nach der Geburt bewusst nur 1-2 Tage stillen, wer hats gemacht?

Archiv des urbia-Forums Geburt & Wochenbett.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von ines7986 17.05.11 - 13:08 Uhr

Hallo zusammen,

wir möchten ab dem nächsten Zyklus an Baby Nr. 2 arbeiten. Nun waren die Still-Erlebnisse beim 1. ziemlich schlimm für mich. Habe es versucht und versucht und alles mögliche probiert aber es kam einfach kein Milcheinschuss. Irgendwann musste ich dann aufgeben und mit der Flasche füttern. Das alles hat mich damals sehr mitgenommen und ich möchte es nicht nochmal erleben müssen, stillen zu wollen und es dann nicht zu können.

Ich möchte aber gerne mein Baby nach der Geburt und den Tag danach anlegen, wegen der Mutter-Kind-Bindung und damit sie wenigstens die wichtige Vormilch bekommt.

Hat das noch jemand so gemacht? Wie seit ihr vorgegangen? Wie haben KH und Hebammen reagiert?

LG Ines

Beitrag von sota 17.05.11 - 13:27 Uhr

hallo,

da bin ich ja mal auf die antworten gespannt.
ich bin mir auch noch unsicher. bin gerade mit nr. 2 schwanger und beim 1. war das stillen ne katastrophe. hab nach zwei wochen heulen und stress aufgegeben und will mir das dieses mal eigentlich auch nicht nochmal antun.
ich geh morgen zu meiner hebamme und werd das mit ihr besprechen.

lg sota

Beitrag von nadine1013 17.05.11 - 13:27 Uhr

Hallo,

ich hab meinen Kleinen diesmal auch nur ein paar Tage gestillt.

Bei meiner Tochter hatte ich es damals auch versucht, aber es hat nicht geklappt. Hatte zwar Milch, aber ich konnte sie nicht richtig anlegen, sie war total zappelig und unruhig und ich hab mich total schrecklich dabei gefühlt. War auch total zerbissen und hatte Schmerzen. Sie hat dann auch kaum zugenommen, was mich nur immer nervöser gemacht hat und nach 2 Wochen hab ich es dann aufgegeben.

Bei meinem Sohn hatte ich zwar durchaus den Vorsatz, es wieder zu versuchen und zunächst schien es mit dem Anlegen auch besser zu klappen. Aber irgendwann war ich wieder total zerbissen und da meine Tochter ja auch noch nicht sooo groß ist und immer auf mir rumgeturnt ist, wenn ich stillen wollte, hab ich es dann doch gelassen. Hab mir da dieses Mal keinen Stress mit gemacht - meine Tochter ist schließlich auch mit der Flasche gut groß geworden und an Bindung mangelt es uns ganz bestimmt nicht - ganz im Gegenteil sie ist ein richtiges Mama-Kind #verliebt

Im KH hat da keiner was zu gesagt, wussten die ja auch nicht. Bin nach 2 Tagen nach Hause und da hab ich noch gestillt. Meine Nachsorge-Hebi hat die Entscheidung mir überlassen und nichts negatives gesagt. Wenn manm sich selbst nicht wohl dabei fühlt, dann bringt es sowieso nichts.

Ich würde mir da keinen Stress machen.

LG, Nadine mit Helena (21 Monate) + Raffael (12 Wochen)

Beitrag von anarchie 17.05.11 - 13:35 Uhr

Hallo!

natürlich ist das möglich.
Und natürlich ist jeder Tropfen wichtig für dein Kleines.
Bielleicht wäre es ein Kompromiss, dass du diese 2 tage eben stillst und dann schaust, ob du noch einen tag weiter machst...wenn dann Milch kommt, ist es toll und du kannst sehen, ob du es nicht doch zwanglos versuchst(auch wenn klaum Milch käme, könntest du ja neben der Flasche stillen und es so ausschleichen..schonender für dich, gut für dein Kind und das Kuschelerlebnis)


ich würde es abwarten, zwanglos.
Wenn du nach 2 Tagen abstillen willst, dann ist das deine Entscheidung - und da würde ich mich nicht beirren lassne, egal was das personal dort sagt(ok, ich würde ums Verrecken stillen, aber darum geht es ja nicht;-), sondern darum, dass DU entscheidest)

