Wieviel Taschengeld für 11 Jährige??

Archiv des urbia-Forums Erziehung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von schlange100000 17.05.11 - 22:52 Uhr

Huhu #winke

ich würde mal gerne wissen wieviel Taschengeld ihr angemessen findet für eine 11 Jährige!!

Zur Zeit bekommt sie 5€ in der Woche u. einmal im Monat 15€ Handyaufladen! Jetzt hat mein Mann gemeint das es langt wenn man alle 2 Monate das Handy mit 15€ aufläd, weil sie schreibt mit ihren Freundinnen einfach nur sinnlose SMSen!!

Wie würdet ihr das machen??

Danke #blume

Beitrag von jazzbassist 17.05.11 - 23:37 Uhr

Also 20 bis 25 Euro im Monat für dieses Alter finde ich ziemlich angemessen. Meiner ist jetzt 12 und bekommt offiziell 25 Euro im Monat Taschengeld. Kosten des Handys übernehmen wird; er hat einen ganz normalen Vertrag, und, die Summe an Frei-SMS und Frei-Telefonaten übersteigt seinen monatlichen Verbrauch. Der kommuniziert in seiner Clique eher über eMai - und - da hat er entsprechend eine Datenflatrate. Ich gebe Ihrem Mann zwar recht, dass das natürlich monatlich 15 Euro zum sinnlosen SMSen sind (sehe ich genau so :-p) - andererseits wäre das für mich jetzt noch eine Summe, die ich absolut akzeptabel fürs sinnlosen rumtelefonieren finden. Die steuert ja nun auch so allmählich auf das Teenageralter zu. Zumal Ihre Tochter das mit der "Sinnlosigkeit" bestimmt anders sieht :-p. Auch fände ich es ziemlich gemein, irgendwelche Freiräume ö.ä. (und mehr ist ein Handyguthaben ja auch nicht) grundlos wieder einzuschränken, wenn man das einmal gewährt hat. Ich finde, dass hätte sich Ihr Mann dann durchaus eher überlegen müssen - aber - das nachträglich zu kürzen fände ich nicht persönlich nicht in Ordnung. Das ist dann einfach nur gemein und unfair.

Was ich auf jeden Fall machen würde, wäre, anzufangen, dass Taschengeld nicht mehr wöchentlich zu geben, sondern monatlich. Es ist ja schließlich Aufgabe des Taschengeldes, damit ihre Tochter genau das lernen kann => einen ganzen Monat finanziell zu planen. Da so im Regelfall auch das Erwachsenenleben funktioniert.

Beitrag von rienchen77 18.05.11 - 06:49 Uhr

bei uns gibt es 20 Euro im Monat für die 10 jährige...und wir geben die hälfte dazu wenn ihr Handy aufgeladen werden muß...aber nicht wie bei euch monatlich sonder eher sehr selten...seit Herbst hat sie das Handy und musste vor 2 Wochen das erste mal aufladen...

Beitrag von schlange100000 18.05.11 - 07:44 Uhr

Guten Morgen...
das wäre natürlich auch eine möglichkeit mit dem Teilen, weil sie schreibt wirklich unnütze SMS z.B wenn wir sie vom Bus holen sollen, dann schreibt sie die sms aufs Festnetzt...mein Handy u. das vom Papa!! #schock Sie sieht nicht ein das eine langt u. eine sms kostet ja ca. 0,19cent! Ich möchte einfach das sie lernt mit dem Guthaben klar zu kommen u. nicht solche sinnlosen sachen zu schreiben!

Das mit den 20€ werde ich jetzt auch so machen, dass ich es einmal im Monat gebe! Bin mal gespannt wie das klappt!! :-)

Danke nochmal für Eure Antworten!! #blume

Beitrag von schwarzerx5 18.05.11 - 08:28 Uhr

Hallo,

meine Tochter ist 11 und bekommt im Monat 20€ + 15 € die Handykarte.

LG

Beitrag von bine3002 18.05.11 - 09:12 Uhr

Ich würde einmal gewährte Zahlungen auf jeden Fall schon mal nicht kürzen, außer die Familie gerät in eine Notlage, in der alle kürzer treten müssen.

D.h. sie 15 Euro Handy würde ich beibehalten und mich u.U. nach einem anderen Tarif umsehen, der eben eher zu häufigem SMS-Schreiben passt.

