwei Personen dieselbe Meldeadresse haben, reicht hierfür nicht aus. An die Ernsthaftigkeit einer solchen Gemeinschaft sind strenge Anforderungen zu stellen. Dabei kommt es insbesondere auf deren Dauerhaftigkeit und die Kontinuität sowie anderer Umstände wie zum Beispiel die gemeinsame Versorgung von Angehörigen an. Kein Kriterium ist hingegen für eine eheähnliche Gemeinschaft das Vorhandensein einer geschlechtlichen Beziehung. Wichtig ist hingegen das Vorliegen einer Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft.

Du siehst, reine Intepretationssache.
Je nachdem wie du oder dein Anwalt argumentieren, kann dein Unterhaltsanspruch völlig unberührt bleiben.
Eine Bekannte gilt trotz gemeinsamer Kinder und gemeinsamen Wohnsitz als alleinerziehend- sie hat mit dem Text erfolgreich bei den Behörden argumentiert.

Karna

Beitrag von bluehorse 18.05.11 - 10:10 Uhr

Hallo,

vor der Scheidung hast du Anspruch auf Trennungsunterhalt. Nach der Scheidung zumindest weiter, bis das jüngste Kind vom Exmann 3 Jahre Jahre ist. Kommt ein weiteres Kind dazu, wird meist anteilig berechnet. Also Betreuungsunterhalt für das Kind vom Exmann und BU für das Kind vom neuen Partner. Von der Höhe je nachdem, wie leistungsfähig der jeweilige Vater ist.

LG bluehorse