lg

melanie mit 4 Kindern

Beitrag von tweety03 17.05.11 - 13:49 Uhr

Beim ersten Kind habe ich auch nur 2 wochen gestillt da er einfach zu faul war. Allerdings war ich auch noch unerfahren und meine Hebi und meine Mutter haben mich damit verrückt gemacht :-[das er ja nicht zunimmt und somit hab ich dann die Flasche gegeben.
Bei der zweiten und dritten ( Mädels) hats von anfang an super geklappt ( hatten beide direkt nach der Geburt hunger) und ich hab beide vier monate gestillt.

Du musst das für dich entscheiden ob dus einfach versuchst ( ohne Druck) oder ob dus nach 2 Tagen wieder lässt.
Lass es einfach auf dich zu kommen.;-)
lg tweety#winke

Beitrag von widowwadman 17.05.11 - 14:02 Uhr

Halt's dir offen - wenn's nur 2 Tage klappt, dann ist es ok, aber nimm dir nicht vor auf jeden Fall nach 2 Tagen abzustillen. Ich dachte bei meiner Tochter auch dass das hoechstens ein paar Tage gut geht - ich hab jeden Tag genommen wie er kam, ohne mir Druck zu machen, es wurden schliesslich 18 Monate draus.

Beitrag von lieke 17.05.11 - 14:04 Uhr

Hallo,

vielleicht solltest du deinen Plan gar nicht vorher im Detail kund tun im KH, dann musst du dich auch nicht mit evtl negativen oder belehrende Reaktionen auseinandersetzen.

Wenn es dir wichtig ist, es nochmal zu versuchen, dann mach das doch, und behalte dein Ziel 1-2 StillenTage im Auge. Wenn du dann entscheidest, aufzuhören, sagst du eben den betreuenden Menschen, dass du aufhören möchtest, wegen früherer schlechter Erfahrungen und gut ist.

Meine persönliche Erfahrung ist, dass es beim 2 Kind besser klappt und dass die ersten Tage was das Anlegen angeht die schwierigsten sind. Lass es doch einfach auf dich zukommen und entscheide nach den beiden Tagen, die du dir jetzt als Ziel gesteckt hast. Vielleicht geht es diesmal besser als du glaubst, weil der Druck weg ist. So war es bei mir!

LG

Beitrag von diana1101 17.05.11 - 14:20 Uhr

Hi Ines,

bei mir war es auch so.. hatte keinen Milcheinschuß - nichts -nada!

5! Tage habe ich versucht zu stillen, aber mehr wie 10ml auf beiden Seiten nach ca. 30min abpumpen kam nie dabei rum.

5 Tage nach der Geburt habe ich dann Abends meine Kleine nochmal angelegt, danach hat sie die Flasche erhalten, sie hat sich gleich mal 60ml Milch einverleimt. 4 Stunden später 100ml.
Kein Wunder, sie bekamm 5 Tage lang ja auch nur Maltodextrinlösung zu trinken..

Dieses Gefühl versagt zu haben, möchte ich auch nie wieder spüren.

Deswegen weiß ich, das ich beim 2. Baby sofort nach 1-2 Tagen zufüttern werde, aber gleichzeitig auch stillen möchte.. somit halte ich mir beide Möglichkeiten offen falls doch noch ein Milcheinschuß einsetzen sollte.

Johanna ist durch mein "Versagen" auf die Neo-Station gekommen, sie konnte ihren Blutzucker und ihre Temperatur nicht halten, durch die wenige Flüssigkeit wurde sie ganz gelb...

... beim nächsten Baby mache ich es anders! Garantiert!

LG Diana

Beitrag von tragemama0709 17.05.11 - 15:10 Uhr

Halllo,

such dir eine andere Klinik.

1. Abpumpen sagt garnichts über die Milchmenge aus. Da sind 10 ml schon recht viel. Ich hatte immer nur 3 Tropfen. Der große wurde 18 Monate gestillt und der kleine mit 20 Monaten immer noch.