Ich denke auch, dass Ihr kaum beurteilen könnt, ob die SMS sinnlos sind oder nicht. Sollte das Handy allerdings für den Zweck angeschafft worden sein, dass sie Euch im Notfall anrufen kann und nun die Karte immer leer sein, dann würde ich schon darauf bestehen, dass sie sich mindestens 1 Euro für den Notfall aufhebt.

Zum Taschengeld: In dem Alter würde ich das Geld monatlich auszahlen. Da kämen dann 20 Euro bei raus und das finde ich angemessen. Wenn das Kind allerdings anfängt, auch mal wegzugehen, finde ich es zu wenig. Da ist sie ja bei einmal Kino plus Cola schon pleite. Ist halt alles teurer geworden. Ich würde dann eine Möglichkeit schaffen, sich zusätzlich Geld zu verdienen.

Beitrag von lisasimpson 18.05.11 - 09:29 Uhr

ich habe keine kinder in dem alter und kann daher nicht viel beisteuern zur höhe oder zum thema "handy aufladen"-
aber zwei dinge würde ich gerne anmerken
1. ohne grund das taschengeld zu kürzen fände ich ungünstig- das wäre so als würdest du morgen von dienem chef erhfaren: alles bleibt beim alten nur du bekommst nur noch halb so viel geld..

2. Taschengeld sollte nicht an den "sinnvollen" verbrauch gekoppelt sein.
Kinder sollen damit lernen zu haushalten, sich wünsche zu erfüllen, abzuwägen und die erfahrung machen, daß geld, wenn man es für quatsch ausgibt dann an andere stelle fehlt.
ob sie die sms als sinnvolle ausgabe sieht oder nicht, kann ich nciht beurteilen- das muß sie selsbt beurteilen.

denn später mal soll sie entscheiden, ob ein hauskauf sinnvoll ist, ob bioprodukte, ob ein iphone wirklich sinnvoll ist, ob ausgaben für eien privatschuel ihrer kinder sinnvoll ist, ob ausgaben für ein zweitstudium sinnvoll sind, ob die anschaffung eines neu- oder gebrauchtwagens sinnvoll ist usw..
Niemand wird ihr sagen können, was davon wirklich SINNVOLL ist, das wird sie ganz alleien entscheiden müssen (abgesehen von tausend anderen finanziellen entscheidungen)

von daher: nicht zu viel einmischen in den finanziellen kram der kinder.
ich würde daher auch kein extra "handy geld" machen- warum bekommt sie nicht 5€ die woche und 15 € zusätzlich im monat.
dann kann sie selbst entscheiden, ob es sinnvoll ist ,diese ins handy zu pumpen oder lieber was anderes davon zu finanzieren.
mit eurer regelung hätte sie keinen vorteil, wenn sie weniger sms schreibt (bei meiner schon)

lisasimpson

Beitrag von schlange100000 18.05.11 - 10:37 Uhr

Das Taschengeld möchte ich Ihr nicht kürzen, es ging um das Handy, weil sie eben immer an 3 Telefone schreibt wenn sie was möchte u. das finde ich total sinnlos, weil ich u. der Papa haben unser Handy in Reichweite u. hören es, da muss sie net auf drei Handys schreiben! :-)

Das Taschengeld bleibt aufjedenfall,weil wie schon geschrieben...einmal in die Stadt u. die hälfte ist schon weg!! :-) Sie bekommt ja auch oft mal so was z.B die Bravo o. was Mädels sonst noch so DRINGEND ( #rofl ) brauchen!!

Beitrag von mansojo 18.05.11 - 09:45 Uhr

hallo,

unser sohn ist 11 und kommt immernoch mit 2 euro in der woche aus
seine handykarte hab ich jetzt nach 6 monaten zum ersten mal wieder aufgeladen


die großeltern stecken junior im monat ca 5 euro zu (kann auch mal ausfallen wenn die eltern sich wieder aufregen ;-) )

ich bin ganz froh das er da noch so bescheiden ist
mein neffe ist 14 und er kommt mit seinen 25 euro +handykosten vorne und hinten nicht klar


lg manja

Beitrag von valentina.wien 18.05.11 - 11:43 Uhr

Die meisten Kinder in dem Alter, die ich kenne, haben Handy-Flatrates (oder ähnliches) und völlig unabhängig davon Taschengeld.
Da gibt es doch mittlerweile Verträge wo man für 1000 Freiminuten und 1000 Frei-Sms nicht mal 10 Euro im Monat zahlt- das finde ich am sinnvollsten!

