meine familie versteht mich nicht wer kennt das??

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Forum: Unterstützter Kiwu

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Beitrag von lila85 17.05.11 - 19:43 Uhr

guten abend,

wir versuchen seit fast 2 jahren ss zu werden und sind seit januar in behandlung.ich habe pco, schilddrüsenunterfunktion und eine insulinresistenz und ach ja übergewicht.
wir haben schon eine tochter die diese woche 4 geworden ist.
ich bin verheiratet und wir wünschen uns wirklich sehr ein zweites baby.
ich habe jetzt mit metformin angefangen vor 4 wochen und nehme l-thyroxin .habe jetzt die pille wieder abgesetzt. das ganze thema kinderwunsch beschäftigt mich nunmal sehr und ich bin öfters traurig. viele andere sind ss und es gibt einfach tage wo man es sich so sehr wünscht am liebsten jetzt. meine mutter versteht das nicht. ich bin regelrecht genervt von den ganzen leuten die einfach kein verständnis aufbringen können. diese woche meinte meine mutter sie versteht nicht warum das im moment so unser leben bestimmt und so weiter....ich finde kinder bekommen ist das bedeutenste und ereignisreichste im leben was es gibt...
ich fühl mich einfach so endlos alleine.wer kennst das??

danke fürs zuhören....

lg

Beitrag von shiningstar 17.05.11 - 20:40 Uhr

Kiwu darf nicht das ganze Leben bestimmen -es darf ein Teil davon sein, aber eben nicht alles...

Und im Moment kannst Du ja nichts an der Situation ändern. Freu Dich lieber an dem, was Du hast -einen tollen Mann, eine Tochter... Freunde, Hobbys, was auch immer.
Das gibt mehr Kraft, lenkt ab vom Kiwu und es hat ja schon einmal geklappt, dann wird es auch wieder klappen.
Viele Frauen hier versuchen es noch viel viel länger und bekommen am Ende trotzdem nicht einmal ein Kind.

Beitrag von schneckerl76 18.05.11 - 07:49 Uhr

Bei uns in der engsten Familie weiß keiner von unseren Problemen bzw unserem KW!

Als meine Mama letzte Woche erfahren hat, das ich einen Frühabort hatte hat sie so blöd reagiert.
"Seid froh das ihr eins habt!! "Wer heutzutage zwei Kinder in die Welt setzt ist eh blöd!" "Sei froh das Du keine Spermien hast, dann ist Verhütung nebensache!"

Jep und das aus dem sonst so verständnissvollen Munde meine Mama!!!!

Bin immer noch geschockt!

Aber der Wunsch nach einem gemeinsamen Kind bestimmt derzeit schon sehr unser Leben
Und ich denke, das dies abgeschafft werden muss, dann ist die Chance auch höher die Behandlung positiv abzuschließen!
Wir haben jetzt beschlossen an den kinderfreien WEs die Zweisamkeit zu geniessen und uns als Paar zu sehen und nicht als wir wollen unbedingt ein Baby-Paar!

Ich gehe jetzt viel walken und mache wieder Yoga daheim, das entspannt und lenkt auch ab!

LG

Beitrag von frido2004 18.05.11 - 07:57 Uhr

Guten Morgen,

ich kann dich sehr gut verstehen. Mir geht es ähnlich. Wir haben auch einen 5 jährigen Sohn und versuchen seit 3 Jahren wieder ss zu werden.
Das schlimme ist, ich bin 2 mal auf natürlichem Weg ss geworden doch leider endeten beide mit einer ELSS.
Die Diagnose - zu 99% kann ich nicht mehr auf natürlichem Weg ss werden, da ein EL raus musste und der andere zu ist.
Leider muss ich aus eigener Erfahrung sagen, meine Vorschreiberin hat auch recht in dem sie sagt, es darf nicht den ganzen Raum in deinem Leben einnehmen. Das schlimmste ist, Kinder haben so feinfühlige Antennen - die bekommen ALLES mit, auch wenn du über solche Dinge nie in Gegenwart deines Kindes sprichst.
Nach der ersten ELSS war ich in psychologischen Behandlung und habe lange gebraucht mit dem Thema KiWU so umzugehen wie ich es heute kann.
Hast du mal über eine seelische Betreuung nachgedacht?
Wünsche dir weiterhin alles #klee

Beitrag von nj83 18.05.11 - 09:19 Uhr

hallo lila,

könnte mir vorstellen dass deine mama es gar nicht so böse gemeint hat, wie es sich für dich vllt. angehört hat. Evlt. sieht sie wie sehr dich das einnimmt und runterzieht und Mamas wollen nicht das ihre Kinder leiden! :-(

ich habe meiner mama (wir haben doch ein recht gutes verhältnis) nach fast 2 jahren üben erst gesagt dass wir wohl auf natürlichem weg keine kinder bekommen können. bei meiner mama ist das so, sie möchte zwar auf jeden fall enkel aber wenn ich noch jungfrau wär, wär auch gut. du verstehst?! ;-) auf jedenfall war die einzigste antwort: naja heute gibt es da ja genug möglichkeinten. Fertig!!! ich war auch erst n bißchen enttäuscht aber im nachhinein weiß ich sie muss es erstmal verarbeiten und für sich gucken wie sie damit umgeht!

wenn nicht red doch mal in ner ruhigen min. mit deiner mama und sag ihr dass sie dir mit ihren kommentaren weh tut!

lg, nj

Beitrag von superzicke141177 18.05.11 - 12:28 Uhr

Hallo,

ich würd keinen mehr über meinen Kinderwunsch bzw. die Behandlung informieren. Höchstens meine Schwägerin, weil sie selbst den harten Weg (9 IVF bzw. ICSI) gegangen ist. Von den wenigen Menschen, die über unseren Kinderwunsch informiert waren, war ich zu sehr enttäuscht, und ja, darunter war auch meine eigene Mutter.

LG
S.