2. Warum wurde deinem Kind in der Klinik Maltro gegeben? Hat es stark abgenommen. Wie wurde Maltro gegeben? PEr Flasche?

3. Es kann gut sein das du den Milcheinschuss überhaupt nicht merkst.

4. Das ein Kind mit der Flasche mehr trinkt ist normal. Schaffst du 5 Bananen aufeinmal zu essen? Wahrscheinlich nein. Schaffst du es einen Bananenshake 0,3 zu trinken ? Wahrscheinlich ja.

Beitrag von diana1101 18.05.11 - 14:41 Uhr

Hi,

2. Warum sie dies bekommen hat? Damit sie überhaupt etwas bekommt.. Sie hat das Mato erst per Infusion und dann per Flasche bekommen.
Ich habe sie zw. dem abpumpen gestillt..

Beitrag von josili0208 17.05.11 - 17:14 Uhr

Du bist leider Opfer einer totalen Fehlinformation geworden, bei Dir kamen ganz viele Stillirtümer zusammen #liebdrueck
Bei vielen (wirklich vielen) Frauen kommt der Milcheinschuss erst nach 4, 5 oder sogar 6 Tagen, oft wenn sie längst mit dem Baby zuhause sind.
Das heisst aber nicht, dass die Babies bis dahin verhungern ;-)
Abpumpen ist sehr schwierig und das Ergebnis hat rein gar nichts mit der produzierten Milchmenge zu tun, erst recht nicht in den ersten Tagen oder Wochen. Ich habe insgesamt 3 Kinder runde 4 Jahre gestillt und habe nie mehr als ein paar ml durch abpumpen zusammenbekommen, trotzdem sind meine Kids satt und dick geworden ;-) Ich hatte meinen Milcheinschuss nach KS auch jeweils erst als ich schon wieder zuhause war (nach 5 Tagen), nur beim 3.Kind kam die Milch dann schneller.
Jede Gabe von Zuckerlösungen oder Zusatzfläschchen veringert (logisch) den Hunger des Neugeborenen, dadurch saugt es weniger, dadurch kommt die Milch noch spärlicher usw.
Also wie auch immer, all diese Komplikationen kann man vermeiden und beim 2. Kind kann alles ganz anders und problemlos sein, vor allem mit der richtigen Unterstützung.
Lg jo

Beitrag von diana1101 18.05.11 - 14:45 Uhr

Hi,

das kann sein das vielleicht einiges total schief gelaufen ist.. aber hätte ich genug Milch gehabt wäre Johanna NIEMAL auf die Intensiv gekommen!!!

NIE!

Sie ist Freitag Nachts geboren.. von da an hat sie nur Brust bekommen... Sonntags musste ich sie dann auf die Intensiv bringen, dort wurde dann mit Malto begonnen erst per Infusion, später per Flasche.

Natürlich frage ich mich, ob ich noch bis hätte Donnerstags warten sollen bevor ich die Abstilltabletten nehmen.. aber für mich war es in dem Moment die richtige Entscheidung..

MfG Diana
... diese Dinge sind alle noch im Krankenhaus passiert!

Beitrag von lieke 17.05.11 - 18:42 Uhr

"Deswegen weiß ich, das ich beim 2. Baby sofort nach 1-2 Tagen zufüttern werde, aber gleichzeitig auch stillen möchte.. somit halte ich mir beide Möglichkeiten offen falls doch noch ein Milcheinschuß einsetzen sollte. "

Das ist ein Irrtum! Zufüttern ist oft der Anfang vom Ende. Gerade für ein Neugeborenes ist es viel leichter, die Milch aus der Flasche zu ziehen. Wenn es beides angeboten bekommt, wird die Muttermilch höchstwahrscheinlich versiegen. Gerade, wenn man so früh schon damit beginnt, bevor sich alles richtig einpendelt. Das Kind trinkt dadurch weniger an der Brust, die Mlichmenge geht automatisch zurück.

Mach es anders beim nächsten Baby, vertrau auf dein Gefühl, bleib konsequent bei einer Ernährungsmethode und laß dich nicht verrückt machen.