Beitrag von schlange100000 18.05.11 - 12:31 Uhr

Stimmt...das hört sich super an!! :) Wo u. welcher Vertrag wäre das??


Danke!! :)

Beitrag von falkster 18.05.11 - 13:55 Uhr

Der Lernerfolg ist da natürlich gleich Null...

Das Kind muss in dem Alter auch erstal lernen, dass eben nicht alles immer überall und jederzeit verfügbar ist, wie es ja eben bei einer (beinahe) Flatrate der Fall wäre...

Unter diesem Aspekt finde ich ein begrenztes Monatsbudget schon sinnvoller...

Beitrag von schlange100000 18.05.11 - 14:32 Uhr

Stimmt auch wieder!!!

Ich bin total hin und her gerissen, weil ich eben möchte das sie lernt Ihr Guthaben nicht so sinnlos zu versuddeln!!

Beitrag von valentina.wien 18.05.11 - 19:42 Uhr

Ich tendiere dazu meinen Kindern die Wahrheit zu sagen und Realität zu vermitteln.
Wir versuchen ihnen dort Mäßigung zu lehren, wo es sinnvoll ist und kein reines Lehrstück.

Handy-Flatrates sind mittlerweile eher die Regel als die Ausnahme und das wird sich in Zukunft nicht ändern.
Es wird sinnlos beim Telefonieren Maß zu halten.
Hier zu rationieren, wäre wie Kindern zu vermitteln, dass sie nur eine beschränkte Zeit im Internet surfen dürfen, mit der Begründung es wäre sonst zu teuer.

Mit dem Taschengeld müssen sie auskommen. So wie wir Eltern mit dem Geld, das wir verdienen.

Beitrag von lisasimpson 18.05.11 - 19:55 Uhr

Absolut

lisasimpson

Beitrag von falkster 19.05.11 - 15:02 Uhr

Leider ist die Wahrheit, dass wir verlernen vernünftig zu kommunizieren, was durch die Vermittlung der ebenfalls Wahrheit "alles ist jederzeit verfügbar" noch verstärkt wird.

Das ist kein Lehrstück, sondern eine mehrschichtige Betrachtung eines Problems bzw. Erziehungsgrundsatzes.

Zur Erläuterung des ersten Satzes empfehle ich Marshal McLuhans "The medium is the message" (http://www.amazon.de/Medium-Massage-Marshall-McLuhan/dp/014103582X/ref=sr_1_2?s=books-intl-de&ie=UTF8&qid=1305809878&sr=1-2). Bereits in den 60ern geschrieben ist dieses Buch vom Inhalt noch immer gültig und problemlos auf die heutige Zeit übertragbar.

Beitrag von valentina.wien 19.05.11 - 20:06 Uhr

McLuhan hat mich als 18-jährige Soziologie-Erstsemestrige auch begeistert. Heute würde ich ihn nicht mehr als den wichtigsten Kommunikationstheoretikter einordnen. Und alsPädagoge taugt er gar nicht.

"Vernünftiges Kommunizieren" ist Definitionssache- und historisch wandelbar (davon geht geht ja auch McLuhan aus).

Wenn du mal in Wien vorbei kommst, gehen wir auf ein paar Bier und wir fetzen uns so richtig über McLuhan, Luhmann und Postman (den du sicher auch magst, wenn du McLuhan empfiehlst ;)).

Beitrag von lilian91 20.05.11 - 13:13 Uhr

Hi,

Mein Bruder schreibt auch oft sms, aber er hat eine O2 Karte,

da bekommt man bei 15 Euro aufladen 150 Frei SmS
Bei 30 Euro krigt man 300 Frei Sms

Wäre vll sinnvoller für deine Tochter.

LG
Hoffe ich konnte helfen

Beitrag von chantal1804 25.05.11 - 22:23 Uhr

Hi,

Also mit 25,- im Monat kann mein Sohn nich mitreden.
Er bekommt 10,- zum 1. jeden Monats und das wars.

Er muss sich davon auch nix kaufen, außer er möchte mal schnell nen Buch zwischendurch oder paar Karten zum Zocken und tauschen.

Handy aufladen brauch er auch nich, da er keines Besitz und auch nich danach schreit.
Wenn er Telef. möchte nimmt er unser Haus Telef. und damit is dann gut.

LG Danie