LG

PS: Abpumpen ergibt eine kleinere Menge als die, die ein "echter" Säugling erreichen würde. Ist eben nur nachgemachtes Saugen. Zur Steigerung der Milchmenge einfach öfter anlegen.

Beitrag von diana1101 18.05.11 - 14:51 Uhr

Hi,

Johanna ist Freitag Nachts um 00:02 Uhr geboren.. ich habe sie bis Sonntag Vormittag alle 2 Stunden für je eine Stunde angelegt!

Ich hatte keine Milch! Meine Brüste waren selbst in der Schwangerschaft noch genauso groß wie vor der Schwangerschaft!

Hätte ich welche gehabt, hätte sie nicht auf die Intensiv gemusst.

Sie hat erst auf der Intensiv Malto bekommen.. vorher nicht.

Es war in dem Moment (Mittwoch Abends) die beste Entscheidung für mich und mein Baby nicht mehr zu stillen..

LG

Beitrag von lieke 18.05.11 - 18:46 Uhr

Hm, ich denke du hast nicht verstanden was ich sagen will.

Ich kritisiere weder, dass du damals aufgehört hast zu stillen, noch, dass du es jetzt "nur" 1-2 Tage versuchst.

Ich finde, dass du falsch beraten worden bist und wollte dich ermutigen, mehr auf deine eigenen Instinkte zu vertrauen. Kein Baby muss auf Intensiv, wegen fehlender Muttermilch. Die ersten 24 Std haben sie noch genug Nährstoffe, WEIL die wenigsten Frauen dann schon Milch haben. Es wäre grob fahrlässig, wenn der Zustand deines Kindes intensivpflichtig war und sie keine vernünftige Nahrung gegeben hätten, weil sie auf MuMi gewartet haben. Irgendwas stimmt da nicht.

Wenn es dir um die Mutter Kind Beziehung geht solltest du dir vielleicht überlegen gar nicht zu stillen und einfach dazu zu stehen. Wenn du wirklich ausschliesst länger zu stillen, kannst du deinem Kind auch die Flasche geben und deine Nähe spüren lassen, wenn du dabei entspannter bist ist das wahrscheinlich sogar besser. Wenn du die ersten 2 Tage bewusst viel kuschelst wird das (womöglich krampfhafte) stillen wohl auch nicht DEN Unterschied machen.

LG

Beitrag von diana1101 18.05.11 - 23:13 Uhr

Naja.. was soll ich dazu sagen?

Ich glaube nicht das man mich falsch beraten hat. Ich habe mein Kind sooft wie nur möglich angelegt..
Ihr wurde regelmäßig der Blutzucker gemessen, da ich einen Gestationsdiabetes hatte.
Und an dem Sonntag morgen war sie halt so gelb, das sie auf Intensiv musste.. unteranderem konnte sie die Zeit auf der Entbindung auch ihre Temperatur und den Blutzucker nicht halten.. naja und knapp 250g hatte sie auch abgeommen.
Sie musste Gottseidank nie unter die UV-Lampe...

... aber alleine der Gedanke das sie nicht mehr bei mir war und dann die ganzen Hormone und Gefühle waren schlimm... und dies alles hat dazu beigetrage das es wahrscheinlich nicht mehr geklappt hat..

... Ich möchte eben nie wieder die Erfahrung machen, das ich mein Kind 2 Tage nach der Geburt abgeben muss... wäre sie gleich nach der Geburt auf die Intenisv gekommen, wäre es nur halb so schlimm gewesen..

Hinterher ist man immer schlauer..

Ich möchte beim 2. gerne stillen, mache mir aber keine Illusionen, da ich weiß das es wahrscheinlich wieder nicht klappen wird..

LG

Beitrag von tragemama0709 19.05.11 - 08:42 Uhr

Hallo,

das sie Ihren Blutzucker nach Maltro nicht halten konnte wundert mich nicht.

Maltro ist ein Zuckerart die den Blutzucker sehr schnell ansteigen lässt, aber noch schneller wieder fallen lässt.

Es ist eigentlich super bei Diabetes wenn du eine starke unterzuckerung hast.

Aber nicht zum Zufüttern.

Und das sie die Tempi nicht halten konnte, kam ja nicht davon das sie getrunken hat.

Und wenn sie nicht unter die UV-Lampe musste, ist die Gelbsucht ja nicht so schlimm.

Wie war den das Geburtsgewicht. 250 g hört sich nicht nach viel an, außer sie war unter 2700 g bei der Geburt

Warum haben sie sie deshalb auf die Intensiv gebracht? Ging es dir noch nicht so gut, dass sie mit dir nur auf die normale Kinderstation konnte?

Beitrag von diana1101 19.05.11 - 10:50 Uhr

Hi,

vielleicht liest du dies ja noch..

sie hat das Malto erst bekommen NACHDEM sie auf die Intensiv verlegt worden war.. nicht vorher.. vorher habe ich sie nur angelegt.

Hätte sie genug Flüssigkeit von mir bekommen, wäre der Blutzucker nicht ständig unter Norm gesunken und ihr Temp. hätte sie auch halten können und gelb wäre sie auch nicht geworden.

Das Geburtsgewicht war 3040g.

Mir ging es bestens.. sie ist wegen den oben genannten Dingen auf die Intensiv gekommen..

Beitrag von lieke 19.05.11 - 08:58 Uhr

Hallo,

Aha, sie war also nicht wegen fehlender Muttermilch auf Intensiv! Hättest du es von Anfang an so geschildert (mit Neugeborenengelbsucht und DESWEGEN Intensiv) hätte ich auch anders geantwortet. Dann ist es ja nicht nur ein Stillproblem.#augen So kann man dir natürlich nicht raten.

Trotzdem, mit der Einstellung "es wird wahrscheinlich nicht klappen" solltest du dir wirklich überlegen, ob du es nicht gleich läßt.

LG.

Beitrag von tragemama0709 19.05.11 - 09:06 Uhr

Hallo,

ich habe verstanden, dass das Kind auf die Intensiv gekommen ist weil es den Blutzucker und die Tempi nicht halten konnte.

Die Gelbsucht wurde ja nicht mal behandelt.

In der örtlichen Kinderklinik ist auch so, dass alle Neugebornen immer solange die Mütter nicht mit auf die normale Kinderstation können auf die Intensiv kommen, weil dort mehr PErsonal ist. Auf der normalen Stadtion ist nachts nur eine Schwester und die kann sich nicht noch um neugebornene kümmern

Beitrag von diana1101 19.05.11 - 11:02 Uhr

Hi,

nein, sie hatte keine Neugeborengelbsucht.. zumindestens keine die behandelt werden musste..

Ich versuche es nochmal zu schildern.. könnte immer noch heulen wenn ich darüber nachdenke..

Also, Johanna ist an einem Freitag um 00:02 Uhr geboren, habe sie die ganz Zeit - alle 2 Stunden für je fast 1 Stunde angelegt, den Samstag auch noch.. Freitag wie auch Samstag wurde immer der BZ gemessen, der immer grenzwertig war..
Am Sonntag morgen war sie dann mal wieder unterzuckert, die Temperatur war niedrig und der Bilirubinwert grenzwertig hoch..
So das die Krankenschwester auf der Intensiv angerufen hat, der Kinderarzt meinte dann das es besser wäre sie auf die Intensiv zu bringen..
Dort und erst dort oben hat sie Malto bekommen... und ich habe sie weiterhin alle 2 Stunden angelegt..
... aber es war alles zuviel... mein Kind war weg.. 2 Tage von Freitag Nacht bis Sonntag morgen war es ja die ganze Zeit bei mir.. und dann war es weg..
Und es lag definitv daran, das ich keine Milch gehabt habe. Denn zwischen dem stillen habe ich ja nun auch noch abgepumpt.. und Johanna hat auch nie länger als 15min pro Seite gesogen.. da nichts kam!

Alle haben mir immer gut zugeredet, auf der Entbindungstation sowie oben auf der Intensiv.. habe wirklich alles versucht.. aber es kam dann wahrscheinlich das eine zum anderen..

An dem Mittwoch gegen 16 Uhr kam dann eine Hebamme (Bekannte) und meinte ich solle mich solangsam entscheiden, da Johanna bis dato ja nur meine wenige bis keine Muttermilch bekommen hat und eben das Malto - welches sie nicht mochte - und ja nun auch schon 5 Tage rum waren - da sie Freitag Nachts geboren ist.
Ich habe dann gesagt, ok, ich stille nicht mehr.. war dann aber noch mal bei meinem Kind habe sie ein letztes mal angelegt und ihr danach die Flasche gegeben.
In diesem Moment war es die beste Entscheidung meines Lebens.
Auch wenn ich immer noch - nach 2 Jahren - das Gefühl habe versagt zu haben!
Hätte doch so gerne gestillt.

So, ich hoffe du kannst es jetzt besser verstehen.. wenn du es denn noch liest.

LG Diana

Beitrag von lona27 20.05.11 - 11:24 Uhr

das war ja wirklich ein Martyrium. Mir hat es in der Schwangerschaft bei Kind Nr. 2 geholfen, ein langes Gespräch mit meiner Hebi zu führen (Stillberaterin) über das, was bei Kind Nr. 1 war. Das hat mir dann gezeigt, dass es einige Dinge waren, die da zusammenkamen und das Stillen verhindert haben. Vielleicht ist sowas ja was für dich, um einfach den für dich passendne Weg zu finden? Egal, welcher es ist :) So verarbeitest du vielleicht auch das gewesene besser....

Alles Gute !

Beitrag von luluhaben 17.05.11 - 15:06 Uhr

wenn ich das lese, sehe ich sofort das viele versuchen zu stillen, sich jedoch vorher NULL mit dem Thema auseinandersetzen, kein Wunder das man dann versagt.
Einfach mal nen Tag probieren? Mein Gott, wenn die Frauen früher mit so ner Einstellung unterwegs gewesen wären, wär die Menschheit schon ausgestorben, da es keine Alternativen gab.
Entweder ich will, oder eben nicht, beides ist HEUTE möglich.
Vorher informieren, ist sehr hilfreich, und es gibt so viele gute Infobroschüren, mal dafür Zeit nehmen und nicht nur Threads eröffnen, mit solch fragwürdigem Inhalt!
Wer wirklich will kann auch! Ganz einfach, unwissen macht die Sachen schwieriger!lg

Beitrag von anarchie 17.05.11 - 15:18 Uhr

hallo!

Du hast im grunde Recht...aber es so zu schreiben, wird keine Mutter animieren, es doch zu versuchen, sich erstmal drauf einzulassen...es wird nur das Gegenteil bewirken.

Meine Intention ist es, möglichst viele babys mit Muttermilch ernährt zu wissen - auch wenn ich mir da sehr oft gewaltig auf die Zunge beissen muss...
Und nicht jede Frau hat soviel Selbstvertrauen, ist so taff, sich die richtigen Hilfen zu holen, die richtigen informationen auszuwählen...

lg

melanie mit 4 Langeztistillkindern

Beitrag von pipers 17.05.11 - 20:20 Uhr

Hallo

Ich finde diesen satz: "Wer wirklich will kann auch!" ziemlich gemein. Es stimmt nämlich nicht immer. Ich z.b. wollte von Anfang an stillen, hab mich gut vorbereitet, hab mir Ernährungspläne geholt, viel getrunken (Malzbier, Stilltee, Wasser), hatte mir Pflegeprodukte für Wunde Brustwarzen geholt, hatte sofort beim 1. anlegen eine Stillberaterin zur Seite und war sogar in einer Stillgruppe mit anderen Müttern + Stillberaterin und was war? Nix da. Nach 2 Wochen kam so gut wie nix mehr, hab dann noch einige Wochen dazu gestillt, hab warme Umschläge auf die Brust gepackt und die Milch abgepumpt. Alles nur damit die kleine wenigstens ein bischen Muttermilch bekommt. Also ich finde ich hab wirklich alles getan, obwohl ich beim Stillen schmerzen wie sonst was hatte. Aber wenns nicht geht dann gehts nicht. Dann so einen Satz wie deinen zu hören ist echt hart

Lg

  • 1
  • 2